Leserartikel-Blog

TOE: Stephen HAWKINGs „Theorie von Allem“ – keine ETOE (Evolutionäre TOE)

Die Zeitung „The Times“ hatte ein neues Buch - englischer Titel: „The Grand Design“ - vorgestellt, das Stephen HAWKING zusammen mit seinem US-Kollegen Leonard Mlodinow geschrieben hat:

Kein GOTT sei nötig: Astrophysiker & erklärter Atheist Stephen Hawking meint, das Weltall könne spontan entstanden sein. Ein Universum könne sich aus dem „Nichts“ erschaffen, schreibt er. Neue physikalische Theorien zeigten eindeutig, dass unser Universum durchaus spontan und aus sich selbst heraus entstanden sein könnte, schreibt der 68 Jahre alte Brite in seinem neuen Buch „Der große Entwurf – Eine neue Erklärung des Universums“, das in Deutschland seit dem 7.9. im Buchhandel vermarktet wird. Ich habe darin geblättert. Mit 2 Seiten Vorabdruck zu „Schöpfung ohne Schöpfer“ hat FOCUS in Nr. 36/10 für das Buch Reklame gemacht; und ZDF-aspekte-Chef Wolfgang HERLES berichtet S. 80-82 ebenda von einem Besuch bei Stephen HAWKING: mit künstlicher Stimme kann S.T. nur reden - wegen der Nerven-Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). HERLES glaubt mit S.T. an den mathematischen Kosmos (mit „Gott würfelt doch“): „Der Geist hat sich vom irdischen Raum gelöst. Er schwirrt durch elf mathematisch errechnete Raumdimensionen. Unser Universum ist aus drei von ihnen gemacht, die restlichen sieben sind ‚aufgewickelt’ auf denkbar kleinstem Raum. Aber in Milliarden von Paralleluniversen gelten andere Dimensionen“ (…).“ HAWKING „schafft Gott ab und setzt sich gewissermaßen an seine Stelle“, so der Feuilletonist W.H.

„Weil es ein Gesetz wie das der Schwerkraft gibt, kann und wird sich ein Universum selber aus dem Nichts erschaffen“, zitierte die Londoner „Times“ Hawking. „Spontane Schöpfung ist der Grund, warum es statt dem Nichts doch etwas gibt, warum das Universum existiert, warum wir existieren.“ Es sei nicht nötig, zur Erklärung eine Hand Gottes mit ins Spiel zu bringen. Im neuen Buch nimmt Hawking die Theorie von Isaac Newton (1643-1727) auseinander. Der war der Ansicht gewesen, dass das Universum allein schon wegen der bestehenden Naturgesetze nicht aus dem Chaos entstanden sei. Newton vermutete einen Gott hinter allem. Als dpa darüber im „Tagesspiegel“ berichtete, schlugen die Kommentare-Wellen hoch: zur dpa-Meldung mit erbosten Kommentaren (67) – im Ressort „Wissen“ v. 3.9. - siehe: http://www.tagesspiegel.d... . Hawking löst eine hitzige – oft unsachliche - Debatte um die Schöpfungstheorie ebenfalls aus auch in http://www.tagesspiegel.d... .

Ist die Theoretische Physik „Metaphysik“ und „kompletter Blödsinn“ – „Spinnertum“?

Ernsthaft diskutiert wird in „Spektrum der Wissenschaft“ ob die „Theoretische Physik kompletter Blödsinn“ ist: Feilgeboten werde heute in „nackter Metaphysik“ sehr „viel Lächerliches unter dem Namen der Physik“. In „abstrusen Konstrukten“ werde „wirres Zeug über Phantasie-Universen“ erzählt. Die STRING-Theorie z.B. könne beim Geltungsbereich unterhalb der Planck-Länge (10-35 Meter) nie experimentell überprüft werden. Und nutzloses Großspielzeug sei der LHC in Genf, wo nur „Geschwätz“ im Spiel sei – jenseits aller experimentellen Überprüfbarkeit. Darüber berichtete ich in Internet-Artiekln. In einem giftig formulierten Buch stehen auf der Negativliste der Provokation neben der String-Theorie die ominöse Dunkle Materie und Energie sowie die Teilchenphysik in Gestalt der „Supersymmetrie“-Theorie. „Vom Urknall zum Durchknall“ heißt das in SdW gelobte Werk von Alexander UNZICKER – Untertitel „Die absurde Jagd nach der Weltformel“; Springer Verlag - SdW-Rezension 8/2010, S. 99 f..

Im Mai 2010 meinte der SdW-Chefredakteur Reinhard BREUER Spekulationen seien „was Feines“, wenn Fantasie mit „gerütteltem Maß an Wissenschaft“ sich von „schlichtem Spinnertum“ unterscheide. So sei die Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI) nicht mehr völlig exotisch und kein Sciencefiction-Bereich mehr. Über „Außeruniversische“ – „Aliens in Parallelwelten“ –, die als Nachfahren von einst aus einem Ur-Vakuum entstandenen Tochter-Universum von Multiversen sein könnten, wird daher in SdW berichtet: bewohnbare Parallelkosmen würden angeblich von „anderen physikalischen Gesetzen regiert als unser ‚Heimatkosmos’“, GLAUBT man; mit „vielleicht sogar exotischen Organismen“ (S. 24). Das „anthropische Prinzip“, wonach die Welt so gebaut sein müsse, dass sie unsere Formen irdischen Lebens (Pflanzen – Tiere – Menschen) hervorbringen konnte, sei der Analysen darüber, „warum die Welt so ist, wie sie ist“ (eine „gar nicht tautologische Frage“) wert. So wird in SdW-Magazin Nr. 5/2010 ein neuestes Dossier über Quantenphysik und Urknall vorgestellt: Titelthema Kosmologie - „Leben im MULTIVERSUM (S. 24-31; Web-Link: www.spektrum.de/artikel/1... .) Gemäß der Stringtheorie habe der Raum 10 Dimensionen: In unserem Universum mit Leben auf der Erde „haben sich alle bis auf drei eng zusammengerollt und wurden unsichtbar“, bekommt man als Laie (S. 28) zu lesen. Die Stringtheorie wird als eine „spekulative Erweiterung des Standardmodells, die alle Naturkräfte als Vibrationen mikroskopischer Fäden zu beschreiben versucht“, beschrieben.

