Leserartikel-Blog

dOCUMENTA (13): Carolyn Christov-BAKARGIEV blamiert sich mit „armer NICHT-Kunst“

Mächtig FURORE mit dreisten Provokationen, die Widerspruch auslösten - macht derzeit wieder einmal die dOCUMENTA (13): Mit Steinen als „arme NICHT-Kunst“ sollen wir nach Kassel in die documenta-Stadt gelotst werden, um das erste d13-Werk zu bewundern. Mit 21 Bildern berichtete ich kritisch über den d13-Beginn - mit „poetischem“ sog. NATUR-und-KULTUR-Werk mit Stein auf dem Bronze-Baum – und was es bedeuten soll. (1)

Auch der zweite d13-Akt wurde von mir zur BAKARGIEViade kritisiert: Durch auch eine a&s-Persiflage-Installation zu einem SZ-Interview: Wie ein wissenschaftliches Projekt wirke angeblich das dOCUMENTA (13) Werk „Meteorit – El Taco“. Dies ist der Glaube von Carolyn Christov-BAKARGIEV (CCB) zum zweiten arme-Kunst-&-Steine-Antikunst-WERK.

Arme-Kunst-&-BEUYS-Jüngerin CCB (…)

Wie ein wissenschaftliches Projekt wirke angeblich das dOCUMENTA (13) Werk „Meteorit – El Taco“. Dies glaubt Carolyn Christov-BAKARGIEV (CCB) zum arme-Kunst-&-Steine-Antikunst-WERK: Mit dem an den BEUYSismus erinnernden d13-Beginn will CCB „kein Wissen produzieren, lieber MISSTRAUEN PROVOZIEREN“, so argumentiert die Amerikanerin in einem SZ-Interview. Thema sei für sie „DE-Anthropozentrierung“. “Es ist heute eine unnütze Frage, was Menschen von anderen Lebewesen unterscheidet, was an ihnen spezifisch ist“, sagt die arte-povera-Enthusiastin; ob sie was gegen Naturwissenschaften hat? Und: „Unsere Definitionen, was das Leben ausmacht, stammen alle aus dem 18. oder 19. Jahrhundert“, will die BAKARGIEViade den SZ-LeserInnen weißmachen: Dümmer geht’s eigentlich nimmer (…)! Sie hat keine Ahnung von den Bio-Wissenschaften & EVOLUTION! Ablenken will CCB von der „Aufmerksamkeit von der menschlichen Kultur“ - „oder von der Kunst, dann tut man der Menschheit etwas Gutes“, so provoziert die Anti-Kunsthistorikerin. Sie liebt es, „wenn große existenzielle Fragen berührt werden“. So lobt sie es, wenn einer auf der „Documenta-Seite“ für sie liest und sie durch das Turiner Castello di Rivoli Documenta-Leiter-Treffen als „fast performative Situation“ die d13 anfangen ließ. Als emblematisch für ihre d13 - die „expansive Tendenzen“ zeigen wolle -, versucht CCB „ mit Künstlern. Literaten und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen“, hofft sie. Quelle SZ: „Ich möchte Misstrauen provozieren“, Artikel-Interview Catrin LORCH v. 29/9/10, S. 12.
(Quelle: http://www.giessener-zeit...

In der „Frankfurter Rundschau“ – lesen wir nun im Interview mit der Nichtfachfrau CCB: „Zeitgenössische Kunst sei „vielleicht eine Bewegung des 20. Jahrhunderts. ‚Zeitgenössische’ Kunst wird nicht unbedingt für immer als solche existieren, der Begriff ist jung, er stammt aus dem späten 17. Jahrhundert.“ Zu BEUYS’ These „Jeder Mensch ist ein Künstler“, sagt sie :“ Nein! Das ist überhaupt nicht wahr“ - und erklärt ihren Kunstbegriff am Beispiel Penones „Ansichten eines Steins“:
Der Bronze-Baum mit Stein sehe „ein wenig aus wie vom Mars“ (…) er ist eben nicht normal (…) Er schafft sich ein eigenes Umfeld, in dem viele Dinge passieren können. Man kann an dem Baum Streit haben oder nachts Sex oder tagsüber ein Buch lesen“. Unwissenschaftlich und unwahr erklärt CCB dem FR-Journalisten Georg IMDAHL zur Meteoriten-als-Kunstwerk-These: Meteoriten seien „die einzigen Dinge in der Welt sind, die nicht in der Welt gemacht, sondern älter sind als diese. Sie stehen in einer sehr fühlbaren Beziehung mit dem Unendlichen, sind aber ganz und gar physisch. Ich mag diese Absurdität der Verwirrung über die Zeit in dem Sinne, dass etwas in der Welt ist, das älter als die Welt ist.“ (Unglaublich, diese (…)!)
Über die d13 verbreitet CCB durch den unkritischen FR- Interviewer am 2/10/10 zur Frage:

Wie wird die dOCUMENTA (13) 2012 in den Grundzügen aussehen?

„Sie passiert schon jetzt! Fast jeder Vortrag, den ich aktuell halte, handelt von der Documenta – ob es nun um Kunst geht oder nicht. (…) Die Documenta findet schon längst statt. (…) Schauen Sie auf die Webseite (HP d13 – W.H.), die Videos von Penone. Bei der Präsentation des Penone-Stücks waren an die zwanzig Künstler hier, die sich ausgewählte Örtlichkeiten angeschaut haben. Ich habe keine Geheimnisse. Hier kann man schon 25 Prozent der Documenta 13 ausmachen – einfach indem man genau hinschaut.“ (Quelle: http://www.fr-online.de/k... - vgl. auch FR http://www.fr-online.de/k... (ebenda glaubt die FR zu den Meteoriten-Hälften tasächlich: „Es ist ein Kunstwerk aus einer anderen Welt“; Naturwerk wird mit „Kunstwerk“ als Antikunst verwechselt. Autorin Sandra DANICKE dennoch kritisch: Portikus-Leiter Daniel Birnbaum nennt es ein Readymade. Ein Besucher fragt die Documenta-Chefin, warum das Kunst sei. Carolyn Christov-Barkargiev wird darob grundsätzlich. „Was ist denn für Sie eine Skulptur? Wenn man Dinge zusammensetzt? Genau das ist hier geschehen.“ Dann schießt sie noch ein wenig übers Ziel hinaus, nennt die Arbeit „einer Art Performance“ beider Teile. (Zitat ebenda FR 24/9/10).

Das der arme-Kunst-„Künstler“ PENONE auch schon auf der documenta 5, 7 und 8 ausgestellt hat, verrät die FR (wiederum unkritisch) am 21/6/10; mit Hilfe von ddp etc..( http://www.fr-online.de/k... ) Peter IDEN - Ex Kunst-&-Theater-Journalist der FR – schweigt zum CCB-d13-Treiben. Schade! Er hat die documenta-Institution früher schon heftig kritisert. Siehe documenta-Bücher von mir.

Meteoriten als Gegenstand von „anti-künstlerischen Kulten“ zur dOCUMENTA (13)

Gelockt werden sollen die Kunstfreunde also auch mit Medienhilfe nach Frankfurt: Meteorite werden dort im Portikus als d13-„KUNST“ interpretiert: Indessen sind es doch gesteinsartige oder metallische Festkörper kosmischen Ursprungs, die in den Anziehungsbereich der Erde geraten und auf die Erde (bzw. den Mond oder erdähnliche Planeten) stürzen. KEINE Menschen-„Kunstwerke“! Es wird angenommen, dass sich ungetrennte Meteorite aus der Urmaterie (dem Sternenstaub zur Zeit der Bildung der Sonne und der Planeten) bildeten. Jährlich fallen ca. 11.000, meist sehr kleine Meteorite auf die Erde.

Auch in Treysa (Hessen) geschah dies 1916; siehe Link weiter unten. Mehr zur Parole „Meteoriten-als-Kunst“ in: http://www.myheimat.de/gl......

Auf den Gedanken, Meteorite des MM in MR (Mineralogischen Museum Marburg) als „KUNST“ zu interpretieren, wäre einer wissenschaftlich arbeitenden Uni sicherlich UNSINN: Das MM-MR besitzt und zeigt Minerale, Edelsteine und METEORITE: siehe MEHR mit a&s-Galerie in
http://www.myheimat.de/gl....

