Leserartikel-Blog

Max HOLLEIN: Nach 25 Jahren steht die Kunsthalle SCHIRN (Frankfurt) „so gut da wie nie“

Die Kunsthalle SCHIRN Frankfurt feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Die Krise der Kunstlandschaft HEUTE spiegelt sich auch darin wider, dass über das Jubiläum deutschlandweit dpa den Bericht streut – in Feuilletons, auf der KULTURseite der Medien -, dass die SCHIRN ein „SEISMOGRAPH der Moderne“ sei. Stimmt das?, ist die große Frage; Google erfasst heute von dpa als NEWS ca. 100 gleich-geformte/lautende Artikel!

SCHIRN NurVorlieben für das Etablierte?

Zum 25-jährigen Jubiläum gibt es ab dem 10. Februar 2011 "Surreale Dinge" - Skulpturen von Größen wie Salvador Dali, René Magritte und George Grosz - in der Schirn zu sehen. (1)

Als das "neue Herz für Frankfurt" wurde sie gegründet und gebaut in den 1980er Jahren, als sich politische Macht gern mit kulturellen Prestige-Objekten schmückte. Nach einem Vierteljahrhundert steht die Kunsthalle Schirn in Frankfurt am Main „so gut da wie nie“ (3sat): „Geschicktes Marketing, Stars im Begleitprogramm, die gute Vernetzung im Frankfurter Geldadel und Ausstellungen der Superlative, sind das Erfolgsrezept von Max HOLLEIN, seit 2001 Leiter der Schirn.“ 3satKULTURZEIT hat mit Direktor Max Hollein gesprochen. Dazu mehr in http://www.3sat.de/mediat... .

Der Schweizer Christoph VITALI war der erste Leiter der Schirn, dem ich in der SCHIRN damals mein SYMMETRIE-Buch als Manuskript im Beisein von Peter WEIERMAER (Frankfurter Kunstvereins-Chef, Haus neben der Schirn) erläuterte. Von 1980 bis 1998 war Peter Weiermair Direktor des Frankfurter Kunstvereins. Der Kunstverein sollte ein bedeutendes Ausstellungszentrum für zeitgenössische Kunst sein – er organisiert Veranstaltungen zur Förderung zeitgenössischer Kunst und Künstler. VITALI meinte meine Kunst sei für den Kunstverein eher geeignet; zu einer Zusammenarbeit mit Weiermair (Ausstellung) kam es aber nicht; leider. http://de.wikipedia.org/w... .

VITALI, der erste Schirn-Direktor, präsentierte Werke aus russischen Museumsmagazinen. So wurde etwa die große KANDINSKY-Schau ein Publikumsrenner mit Bildern, die schon lange niemand mehr gesehen hatte. (http://de.wikipedia.org/w...)
Von einem Seismographen für das Neue (ars evolutoria-Seismometer), der Innovationen zur bildenden Kunst aufzeichnet, kann –analog zum Problem und Fall der documenta-Institution (= Kunstmarkt-abhängig; vgl. Fall documenta googeln, Demokratsierung) - leider NICHT gesprochen werden. 1989 erschien mein Buch – 1998 in Englisch, 2011 als eBook. In Frau Dr. Pamela KORT fand ich eine ars evolutoria schätzende SCHIRN-Kuratorin; http://www.myheimat.de/gl...

Dr. KORT hat mir am 7.10.09 geschrieben:

In answer to your question about an exhibition dealing with your Ars Evolutoria, we can only respond that such a show at the Schirn after Darwin would not be possible for me to realize. At the moment funds are short (…) Your interesting book: Thank you for letting me glance through it and in the last months spend more time with it. Quite impressive! I wish you all the best with your work and very much appreciate your compliments about the Darwin exhibition.
(Quelle: http://www.myheimat.de/gl... )

Zur Kort/SCHIRN-Schau über EVOLUTIONÄR siehe mehrere Artikel mit a&s-Bildmaterial vgl. Internet:

HAHN, Werner (2009): EVOLUTIONÄR (Teil 1): Wie Künstler EVOLUTION malen – Kunst-EVOLUTIONISIERUNG. In ZEIT ONLINE v. 25.04.2009. Siehe dazu auch im WEB von Werner Hahn analog, aber mit 20 BILDERn: http://www.myheimat.de/gl...

HAHN, Werner (2009): EVOLUTIONÄR (Teil 2): „DARWIN – KUNST UND DIE SUCHE NACH DEN URSPRÜNGEN“. In ZEIT ONLINE v. 28.04.2009. Siehe dazu auch im WEB von Werner Hahn analog, aber mit 34 BILDERn: http://www.myheimat.de/gl...