Verwandt damit sind meine Spekulationen mit Oszillationen: siehe Oszillationsfigur – Oszillationstheorie (S. 95, 129, 271, 278, 280, 287f. – deutsche Ausgabe von meinem Symmetriebuch (1)). Dass es hier nicht um „schlichtes Spinnertum“ geht, haben Rezensenten wie Prof. Dr. Dr. hc. Siegfried Großmann (Physiker, Mathematiker, Chaosforscher) dargelegt (bitte googeln Sie „siegfried großmann werner hahn“ mit vielen Hinweisen ebenda).

HAWKINGs neues Buch „The Grand Design“ - ein „Großer Entwurf“?

Eine kurze Einführung in das neue Werk versucht auch ZDF-aspekte-Chef zu geben – siehe das Video mit S.H.s Stimme: „Stephen Hawking - Tu dein Bestes - Neues Buch (Der Grosse Entwurf)“: http://www.youtube.com/wa... . (3.59 Min.)
Journalist Wolfgang HERLES meint zu S.H.: „sein Geist hat sich vom dreidimensionalen Raum befreit“ – der „Popstar der Physik“ vermittele „mathematische Modelle“; „kaum noch exakte Wissenschaft“ (…).

Stephen HAWKINGs neues Buch "Der Große Entwurf - Eine neue Erklärung des Universums", hat es da nicht leicht am Buchmarkt: Gemeinsam mit Leonard Mlodinow verfasste er das gerade erschienene Werk: Es sei „mehr Theologie als Physik“, kritisiert „Die Presse“ (Wien). Stephen Hawking, 1942 in Oxford geboren, ist ein mindestens Insidern bekannter Astrophysiker, der vor allem zur Theorie schwarzer Löcher geforscht hat. Seit 1963 leidet er an einer degenerativen Erkrankung des Nervensystems; an einer unheilbaren Motoneuronen-Erkrankung. Seit 1968 sitzt er im Rollstuhl und seither ab 1985 kann er nur mehr via Sprachcomputer sprechen. 1988 erschien „Eine kurze Geschichte der Zeit“, 2003 „Das Universum in der Nussschale“. Er ist Atheist, aber auf Lebenszeit Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften. [EPA] Dpa meldete gerade (26/4/10), der britische Astrophysiker Hawkings (68) habe vor einer Kontakt-Aufnahme mit Außerirdischen gewarnt: „In meinem mathematischen Hirn machen die Zahlen allein das Denken über Außerirdische völlig rational“, bekannte er. Herausfinden müsse man, „was Außerirdische wirklich sind“. Das Universum habe 100 Milliarden Galaxien mit Hunderten Millionen Sternen (…), sagte der an der Muskelschwäche ALS leidende, weltweit bekannte Kosmologe.

Von 1979 bis 2009 war HAWKING "Lucasischer Professor für Mathematik" im Fachbereich für angewandte Mathematik und theoretische Physik - ein Lehrstuhl, den in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Isaac Newton innehatte. Für seine Beiträge zur modernen Kosmologie hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Hawking ist auch Mitglied der Royal Society und der US National Academy of Sciences.

Im S.H.s “Großen Entwurf” zur “Erklärung des Universums” fragt sich der Mathematiker & Physiker: Warum existieren wir? - Neue Antworten auf die letzten fragen des Seins will er uns geben: „Um das Universum auf fundamentalster Ebene zu verstehen, müssen wir nicht nur wissen, wie sich das Universum verhält, sondern auch, warum.“ Warum gibt es etwas und nicht einfach nichts?

Mit „NICHTS-Fragen“ beschäftigte auch ich mich unter kunst- und naturphilosophischen Aspekten: „ETOE“ lautet mein ars-evolutoria-MOTTO & Internet-Schlagwort (1):

Zu einer „Evolutionary Theory of Everything“ („ETOE“) – sie geht weit über DARWIN hinaus - versucht meine EST (1) „alle Dinge der Welt“ zu verschmelzen. Hier geht es darum, fundamentale Zusammenhänge wissenschaftlich (und bildkünstlerisch durch ars evolutoria/evo-devo art) zu erkennen, die ALLEM Geschehen in dieser Welt zugrunde liegen. EST „entwirft“ ernsthaft schon in 1989 ein Universum in nicht fiktionalen Geometrien und Farben-Symmetrien, die weitestgehend nicht „spekulativ“ sind.

HAWKING fragt - wie auch ich: Warum dieses besondere System von Gesetzen und nicht irgendein anderes? Das sei die „letztgültige Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Er wolle „versuchen, sie in diesem Buch zu beantworten“, schreibt Stephen Hawking.

Wenn die Autoren Hawking/ Mlodinow auf Seite 10 des Buches ein NAUTILUS-Bild (Gehäuse im Schnitt) abbilden passend zum Text-Kapitel „Das Geheimnis des Seins“ könnte man meinen, dass sich das Buch mit Fragen der Evolution des Lebendigen befassen, um Antworten auf die „Warum-existieren-wir-Frage“ zu geben. Co-Autor Leonard Mlodinow ist ein Physiker, der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Statistik lehrt; am renommierten California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena. Weltbekannt wurde er als Coautor von Stephen Hawking mit dem Buch "Die kürzeste Geschichte der Zeit".

