Leserartikel-Blog

Böse, MENSCHENverachtend, KUNSTKRITERIENlos: Wird (muss) Staatskünstler Anselm KIEFER den Friedenspreis zurückgeben? Fall Kiefer/O.b.LADEN

"DER" Mensch ist böse, so oder so ähnlich hören wir das Geschwafel der Idealisten seit Jahrhunderten. Und da ist es als Folge auch nicht weiter verwunderlich wenn von seinen theologischen und METAPHYSISCHEN Hintergründen seiner „KUNST“ gesprochen wird. Ein Dialektiker würde nie von "DEM" Menschen sprechen – Anselm KIEFER, der zum internationalen Jetset der bildenden Kunst (als BRD-Staatskünstler) gehört, tut es: „Der Mensch ist ein Wesen, das abgrundtief böse ist, abgrundtief böse sein kann.“ (Handelsblatt)

„Sehr geehrte Damen und Herren vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Sie haben vor drei Jahren, 2008, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an den Maler und Skulpturisten Anselm Kiefer verliehen. Es war das erste Mal in der Geschichte des Friedenspreises, dass ein bildender Künstler und nicht, wie üblich, ein Literat geehrt wurde. (…) Aber muss ein Künstler, der für seine friedensstiftende Arbeit ausgezeichnet wurde, so weit gehen, einen Massenmord zu einem Kunstwerk zu erklären? Anselm Kiefer hat vor kurzem während einer Vorlesung am Pariser College de France gesagt, Osama bin Laden habe am 11. September 2001 in New York ‚das perfekteste Bild geschaffen, das wir seit den Schritten des ersten Mannes auf dem Mond gesehen haben’, dabei sei es ihm nicht um einen terroristischen Akt gegangen, sondern allein darum, symbolträchtige Bilder zu produzieren.“ So schreibt der Autor Henryk M. Broder - 6-2-11 – in „Die Welt“ an den Börsenverein. H.M.B. meint „nicht, dass Sie Anselm Kiefer den Friedenspreis aberkennen sollten. Das wäre uncool und vermutlich mit den Richtlinien für die Preisvergabe nicht zu vereinbaren. Ich meine nur, Sie könnten den Kreis der potenziellen Preisträger ein wenig erweitern: (…) Illich Ramirez Sanchez, genannt Carlos, der Schakal (…).

Überlebensstrategien des DINOSAURIER-Freundes KIEFER

KIEFER als Friedensstifter auszuzeichnen, wurde dem Stiftungsrat (Börsenverein) übel genommen. Auch N. MAAK & J. VOSS (FAZ) fallen bei KIEFERs Werk „nicht sofort das Wort Frieden“ ein; vgl. „Künstler, um zu überleben“ – FAZ Print und Online am 12.07.08. Als einen „Akt der Selbstfindung“ – „naive Art, Gesten ans Licht zu heben“ – erklärt der unpolitische KIEFER seine „HITLER-Gruß“-Bilder ebenda rückblickend. „Weil ich überwältigt bin“, schaffe ich Großformatiges, sagt der Maler, der HAWKINGs Theorien verehrt.

Der „an den Mythen weiterarbeiten“ wollende KIEFER behauptet, wir alle hätten „in unserem Gehirn (…) ja noch dinosaurische Elemente, uralte Zellen aus Vorzeiten“. Gab es das Denken/Fühlen „von Gut und Böse“, „Eifersucht“, „Hass“ etc. schon bei Tetrapoden im Mesozoikum (den bipeden Ur-Sauriern im Reptilienzeitalter)?

Als Vögel überlebten Saurier bis heute. Naturwissenschaftliche Begriffe „sind für mich Metaphern für die Mythen“ protokolliert das verblüffte FAZ-Team. Der „Mythos“ sei „als einziger wahr“; auch das Evolutionsgeschehen. Bei seiner Malerei spiele „handwerkliche Könnerschaft“ keine Rolle: „Ich habe auch gar kein besonderes Talent, um Maler zu sein. Ich benutze Malerei als Instrument“, gesteht KIEFER. Ein bewusstseinsschärfendes Kunstverständnis lehnt er im aktuellen FAZ-Interview ab. Aus dem angesehen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels sei 2008 „ein porös anmutender Mythenpreis allzu germanischer Gesinnung geworden. Schwer wie Blei“, konstatierte die „Kunstzeitung“.

Flammenden ZORN ergreifen derzeit KUNST-Freunde gegen den „Friedens-KUNST-Menschen“ Anselm KIEFER

Der BRD-Staatskünstler – von Frau Angela Merkel hofiert – rief meinen Zorn schon seit der Verleihung des Buchhandels-Friedenspreises wach: Politischer „Intelligenz-Quotient überprüfungswürdig“, „Narreteien“ werden KIEFER jetzt aktuell vorgeworfen, der nicht über seinen „(Bild)Tellerrand hinaus“ blicken könne: Langeweile, Verrücktheit, Subversivität, absurde Gedanken werden dem „Malerfürsten" unterstellt. Die Aussage A.K.s sei „noch nicht mal provokant sondern einfach nur dumm“, heißt es.

An unterschiedlcher web-Stelle verwies ich auf die Quelle des Unfugs: Die Bilder des 11. September erfüllten alle Parameter der Kunst – so Anselm Kiefer über Kunst als Schicksal des Menschen – „Bin Ladin eine Kunst-Performance“. "Bin Ladin - eine Kunst-Performance? Siehe dazu auch "WOHIN soll das führen ?! "- Spiegelmontage & Fotmalerei zum 11.9.2001. a&s-wh.

Der Friedenspreisträger Anselm Kiefer hielt eine Vorlesung am renommierten Pariser Collège de France. SKANDAL: Denn niemand widersprach ihm, als er Usama Bin Ladin zum bildenden Künstler erklärt hat. Artikel von Lena BOPP v. 03. Februar 2011 – FAZ Net/ Online, im Feuilleton.

BOPP schrieb u.a. das KIEFER der „Faszination für das Kaputte, für Trümmer, Verfall, Auflösung“ erlag: dass es für den Künstler angeblich „nichts gibt, was zu hässlich oder zu abgeschmackt wäre, um daraus ein Objekt der Kunst zu machen und es auf diese Weise zu mystifizieren“. Das geht so weit, dass A.K. dies tut, „um eine Ordnung zu begründen, die er noch nicht kennt“. Es sei „eine Ordnung, in der alles als Material für die Kunst verstanden wird, in der die Kunst also über das Schicksal des Menschen bestimmt“ (FAZ). Siehe http://de.wikipedia.org/w...