Auch – 1055 mal gelesen – mit 34 Bildern - Wie Künstler EVOLUTION malen: Zur Ausstellung „DARWIN – KUNST UND DIE SUCHE NACH DEN URSPRÜNGEN“ (Teil 2) / http://www.myheimat.de/gl...

Historisches zur SCHIRN

Ursprünglich sollte die Schirn vorwiegend Kunst aus Frankfurter Museen zeigen - aus Kostengründen. Zum zehnjährigen Jubiläum der Schirn hatte Vitalis Nachfolger Hellmut Seemann wenig Grund zu feiern: Der Etat war auf nur noch zwei Ausstellungen im Jahr zusammengestrichen. Das ehemalige Prestige-Objekt, zum Spielball lokalpolitischer Interessen geworden, war von der Schließung bedroht.

2001 folgte mit Max HOLLEIN der große Umschwung. (M.H. geb. 1969 in Wien - http://de.wikipedia.org/w....)

Dass spektakuläre Kunstprojekte nicht ohne KOMMERZ funktionieren, hatte Hollein in den 1990er Jahren am Guggenheim Museum in New York gelernt. Dazu setzt er bis heute auf große Namen, sucht aber nach dem neuen Blick darauf, etwa 2002 auf Henri MATISSE und seine Scherenschnitte. Auch beschäftigte sich die SCHIRN mit den Grabfunden der Kelten in der nahen Wetterau. Ein großes Themenfeld bot die Entwicklung der Malerei mit den Anfängen der Abstraktion bei Picasso, Matisse, Miró, Mondrian, der russischen Avantgarde (Malewitsch), Seurat, Surrealismus-Vertretern wie Ensor, Redon, Magritte und später Nicolas de Stael, Lucio Fontana, Dubuffet, Chillida, Tapiès, Giacometti; auch der Deutsche Nay wurde in einer umfänglichen Retrospektiven zur Geltung gebracht.

3sat: „Publikumsmagneten im Gespann mit Neuentdeckungen - so stimmt die Bilanz. Kassengaranten waren unter anderem zuletzt – worüber ich als unabhängiger Essayist – in reich bebilderten Artikeln – schrieb:

George SEURAT:

Georges Seurats „Pointillismus“ und der „Atomismus“ der ars evolutoria (Teil 1). Synthese von Kunst & Wissenschaft
Der frühvollendete Georges SEURAT, im Jahr von Charles Darwins Veröffentlichung der Evolutionstheorie („Ursprung der Arten“) geboren, war Zeitgenosse von Paul Cézanne, Vincent van Gogh und Paul Gaugui [weiter…DIE ZEIT]
04.02.2010
MH: http://www.myheimat.de/gl...
GZ: http://www.giessener-zeit...

R/Evolution SEURAT: Warum und wie KUNST einen Evolutionssprung macht/e (Teil 2)
1859 kam Darwins Werk „Ursprung der Arten“ in die Öffentlichkeit. Im gleichen Jahr wurde Georges Seurat geboren. „Ich bin ein EVOLUZZER!“ hätte der Künstler-Forscher 3 Jahrzehnte später stolz zu Recht [weiter…DIE ZEIT]
13.02.2010
MH: http://www.myheimat.de/gl...
GZ: http://www.giessener-zeit...

Erfinder Georges SEURAT: Evolutionärer PIXELISMUS in Frankfurt (Teil 3)
Georges Seurat ist der Erfinder der wissenschaftlich fundierten Methode, durch mosaikartig nebeneinander gesetzte Farbtupfen neue Farbwirkungen zu erzielen. Die Malweise fand nach 1883 viele Anhänger. [weiter…DIE ZEIT]
15.02.2010
GZ: http://www.giessener-zeit...

Kunstkritischer Epilog: Georges SEURAT und die Figur-im-Raum-EVOLUTIONISIERUNG

Aus dem Blickwinkel „Figur im Raum“ präsentiert die Kunsthalle Schirn in Frankfurt bis Mai 2010 einen der Väter der Modernen Kunst, den „Neo-Impressionisten“ Georges Seurat. Der Weggefährte von Cézann [weiter…DIE ZEIT]
21.02.2010
GZ: http://www.giessener-zeit...

SCHIRN & OUTSIDER ...

World Transformators: „Kunst“-Welten-Wandler (OUTSIDER – Schirn) und „Free art“ sowie Kunstmarktkunst (INSIDER)
Global Players des internationalen Kunstmarkts schätzen OUTSIDER nicht: Große Galeristen und Mega-Sammler – so auch die Auktionshäuser Christie’s & Sotheby’s – handeln eher mit Provo-, Porno- und Glit [weiter…DIE ZEIT]
24.10.2010
GZ: http://www.giessener-zeit...