Günter PAUL gibt sich in einer FAZ-Buch-Rezension (2) alle Mühe, dem Laien Hawkings Gedanken zur „Gottesfrage“ zu vermitteln. Genial findet Paul nicht nur Hawkings Verbindung der Probleme der Astrophysik mit dieser Frage, sondern auch seine Verallgemeinerung der Aussage des Welle-Teilchen-Dualismus und sein Eintreten für die Superstringtheorie als Erklärungsmodell für ein sich selbst erschaffendes Universum. Mit dem Welle-Teilchen-Dualismus und der Superstringtheorie als Erklärungsmodell beschäftige auch ich mich intensiv vor und nach dem Erscheinen meines Symmetrie-Werkes in 1989 (deutsche Ausgabe); in Englisch 1998 (1). Siehe ebenda Termini wie Urkraft, Urformmodell, Urformtheorie etc..

Auf einer von den Jesuiten 1981 im Vatikan ausgerichteten Konferenz hielt auch der an den Rollstuhl gefesselte Kosmologe Stephen Hawking einen Vortrag, erzählt der FAZ-Rezensent: S.H. habe unter anderem über die Möglichkeit, dass die Raumzeit endlich sei, aber keine Grenze habe, gesprochen. Was bedeuten würde, „dass es keinen Anfang, keinen Augenblick der Schöpfung“ gebe. Heute stelle sich für Hawking mehr denn je die Frage, „ob das Universum eines Schöpfers bedarf, ob es sich denn nicht selbst geschaffen habe“.

Big Bang und Makro- sowie Mikrowelt. Und der MESOKOSMOS (…)?

Die Antwort auf die „Frage nach Gott“ suche HAWKING in der Vereinigung von zwei voneinander unabhängigen Theorien, von denen eine - Einsteins allgemeine Relativitätstheorie - hauptsächlich die MAKRO-Welt beschreibt. Die andere - die Quantentheorie - beschäftigt sich dagegen mit der Welt des Allerkleinsten (MIKRO-Welt). Dort, wo eine riesige Masse auf engstem Raum vereint ist, also zum Beispiel kurz nach dem URKNALL, reicht eine der beiden Theorien allein zur Beschreibung der Verhältnisse nicht aus. Und „Die Gravitationskraft bleibt immer noch außen vor“.

Dem erfolgreichen HAWKING-Buch „Eine kurze Geschichte der Zeit“ von 1988 folge nun 2010 mit „Der große Entwurf“ eine „würdige Fortsetzung“ lobt die FAZ. Ein „genialer Gedanke“ werde „in die Schwierigkeiten der Astrophysiker“ eingeführt:

„Die modernen physikalischen Theorien lassen sich nicht mehr wie bei Newton auf das reduzieren, was man sieht. In der Quantenphysik trifft man auf Heisenbergs Unschärferelation, die besagt, dass man den Ort eines Teilchens, dessen Geschwindigkeit man genau gemessen habe - oder umgekehrt -, nur noch ‚unscharf’ ermitteln kann. Und ein Teilchen, das sich eigentlich nicht von A nach B bewegen kann, tut es doch, indem es die trennende Barriere einfach ‚durchtunnelt’“.

Dies sei der „klügste Schachzug“ Hawkings: Die Aussage des Welle-Teilchen-Dualismus zu verallgemeinern. Bekanntlich ist ein Photon, ein Lichtteilchen, mal tatsächlich ein Teilchen und dann wiederum nur eine Welle. Es gibt zwei unterschiedliche Beschreibungen, die nie gleichzeitig zutreffen und doch beide „richtig“ sind. (Siehe mein Symmetriebuch (1) zum Dualismus das Sachregister: Kap. 12.2.2., 12.7. – auch Polarität.)

So müsse man sich das auch mit der sogenannten „Theorie von Allem“ vorstellen, „der die Physiker hinterherjagten“, schreibt der Rezensent. Und der PHYSIK sei es mit den Feldtheorien - der Quantenelektrodynamik etwa und der Quantenchromodynamik - gelungen, mehrere im heutigen Universum voneinander unabhängige Kräfte zu vereinen, wobei die Gravitationskraft aber immer noch außen vor bleibe. In DIE ZEIT siehe dazu meine Artikel in (1) mit weiteren Links.

Zum Thema „WELTFORMEL“ & EVOLUTION - im Darwin-Jahr 2009 - habe ich in einem FAZ-Blog geschrieben:

Eine Weltformel - Theorie von Allem (TOE, Theory Of Everything) - ist eine hypothetische, eindeutige und widerspruchsfreie Theorie von theoretischer Physik und Mathematik. Alle bekannten physikalischen Phänomene sollen in ihr unzweideutig gänzlich erklärt und verknüpft werden. In einem speziellen ESSAY in Zeit Online Community ist in „Mathematik, Mandelbrot-Menge, Chaologie, Weltformel und EVOLUTION“ ein Fazit formuliert: Die Geometrie ist der Aspekt der Mathematik, der insbesondere anschaulich zur kulturellen Erkenntnis-Erweiterung führt; verknüpft mit KUNST (z. B. in der ars evolutoria) erschließen sich evolutionäre Bild-Welten. Siehe in
http://faz-community.faz.... .

Schon vor 20 Jahren (1989 / (1)) diskutierte ich in 10.2.1. „Zur ‚Manier’ eines bloß mathematisch-physikalischen Erfassens von Naturwirklichkeit. Heisenbergs ‚Weltformel’ mit Symmetrieforderungen – Abkehr von der Vorstellung einer objektiven Realität von Elementarteilchen“. In Abb. 231 publizierte ich ebenda die WELTFORMEL“ Heisenbergs von 1958 – eine mathematische Gleichung. Zu Heisenbergs Analogie zwischen mathematischen Formen (Formeln, Gleichungen) heutiger Physik als den Grundstrukturen der Natur und Platoschen mathematischen Grundgebilden von hoher Symmetrie siehe a.a.O. S. 97 mehr. C.F. von Weizsäcker hat den mathematischen Ansatz Heisenbergs zur einheitlichen Feldtheorie kritisiert, vermisste „experimentell prüfbare Ergebnisse“.