Und FAZ-UserInnnen schimpften zornig pauschalisiert: es seien „diese Meißel- und Pinselschwinger gezwungen, mit schrägen Sprechblasen nach Aufmerksamkeit zu hecheln“. Dass der Friedenspreisträger und Millionär A.K. seine Palette & Staffelei mit einem „kaltblütigen Mörder“ teilen zu müssen glaube, sei “entweder einfältig, berechnend oder menschenverachtend“. Für A.K. erfüllten die Bilder des 11. 9..alle Parameter der „Kunst“, als da seien: „Schönheit, ein einzigartiger Charakter, Einfachheit, Homogenität und Vieldeutigkeit, die Interaktion mit dem Betrachter und zu guter Letzt auch die Provokation.“ Darüber, ob ein 9/11-Al-KAIDA "Kunst"-Werk in die Kunstwissenschaft integrierbar ist, sollte sich Werner SPIES (Ex-FAZ-Kunstkritiker, A.K.-Freund) in der FAZ äußern. Meinen Kommentar dazu hat die FAZ NICHT veröffentlichen wollen, was man verstehen kannn.

Nur diesen KOMMENTAR zum Fall KIEFER/Bin Ladin hat man publiziert:

Buchhandels-FRIEDENs-Preisträger 2001 - Jürgen Habermas:http://www.boersenverein.... - Werner Hahn (wernerhahn) zitiert J.H.:

>Die zum Selbstmord entschlossenen Mörder, die zivile Verkehrsmaschinen zu lebenden Geschossen umfunktioniert und gegen die kapitalistischen Zitadellen der westlichen Zivilisation gelenkt haben, waren, wie wir aus Attas Testament und Osama bin Ladens Mund inzwischen wissen, durch religiöse Überzeugungen motiviert. Für sie verkörpern die Wahrzeichen der globalisierten Moderne den Großen Satan. Aber auch uns, den universalen Augenzeugen des »apokalyptischen« Geschehens am Fernsehschirm, drängten sich beim masochistisch wiederholten Anblick des Einsturzes der Zwillingstürme von Manhattan biblische Bilder auf. Und die Sprache der Vergeltung, in der nicht nur der amerikanische Präsident auf das Unfassbare reagierte, erhielt einen alttestamentarischen Klang. Als hätte das verblendete Attentat im Innersten der säkularen Gesellschaft eine religiöse Saite in Schwingung versetzt, füllten sich überall die Synagogen, die Kirchen und die Moscheen.

Diese untergründige Korrespondenz hat übrigens die zivilreligiöse Trauergemeinde im New Yorker Stadion vor drei Wochen nicht zu einer symmetrischen Einstellung des Hasses verleitet: Bei allem Patriotismus erklang kein Ruf nach kriegerischer Entgrenzung des nationalen Strafrechts.<

An anderer Stelle – bei „art“ Das Kunstmagazin - schrieb ich als Aufforderung an Werner SPIES:

(…) Herr Werner SPIES muss JETZT kommentieren ! Prof. Werner SPIES - ein enger Freund KIEFERs - gehörte auch dem neunköpfigen Stiftungsrat des Börsenvereins an. Als einziger Kunst-Experte im Gremium hatte SPIES seinen Freund für den Friedenspreis vorgeschlagen. Die Ehrung KIEFERs sorgte für viel Wirbel in den Medien: Der Maler KIEFER wurde von vielen NICHT als Friedensstifter gesehen und die Begründungen des Stiftungsrates zur Auszeichnung werden heftig kritisiert. Mit der Rede zu 11.9. zeigt A.K. nun sein wahres Denken ... als ANTI-Friedens-Künstler. Bitte an Werner SPIES - JETZT kommentieren zum denkwürdigen FAZ-Artikel. Siehe USER-Zorn & Habermas.

Bitte: Herr Werner SPIES muss JETZT kommentieren !

Der Kunsthistoriker Werner SPIES konnte sich in einer Lobrede auf den Preisträger KIEFER ergehen: am 19. 11. 2008 in der Frankfurter Paulskirche. Die Verleihung fand – wie üblich - während der Frankfurter Buchmesse statt: Der Preis wird traditionell zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse verliehen. Über Google wurde man auch auf einen ZEIT-Artikel hingewiesen: „OFFENER BRIEF zum FRIEDENSPREIS 2008 & 2009 des Deutschen …“ (3. 7. 2008). Dort wird die Kritik an der Preisvergabe 2008 des Börsenvereins durch Medien-Feuilletons dokumentiert. „Kunstfreund“ und Laudatio-Mann Werner SPIES wurde im Börsenblatt Heft 27 (S. 5) vorgestellt. (…)

IN http://www.art-magazin.de...
DAZU mein Protest auch in http://www.boersenblatt.n... 4 Kommentar/e. Werner Hahn www.art-and-science.de.
Und siehe Kommentar in . Freie Sicht Art \ sz.deutschland 04.02.2011

Am 20.10.08 titelte die FAZ: „Nacht über Mordor“ - Die Geschichte der Deutschen kehrt in den düsteren Bildern von Anselm Kiefer als variantenreiche Topographie des Bösen wieder. Als erster bildender Künstler wurde Kiefer mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet (Julia VOSS) dazu schrieb ich in der FAZ 2 Kommentare (21/10/08 publiziert):

Ungereimtheiten in der Paulskirche: Spies und Kiefer, Beuys, Richter

Herr Spies meinte zur Revolte von Kiefer & Co.: „Den Aufruhr, den diese Werke damals hervorbrachten, war unerhört. Sie beleidigten Geschmack und Anstand. In gewissem Sinne setzten Beuys, Kiefer, Baselitz, Immendorff, Richter oder Lüpertz bei dieser unterbrochenen Tradition kritischer und schmerzender Bilder ein." Merkwürdig ist, dass einerseits mit diesem Laudatio-Statement dem schamanisch-depressiven Mythensucher Beuys die Friedenspreis-Rede (posthum) ebenso galt. Das Gesellschaftsbild á la Beuys („erweiterter Kunstbegriff“) ist überholt: Nicht-jeder-Mensch-ist-ein-Künstler. Andererseits erwähnt Spies den KMarkt-Star G. Richter, der früher auch ein unkritisches Hitler-Bild gemalt, analog Kiefers „Besetzungen“. Fakt ist, dass G.R. gerne und oft ungegenständich-unfigürlich malt; siehe G.R. in „Abstrakte Bilder" im Museum Ludwig Köln. G.R. repäsentiert eine Postmoderne-Abstraktion - abstrakte „Kunst nur für die Kunst“. Spies’ „Hinrichtung“ der ungegenständlichen Kunst in der Laudatio hat Gerhard-Richter-Kunst heruntergestuft, verteufelt. War sich der Kunsthistoriker (Freund der „Ideologie des Surrealismus“; so Spies) eigentlich dessen bewusst? Lob für (…) Mut zur Beliebigkeit & Bedeutungslosigkeit („Leere“) zeitgenössischer K-M-Kunst!

