Leserartikel-Blog

Kunst-Biennale Venedig 2011 mit SCHLINGENSIEF – Gerhard RICHTER sieht TOD & UNTERGANG der MALEREI

Mit der Schlagzeile „Richter malt den Teufel an die Wand – Malerei geht unter“ hat der angeblich bedeutendste deutsche Künstler – Gerhard RICHTER (Super-Kunstmarkt-Star) Aufsehen erregt: Sein Genre Malerei sah er im Untergang. Zeitgenössische Malerei befinde sich in einer Dauer-Krise, stellte G.R. fest. Und: "Sie wird schon seit 100 Jahren zerschlagen", meinte der Maler bei einer Begehung seiner Räume im Albertinum in Dresden. Neue Genres, angefangen von der Fotografie, hätten die Malerei verdrängt.

Fehlender Sinn für Qualität

"Sie ist in der Dauerkrise seit PICASSO, wird verdrängt, nicht mehr gebraucht und gelehrt", bedauerte der 78-Jährige laut dpa-Meldung. Irgendwann werde es die Kunst des Malens nicht mehr geben. Schon in den 1970er Jahren habe sich der SINN FÜR QUALITÄT aufgelöst. Beispiel sei die Biennale in Venedig 2011. Für die Gestaltung des deutschen Pavillons war Anfang Mai der Film- und Theater-Regisseur Christoph SCHLINGENSIEF berufen worden. "Das ist ein Skandal. Die nehmen einen Performer, dabei haben wir tausende Künstler", kritisierte RICHTER, der neben Georg BASELITZ und Sigmar POLKE laut dpa zu den bedeutendsten deutschen Gegenwartskünstlern zählt.

Christoph SCHLINGENSIEF (C.S. nicht „…schief“ geschrieben) wird auf Einladung der Kuratorin Susanne GAENSHEIMER (MMK Frankfurt) den deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig 2011 bespielen.

Schlingensief: Ich mag den Maler RICHTER – aber es gibt auch andere Formen der Kunst

Er sei ein „Großkopf“, der die Taschen „voll bis zum Anschlag“ habe, kontert C.S. auf Angriffe G.R.s.. Im DER-SPIEGEL-Interview (Nr. 22/2010), wird betont, dass C.S. 1997 erstmals auf der Documenta aufgetreten sei und seine Installations-Teile über eine Galerie verkauft habe. Die Kunstszene - der Kunstbetrieb - sei vielseitiger, als es Richter wahrhaben wolle, meinte C.S.. Im Kunstbetrieb herrsche „sehr oft ein System von Falschmeldungen“ vor: „weil so viele, die mitreden, hirnlos sind, aber leider finanzkräftig“ seien. Und: „Diese Typen bringen die Kunst ins Wanken“. Kluge und gewissenhafte Sammler seien „sehr selten“ Viele Kuratoren, Künstler und Kritiker hätten sich angeblich gefreut, „dass es mit mir einen erwischt hat, der seine Arbeit mit allem Möglichen vernetzt, der nicht nur Maler ist oder nur Bildhauer oder nur Filmer“. C.S. ist der Ansicht, er verkörpere „gerade nicht die Kunst, die sich im Elfenbeinturm verkriecht, sich aufbläht, auch geldmäßig, und zu wichtig nimmt.“ Momentan verbinde er Kunst und Nicht-Kunst in seiner Arbeit („Via Intolleranza II“): „um nicht in die Gefahr zu kommen, Folklore und Kunstgewerbe zu machen“.