Auf der Suche nach der „Einheit der Natur“ erwartete er ein mathematisch formuliertes Grundprinzip (1971). Mathematik sei DAS entscheidende Bindeglied zwischen dem Geist des Menschen und der Wirklichkeit der Natur. Dazu seien mathematische Modellvorstellungen hochabstrakter Natur erforderlich („abstrakte Oberbegriffe und Gesetze“). Biologische Evolution sei von den gleichen Gesetzen determiniert wie die anorganische Natur. Bewusstsein und Materie seien verschiedene Aspekte derselben Wirklichkeit (geistige „Identitätshypothese“). Die Substanz, das Tragende ist für Weizsäcker weder Materie noch Energie, sondern die FORM (Platos „Eidos“, Aristoteles: Morphe, Forma) – heute als Information bezeichnet. KUNST ist dem Naturphilosophen vor allem Wahrnehmungs-Kunst; beseligende Wahrnehmung von Gestalt. Das Problem einer „Weltformel“ der Physik sei es heute, „aus der Einheit den Weg in die bunte unerschöpflich-mannigfaltige Vielgestaltigkeit einer abgeleiteten Fomenwelt zu finden“, konstatierte ich 1989! (S. 98.)

Dass Werner Heisenberg in den fünfziger Jahren schon versucht hat, die vier bekannten Urkräfte der Natur in einer „Weltformel“ zu einer URKRAFT zu vereinigen, spielte bei meinen Überlegungen zur hypothetischen Urformtheorie („Materie/Antimaterie-Urform“ und „Energie-Urform“) eine Rolle. Als 4 Urkräfte kennt man die magnetische Kraft, die schwache Kraft, die Kernkraft (= starke Kraft) und die Gravitation. Auf der Suche nach der Symmetrie der Welt versuchen Physiker alle Grundkräfte der Natur zu vereinheitlichen: Theorie der sog. „SUPERSYMMETRIE“, die auch HAWKING im neuen „Entwurf von Allem“ diskutiert: S. 114-116 (Kapitel 5). Ebenda S.116 f. auch über STRING(theorien).

Unsere Kenntnis von der Natur hat Werner Heisenberg in einer „Weltformel“ (Heisenbergsche mathematische Gleichung von 1958) dargestellt (vgl. Bildergalerie). Den eigentlichen Kern der Gleichung bilden mathematische SYMMETRIE-Forderungen. Heisenberg formulierte und begründete die beiden sich scheinbar widersprechenden Behauptungen: „Die Materie ist unendlich teilbar“ und „Es gibt kleinste Einheiten der Materie“. (Mehr in (1) 9.1.5.) Der Ausdruck Weltformel sei nur im figurativen Sinne zu verstehen, da sich eine physikalische Theory of Everything (TOE)vermutlich nicht auf eine einzige Formel reduzieren ließe, heißt es bei wikipedia.

Siehe auch wikipedia über TOE: http://en.wikipedia.org/w... http://en.wikipedia.org/w...
UND zu S.H.: http://en.wikipedia.org/w... (Hawking)

Auch mehr dazu in: HAHN, Werner (2008): Gottes-Teilchen: LHC-Antworten auf Fragen nach Ursprung, Aufbau und Evolution der Welt? (Warum die unanschauliche Teilchen-Physik der Anschauung bedarf (L-M/A-E-U-Modell)). ZEIT Online – Community v. 12.09.08. Sowie HAHN, Werner (2008): Weltformel von Allem (TOE) und EVOLUTION? JA: Aber … - Ein Beitrag zum Darwinjahr 2009. ZEIT Online – Community v. 19.11.2008.

Keine der STRING-Theorien könne „alles erklären“ - so sieht Hawking seine „Theory of Everything“ (TOE) heute: Aber mit der Vereinigung dieser Theorien in der sogenannten „Superstringtheorie“ - oder auch „M-Theorie“ - stünde wahrscheinlich schon die „Theorie von Allem“ parat. Wichtig ist zu wissen: HAWKING kommt in seinem „Großen Entwurf“ zu keiner ETOE – klammert die EVOLUTIONS-Theorien, die sich um Flora-Fauna-Menschen kümmern - aus!

Dass der Kosmos aus einer „Singularität“, dem sogenannten Urknall, hervorgegangen ist - vor 13,7 Milliarden Jahren war das gesamte All gleichsam in einem Punkt mit unendlicher Masse vereint – diskutiere (hinterfrage) ich auch in meinem Symmetrie-Buch mit EST (Evolutionärer Symmetrietheorie).

PAUL meint in der FAZ: „Hier schlägt Hawkings große Stunde, denn die Urknall-Singularität ist von der physikalischen Beschreibung her den Schwarzen Löchern verwandt“: „(…) Wenn wir vom Anfang des Universums sprächen, müssten wir akzeptieren, dass es im sehr frühen Universum Zeit, wie wir sie kennen, noch nicht gab. Wenn in diesem Sinne kein Anfang existiert hätte, sei das Universum von den Gesetzen der Wissenschaft bestimmt und nicht von irgendeinem Gott angestoßen worden. (…)“ UND: Zur Frage, „warum existiert das Universum, warum existieren auch wir?“ greife Hawking letztlich auf die quantenmechanische Vorstellung vom „wabernden Vakuum“ – das ich in Artikeln heftig kritisiert habe – zurück. Das „VAKUUM“ sei angeblich anders als das „Nichts“ des täglichen Lebens: es sei „immerhin mit Energie geladen“ – weil „laut Einstein Energie gleich Masse mal Beschleunigung zum Quadrat“ sei: Somit könnten „Teilchen und Antiteilchen im Vakuum spontan entstehen und auch spontan wieder zerfallen“ ALSO: „Spontane Erzeugung sei letztlich der Grund, weshalb etwas sei und nicht einfach nichts.“

Es sei daher „nicht nötig, Gott als den ersten Beweger zu bemühen, der das Licht entzündet und das Universum in Gang gesetzt habe“ – und die „Philosophie ist tot“.