Friedenspreis: „Kunst für Mythos & Mystik“

Gegen das „L’art pour l’art“ – einer „Kunst um der Kunst willen“ (lat. Ars gratia artis) – kann man viel einwenden: besonders wenn man damit abwertend eine „Kunst für die Kunst“ meint, wobei allein die Priorität der künstlerischen Form und der ästhetischen Gestaltung im Vordergrund stehen; ohne Hintergedanken an Semantik (Nutzen, Sinn etc.). Eine extreme Gegenposition zu der durch Spies laut SZ „hingerichteten“ klassischen abstrakten Moderne (damit auch der Postmoderne-Abstraktion) ist die in der Paulskirche propagierte Kunstauffassung mit zweckbestimmter, politisch-agitatorischer Zielrichtung (Beuys & Co). Der Mythomane und Beuys-Schüler Anselm KIEFER belegte auch mit seiner Rede in der Paulskirche wiederum, dass er DER Mann der zeitgenössischen „L’art pour le mythe & la mystique“ ist. Vertreter einer ideologiebeladenen „Kunst für Mythos & Mystik“. Dem überholten Dogma von der Selbstzweckhaftigkeit der Kunst (L'Art-pour-l'art- Standpunkt) und der Mythos & Mystik-Kunst stelle ich das ästhetische Postulat einer L'Art-pour-la-science („Erkenntnis-Kunst“) entgegen. Zu Zweifeln des Feuilletons („Hat Kiefer den Friedenspreis überhaupt verdient?“) mehr im www: „FRIEDENs-Preis an Kiefer: Tag der Wahrheit und/oder Tag des UN-FRIEDENs?“

An anderer FAZ Stelle kommentierte ich den Henning RITTER Artikel vom 4.6.08. – „Vergangenheitsarbeit“ – zu Anselm Kiefer & Börsenverein des deutschen Buchhandels - Friedenspreis für A.K.: dazu in „Lesermeinungen zum Beitrag“ am 05. Juni 2008

Obsessionen der„Kraftnaturen“ BEUYS, RICHTER, KIEFER für den Frieden?

Werner Hahn (wernerhahn)

In der Medienwelt und im Kunstbetrieb hochgepriesene KUNST-MARKT-Künstler wie Gerhard Richter („dessen Bilder zum RAF-Terror die Öffentlichkeit beschäftigten“; der auch ein HITLER-Porträt malte), Joseph BEUYS („als Vordenker der ökologischen Bewegung“; Macher der Alles-ist-„KUNST“-Bewegung) hätten es - nach Ansicht von Henning RITTER - auch verdient, Friedenspreisträger zu werden. Auch KIEFER ist nicht unumstritten. Die Entscheidung (Begründung) des Deutschen Buchhandels für Anselm Kiefer („Selbstdarstellung mit Hitlergruß“ als „Experiment“), bereitet auch mir Bauchschmerzen: "Es gibt in der Begründung der Preisverleihung einen Satz, der einem vollends die gute Laune an der Entscheidung nehmen kann: 'Anselm Kiefer erschien im richtigen Moment, um das Diktat der unverbindlichen Ungegenständlichkeit der Nachkriegszeit zu überwinden.' Das hat nun mit Friedensgedanken gar nicht mehr zu tun, sondern damit, das Pfund Friedenspreis in die Auseinandersetzungen um abstrakte und avantgardistische Malerei werfen zu wollen" (so KNIPPHALS in der „TAZ“ richtig). Unerträglich, dass insbesondere die Parade der Marktführer – politische „Kraftnaturen“ mit „Obsessionen“ wie KIEFER – mit Staatskunst-Formaten vom KULTUR-Staat der BRD gefördert werden.

Hohngelächter für Parfüm Fläschchen & Duchampismus in der BRD: Kittelmann verehrt „wichtigsten Künstler des 20. JHs“ (…)

So titelte ich in einem viel gelesenen & hitzig kommentierten Beitrag in DIE ZEIT Online: http://community.zeit.de/...

Es entwickelte sich folgender DISPUT – ein heftiges STREIT-Gespräch. Nicht wegen einer LAPALIE duellierte ich mich mit online-Duellanten, die einseitig Kunst verstehen möchten; das KIEFER/Bin Laden Problem (damals noch unbekannt) hat damit zu tun!

• 30.01.2011 WernerHahn

2. DUCHAMP der „Größte“ (Irritierer)???
Der GRÖßTE wichtigste Künstler des 20. JHs soll Marcel DUCHAMP mit der Readymade-mades-Erfindung sein. Dies behauptet heute 2011 nun M.D.-Verehrer Udo KITTELMANN, Chef der Nationalgalerie in Berlin. Werner HOFMANN sieht das nicht so, denn er verzeichnet den M.D. zwar als „UMSTÜLPER“ (S 223 f.) – und im Namensregister des Buches gibt es zwar 16 Seitenhinweise (S. 317 a.a.O.) -, aber DUCHAMP „stellte nichts her, er wählt bloß aus, er designiert (indes die andern, könnte man sagen, signieren)“. „Ein Nutzgegenstand wird der Gebrauchssphäre entzogen und auf den Sockel gehoben, der Kunstwerken vorbehalten ist“, beschreibt Werner HOFMANN das Verfahren. Zu „Evolutionären NEO-Readymades der ars-und-poesia-evolutoria“ erklärte ich – auf den Sockel einer kleinen Staffelei installiert – meine Bücher (siehe a&s-Bildergalerie GZ). Beim MD-Readymade spricht der Kunsthistoriker W.H. von „Kunst der Kunstlosigkeit“; ich spreche im a&s-Neo-Readymade von „Kunst der Kunsterneuerung“ als Vorbote einer Evolutionären Neo-Romantik; „work in progress & process“ mit trasmutazione di (???) – Transmutationen zurück zur KUNST! M.D. war ein REVOLUTIONärer Kopf des 20 JHs, KEIN EVOLUTIONärer fortschrittlicher. Mehr dazu in Beitrag http://www.giessener-zeit... UND: Masche "Kunst der KUNSTLOSIGKEIT": Befürworter Udo KITTELMANN zeigt DUCHAMPismus-Readymade-Parfüm-Fläschchen (in myheimat.de).

• 30.01.2011 WernerHahn

4. MONDRIANsche Welt & MD-Absurdes

Werner HOFMANN hat für STIL im Sinne GOETHEs plädiert; MONDRIANs & DUCHAMPs Werke sind STIL-los: Wenn Werner SCHMALENBACH & Werner HOFMANN & der STIL-Gegner Gerhard RICHTER von „STIL“ sprechen, meinen sie sicher nicht das Gleiche. Werner HOFMANN – ein interdisziplinär und transdisziplinär arbeitender Kunstwissenschaftler (Ex-Kunsthallen-Leiter, Hamburg, Förderer von ars/poesia EVOLUTORIA) interessierte sich für GOETHE: Der Dichter und Naturforscher schrieb 1789 den Aufsatz über „Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil“: „Wie die einfache Nachahmung auf dem ruhigen Dasein und einer liebevollen Gegenwart beruhet, die Manier eine Erscheinung mit einem leichten fähigen Gemüt ergreift, so ruht der STIL auf den tiefsten Grundfesten der Erkenntnis, auf dem Wesen der Dinge, in so fern uns erlaubt ist es in sichtbaren und greiflichen Gestalten zu erkennen.“ Im STIL-Prinzip spiegelt sich das künstlerische Streben heute wie ehedem, betonte W.Hofmann 1955. Auch heute werden die Autorität von STIL, das Vertrauen in STIL und den Rang und Wert des STIL-Prinzips thematisiert & reflektiert; besonders von mir in Verbindung mit STIL ars evoluoria. Web-Hinweis: Essay: „Über Gerhard RICHTER, seine drei „Betty“-Gemälde und die „Abstrakten Bilder“, GOETHEs STIL-Begriff sowie die BUERGELiade im hysterischen Welt-Kunst-Jahr 2007“. (art-and-science-Essay.) (Quelle: Gießener Zeitung: STIL (GOETHE & Werner HOFMANN) versus STIL-Losigkeit (Werner SCHMALENBACH & Gerhard RICHTER)