Seit 2008, als bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert wurde, setzte sich der Polit- & Skandal-Mann C.S. in ergreifenden theatralischen Großereignissen mit dem Sterben auseinander und verfolgt - selbst von Chemotherapie und der Entfernung eines Lungenflügels geschwächt -, seinen vielleicht ehrgeizigsten Plan, das "Festspielhaus für Afrika", ein Projekt, das in Form eines Operndorfs in Burkina Faso im Februar tatsächlich begonnen wurde. Auf den Feuilleton/Kultur-Seiten der Presse liest man am 4.6.10: Der von seinem Amt überraschend zurückgetretene Bundespräsident Horst KÖHLER hatte am 9. Juni einen Besuch des Operndorfes geplant; auf der geplanten Reise zur Eröffnung der Fußball-WM in Südafrika. Der katholisch-religiös orientierte C.S. (49) dazu: „Es ist ein Aberglaube, dass das Operndorf erst gesegnet ist, wenn ein deutscher Politiker oder der Papst ihren Segen dazu geben!“

Diskussion über die ENTGRENZUNG der Künste

Dass der Film- und Theaterregisseur als „Performer“ Deutschlands „KUNST“ in Venedig zur KUNST-Biennale 2011 repräsentieren soll, hat GAENSHEIMER verteidigt: S.G parierte Richters KRITIK ihrer Biennale-Auswahl so:

In einem offenen Brief unterstreicht die Direktorin des Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main ihre Entscheidung für C.S.: „Ich schätze Gerhard Richter als einen der bedeutendsten lebenden Künstler des 20. Jahrhunderts. Er hat in der Malerei neue Maßstäbe gesetzt und Perspektiven grundlegend erweitert. Mit Christoph Schlingensief habe ich mich für den Deutschen Pavillon ganz bewusst für einen Künstler entschieden, der nicht nur inhaltlich sondern auch formal Eindeutigkeiten hinterfragt und Grenzen überschreitet. Im Zusammenhang mit dem Deutschen Pavillon verstehe ich seine Arbeit durchaus auch als einen Beitrag zur Diskussion über die Entgrenzung der Künste und natürlich auch zur Frage der gesellschaftlichen Relevanz von Kunst. In diesem Sinne freue ich mich auf eine konstruktive und auch kritische Diskussion.“

Der deutsche Malerfürst Gerhard Richter, der 1972 zusammen mit dem Bildhauer Friedrich GRÄSEL Deutschland auf der Biennale in Venedig vertrat, hatte sein Missfallen an Gaensheimers Kür des Regisseurs und Aktionskünstlers Christoph Schlingensief öffentlich gemacht: „Das ist ein Skandal. Die nehmen einen Performer, dabei haben wir tausende Künstler“.

Breits 2003 war C.S. mit dem Projekt "Church of Fear" auf der Biennale in Venedig vertreten. „art“ kommentierte zu C.S.s „Kunst“: (…) „Die Art, wie sich dabei Plakatives und Assoziatives in seinen aktions- und zeichenüberladenen Inszenierungen vermischt, hat ihm zwar immer auch den Vorwurf des Berufsprovokateurs wie des Dilettanten eingebracht. Die große moralische Ernsthaftigkeit, aus der er seine Aktionen so weit trieb, entrückten aber auch das größte von ihm angerichtete Chaos vom Vorwurf der Beliebigkeit. (..)“.

Zu Susanne GAENSHEIMER kommentierte ich (voreilig) in "art" am 03/02/10: „Susanne GAENSHEIMER: Ist Frankfurts Kulturpolitik besonders gut?“:

Frankfurts Kulturpolitiker können stolz sein: z.B. auf die SCHIRN mit einer progressiven DARWIN- und SEURAT-Schau. Die Ausstellung „Wie-Kunst-Machen-geht“ klärte auf: Sie beschäftigte sich mit den Kreuz- und Querverbindungen zwischen Künstlern, Kritikern, Sammlern, Händlern, die ein Werk heute leider erst zu dem machen, was es ist. Deutlich wurde, dass man um die Unabhängigkeit des zeitgenössischen Kunstwerks bangen muss. Dass sich (Kultur)POLITIK(er) vor der Verantwortung drücken, KULTUR als STAATSZIEL in der Verfassung – im BRD-Grundgesetz - zu verankern, kritisierte ich. Ich hoffte auf mehr DEMOKRATISIERUNG: Kampf z.B. für eine neue grundrechtskonforme documenta-Rechtsform nach dem documenta-Debakel: „Fall documenta“ – HOETiade bis BUERGELiade; drohende BAKARGIEViade. Und der misslungenen „60 JAHRE. 60 WERKE“ Gropiusbau-SKANDAL-Ausstellung. Die große Blamage der Regierungs-Verantwortlichen bei der Biennale in Venedig (Deutscher Pavillon & „Welten-Machen“) ist unvergessen.