Hier setzt KRITIK an:

Nach HAWKING ist die Philosophie tot, weil sie mit den neueren Entwicklungen in der Naturwissenschaft, vor allem in der Physik, nicht Schritt gehalten habe. These: Jetzt seien es die Naturwissenschaftler, die mit ihren Entdeckungen die Suche nach „Erkenntnis“ voranbrächten. Mit ERKENNTNISsen durch EVOLUTIONISIERUNG von Theorien zur BIO-Evolution oder gar KUNST (ETOE) hat sich S.H. nicht befasst:

Ist das unendliche Universum aus dem „Nichts“ entstanden? Und dass ausgerechnet unsere Erde vielfältigstes Leben trägt – alles nur ein Zufall aus dem fluktuierenden URKNALL-“Vakuum“? Fragen nach dem letzten und größten Geheimnis der Natur kann die Mathematik/Physik letztlich nur beantworten mit einem mutigen ETOE-Konzept, das die verblüffenden Fakten der belebten Natur integrieren kann.

GUT, dass die Autoren des „Großen Entwurfs“ OHNE Formel-Sammlungen und massives Fach-Chinesisch ihre Sicht der Welt in mikro- und makrokosmologischer Betrachtungsweise erklären - und sich dabei an den interessierten Laien, der nur geringe Vorkenntnisse und ein offenes Wesen braucht – wenden.

Um den Autoren folgen zu können, bedarf es aber trotzdem gewisser Kenntnisse über EVOLUTION allgemein. Interessant ist in diesem Zusammenhang das oben zitierte „Urknall-als-Durchknall“ Buch, das von der „absurden Jagd“ nach der „Weltformel“ erzählt, mit der meine ETOE zu tun hat.

Vom Glauben der Urvölker in Afrika, über Newton und Einstein bis hin zur M-Theorie wird in S.H.s Buch berichtet. Letztere M-Theorie tatsächlich eine einzige Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und einfach zu allem. Leider könne aber auch die M-Theorie derzeit noch nicht vollständig bewiesen werden. (Vgl. auch „Der Knall im Urknall“ – FOCUS-Vorabdruck S. 84f. a.a.O.)

Dass es jede Menge Parallel-Universen gibt und dass "Außerirdische, deren stammesgeschichtliche Entwicklung sich unter dem Einfluss von Röntgenstrahlen vollzog, gute Berufsaussichten beim Sicherheitsdienst von Flughäfen haben" würden, will S.H. wissen (S. 91 – siehe oben zu Extraterrestrischen/m). Zu Exo-Form – Außerirdisches auch Sachregister in (1); Symmetriebuch.

Gegen Ende des Buches erklärt Atheist HAWKING, dass die Multiversums-Theorie zur Erklärung der Entstehung des Universums mit DARWINs Evolutionstheorie verglichen werden könne, denn beide kämen ohne einen "gütigen Schöpfer" aus.

Das Buch fasst in acht kurzen Kapiteln die Entwicklung der modernen Physik und Kosmologie zusammen, wobei „die wichtigen Entdeckungen, Hypothesen und Probleme der letzten zehn Jahre erstaunlich kurz oder gar nicht dargestellt sind“, kritisiert Rezensent Rüdiger VAAS (amazon.de). Ich verstehe den Hype um die Aussage „kein Gott nötig für Universum“ (FOCUS) nicht, beklagte sich ein Leser: Dass kein Gott für die Erklärung des Urknalls und des Universums nötig ist, hat Hawking seit langem immer wieder betont. Siehe dazu das Kapitel "Hawking und Gott" im Buch "Hawkings neues Universum" von Rüdiger Vaas (Piper-Verlag).

Hawking und Mlodinow argumentieren dafür – so auch ich in der Urformtheorie (EST & ETOE) -, dass das Universum mitsamt seinen Eigenschaften und dem Urknall rein wissenschaftlich erklärt werden kann. H & M weisen Gott als Schöpfer und Erhalter der Welt zurück. Sie räumen ein, dass eine umfassende physikalische Theorie (Weltformel") noch nicht gefunden ist, auch wenn sie eine Lanze für die „M-Theorie“ brechen.

Das „M-Theorie“ Etikett verbirgt wird als „der derzeit letzte Schrei auf dem Modemarkt der theoretischen Physik“ betrachtet: ein Versuch, die 4 Grundkräfte des Kosmos, einschließlich derjenigen der Gravitation, doch noch unter einen „Strings“ Hut zu bringen. Einen Ururur-„string“ präsentierte auch ich in Form einer Triquetra-artigen Oszillations-Figur im Modell. (Bildergalerie).