• 30.01.2011 WernerHahn

6. GOETHEs „Styl“ & KUNST (1)

Ich lasse mich mit unhöflichen, kränkenden Beleidigungen in ZO von Herrn/Frau „m“ NICHT kleinkriegen – von wegen „kleinkarierte Kampagne“. JA es geht um Duchamp(ismus), die Readymade-Ideologie und den KUNST DER KUNSTLOSIGKEIT fördernden institutionellen Kunstvermittler KITTELMANN. Falls Ihnen das zur KLÄRUNG reicht. Zur „Seltsamen Gemengelage“ lesen Sie noch „SUPER-„Kunst“ im Hamburger Bahnhof?: „Unappetitliches““ (ZO 4.10.09: http://community.zeit.de/... .
Ich zitiere „STYL“ (Goethe): (…) Gelangt die Kunst durch Nachahmung der Natur, durch Bemühung sich eine allgemeine Sprache zu machen, durch genaues und tiefes Studium der Gegenstände selbst, endlich dahin, daß sie die Eigenschaften der Dinge und die Art wie sie bestehen genau und immer genauer kennen lernt, daß sie die Reihe der Gestalten übersieht und die verschiedenen charakteristischen Formen neben einander zu stellen und nachzuahmen weiß: dann wird der Styl der höchste Grad wohin sie gelangen kann; der Grad, wo sie sich den höchsten menschlichen Bemühungen gleichstellen darf. (...)

• 30.01.2011 WernerHahn

7. GOETHEs „Styl“ & KUNST (2)

GOETHE in „Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Styl“ weiter:
…) Wie die einfache Nachahmung auf dem ruhigen Daseyn und einer liebevollen Gegenwart beruhet, die Manier eine Erscheinung mit einem leichten fähigen Gemüth ergreift, so ruht der Styl auf den tiefsten Grundfesten der Erkenntniß, auf dem Wesen der Dinge, in so fern uns erlaubt ist es in sichtbaren und greiflichen Gestalten zu erkennen. (…) Es ist uns blos angelegen das Wort Styl in den höchsten Ehren zu halten, damit uns ein Ausdruck übrig bleibe um den höchsten Grad zu bezeichnen, welchen die Kunst je erreicht hat und je erreichen kann. Diesen Grad auch nur zu erkennen, ist schon eine große Glückseligkeit, und davon sich mit Verständigen unterhalten ein edles Vergnügen, das wir uns in der Folge zu verschaffen manche Gelegenheit finden werden.
GOETHE über "Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil" auch:
"Es scheint nicht überflüssig zu sein, genau anzuzeigen, was wir uns bei diesen Worten denken, welche wir öfters brauchen werden. Denn wenn man sich gleich auch derselben schon lange in Schriften bedient, wenn sie gleich durch theoretische Schriften bestimmt zu sein scheinen so braucht denn doch jeder sie meistens in einem eignen Sinne und denkt sich mehr oder weniger dabei, je schärfer oder schwächer er den Begriff gefaßt hat, der dadurch ausgedrückt werden soll. (...)"
MEHR: http://www.textlog.de/414...

• 30.01.2011 montaigne

8. In der Klärung der Frage,
um/gegen was es Ihnen eigentlich geht, sind Sie also nicht weitergekommen? Schade.
Bei der Lektüre Ihres wie immer etwas langatmigen und selbstreferentiellen Artikels fiel mir neben dem Umstand, daß Sie auch da eine Kampagne gegen das (wohl nur) von Ihnen so ausgemachte Gespann Kittelmann/Duchamp zu entesseln versuchten, folgender Satz auf, ich darf Sie zitieren?
Wie Sie wissen, unterscheide ich zwischen NICHT-KUNST-ALS-„KUNST“ (die ich ablehne!) und ANTI-KUNST (die ein alter, überholter „Hut“ ist) und guter/schlechter KUNST (groß geschrieben), welche man in namhaften Museen der Welt sehen kann. Besonders interessieren mich Künstler/Kunstwerke/Kunsttheorien von Rang, die zur EVOLUTIONISIERUNG der Kunst(-Geschichte) kulturell Hervorragendes beigetragen haben.
Äh. Ahso. Was hat der Künstler damit sagen wollen?
Oder, um es kurz zu machen, darf man das auch so zusammenfassen: Was Kunst ist, möchten gern Sie bestimmen?
Das ist leicht begreiflich.
Ich bin sicher, Herr Hahn: Wenn Sie damit soweit sind, daß es spruchreif geworden ist, werden Sie unvermeidlich wieder von sich hören lassen.
Bis dahin wünsche ich gut Holz! - Und holen Sie sich bloß keinen Herzkasper.
Gruß,
m.

• 30.01.2011 WernerHahn

9. Kunst-Kunstlosigkeit/ANYTHING GOES?

Werner HOFMANN schreibt in „Die gespalten moderne. Aufsätze zur Kunst“ (2004) zu Julius von SCHLOSSER: „Wenn alles unter Kunstverdacht gerät, wenn ANYTHING GOES, wer kann dann begründet entscheiden, was der Museums- beziehungsweise Sothebys-Aura würdig ist? Schlossers Plädoyer für die Kunst der Kunstlosigkeit nimmt diese Frage vorweg. Auf unser Jahrhundert bezogen, verhilft diese Kategorie vielen Dingen zur Eingemeindung, die in DUCHAMPs FLASCHENTROCKNER ihren Ursprung haben.“ (S. 91.) Im Bd. H.P. Burmeister (Hrsg.) „Kunst und Kunstbegriff im neuen Jahrhundert“ (2000) spricht Hofmann von einer „Kunst der Kunstlosigkeit“ (W.H., Die Moderne und ihre Selbstwidersprüche, S. 21.). Was heute geschieht und oft als "Kunst der Kunstlosigkeit" Verwirrung stiftet, blickt nach HOFMANN auf eine lange Vorgeschichte zurück, deren Strukturmerkmale man jedoch verfehlt, wenn man die Geschichte der Kunst des 20. JHs bloß aus der Entwicklung des Tafelbildes ableitet. Die Antworten liegen im ausgehende 19. JH, Öffnung der Gestaltungsbezirke - im Jugendstil. Werner Hofmann macht die Sattelstellung der Jahrhundertwende deutlich, in der ein ästhetisch übersteigertes Kunstwollen umschlägt in den Gegenpol der "Kunstlosigkeit". (W.H. „Von der Nachahmung zur Erfindung der Wirklichkeit …“. ) Heute nennen manche NICHT- und ANTIKUNST-Profis, das, was sie veräußern, nur 'Kunst' - so fallen leider 'kulturinteressierte' Laien auf diese Illusionisten herein, pilgern zur Tate Modern, „documenta“ etc.