Gustave COURBET

Visionär Gustave COURBET: Realismus mit Träumerei & Vision einer poetischen MODERNITÄT. 1.Teil
Den „anderen Courbet“ mit Landschaften, Meerbildern und Stillleben will die große Schirn.Ausstellung (Frankfurt) präsentieren. In diesen Werken des „Vaters des Realismus“ mit naturmythischer Sicht geh [weiter…DIE ZEIT]
10.11.2010
GZ: http://www.giessener-zeit...

Gustave COURBET als VISIONÄR: Realismus - Träumerei - Vision einer poetischen MODERNE (2.Teil)
„Modernität“ habe bei Gustave COURBET – dem „politischen Feuerkopf“ - „viel mit seiner Vorliebe für Sujets des Alltäglichen zu tun“, meint der Kunstkritiker Hanno Rauterberg in DIE ZEIT. Ist Courbet e [weiter…DIE ZEIT]
11.11.2010
GZ: http://www.giessener-zeit...

SCHIRN – NEO-Romantik:heftige KRITIK an einer Schau …

a&s-Texte zur Kunst: Neues ROMANTIK-Wollen heute - Paul KLEE ... Programm Evolutionäre Neo-Romantik (Tripel III)
Man muss nur „TRIPEL-essay RUNGE“ googeln: und findet als „Ergebnis“ unter anderem in http://community.zeit.de/... zwei ersteTeile publiziert. Hier nun der abschließende dritte Teil – des [weiter… DIE ZEIT]
09.01.2011
GZ: http://www.giessener-zeit... (32 Bilder)

2005 kam es zur SCHIRN-Schau „Wunschwelten. Neue Romantik in der Kunst der Gegenwart: New Romanticism in Contemporary Art“. Der Kunstwissenschaftler Wolfgang ULLRICH hat in DIE ZEIT dieses in „KUNST Blaue Blume, wo nur blühst du?“ vehement zu Recht verrissen. In DIE ZEIT (19.05.2005 Nr.21) sprach W.U. im Fazit von „Bedeutsamkeit ohne Bedeutung“. Und er kritisierte die „ästhetische Unverbindlichkeit“ bei Kunstmarkt-Bezogenheit; u.a. Negatives mehr.

Besonders LOBENSWERT auch die Schirn-AUSSTELLUNG & KATALOG (2007/08):

KATALOG Schirn (2007): „Turner - Hugo - Moreau. Entdeckung der Abstraktion“. (Schirn Frankfurt, Ausstellung v. 6.10.07 – 6.1.08.) Hrsg. Rosenberg & Hollein, 360 Seiten.

Dazu auch mehr in

DIE ZEIT http://community.zeit.de/...
100 Jahre Abstrakte KUNST (Kandinsky) & Prä-Abstraktion sowie Post-Abstrakte (1.Teil)
http://www.giessener-zeit... (15 Bilder)

DIE ZEIT http://community.zeit.de/...
Mehr als 100 Jahre "abstrakte Kunst"! - "Blauer Reiter" 100. Geburtstag (2. Teil)
http://www.giessener-zeit... ( 59 Bilder)

Konnte ein besonderes Bonbon für das Betreten eines NEU-Entdeckens die Ausstellung DARWIN – KUNST UND DIE SUCHE NACH DEN URSPRÜNGEN sein, hatte man in der SCHIRN auch einmal den

KUNSTBETRIEB KRITISCH

hinterfragt; dem die SCHIRN ja zugehörig ist!:
http://community.zeit.de/...

Kunst-FREIHEIT in der KRISE: Grundsatz- und Wertedebatte zur Misere – Hoffen auf Demokratisierung (1.Teil)
DAZU schrieb ich am 16/6/2009:

Der „bissige Blick“ auf den KUNSTBETRIEB, den die Ausstellung „The Making of Art" wirft (SCHIRN-Kunsthalle Frankfurt), will „Werte“ hinterfragen, die in Wirklichkeit keine sind. „Kulturell“ NEGATIV entwickelte sich ein „neuer“ sog. „erweiterter“ Kunstbegriff, den auch die Institution documenta staatlich seit vielen Jahren mit Geld gefördert und ideell unterstützt hat (siehe BEUYS & Co). Die „hohe Kunst“ und ihre „genialen“ Schöpfer wurden schon von DUCHAMP und dem Dadaismus vom Sockel gestoßen. Eigentlich kein Grund, diesen Vorgang wiederum zum Thema zu machen, das „Betriebssystem Kunst" zu hinterfragen. Die BEUYS-Maxime "Jeder Mensch ist ein Künstler" ist mittlerweile ein überholter „alter Hut“, provoziert die „KUNST“-Gemüter nicht mehr; auch nicht sog. KUNST-LehrerInnen. Man weiß, dass es ANTI- und NICHT-KUNST-„Künstler“ am „Kunst“-Markt gibt. Für Insider bringt die SCHIRN-Ausstellung, die einen Blick hinter die Kulissen der korrupten Kunstwelt werfen will, nichts wirklich Neues. Das Kunstwerk als solches wollen die MacherInnen in Frankfurt „entmystifzieren". Jede/r „Kunst“-Fach-mann/frau weiß indessen: Kunst ist KOMMERZ. Ironisch-bissiges „BLA BLA BLA“ entwickelt die Evolution der „Bildenden“ Kunst nicht weiter. Statt 1960er-Jahre-„Künstler“-“Kunst“ wird demnächst hoffentlich unabhängige Erkenntnis-Kunst (Einsichten-Kunst) „gehandelt“.

Informativ LOBENSWERT & von Interesse die FNP (Frankfurt), die Fragen an HOLLEIN stellte: Artikel vom 09. Februar 2011 - http://www.fnp.de/fnp/fre...

Herr Hollein, was kann die SCHIRN - maßgeblich getragen von der Stadt Frankfurt - als Ausstellungshalle ohne Sammlung, was das Städel oder das Museum für Moderne Kunst nicht können?

MAX HOLLEIN: Die Schirn darf man nicht als Museum denken. Sie macht mit ihren Ausstellungen Vorschläge. Fundierte Vorschläge, wie etwas neu gesehen oder wiederentdeckt werden kann. Ein Museum hingegen trifft aus einer langen Sammlungstradition heraus eher Feststellungen. Die Schirn fragt, wie man eine Kunstrichtung, ein Gesamtoeuvre oder eine Werkgruppe neu bewerten, anders betrachten kann. Das war zum Beispiel zuletzt bei Courbet der Fall: Wir wollten das Introspektive, Träumerische hervorkehren und so die Wahrnehmung dieses Hauptproponenten des Realismus graduell verändern. Dabei ist das Moment der Überraschung für das Publikum natürlich ein besonderer Bestandteil.

Zur FRAGE „Warum zum Jubiläum ausgerechnet eine Surrealisten-Schau?“ – HOLLEIN ebenda:

Die Ausstellung passt perfekt ins Programm der Schirn. Die Objektkunst innerhalb des Surrealismus wurde so noch nicht aufgearbeitet. Im Grunde haben die Surrealisten Wahrnehmungsmuster unterlaufen und neue Fragen gestellt, etwas ganz ähnliches also, was wir hier in der Schirn immer wieder versuchen. Oft geht es beim Surrealismus auch um die Frage: In welchem Kontext wird etwas inszeniert? Man versucht etwa, ein gewöhnliches Objekt in einen anderen Zusammenhang zu setzen. Das hat sehr viel mit dem zu tun, was die Schirn auch tut. Nicht nur die Frage, ab wann etwas Kunst ist, sondern auch das Oszillieren zwischen Kunst und Alltag, das sind Themen, die uns auch immer wieder beschäftigen.

SEISMOGRAPH für Neues / Innovatives zeitgenössisch? Hier die Antwort (M.H. ehrlich):

„Die größte Einschränkung wäre für mich, wenn die Sponsoren nicht da wären – dann könnten wir unser Programm nicht realisieren. Wenn Sie sich einen unbekannten Künstler wie Uwe Lausen oder die Skulpturen der Maozeit anschauen – das sind keine Ausstellungen, mit denen man bei Sponsoren offene Türen einrennt. (…)“ Und für die Schirn-ZUKUNFT werde „ihre Rolle“ sein: „noch abenteuerlustiger, noch pointierter und wagemutiger zu werden – in dem, was sie zeigt, und darin, wie sie an die Dinge herangeht“. Das könnte SPANNEND werden. Viel Erfolg weiterhin für M.H., der in Personalunion auch das für renommierte Leihnehmer interessante STÄDEL leitet! Bitte nicht immer wieder umfängliche Retrospektiven …!