Meteorite sind gesteinsartige oder metallische Festkörper kosmischen Ursprungs, die in den Anziehungsbereich der Erde geraten und auf die Erde (bzw. den Mond oder erdähnliche Planeten) stürzen. Es wird angenommen, dass die ungetrennten Meteorite sich aus der Urmaterie (dem Sternenstaub zur Zeit der Bildung der Sonne und der Planeten) bildeten, während die entmischten Meteorite Fragmente einstmals größerer Himmelskörper (Planetoide oder Kometen) sind. Jährlich fallen ca. 11.000, meist sehr kleine Meteorite auf die Erde. Beim Sturz auf die Erde hinterlassen die Meteorite eine hell leuchtende Spur, die etwa in einer Höhe von 100 km beginnt. Je dichter die Atmosphäre, desto mehr wird der Meteorit gebremst. In http://de.wikipedia.org/w... wird ein Bild (NASA, gemeinfrei) das den Meteoriten "Meteorite Hills 00506" (MET00506), H3.4. zeigt. In der a&s-Bildergalerie auch der bizarre schöne Meteorit „1.47kg Taza (NWA 859) iron meteorite“ (wikipedia, gemeinfrei).

Berichte über vom Himmel gefallene Steine gibt es seit frühester Zeit. So berichtet wikipedia über einen schwarzen Stein, der etwa 470 v. Chr. in Phrygien gefallen sein soll. Dieser Meteorit wurde im Namen der Göttin KYBELE verehrt; vgl. Kybele-Kultes der Römer. Die Meteoriten-Verehrung ist altbekannt. Bereits in prähistorischer Zeit waren Meteoriten Gegenstand von religiösen Kulten. Dass Meteoriten Gegenstand von „anti-künstlerischen Kulten“ ist NEU:

BEUYS feiert Auferstehung in der dOCUMENTA (13) könnte man meinen – NEIN Beuys-Jünger wie die BAKARGIEViade-Macherin sind für „inszenierte Pseudo-Wissenschaftskunst der reichen Bourgeoisie“ verantwortlich.

Zum Fall „METEORITEN-als-‚KUNST’“

Zum Auftakt der documenta 13 (d13) wollte die d(13) Chefin Carolyn Christov-Bakargiev in einer Pflanzaktion á la BEUYS weder ein Apfelbäumchen noch ein Eichenbäumchen pflanzen: Zwei Jahre vor der Eröffnung präsentierte die Kuratorin der Documenta 13 im Kasseler Auepark das erste Kunstwerk ihrer Schau: Es ist ein merkwürdiger Bronze-Baum des Arte-povera-Künstlers Giuseppe PENONE, in dessen Krone ein großer Stein ruht. Daneben wurde ein junger lebendiger Baum in die Erde gesetzt, der bis zur Documenta-Eröffnung im Sommer 2012 kräftig wachsen soll. Es ist Penones vierte Documenta-Beteiligung, seinen ersten Auftritt in Kassel hatte der in Turin lebende Künstler bei der von Harald SZEEMAN (vgl. a&s-Bild) geleiteten Ausgabe 1972. „Wir feiern den Beginn des Sommers und der Schaffenskraft von Kunst mit diesem Augenblick im Park“, kommentierte Carolyn Christov-Bakargiev die BAKARGIEViade-Pflanzaktion, über die ich heftig kunstkritisch berichtet habe. Siehe in

Mit 21 Bildern & 2 Kommentaren: http://www.myheimat.de/gl...

Mit (zur Zeit) 7 Kommentaren:
http://community.zeit.de/...

Frankfurter Allgemeine Zeitung und Frankfurter Rundschau berichten erstaunt über d13

Zu folgendem Artikel von Swantje KARICH (25/9) äußerte ich mich kritisch: „Documenta-Kunst im Portikus - Es regnet Meteoriten“: Ein argentinischer Bauer entdeckte den fast zwei Tonnen schweren Meteoriten „El Taco“ 1962, Forscher zerteilten ihn bald darauf, Künstler haben die Hälften jetzt wieder zusammengeführt: Das zeigt die Leiterin der kommenden Documenta in Frankfurt. Ein Vorgeschmack?