• 30.01.2011 WernerHahn

10. Reaktionäre „KUNST“-Spielverderber (…)?

Wozu die ganze Anti-Kunst und Kunst der Kunstlosigkeit? SO kann es nicht sein, dass Kunsthändler bestimmen: „Kunst“ sei das, „von dem die Kunsthändler sagen, es sei welche“ (Arnold GEHLEN 1972). Seit der „Designierung“ von ready mades zum „Kunstwerk“ gibt es das „Wollen, welches Nicht-Kunst oder Anti-Kunst hervorbringen will“ (Werner HOFMANN 1966). Durch Kunstvermittler – den Verteilerapparat - gelang die Musealisieung x-beliebiger Dinge (vgl. Duchampsches Werk). Nicht-Kunst sei keine Kunst, erklärte das BVerfGericht der BRD zum Ärger emsiger „Nicht-Kunst“-als-„Kunst“-Designatoren. „Kunst für alle“ rief man 1971 im Magazin Kunst – und forderte die Destruktion der Strukturen „Niveau, Qualität“ etc. (Reiner KALLHART) Eine DUCHAMPISMUS habe Duchamp nicht gewollt, erklärt Heinz OHFF. Obwohl die Anti-Kunst-Revolte mit Non-Art Kulturanarchismus & Entästhetisierung förderten – so auch H. MARCUSE 1973 -, kann es Udo KITTELMANN nicht lassen, in angeblich kulturkonservative Gesinnungen zu verfallen. Eine KEHRTWENDEUNG – wie von mir als „Spielverderber“ gefordert (schon im Symmetriebuch 1989, in 11.9.9.) interessiert wenig. Mein Plädoyer für ein positiv-kulturbildendes Kunstwollen – mit Freiheit zu INNOVATIONEN (STIL) – wird verächtlich gemacht; siehe Fall „m“ in ZO (w.o. Kommentar). Perestrojka forderte ich in 11.9.9. – GLASNOST (neues Denken), d.h. Umgestaltung, Demokratisierung … STIL statt Stillosigkeit forderte ich in Kapitel 12.7.

• 31.01.2011 WernerHahn

13. @8 Tadler-&-Nörgler „m“ (1)

Dass ich lesen kann IN ZEIT ONLINE 30/1/11: Meistgelesene Leserartikel & Meistkommentierte Leserartikel - WernerHahn Hohngelächter für Parfüm Fläschchen & Duchampismus in der BRD: Kittelmann verehrt „wichtigsten Künstler des 20. JHs“ (…) – freut mich. Unerfreulich ist: Eine „Kampagne gegen das (wohl nur)“ von MIR „so ausgemachte Gespann Kittelmann/Duchamp“ habe ich angeblich „zu entfesseln versucht“ (…); Herr/Frau „m“ erlaubt es sich, mich mit folgendem Satz zu zitieren: „Wie Sie wissen, unterscheide ich zwischen NICHT-KUNST-ALS-„KUNST“ (die ich ablehne!) und ANTI-KUNST (die ein alter, überholter „Hut“ ist) und guter/schlechter KUNST (groß geschrieben), welche man in namhaften Museen der Welt sehen kann. Besonders interessieren mich Künstler/Kunstwerke/Kunsttheorien von Rang, die zur EVOLUTIONISIERUNG der Kunst(-Geschichte) kulturell Hervorragendes beigetragen haben.“ „m“ – dazu frech-provkant: „Äh. Ahso. Was hat der Künstler damit sagen wollen? Oder, um es kurz zu machen, darf man das auch so zusammenfassen: Was Kunst ist, möchten gern Sie bestimmen?“ Das sei „leicht begreiflich“. Begriffen hat „m“ gar NICHTS (wollen): Weder meinen Artikel – noch meine freundlich-sachlichen Kommentare zu seiner „KRITIK“ mit der missbilligenden, tadelnden und bedenklichen Beurteilung. Ein Gipfel des Unvermögens von Urteilsvermögen? „m“-These: „Was Kunst ist, möchten gern Sie bestimmen?“ „m“ bemängelt & tadelt gerade das, was ich NICHT bestimmen will: „was KUNST ist“ (…).

• 31.01.2011 WernerHahn

14. MISERE der KUNSTKRITIK(er) (2)@8/12

Er – Herr/Frau „m“ & @12 sollten meine 4 documenta-Bücher mal lesen, sich schlauer machen in meiner HP „art-and-science“. Aber um eine Kritik nach wissenschaftlichen, künstlerischen, etc. Maßstäben WILL es dem Tadler (Nörgler „m“) ja nicht gehen; man kann ja auch unfähig dazu sein (…)?! Indessen sieht Hanno RAUTERBACH ja Probleme auch bei „echten“ Kritikern: Debatte um UN-kritische "Kunst"-KRITIKer: Hanno RAUTERBERGs Plädoyer für eine Kunst-Kritiker-Akademie IN: http://community.zeit.de/... . Schuld auch an der MISERE der KUNSTKRITIK(er) heutzutage (feuilletonistischer Kunstkritik) – dem „traurigen Zustand der Gattung Kunstkritik“ (so 2003 Christian Demand) haben die der der Kunstkritik fehlende KRITERIEN: So macht sich die KRITIK – siehe auch Fall KITTELMANN/DUCHAMPismus - „zum Komplizen des Kunstmarkts“, denn sie „hat den Kontakt zu ihrem Publikum verloren oder sich in die einschlägigen Szenezeitschriften und damit in einen hermetischen Fachdiskurs geflüchtet“ – der so BEAUCAMP – „Kunst nicht mehr an den Ausstellungsbesucher vermittelt, sondern mit den anderen Vertretern des Kunstbetriebs, also Künstlern, Kuratoren, Galeristen und Sammlern kurzgeschlossen ist“. Das mutige Plädoyer des DIE ZEIT Kunstkritikers H.R. gegen UNkritische zeitgenössische Kritik/er sollte unbedingt unterstützt werden. Man darf das Kritiker-Problem nicht pauschalisierend behandeln, betonte ich a.a.O.!