Ein „NZZ“-Kritiker stellt fest:

„(…)In der Tat konkurriert Hawkings Skizze einer ‚Theory of Everything’ ausser mit den Überlegungen mancher seiner Kollegen auch mit den Spekulationen der Neo-Kreationisten. Man darf, ohne allzu sehr zu übertreiben, sogar sagen: Der Physiker und Mathematiker tritt mit Gott persönlich in Konkurrenz. (Kaum aber mit der Philosophie, die er eingangs großzügig auch gleich für tot erklärt.) (…)“ Und es schreibe der Schöpfer dieser Theorie „sich selbst und höflicherweise auch gleich der Gattung, der er angehört, Schöpfungskräfte zu, die über das Entwerfen von Theorien hinausgehen“ würden: „In gewissem Sinne“, so Hawking, „werden wir . . . zu den Herren der Schöpfung.“ (3)

Sehr „wundersam“ sei die «M-Theorie», die Hawking zwar nicht erfunden habe und die kaum alle Käufer seines «Grossen Entwurfes» bis ins Letzte verstehen werden. „Darüber, wie das «M» zu deuten sei, kursieren verschiedene Ansichten“: Manche glauben, es stehe für «Mutter» oder «Meister», andere sehen in dem «M» ein «Mirakel» und ein «Mysterium» dunkel leuchten. FOCUS: „M“ für „Membran“, „Magisch“, „Mysteriös“, „Matrix“ – „Mutter (aller Theorien)“.

„Die Presse“ (Wien) berichtet zur mirakelhaften „M-THEORIE“:

Die sogenannte M-Theorie enthalte – im Gegenstz zu unserer realen und beweisbaren Raum-und-Zeit-4er-Dimension (mit den 3 Raumdimensionen) – ganze elf Dimensionen der Raumzeit gibt – und elementare Objekte („p-Branen“) mit null bis elf Raumdimensionen. Das Problem sei, „von dieser M-Theorie auf die Beschreibung des Universums zu kommen, dessen Raumzeit bekanntlich nur vierdimensional ist“. Dafür gibt es, „wie die M-Theoretiker allen Ernstes sagen, 10500 Möglichkeiten, das macht 10500 mögliche Universen“. Das sei „mehr als viel“, so der österreichische Rezensent.

Hawking illustriere mit dem für ihn typischen trockenen Humor: „Wenn irgendein Wesen die für jedes dieser Universen vorhergesagten Gesetze in nur einer Millisekunde analysieren könnte, hätte es bis heute gerade mal 1020 geschafft. Und das ohne Kaffeepausen.“ Anderswo schreibt er: „Die Forscher versuchen noch immer, das Wesen der M-Theorie zu ergründen, doch das könnte sich letztlich als unmöglich erweisen.“

Dann aber wieder verkündet er: „Die M-Theorie ist die vereinheitlichte Theorie, die Einstein zu finden hoffte.“ 10500 Universen zur Auswahl: Hawking Lösung: Es gebe angeblich nicht nur 10500 mögliche Universen, „sondern es gibt sie wirklich“. Wenn Hawking nicht schon auf der ersten Seite der Philosophie beschieden hätte, dass sie nichts zu reden habe, würden wir in aller Bescheidenheit Ockhams Rasiermesser zücken und sagen: „Entitäten dürfen nicht über das Notwendige hinaus vermehrt werden.“

Quantenobjekte folgten übrigens nicht einem Pfad, sondern allen möglichen Pfaden: Wenn man das gesamte Universum als Quantenobjekt sieht, meint Hawking, dann müsse man ihm auch zugestehen, dass es „nicht nur eine einzige, sondern jede mögliche Geschichte hat“. Was bedeute, dass jedes der 10500 Universen, die die M-Theorie hervorgebracht hat, sich wiederum in unzählige Universen aufspaltet: die jeweils ihre eigene Geschichte haben. In einem davon leben Stephen Hawking und wir.

„Nur eine ganz geringe Anzahl“ dieser Universen, schreibt Hawking, „würde die Existenz von Geschöpfen wie uns zulassen. Daher selektiert unsere Anwesenheit aus dieser ungeheuren Zahl nur diejenigen Universen, die mit unserer Existenz vereinbar sind. Obwohl wir nach kosmischen Maßstäben nur winzig und unbedeutend sind, werden wir dadurch in gewissem Sinne zu den Herren der Schöpfung.“

„Die Presse“ richtig: Hawking sei nicht der einzige Physiker, der das anthropische Prinzip („Die Welt muss so beschaffen sein, dass unsere Existenz möglich ist“) so radikal interpretiere. Aber bei ihm wirke es „besonders himmelstürmerisch“. Er mache nicht nur sich selbst „im gewissen Sinn“ zum „Herren der Schöpfung“, sondern schaffe – als Atheist - auch einen bekannten Konkurrenten, GOTT, „per Dekret aus der Welt. Respektive aus den Welten“: Die reale „Vielfalt von Universen“ sei „eine natürliche Folge der physikalischen Gesetze“, resümiert Rezensent Thomas KRAMER am 7.9.10. (Print–„Die Presse“) kritisch.

HAWKING wörtlich im Buch zur M-Theorie:

„Die M-Theorie ist keine Theorie im üblichen Sinn“

„Sie besteht aus einer ganzen Familie verschiedener Theorien, deren jede nur für einen Teilbereich physikalischer Situationen eine gute Beschreibung liefert. Sie hat damit eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Landkarte. Bekanntlich kann man nicht die ganze Erdoberfläche auf einer einzigen Karte wiedergeben. Die bei Weltkarten übliche Mercator-Projektion lässt Gebiete im hohen Norden und tiefen Süden immer größer erscheinen und erfasst den Nord- und Südpol überhaupt nicht mehr. Um die ganze Erde wirklichkeitsgetreu abzubilden, benötigt man mehrere Karten, deren jede eine begrenzte Region darstellt. Dort, wo diese Karten einander überlappen, zeigen sie dieselbe Landschaft. Ähnlich verhält es sich mit der M-Theorie. Die einzelnen Mitglieder der M-Theoriefamilie mögen sehr verschieden aussehen, lassen sich aber alle als Aspekte derselben zugrunde liegenden Theorie auffassen. Sie sind Spielarten der Theorie, die sich nur in gewissen Grenzen anwenden lassen, etwa wenn bestimmte Größen wie die Energie klein sind. Wie die überlappenden Karten einer Mercator-Projektion sagen sie dort, wo sich die Reichweiten verschiedener Versionen überschneiden, dasselbe Phänomen vorher. Doch wie keine flache Karte eine befriedigende Wiedergabe der gesamten Erdoberfläche ist, so stellt auch keine einzelne Theorie für sich allein die Beobachtungen in allen Situationen treffend dar. Wir werden darlegen, inwiefern die M-Theorie Antworten auf die Schöpfungsfrage geben kann. Nach der M-Theorie ist unser Universum nicht das einzige, sondern eines unter einer Vielzahl von Universen, die aus dem Nichts geschaffen wurden. Ihre Schöpfung ist nicht auf die Intervention eines übernatürlichen Wesens oder Gottes angewiesen. Vielmehr ist diese Vielfalt von Universen eine natürliche Folge der physikalischen Gesetze, eine naturwissenschaftliche Vorhersage.“