Ich kommentierte:

Die FAZ erinnert an C. C. BAKARGIEVs Baum-Aktion im Auepark. Kein lebender d-Baum à la Joseph Beuys war es, eine Bronze-Skulptur plus Bäumchen daneben. Arte-povera-Künstler G. PENONE & C.C.B. „etwas kitschig“: „Ansichten eines Steins“. Das Blatt HNA berichtet aktuell über einen 4-Eichen-Abriss-Beschluss. „Kulturdezernent“ & OB HILGEN – auch Aufsichtsrats-Oberer der documenta-Institution – war bei der dOCUMENTA-(13)-Pflanzaktion dabei. Das erste d13 „arme-Kunst“-Werk sei ein „poetisches“ sog. NATUR-und-KULTUR-Werk. Überholtes BEUYSsches Anti-Kunst-Gehabe wurde im WWW C.C.B. unterstellt – „alles nur ARTE-POVERA – ‚POESIE’, keine ERKENNTNIS-Kunst zur BAKARGIEViade?“ Mit dem 2-Bäume Werk wollte C.C.B. „Absurdes und Surrealistisches“ darstellen; in diese Richtung steuere auch ihr d13-Konzept, sagte die d13-Chefin. Momentan wird Gewalt in der documenta-Stadt gegen 4 Beuys-Eichen geplant. Gewaltsam befreite man sich von der „Gebäudeskulptur“ „documenta-Treppe-ins Nichts“ des d9-Jan HOET, nun befürchten viele analog den „Abriss“ der 4 BEUYS-Eichen. Widerrechtlich (…). Sind nicht auch C.C.B. und die „KUNST“-Ministerin Hessens in der Sache gefragt? Statt dessen CCBs „El Taco“-Anpreisung mit naturwiss.-unwiss. Worten, Künstlerbuch etc. zur d(13).

Und in der HNA schrieb ich:

In der überregionalen Presse regt man sich noch nicht über die geplante Gewalttat der documenta Stadt auf: Über die „eigenwillige Schreibweise“ des Titels „dOCUMENTA (13)“ wundert man sich in der FAZ (25/9). Und darüber, dass C.C.BAKARGIEV die Arte-povera-Bewegung der 60er Jahre zur d(13) reanimiert; mit der Bronze-Stein-Skulptur und neuerdings Meteoriten-Hälften als „Kunst“ plus „Künstlerbuch“: Portikus-Schau Frankfurt.

Portikus-Leiter Daniel BIRNBAUM nennt es ein „Readymade“. Die FR gestern: Ein Besucher fragt die Documenta-Chefin, warum das Kunst sei. Carolyn Christov-Barkargiev wird darob grundsätzlich. „Was ist denn für Sie eine Skulptur? Wenn man Dinge zusammensetzt? Genau das ist hier geschehen.“ Dann schoss sie noch ein wenig „übers Ziel hinaus, nennt die Arbeit ‚einer Art Performance’ beider Teile“! Statt für Eichen-Rettung: CCBs „El Taco“-Anpreisung mit naturwiss.-unwissenschaftlichen Worten, Künstlerbuch etc. (Vgl. FAZ.net.). Quo vadis d(13)-Institution?! Gehst du zugrunde?

„Inszenierte Pseudo-Wissenschaftskunst der reichen Bourgeoisie“, schreibt eine Kommentatorin in der FAZ (N.M.) zum KARICH-Artikel zutreffend kritisch:

(…) Wie viele Meteoriten gebe es auf dieser Welt, die zwecks der Schaustellung in unterschiedlichen Institutionen geteilt wurden? Und wie viele dessen wurden von einem Bauern, dessen Leben am Land ist, gefunden? Frage: „Warum müssen wir im Jahr 2010 wieder diese einfallslose Konzeptkunst auftun? Präsentiert sich das Label 'Arte Povera' in diesem Zusammenhang nicht geradezu als schick? Speziell im Großindustriellen deutschen Kontext kann man es sich schon einmal leisten, den Meteoriten als Kunstobjekt zusammenzusetzen. Denn Nostalgie und ein traditionelles Steinobjekt passen gut in die Kulturindustrie.“ Diese inszenierte Pseudo Wissenschaftskunst scheint N.M. „vorwiegend ein Kunstgriff, sich als besonders smart und clever vorzuweisen“. Bezweifelt wird, ob dies eine „tiefergreifende Auseinandersetzung mit Geschichte, Wissenschaft oder Menschlichkeit“ sei!