• 31.01.2011 WernerHahn

15. Wer ist hier ENG-STIRNIG???@12 (1)

Einen „engstirnigen Zirkelschluss“ präsentiere ich angeblich in ZO: Natürlich braucht Kultur „wie unser aller Bemühung in der Gesellschaft eine Selbstkritik“. Dass Piet MONDRIANs Ideen überholt sind - wie Marcel DUCHAMPs Readymade-Ideologie – habe ich (nachlesbar) 1989 (& 1998 in Englisch erweitert; 2011 als eBOOK) zu erklären versucht (Kap. 3.4.) JA: Mondrian war Mystiker, er spürte „ein transzendentes Netz, das alles zusammenhält. Damit unterstellt er unserer Welt einen großen, verborgenen Plan, welcher wohl im Kern den ‚Sinn’ der ‚Schöpfung’ enthält“. Nur P.M.s Evangelium – das keinen Wert auf Bücher legte (Seuphor 1957) versuchte HARMONIE zu verwirklichen im ASYMMETRIE-Gleichgewicht. 1924 formulierte er: „Die SYMMETRIE kennzeichnet die Dinge als getrennt, daher weist die universale Gestaltung um des Universellen die SYMMETRIE zurück.“ Hätte P.M. Phiipp Otto RUNGES Werk und Kunsttheorie (FARBENKUGEL – „Erste Figur der Schöpfung …“) gekannt, wäre er mit seiner Kunst & Theorie – aus heutiger Sicht – NICHT so rückständig. EVOLUTIONÄR betrachtet war und ist P.O.R. also „positiv-kulturbildend“, da er die Natur-Transformationen GUT interpretierte (wie GOETHE prä-evoluzzerisch; mal googeln bitte…)!
JA: „wer nicht daran glaubt, und aussagen will, dass unsere Welt nur aus losen, zusammenhanglosen Teilen besteht, dass nur wir darin, wir selbst, in unserer eigenen Verantwortung(!) einen relativen Sinn finden und formen können, produziert Ihrer Definition nach keine Kunst!“ Siehe Teil @12 ((2)

• 31.01.2011 WernerHahn

16. „Schöpfung“ wurschtegal!? @12 (2)

Natürlich produziert er „KUNST“ – als Manier oder Nachahmung – aber NICHT als „STYL“ (s.w.o. Goethes Definition). LEIDER: vielen Zeitgenossen ist „Schöpfung“ wurschtegal! Der „Grosse Plan“ vieler KUNST-Macher besteht heutzutage „nur aus Beliebigkeit, Chaos und Absurditäten“; siehe meine documenta-Kritik z.B. (BURGELiade, BAKARGIEViade etc. googeln). Fragen Sie Werner HOFMANN (der meine poesia und Kunst förderte) wer für ihn interessanter ist: MONDRIANismus & Readymade-Ideologie oder ars evolutoria? Sie werden sich wundern (…). Ich vertrete Meinungen wie ich sie in „Debatte um UN-kritische "Kunst"-KRITIKer: Hanno RAUTERBERGs Plädoyer für eine Kunst-Kritiker-Akademie“ (ZO), mit Erwartungen und Forderungen zur „KRITIK der KUNST-KRITIK“ erörterte: Über den Kunstbegriff heute, Kunst-Beurteilungsmaßstäbe, diskutiere ich in ars-evolutoria-Beiträgen schon seit meinen Symmetriebüchern von 1989 (deutsch) und 1998 (englisch; 2011 als eBOOK). Kein Wunder, wenn Eduard BEAUCAMP, der in „das kunstwerk“ über „Wozu Kunstkritik heute?“ schrieb , in FAZ-KUNSTSTÜCKE heute einen „neuen Weltgeist“ fordert. Angesichts von „Kommerz & Rummel“ vermisst E.B. Kunst-Kennerschaft (natürlich bei ZO-Usern wohl nicht). Der Kunstwissenschafter ULLRICH meinte: Selbst die „klassische KUNSTKRITIK“ argumentiere mittlerweile gerne mit Geld und akzeptiere damit, dass der „Preis Teil des Werks“ sei. Kriterien für gute Kunst gibt es: Originalität, Innovation etc. Hierzu ebenda ein Modell von mir (a.a.O. mehr dazu).

• 31.01.2011 WernerHahn

18. A propos "Originalität, Innovation etc."

Das Bundesverfassungsgericht definierte Kunst so: „Das Wesen der künstlerischen Betätigung ist die freie schöpferische Gestaltung, in der Eindrücke, Erfahrungen, Erlebnisse des Künstlers durch das Medium einer bestimmten Formensprache zu unmittelbarer Anschauung gebracht werden. Alle künstlerische Tätigkeit ist ein Ineinander von bewussten und unbewussten Vorgängen, die rational nicht aufzulösen sind. Beim künstlerischen Schaffen wirken Intuition, Phantasie und Kunstverstand zusammen; es ist primär nicht Mitteilung, sondern Ausdruck und zwar unmittelbarster Ausdruck der individuellen Persönlichkeit des Künstlers."
Eine freiheitsermöglichende, freiheitssichernde und Pluralität verbürgende Kunst-Förderung – das gilt für KITTELMANN & Co (!) - durch den demokratischen Staat bedarf der Zugrundelegung eines Kunst-Begriffs, der es verhindert, dass weiterhin - wie auf d9/d10/d1/d12 und d(13) üblich - unter dem Deckmantel von "Kunst" die documenta-Macher als sog. Nicht-Kunst-als-"Kunst"-Designatoren x-beliebige Aktionen, x-beliebige Gegenstände (Nichtkünstlerisches) - nach der Ent-Grenzung und Aufhebung des Kunstbegriffs; durch Kunst/Künstler am Nullpunkt, in Nullform - als „das allgemein Beste“ verkaufen können. Dass der "Kunst"-Begriff der Nicht-Kunst-durchsetzenden-Designatoren des totalitären Kunstbetriebs die ästhetische Dimension ("Kunstspezifisches") durch Reduktion der Kunst auf Nullform ausschließt - er deckt sich weder mit dem Kunstbegriff der Künstlerschaft in der BRD noch mit dem des gebildeten Menschen; und auch nicht mit dem r e c h t l i c h e n "Kunst"-Begriff - wurde von mir in Büchern & Essays wiederholt dargelegt.

• 31.01.2011 um WernerHahn

20. Kunst-Kriterien-Katalog (A)

Für KünstlerInnen gilt es, eine heute oft institutionalisierte „Niedrig“-Kunst – eine staatlich geförderte (absurde oder banale, „arme“) Anti-Kunst, Nullform-Kunst (siehe Kochkunst-Beispiel ADRIA-d12-BUERGELiade) – endlich zu entmachten, d. h. eine zulässige Kunstpolitik durchzusetzen! Unser Staat als Kultur-Staat muss - entgegen der „anything/everything goes“-Maxime von Nicht-Kunst-als-Kunst-Designatoren - entscheiden, was denn nun „Kultur“ (Kunst, Qualität) ist, wenn er die Kunst bewahren, schützen, vermitteln, fördern will. Die Links „Demokratisierung der Documenta“ (WEB ebenda ausführlicher zum 4. documenta-Buch (dB4)) und „Kunstbeurteilung - Kriterien“ meiner Homepage sollen mithelfen, Kunst aus dem Würge-Griff kunstlenkender und kunstfeindlicher Kritiker, Händler und reicher Sammler zu befreien.Was Kunst und wer Künstler ist lässt sich also juristisch klären. Verwaltungsgerichte sind demnach nicht gehindert, die richtige Anwendung der Begriffe 'Kunst' und 'Künstler' durch Verwaltungs-Behörden nachzuprüfen, was indessen im „Fall documenta“ insofern dadurch umgangen worden ist, dass behauptet worden ist, mir „mangelte“ es als Kläger (angeblich) „an der notwendigen Klagebefugnis“. Der "Fall Documenta" ist mittlerweile in die Justiz-Geschichte eingegangen: Dies wird einerseits belegt durch Veröffentlichungen in der Neuen Juristischen Wochenschrift: 22/1993 und 17/1997; a. a. O. 1997 auch Prof. Dr. Friedhelm Hufens Aufsatz "Muß Kunst monokratisch sein? Der Fall documenta", S. 1112-1114.
(Fortsetzung in (B).)