Das Thema „WELTFORMEL“ & (BIO)EVOLUTION behandelt HAWKING in seiner „Theorie von Allem“ (TOE) nicht; ein Thema, das er ausklammert in der unvollständigen "S.H.-TOE":

Sucht man in S.H.s Buch nach BIO-Hinweisen („Evolution“ & „Darwin“), so wird man enttäuscht. Das Register zum Buch enthält zwar die Begriffe „Evolutionstheorie“ (S. 24) und „Darwin“ (S. 136) – aber auf den angegeben Seiten steht aber überhaupt NICHTS darüber! Lektoren-Pfusch?! Vom Handwerk kann man sich zur Kunst erheben, vom PFUSCH nie! (GOETHE). Merkwürdig ist HAWKINGs Liebe für die logarithmische Spirale des „Nautilus“, die in variierenden Bildern vor jedem der Kapitel in ganzseitigem Bild erscheint: vor Kap. 3 mit „Goldfisch im Glas“, zu Kap. 5 mit „Kraftfeldern“, vor Kap. 7 mit „Schmetterlings-Wesen“ (S. 146), auf Seite 122 mit „Galaxien/Nebel“ in die Spirale integriert/montiert. Dass die logarithmische Spirale in der lebendigen Natur eine Rolle im biologischen (!) Evolutions-Geschehen spielt, habe ich dargestellt; auch in Bildern mit Legenden; siehe Bildergalerie Abb. 9 a-c aus dem EST-Buch.

Über „Wie entstehen Farben und Muster ohne Anpassungswert?“ schrieb ich ein längeres Kapitel in (1): Kap. 7.1.4. Das noch nicht durchschaubare „Faktorenproblem“ – das Ursachenproblem der Evolution – müsse gelöst werden; MUTATION & SELEKTION könnten nicht die alleinigen Evolutionsfaktoren sein. Vor dem Hintergrund dieses PORTMANN-Vermächtnisses habe ich mich intensiv beispielsweise auch mit dem für Pfauen-AUGEN geschaffenen Pfaufasenen-Gefieder befasst, das im PFAUENRAD Muster-Augen offenbart, deren Entstehung für DARWIN ein großes Rätsel war: Das C.R.D. mit seiner E-Theorie einfach noch nicht lösen konnte. Der Zoologe Adolf PORTMANN sprach von „unbekannten Schaffenskräften“ – „Formgesetzen“; dem ungelösten „Faktorenproblem“.

Den Blauen Pfauhahn habe ich beim „Radschlagen“ in Abb. 6. meines Essays in „Evolutionäre Symmetrietheorie“ (vgl. (1), S. 269) dargestellt, wobei die Augenflecken im links- und rechtsgedrehten spiegelsymmetrischen Schrägzeilen-Entwicklungsganzen nach dem „Goldenen Winkel“ (137,5 Grad) orientiert sind: in Form der logarithmischen (gleichwinkligen, geometrischen, proportionalen) Spirale. Die Entwicklung nach dem „Goldenen Schnitt“ erfolgt gemäß der Prozessdynamik von Asymmetrisation/Symmetrisation.

Zum „zebraartigen“ NAUTILUS (vgl. a&s-Malerei-Bild des Artikels): Innen mit Spiralitätswinkel 22,5 Grad (360:16), „metamer“ gleichwinklig-logarithmisch (Abb. 9 a-c im EST Werk a.a.O. (1)). Zum Spiralschalen-„Wachstum“ 12 Computerzeichnungen mit logarithmischen Symmetrisations-Winkeln, den Graden 3, 6, 9, 12, 15, 18, 20, 24, 30, 36, 40, 45. Arten-Wandel (!), Schnecken-Vielfalt (!). Stephen HAWKING sicherlich unbekannt!

Die KIRCHE und Medien-User-Kommentare widersprichen Stephen Hawkings UNGLAUBEn - wie zu erwarten:

"Physik allein kann die Existenz der Erde nicht erklären", sagt der anglikanische Erzbischof von Canterbury. Damit widerspricht er dem Astrophysiker Stephen Hawking. (Mehr: http://www.welt.de/wissen... - mit 246 Kommentaren.) - Dazu auch „Katholische Nachrichten“ aktuell: http://www.kath.net/detai... . Ebenda zu LENNOX - Mathematiker Lennox widerspricht Astrophysiker Hawking und sagt: Atheismus ist ein „hoffnungsloser“ Glaube: „Das Denken des Astrophysikers (S.H.-W.H) gründe auf der Annahme, dass sich Naturwissenschaft und Religion widersprechen. Doch für ihn als Christen, so Lennox, gebe es da keinen Widerspruch. Vielmehr stärke „die Schönheit der Naturgesetze“ den Glauben an einen intelligenten, göttlichen Schöpfer. Insofern ergebe der christliche Glaube auch naturwissenschaftlich einen Sinn.