dOCUMENTA (13) (…)

Im Zusammenhang mit der PORTIKUS Ausstellung erscheint das von der dOCUMENTA (13) herausgegebene „Künstlerbuch“ The Campo del Cielo Meteorites – Vol. 1: El Taco, in dem es im VORWORT von Carolyn Christov-Bakargiev & Daniel Birnbaum heißt: Ich zitiere (in Auszügen)

Carolyn Christov-Bakargiev: Was existiert in dieser Welt, das älter ist als die Welt?

Daniel Birnbaum: Sie meinen also, dieses Objekt ist in gewisser Hinsicht nicht Teil unserer Welt?

CCB: Ja – es ist zu einem Teil unserer Welt geworden, aber es kommt von sehr weit her und ist sehr, sehr alt. Es ist transzendent und immanent zugleich. Und es befindet sich in einem so unmöglichen Zustand, weil es eine Art Trauma durchlebt hat, als es in unsere Umlaufbahn gezogen wurde und zerbarst.
DB: Ich nehme an, dieses Objekt wird das älteste innerhalb der Ausstellung sein. Sind Sie sicher, dass es sich um ein Kunstwerk handelt?
CCB: Sind wir uns überhaupt jemals sicher? Sind wir uns sicher, »wir« zu sein, weil wir wissen, dass wir sterben werden, und weil wir des Sprechens fähig sind? Was macht in Ihren Augen ein Kunstwerk aus?
DB: Nun, ich bezweifle, dass ich Ihnen aus dem Stegreif eine befriedigende Definition des Kunstbegriffs geben kann. Aber ich bin durchaus überzeugt, dass dieses kosmische Readymade als Kunstwerk akzeptiert werden wird – als ganz hervorragendes Kunstwerk übrigens. (…)
CCB: (…) Karl Marx allerdings greift in »Die Meteore«, dem fünften Kapitel seiner Doktorarbeit, auf die epikureische Theorie der Himmelskörper zurück (….) Die Materialität der Meteoriten zu begreifen enthebt uns seiner Meinung nach jeglichen Glaubens an das Unerkennbare und Unendliche: »Die höchste Wirklichkeit aber der Schwere sind die Himmelskörper. In ihnen sind alle Antinomien zwischen Form und Materie, zwischen Begriff und Existenz, die die Entwickelung des Atoms bildeten, gelöst, in ihnen alle Bestimmungen, die gefordert wurden, verwirklicht.« (…)
CCB: Ich sehe die Zusammenführung des Meteoriten El Taco vom Campo del Cielo als freudvolle Arbeit, die – und sei es auch nur provisorisch – die Möglichkeit der Wiedervereinigung feiert. Dass El Taco nach der Ausstellung wieder geteilt wird, zeigt doch nur, dass die Kunst das Leben übertrumpfen kann.

QUELLE: http://www.portikus.de/ex...
Ausstellung Nr. 168 - GUILLERMO FAIVOVICH & NICOLÁS GOLDBERG - METEORIT „EL TACO“ (Eröffnung: 24.09.2010) - Für weitere Informationen oder Führungen zur Ausstellung wenden Sie sich bitte an info@portikus.de .

Als ein „Vorspiel zur Ausstellungstätigkeit im Sommer 2012“ will die dOCUMENTA (13) in den nächsten zwei Jahren eine umfangreiche Serie von Publikationen hervorbringen:
Die erste Publikation ist das „Künstlerbuch“ von Guillermo Faivovich und Nicolás Goldberg, das jetzt anlässlich ihrer Ausstellung im Portikus erscheint und im Hatje Cantz Verlag veröffentlicht wird. Das Buch – so auf der HOMEPAGE der documenta-Institution zu lesen – dokumentiere angeblich den „expansiven“ wie kooperativen Charakter der dOCUMENTA (13) und der von ihr initiierten Recherche-Aktivitäten:

„Auch in ihren editorischen Praktiken bindet sie sich damit nicht an die festen Koordinaten von Raum und Zeit, wie es die eigentliche Laufzeit im Sommer 2012 in Kassel vorgibt, und lässt diese Kooperation mit dem Portikus bewusst schon zwei Jahre vor ihrem Beginn möglich werden.“

METEORITEN als „Kunst“: Wo ist denn hier die Kunst?