LITERATUR & Anmerkungen

(1) Zum 25-jährigen Jubiläum und der ab 10. Februar 2011 zu sehenden Schau "Surreale Dinge" - Skulpturen von Größen wie Salvador Dali, René Magritte und George Grosz - in der Schirn zu sehen: http://www.schirn.de/schi... / Ebenda: „Die SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT ist eines der renommiertesten Ausstellungshäuser Deutschlands. Seit ihrer Gründung 1986 wurden etwa 180 Ausstellungen realisiert, darunter große Übersichtsausstellungen zum Wiener Jugendstil, Expressionismus, Dada und Surrealismus, zu den „Impressionistinnen", zu Themen wie „Shopping – 100 Jahre Kunst und Konsum“, der visuellen Kunst der Stalinzeit, der neuen Romantik in der Kunst der Gegenwart sowie den Einflüssen der Theorien von Charles Darwin auf die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. (…)“ UND http://www.schirn.de/schi...

Die FAZ schrieb einen Artikel; 12.2.11 - Konstanze CRÜWELL. Mein Kommentar dazu:

Verkehrte Welten schon beim surrealistischen Urvaters Giuiseppe ARCIMBOLDO

Jetzt sind „Surreale Dinge - Skulpturen und Objekte von Dalí bis Man Ray“ in einer umfangreichen Ausstellung zur Objektkunst des Surrealismus in der Frankfurter SCHIRN zu sehen: Die FAZ würdigt die Jubiläumsausstellung in der Schirn Kunsthalle zu ihrem 25jährigen Bestehen. Interessiert heute Kunstliebhaber noch eine „zufällige Begegnung einer Nähmaschine mit einem Regenschirm auf einem Seziertisch“? Chefsurrealist André BRETON bezeichnete zu Recht damals als surrealistische Objekte („in elastischster Zeitrechnung und noch elastischerer Abgrenzung“) auch Marcel DUCHAMPs Anti-Kunst- „Ready mades“ von 1913. Oder auch Man RAYs mit Nägeln besetztes, charmant und irreführend „Cadeau“ (Geschenk; Bügeleisen von 1922). Marcel Duchamp gilt als ein Vorläufer und bedeutender Protagonist des Surrealismus. „Trasmutazione di forme" (LEONARDO) ist in Werner HOFMANNs "Phantasiestücke" (2010) ein zentraler Begriff der Diskussion. Hybride Metamorphosen & „Variationsgeflechte“ mit „potentiellen METAMORPHOSEN“ bestimmen Surrealistisches: Verkehrte Welten – Verfremdungen der Dingwelt gab’s beim surrealistischen Urvaters Giuiseppe ARCIMBOLDO. Sachinhaltlich multivalent-vorsurreal waren ARCIMBOLDOs Früchte. Siehe G.A.s Bizzarrerien - Köpfe aus (…)!

Empfehlenswerte ARTIKEL:

Land HESSEN:
http://www.kulturportal-h...
(Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv". Erstveröffentlichung am 27. Januar 2011 (Seite 44), Autor: Michael Hierholzer)

Peter IDEN -er schrieb Anfang der 60er Jahre seine ersten Kunstkritiken für die Frankfurter Rundschau, bevor er Redakteur im Feuilleton wurde, das er von 1992 bis 1999 leitete:

SCHIRN: „Es sei eine Erfolgsbilanz“, die „in der Geschichte der Ausstellungshäuser ohne eigene Sammlung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg allenfalls derjenigen des Berliner Martin-Gropius-Baus vergleichbar ist“, stellt P.I. fest. Seit 25 Jahren gebe es die Frankfurter Schirn Kunsthalle, „92 eng bedruckte Seiten, mit pro Blatt mehreren Titeln und Kurzbeschreibungen der Projekte, umfasst inzwischen die Aufzählung von deutlich mehr als 200 realisierten Ausstellungs-Vorhaben während des vergangenen Vierteljahrhunderts“.
MEHR – auch Historisches – in Artikel URL: http://www.fr-online.de/k... .

FR mit 21er Fotostrecke:
http://www.fr-online.de/f...

Werner Hahn, 13. Februar 2011

Zum 25-Jahre-Jubiläum:Kunsthalle SCHIRN 25 Jahre:
SEISMOGRAPH für (etablierte) Moderne Kunst? Blick für NEUES? – http://www.giessener-zeit...

GUT wenn: „Nicht alles davon findet seinen Niederschlag in Ausstellungen der SCHIRN, umso wichtiger ist es, Ihnen auch in unserem neuen Format vielversprechende junge (und alt gewordene -wh)Künstler, interessante kulturelle Ereignisse und dringende Empfehlungen weiterzugeben und ans Herz zu legen – ob innerhalb Frankfurts oder an zahlreichen anderen Orten.“

Quelle: http://www.schirn-magazin....
SCHIRN & Max HOLLEIN mehr: http://www.schirn-magazin....