• 31.01.2011 WernerHahn

21. Kunst-KRITERIEN-Katalog (B)

Mein "Modell für eine objektivere Kunstbeurteilung", das Anklang fand, hier in einer Kurzfassung/Auszüge (vgl. db1, S. 81 f.):

WerkFORMALES, -INHALTLICHES und -GEHALTLICHES bestimmen den Gesamtwert eines künstlerischen Gebildes. Ein Kunstwerk konkretisiert sich in ästhetisch-werthaften und außerkünstlerischen werthaften Qualitäten. Wir unterscheiden wertpositive, -neutrale und negative Qualitäten.
Fragen Sie bei der Sachbegegnung, Sachanalyse das Kunstwerk mit den 7 essentiellen W: WAS, WANN, WO, WIE, WOMIT, WARUM, WOZU ???

1. VERGLEICHEN SIE DAS KUNSTWERK MIT BISHER BEKANNTEN WERKEN (Rangfolge a-e):
a) Plagiat
b) Epigonentum
c) Als Variation von ... neuartig und in der Erfindung meisterhaft
d) Neuartig - original - nicht dagewesen, jedoch nach der bisherigen kunstgeschichtlichen Entwicklung durchaus vollziehbar, vorhersehbar und vorstellbar
e) Geniale Leistung, als schöpferischer Akt in der Einzigartigkeit der Erfindung unfassbar, bisher nicht möglich erscheinend; Resultat eines besonderen unnachahmlichen Könnens (Nachweis der Neuheit der Erfindung - Rolle der Priorität!)

2. STUDIEREN SIE IM WERK DIE VERWENDUNG BILDNERISCHER MITTEL IN BEZUG AUF DIE LÖSUNG DES BILDNERISCHEN PROBLEMS (Zusammenwirken von Intuition und Intellekt des Künstlers)!
Linear-figurative Qualitäten, Farbqualitäten, kinetische Qualitäten, Aktivierungsqualitäten (Einbeziehen der Aktivität des Betrachters), akustische Qualitäten.Beitrag der Qualitäten am Wertvollsein des Ganzen; Korrelation von Bildstruktur und Inhalt/Gehalt; Problemrelationen, -verbindungen, -überlagerungen?
(Fortsetzung in (C).)

• 31.01.2011 WernerHahn

22. KuNsT-Kriterien-KaTaLoG (C)

3. INWIEWEIT DIENEN WIRKSAMKEIT, ÜBERZEUGUNGSKRAFT, EINDRINGLICHKEIT, MITTEILUNGSKRAFT DER REINEN BILDNERISCHEN MITTEL DEM KUNST-WERKINHALTLICHEN BZW. -GEHALTLICHEN (Überzeitlichkeit, Zukunftsträchtigkeit, Geist der Zeit etc.)?

4. WERDEN IN IHNEN GEFÜHLSBETONTE ASSOZIATIONEN NEGATIVER ODER POSITIVER ART IN BEWEGUNG GESETZT (Reflexstärke, evokatorische Kraft)?"

Hier ist anzumerken, dass ich in meinem Buch "Symmetrie als Entwicklungsprinzip in Natur und Kunst" (1989/1998/2011/eBOOK) das vielfältige Problem der Kunstbeurteilung mehrfach angesprochen habe und einen "evolutorischen Kunstbegriff", einen "Stammbaum" der Kultur und Malerei anvisiert habe (S. 234 f.).

Dass Qualität durchaus definierbar ist und der I n n o v a t i o n s w e r t eines Kunstobjekts als das oberste Kriterium angesehen werden kann (Originalität, visuelle Erfindungskraft, geschichtliche Relevanz, stilbegründende Kraft, Kreativität ...), belegt auch eine Untersuchung von PLAGEMANN mit Antworten von Künstlern, Händlern, Ausstellern, Kritikern, Sammlern. (Kunst als Ware? In: DAS KUNSTWERK, Nr.2/1971, S. 3-81; Zusammenfassung S. 79.) Zur Diskussion des Themas künstlerische Qualität siehe auch Langer, M.: Innovation und Kunstqualität. Worms 1989).

Gezielte Förderung bestimmter Künstler/Antikünstler auf documenta-Ausstellungenen (siehe Beuys-Beispiel, x-mal d-gefördert), mehr aber noch g e z i e l t e N i c h t f ö r d e r u n g von innovativen und qualifizierten Künstlern führt auf indirektem Wege in bedenkliche Nähe zu einer nicht erlaubten Z e n s u r. In CH wohl ein Fall für einen documenta-VOLKSENTSCHEID: JA / NEIN (d-Reform / d-Demokratiserung)???

• 31.01.2011 WernerHahn

26. Bazon BROCK: „Diesmal klappt’s!"

Bazon BROCK, ein ehemaliger Professor für Ästhetik und Kulturvermittler, hat sich in der Umsonst-KUNSTZEITUNG zu Wort melden (in Nr.1 2011). Hier stellt er seine „Diesmal klappt’s!“-These vor:

Über „die guten Leutchen“, die sich aufregen über Museums-Schließungen etc. wird berichtet. Aber „Künstler und Wissenschaftler emanzipierten sich von der Bevormundung“ - durch herkömmliche „klassische Autoritäten“ – es gelang „die Autorität durch Autorschaft durchzusetzen“ (als „Hofnarrentum“ wurden sie relativiert …). Den evolutions- und evolutionisierungsfreudigen Autoren gelang es, sich zu etablieren – als Autoritäten durch Aussagen mit Bildern, Texten und „interessanten“ Kompositionen. Von „Kulturkampf“ ist die Rede: Kennzeichen der Selbstdenker seien „Selbstverständnis“ mit Kulturanspruch & „Insistieren auf Rationalität, Faktizität und soziales Kalkül“. Das Kontra-Faktische sei ein Faktum unter den „FAKTEN, Fakten, FaKtEn …“ – mit Unvernunft, Absurdität etc., wogegen „kein Kraut gewachsen“ sei. Diesmal werde es gelingen, Universalsozialismus, Fundamentalismus, HITLERischer Nationalsozialismus etc. als welthistorische Intermezzo zu überwinden. Mehr über... B.B.: http://de.wikipedia.org/w... . BB ist gegen Zensur, Bevormundung und Unterdrückung; er unterstützte mein EST-Projekt und meine documenta-Reform-Initiativen, hielt in Franfurt am 29/1/1993 in der Städelschule einen Symposiums-Vortrag zu „Evolutionäre Symmetrietheorie“: „Chiasmus und Hemisphärendifferenzierung“. Siehe zu EST mehr in meiner Homepage (Anthologie / Hrsg. Hahn/Weibel). A&S-Porträt vgl. Bildergalerie zum Artikel. PS: SCHADE, dass „vagant“ (CH) aussteigt; mein KRITERIEN-Modell-Vorschlag WILL und wird NICHT verhindern, dass KUNST aufrüttelt, will gerade „Heitschi-Bumbeitschi & Co“ NICHT (!!!) fördern.