Dirk SCHWARZE – hartnäckiger documentaBefürworter aus Kassel (Ex-HNA-Feuilletonist) – diskutiert im Netz „die immer gleiche Frage: Wo ist denn hier die Kunst?“ - Sie sei gestellt worden, als Walter de Maria zur documenta 6 einen ein Kilometer langen Messingstab in den Boden des Kasseler Friedrichsplatzes einbringen ließ, und sie wurde gestellt, als Joseph Beuys zur documenta 7 die Aktion “7000 Eichen” starten ließ. D.S., der sich gegen eine documentaREFORM (d-Demokratiserung) aussprach, den „Fall documenta“ vor Gericht kritisiert hat – schreibt auf seiner Homepage: „Jetzt stellt sie sich neu und zugespitzt“; da Guillermo Faivovich und Nicolas Goldberg sich in ihrer Ausstellung im Frankfurter “Portikus” darauf beschränkt hätten, die zwei Hälften des Meteoriten “El Taco” zu präsentieren. „Sie haben weder die beiden Hälften bearbeitet noch haben sie irgendwelche Materialien oder Erklärungen beigefügt.“ Die Besucher würden sich allein den beiden massiven Blöcken gegenüber sehen.

Wo also ist denn hier die Kunst? D.S. meint: Faivovich und Goldberg wollen mit ihrer Ausstellung diese Frage weder provozieren noch diskutieren. Sie sind an anderen Fragestellungen interessiert. Allerdings wissen sie, dass das, was sie veranlasst haben. nämlich die beiden Hälften, die getrennt in Buenos Aires (Argentinien) und Maryland (USA) aufbewahrt werden, in einer Ausstellung wieder zusammenzuführen, nur im Raum der Kunst möglich sei. „Das heißt: Sie haben die Kunst als Ermöglichungsraum genutzt.“

Dabei beziehen sich die beiden Künstler durchaus auf Walter de Maria und seinen Kasseler Erdkilometer. Denn de Maria hat 1977 zum Erdkilometer geschrieben: “Der senkrechte Erdkilometer soll die Menschen dazu anregen, über die Erde und ihren Ort im Universum nachzudenken.” Genau dieser Gedanke bewege auch die beiden Künstler bei ihrem Meteoriten-Projekt.

Wo ist denn hier die Kunst? Natürlich könne man darauf verweisen, dass die Künstler durch ihre Bemühungen faszinierendes und erschreckendes Material über den Umgang der Menschen mit den Meteoriten herausgefunden haben und damit auch vieles über das Verhältnis des Menschen zum Kosmos.

Fazit: Trotz aller Argumente: Dirk S. kann NICHT erklären, dass die Meteoriten-documenta „Kunst“ behandele; NICHT-Kunst soll als „Kunst“ akzeptiert werden. (…)
DS fragt: „Wird die dOCUMENTA (13) eine Ausstellung der Steine?“ Denn auch ein drittes documenta-Projekt habe mit Steinen zu tun:

Denn AND AND AND schickte den Künstler Francois Bucher auf eine Expedition in die Gebirgswelt Perus, wo - je nach Lichteinfall - figurenhafte Steinformationen zu entdecken sind. Wiederum ein arme-Kunst-Projekt; Förderung von Anti-Kunst (…).

Zum STREIT um die 4 bedrohten BEUYSschen Eichen in Kassel

(Die HNA machte ihn transparenter. Ein EXKURS aktuell.)