Die „WELT am Sonntag“ dazu: Heute gelte es unter Naturwissenschaftlern und Theologen als ausgemacht, dass sich die Existenz Gottes mit den Methoden der Wissenschaft weder beweisen noch widerlegen lässt. Dies bleibe eine „Frage des Glaubens“: Der gegenseitige Respekt gebietet es dabei, dass man dem jeweils Andersgläubigen nicht vorzurechnen versucht, dessen Position sei beweisbar falsch. „Genau dies macht jedoch Stephen Hawking - oder es wird zumindest durch die Vorabveröffentlichungen dieser Tage so suggeriert. Viele werden jetzt den inneren Drang spüren, die Argumente des Autors im Original lesen zu wollen.“ Norbert LOSSAU am 5.9. ebenda: Ist das Buch vielleicht doch ein ‚Paukenschlag’, wie es der prominente britische Biologe Richard DAWKINS behauptet? Der Darwinismus habe Gott ‚aus der Biologie herausgekickt’, meint der offenbar auch nicht an ein höheres Wesen glaubende Dawkins. Doch dass er sich seiner Sache wohl nicht so ganz sicher ist, verrät seine Freude über den physikalischen Beweis durch Hawking.“ (…)

Vgl. zu S.H. auch wikipedia: http://de.wikipedia.org/w...

HAWKING & You Tube: http://www.youtube.com/wa... UND http://www.youtube.com/wa...
Stephen Hawking - Das Universum In Der Nussschale in: http://www.youtube.com/wa...

WICHTIG: Zum Beitrag siehe ein BILDER-Galerie – 30 Bilder - in
http://www.myheimat.de/gl...

LITERATUR & ANMERKUNGEN

(1) HAHN, Werner (1989): Symmetrie als Entwicklungsprinzip in Natur und Kunst. Königstein. Gladenbach: Art & Science, 1995.
(HAHN, Werner (1998): Symmetry as a developmental principle in nature and art. Singapore. (Übersetzung des Originalwerkes von 1989, ergänzt durch ein 13. Kapitel – mit erweitertem Sach- und Personenregister sowie Literatur- und Abbildungsverzeichnis.)

HAHN, Werner / WEIBEL, Peter (Hrsg.) (1996): Evolutionäre Symmetrietheorie: Selbstorganisation und dynamische Systeme. Stuttgart. (Anthologie mit Beiträgen von 19 Autoren.) (Kurz: EST.) Darin: HAHN, Werner: Evolutionäre Symmetrietheorie und Universale Evolutionstheorie. Evolution durch Symmetrie und Asymmetrie. (S. 255 bis 284 mit 11 mehrteiligen Abbildungen.) – Siehe als LINK – PDF-EST – meiner HP: art-and-science.de

Zum Vierer-Essay in DIE ZEIT Online siehe die Teile A-D:

(A) HAHN, Werner am 9/4/10 (mit 6 Kommentaren): http://community.zeit.de/...
(B) HAHN, Werner am 14/4/10 (mit 30 Kommentare): http://community.zeit.de/...
(C) HAHN, Werner am 14/4/10: (mit 6 Kommentaren): http://community.zeit.de/...
(D) HAHN, Werner am 08/5/10: (mit 6 Kommentaren): http://community.zeit.de/...

In Teil 4 vermerkte ich:
Die Suche nach der „Weltformel“ soll Licht ins Dunkel bringen: Siehe Bilder und Texte der Quartett-Performance mit POESIA EVOLUTORIA Painting (PEP) – EVO-DEVO-art-poetry (EDAP). Artikel mit zahlreichen und vielfältigen a&s-performance-Bildern in 4 a&s-Galerien zu „www.myheimat.de-Beiträgen.

In meiner Initiative ETOE als Vierer-Essay geht es mir um eine EVOLUTIONISIERUNG der Physiker-Mathematik-Formelwelt mittels EST (1), die in unserer "Mesowelt" gilt und die sich in der „Meso-Sprache" vermitteln lässt. Dass Werner HEISENBERG in den fünfziger Jahren schon versucht hat, unsere Kenntnis von der Natur in einer „Weltformel“-Gleichung (von 1958) darzustellen – mit mathematischen (!) SYMMETRIE-Forderungen -, diskutierte ich in Essay-Quartett-Teil 2: Die vier bekannten Urkräfte der Natur in einer „Weltformel“ zu einer URKRAFT zu vereinigen, spielte auch bei meinen Überlegungen zur hypothetischen Urformtheorie („Materie/Antimaterie-Urform“ und „Energie-Urform“) eine Rolle. Als 4 Urkräfte kennt man die magnetische Kraft, die schwache Kraft, die Kernkraft (= starke Kraft) und die Gravitation. Auf der Suche nach der SYMMETRIE der WELT versuchen Physiker alle Grundkräfte der Natur zu vereinheitlichen: Theorie der sog. Supersymmetrie. (Mehr auch in (1) 9.1.5.)

ETOE-Beiträge und wichtige 182 a&s-BILDER-Galerie:

(a) Teil 1 vom 9.4.10 mit 26 Bildern http://www.myheimat.de/gl...
(b) Teil 2 vom 12.4.10 mit 35 Bildern http://www.myheimat.de/gl...
(c) Teil 3 vom 13.4.10 mit 42 Bildern http://www.myheimat.de/gl...
(d) Teil 4 vom 29.4.10 mit 79 Bildern http://www.myheimat.de/gl...

Zu LHC und Gottesteilchen siehe W.H.-Artikel mit 25 Bildern v. 30.11.09:

http://www.myheimat.de/gl...

(2) PAUL, Günter: Kein Schöpfer fühlt sich im Universum zu Hause. In: FAZ vom 29.8.2010.

(3) WENZEL. Uwe Justus: Wunderbare Welt – Stephen Hawkings spielt Schöpfer: In: Neue Zürcher Zeitung vom 8.9.2010.