• 01.02.2011 WernerHahn

27. @24 CH: VOLKS-Entscheide...

In der „Basler Zeitung“ (CH) liest man online in Kommentaren: „Eine selbsternannte Kunstelite bestimmt, was Kunst ist“ – und dass ein „Berliner Schreiberling uns vorschreiben will, über was wir verfügen sollen, das geht zu weit. Er soll sich darum kümmern, wie man die Merkel mit ihrer Regierung daran verhindert, Deutschland in die Pleite zu treiben. Direkte Demokratie hat eben Das bei uns verhindert!“ – Mit dem „Schreiberling“ ist ein deutscher Professor gemeint, dessen FAZ-Artikel die BZ abdruckte. Der Peter GEIMER – Prof. für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin -, sei „einer der meint, das Volk soll zahlen und schweigen, damit der Kunst/Kulturbetrieb bzw. deren Schaffende ungeniert subventioniert werden können“ (…). „Haben sie gar Angst, dass der ‚Normale’ Bürger sich anmaßt über Kunst zu Urteilen?“, fragt eine Dame den Herrn P.G.. Mehr Volks-Kritisches in 70 Kommentaren siehe http://bazonline.ch/kultu.... Mit Bild des Professors.Der FALL „Nagelhaus“ ist nun entschieden worden – per VOLKS-Entscheid: Die „Architekturverpflanzung“ wurde durch VOLKS-Nein (Zürich) abgelehnt.MEHR dazu in ZEIT ONLINE: KUNST & direkte DEMOKRATIE: NEIN der Andersdenkenden zum „Nagelhaus“ (Zürich) - http://community.zeit.de/....

• 01.02.2011 WernerHahn

28. NZZ & KUNST-Qualität (CH)

In der NZZ gefunden - POSITIVES: (...)«Ich kaufe nur noch Kunst von sympathischen Künstlern, netten Künstlerinnen! Liebenswürdigkeit und Grosszügigkeit – das sind Qualitäten, die sich im behaupten. Die Güte einer Seele ist überdies leichter zu erkennen als die Qualität eines Könnens. Und was soll ich mit der Genialität eines gerissenen Schurken, der mir Schönes und Wahres andrehen will, während er seine Katze verhungern lässt? (...)http://www.nzz.ch/nachric... / Die Macht des Sammlers.

UND in der NZZ GUT diagnostiziert: (...)Was «besser» ist und was «schlechter», die Differenz in der Qualitätserfahrung, lässt sich nicht erleichtern oder didaktisch abkürzen. Die Akzeptanz von Niveaus und der Sinn für Standards lassen sich nur mit langfristigen und mühsamen Anstrengungen erreichen. Ohne Niveausicherung aber lässt sich kulturelle Überlieferung zwischen den Generationen nicht besorgen. Was also in der Regel euphemistisch «Qualitätssicherung» genannt wird, kann nicht mit «Schlüsselqualifikationen», sondern nur mit Garanten für inhaltliche Niveaus erreicht werden. (Der bildende Eigensinn der Kunst - http://www.nzz.ch/nachric...)

• 01.02.2011 WernerHahn

29. ZÜRICH: KUNST-Qualitäts-Sicherung...

Den KULTUR-Initiative-Machern (Agenten ... KITTELMANN/ Berlin ...) empfehle ich – falls es ihnen ERNST ist - Artikel zur ZÜRICHer Kultur von mir zu lesen:

An anderer Stelle (1) forderte ich zur „EVOLUTION der KULTUR-POLITIK“, dass von moderner demokratischer Kulturpolitik die TRANSPARENTZ ihrer Entscheidungen erwartet werde: SUBVENTIONs-Geber, also die ÖFFENTLICHE Hand, wie auch SUBVENTIONs-Empfänger und -Empfängerinnen (Institutionen, Gruppen und Einzelpersonen) sind gehalten, über die vergebenen, respektive erhaltenen Mittel, RECHENSCHAFT abzulegen.Hierbei dient EVALUATION – die Auswertung (Recherche, Ermittlung) von negativen und/oder positiven Erfahrungen - nicht nur der LEISTUNGs-Überprüfung, sondern auch der QUALITÄTs-Sicherung, also der Optimierung, der Strategie und Planung sowie dem Wissens-Zuwachs.

Zu fordern sind gerade heute Qualitäts-Entwicklung und Evaluation (Selbst- und Fremd-Evaluation): Damit Ausstellungs-Häuser dazu in der Lage sind, ist der Aufbau eines institutionellen Qualitäts-Managementsystems (auch z.B. in HAMBURG oder GIEßEN) erforderlich, das alle Bereiche des Ausstellungswesens in den Blick nimmt. Die EVALUATION ermöglicht es dabei, mittels geeigneter Verfahren und Instrumente (siehe das Schulbeispiel der Stadt ZÜRICH (1)) bestimmte Aspekte kunstbetrieblicher Wirklichkeit untersuchen, beurteilen und weiterentwickeln zu können.
Entbehrlich-Schlechtes gegen Qualitätsvoll-Innovatives austauschen: Aufgabe eines Kunst-Museums (in CH/BRD ...)ist natürlich das Bewahren und Aufspüren des kunst-erneuernden Innovativen. Der Bestand sei „Bürgerbesitz“ liest man: Institutionelle Kunstvermittler haben indessen vieles am Kunst-Markt teuer erworben, was des „Bewahrens“ nicht wert ist und Bürger stört. Es ist nicht „absurd“, Möglichkeiten zum Bewahren von Kunst dadurch zu schaffen, dass man schlechte Kunst verkauft. Mehr in (1): DIE ZEIT Online-Beitrag googeln. „Probleme der KULTUR-POLITIK: ZÜRICH – ein Vorbild für andere Städte in den myheimat-Regionen?“ –v.7.12.2008. Siehe auch in DIE ZEIT online: http://community.zeit.de/... - (ohn)MACHT ZEIGEN: „Kunst als Herrschaftsstrategie" (D.H.M.) / v. 27-2-10.