Dass Joseph BEUYS die PROFIT-Interessen des korrupten Kunst-Markt-Kapitalismus wahrgenommen und vertreten hat, ist zu bedauern. Zum „Kampf für Naturgrundlagen unserer Existenz“ damals und heute ein aktuelles BEUYS-Beispiel aus der documenta-Stadt Kassel zu bedrohten BEUYS-Eichen:

In der HNA kommentierte ich:

GEWALT gegen BEUYS-Kunst

Dr. Rhea Thönges-Stringaris, der langjährigen BEUYS-Vertrauten, Mitglied im Kuratorium Stiftung 7000 Eichen und ehemalige Grünen-Stadtverordnete, ist zuzustimmen, wenn sie sich vehement für den Erhalt der Eichen einsetzt. Wenn BEUYS eigenhändig die Bäume 1986 mit Mitarbeitern des Büros 7000 Eichen am Philosophenweg gepflanzt hat, handelt es sich um Kunstwerke im Beuys’schen Sinn. Das Motto „Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung“ ist Teil der (Anti)Kunst-Geschichte. „Es ging Beuys doch genau darum: das Augenmerk auf die Bäume zu lenken und zum Nachdenken zu mahnen, bevor ein Baum einem Verwaltungsakt geopfert wird.“, sagt die BEUYS-Vertraute. Mit juristischen Mitteln muss der Gewaltakt gegen ein KUNSTWERK verhindert werden. Zu BEUYS aktuell, dem „Mekka der Kunst“ Düsseldorf, und dem EICHEN-Werk siehe http://www.giessener-zeit... besserer-joseph-beuys-selbstmystifizierung-and-anti-kunst-rev olution-erfolgreich-am-kommerz-markt/

2. Kommentar:

Der Ex-HNA-Feuilletonist & documenta-Befürworter Dirk SCHWARZE berichtete, dass es „kaum noch vorstellbar“ sei – aus heutiger Sicht – wie viel Misstrauen und Widerstand die BEUYSsche Aktion hervorrief. Der „Unmut“ war riesig, weil „das Pflanzen von Bäumen doch keine Kunst sei“! Und: Die Bereitschaft, Baumpatenschaften für 500 DM zu übernehmen, sei „nicht sehr ausgeprägt“ gewesen. (D.S.: Meilensteine: 50 Jahre documenta. Berlin 2005.)

Eine gesellschaftspolitische, umweltbezogene Dimension sollte damals der Keil aus 7000 Basalt-Stelen zu J. BEUYS’ „7000 Eichen – Stadtverwaldung statt Stattverwaltung“ zur d7 vermitteln: Auf dem Friedrichsplatz vor dem Fridericianum gelegen, sollten sie wieder zum Verschwinden gebracht werden – durch „Pflanzung“ jeweils einer Eiche/Basaltstele. Die Aktion von J.B. sollte als „Wahrzeichen der FUCHS-d7“ akzeptiert werden. GEWALT gegen Bäume als KUNSTWERKE ist kultureller und ökologischer FREVEL. Der Chef des Kulturdezernenten - OB HILGEN - ist gefragt!

(Bertram Hilgen ist der Kulturdezernent!!! – wurde ich belehrt: http://www.stadt-kassel.d... eirat/ .)

Mein 3. Kommentar – 23.9.10 - in : http://www.hna.de/nachric...

Es stand doch der „Kulturdezernent“ OB HILGEN – auch als Aufsichtsrats-Oberer der documenta-Institution – mit dabei, als die dOCUMENTA (13) Allein-Macherin das erste d13 „arme-Kunst“-Kunstwerk den Medien vorstellte: als „poetisches“ sog. NATUR-und-KULTUR-Werk. Baum-Bronzeskulptur mit Stein und ein lebendiger, junger Baum daneben. Überholtes BEUYSsches Anti-Kunst-Gehabe wurde im WWW C.C.B. unterstellt – „alles nur ARTE-POVERA –‚POESIE’, keine ERKENNTNIS-Kunst zur BAKARGIEViade?“ Mit dem 2-Bäume-Kunstwerk wolle C.C.B. „Absurdes und Surrealistisches“ darstellen; in diese Richtung steuere auch ihr d13-Konzept, sagte die d13-Chefin neben HILGEN prahlend. Absurd und surreal ist die geplante Gewalt in der documenta-Stadt gegen die 4 B-Eichen. Da man sich gewaltsam der „Gebäudeskulptur“ „documenta-Treppe“ des d9-Jan HOET befreite, befürchte ich analog den „Abriss“ der BEUYS-Eichen. Widerrechtlich (…). Die neue alte „KUNST“-Ministerin Hessens ist neben OB H. auch gefragt in der Sache. Oder?!

Eine BEUYS-Hasser Antwort von L. (anonym) darauf:

„An alle Beuys Enthusiasten! Was hat er denn an Kunstwerken geschaffen! Eine stinkende Fettwanne, welche von einer klugen Reinigungskraft entsorgt wurde. Schmerzensgeld am Beuys, 200.000 DM! Was muss der gelitten haben? Fettpumpe, Zerstören eines Goldschmuckes, aus dem er einen Osterhasen gegossen hat! Sonst hat er andere unterdrückt. Zu einer Dokumenta hat Baunatal mal abgewiesenen Künstlern ein Forum geboten. Sie waren dem mit Hut nicht genehm! Seine Kunst war, die Leute zu ver.....en! Jetzt wird um die Bäume Theater gemacht. Reinhardts- Keller- Habichtswald sind voller Bäume, die genieße ich dort!“

Ein anderer anonymer Radikaler meinte: „(…) Mein echter Vorschlag: haut die Beuys-Eichen alle um, bis auf eine, die kann dann unter Denkmalschutz gestellt und als Weltkulturerbe bewundert und bestaunt werden.“

D12-EXKURS als EPILOG

Der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei hat im Septmber 2010 den mit 100.000 Euro dotierten Kasseler Bürgerpreis "Das Glas der Vernunft" erhalten.
Bei der Documenta 2007 hatte Ai Weiwei 1001 Chinesen (inklusive seiner selbst) per Internet gecastet, nach Kassel gebracht und in einer alten Fabriks-Halle einquartiert. Sein Werk "Template“, ein Holzturm aus Türen und Fenstern alter chinesischer Häuser, war bei derselben Documenta eingestürzt. Nun bescheinigte ihm Laudator Gregor JANSEN, Leiter der Kunsthalle Düsseldorf: "Er brachte die Kunst des westlichen Systems in sein Land."

Und Hessens neue alte Kunstministerin Eva KÜHNE-HÖRMANN (CDU, d13-Aufsichtsrat) nannte Weiwei "ein Vorbild für alle, die sich nicht durch Machtwillkür und Unterdrückung zum Schweigen bringen lassen". Al Weiwei kündigte an, "aus Dankbarkeit für die Liebe der Kasseler" ein Werk für das Brüder-Grimm-Museum anzufertigen.

Für die HNA schrieb ich einen Kommentar; der dem Blatt nicht passte, er wurde daher informell zensiert:

Zur Freude von Nichtkunst- und Anti-Kunst-Ideologen ging der BÜRGER-Preis an Ai Weiwei: Kommerz-Seilschaften hatten Ais „Fairytale“-d12-Projekt zur BUERGELiade entwickelt – mit dem Sammler & Ex-Botschafter Uli Sigg (Schweiz); 3 Mill. Euro stifteten die Kommerz-Seilschaft Galerie Urs Meile (Luzern) - Leister Foundation - Erlenmeyer Stiftung. Hessen und der Bund bedankten sich. Staats-Politikern ist der Kultur/Kunst-Begriff egal! „Ich-sehe-dann-mal-weg“ und „gehe-dann-mal-bald-weg“, sagten sich KOCH & KÖHLER, die vom Fenster-Türen-Turm damals fast erschlagen wurden. Hessen ist ein Land, in dem sich die „Kultur“-Macher weigern, Reform-Fragen zu beantworten; siehe „Fall documenta“ und Demokratisierung. Vgl. „Mahnmal der 100 Verrisse“ zur BUERGELiade im Internet; Fiasko und Scheitern der d12. „Fuck off“ lautete Weiweis Stinkefinger-Angriff auf die documenta-Macht-Institution, die später zur d12 einlud. Dagegen, dass meine Steuergelder in die documenta-Stadt-d12 flossen, protestierte ich.

Literatur – Anmerkungen

(1) Kritisch berichtete ich über den d13-Beginn in DIE ZEIT: http://community.zeit.de/... .
Über das „poetische“ sog. NATUR-und-KULTUR-Werk als erstes d13-Werk mit Stein auf dem Bronze-Baum – und was es bedeuten soll – siehe auch a&s-Bilderserie mit 21 Bildern in http://www.myheimat.de/gl...