Susanne GAENSHEIMER wird den deutschen Pavillon bei der Kunst-Biennale in Venedig im kommenden Jahr kuratieren. „Hoffentlich wird sie keine kulturpolitisch falschen Wege einschlagen!“, schrieb ich im art-Kunstmagazin. „Dass S.G. Biennale-Beiträge von Beuys, Richter, Haacke und Genzken so hervorhebt (Künstler, die „Maßstäbe“ setzten), irritiert auch mich. SG wird doch nicht G.R.s Arbeiten heute noch für „progressiv“ halten!?“ Und: S.G.s Programm mit „Vorliebe für qualitativ Unstrittiges“ ist nicht auf spektakuläre Neu-Entdeckungen ausgerichtet? Hatten die SG-Vorläufer etwa „spektakuläre Ideen“? - Posten für Venedigs Kunstbiennale vergibt man gerne nach Frankfurt - WARUM eigentlich!? Biennale-Karrieren machten 1995 MMK-Chef J.-Chr. Ammann, 2001 Udo Kittelmann, 2007 und 2009 Nicolaus Schafhausen. Und Daniel Birnbaum wurde 2009 für die Kurator-Rolle der 53. Biennale ausgesucht. (Quelle: http://www.art-magazin.de... . Vgl. Anmerkung (1)! )

DIE WELT (online) freute sich zustimmend: „Mit Christoph Schlingensief verspricht noch einmal authentischstes "Germania"-Theater in den Deutschen Pavillon einzuziehen.“ Und: Mit Bice CURIGER habe die venezianische Premium-Show nun „eine der freiesten unter den freien Ausstellungs-Macherinnen“ gewonnen. Sie sei die ideale Nachfolgerin für Daniel BIRNMAUM, der zuletzt Maßstäbe gesetzt habe. Dank ihr könnte die Biennale-Ausstellung zum eigentlichen Kunstereignis des nächsten Jahres werden.

SCHLINGENSIEF hat auch auf den Aufschrei der Empörung von Künstlern wie G.R. so reagiert:

Manche bezeichnen den Theater- und Filmregisseur als zickige Diva. Andere finden er ist ein Mensch, der in seiner Kunst Extreme sucht, aber das Menschliche nicht aus dem Auge verliert. Dpa meldete: „Er ist eine richtig interessante, radikale, polarisierende Persönlichkeit“, so fasste es die Intendantin der Kunstfestspiele Herrenhausen in Hannover, Elisabeth Schweeger, zusammen. Sie sei auch diejenige, die den Polit- und Antitheatermacher in die niedersächsische Landeshauptstadt hole. Vom 4. Juni an präsentiert Schlingensief sein neuestes Projekt „Remdoogo - Das Operndorf“ in einer Installation bei den ersten Kunstfestspielen in Hannover, die am 27. Juni enden.
Alle braven Ausstellungsversuche mit der Präsentation von deutscher Kunst seien in Venedig bisher „eher gescheitert“, schreibt „art“: Schlingensiefs grotesk übertriebenen Karikaturen der deutschen Geschichte, von Adolf HITLER bis Gerhard SCHRÖDER, die er in seinen Filmen in den 80igern und seinen Theaterprojekten an der Berliner Volksbühne in den 90igern bis ins total Lächerliche trieb, zeugten „ebenso von seiner Besessenheit, sich mit Macht und Repräsentation zu beschäftigen, wie seine Wagner-Obsession oder das afrikanische Opernprojekt“.

Die große moralische Ernsthaftigkeit, aus der er seine Aktionen so weit trieb, „entrückten aber auch das größte von ihm angerichtete Chaos vom Vorwurf der Beliebigkeit“. Bleibt bei C.S. nicht „KUNST“ auf der Strecke – kommt der ERNEUERUNGS-Kunst-Wettbewerb mit C.S. „Kunst“-Entgrenzung doch nicht weiter voran? Entgrenzungs-Ideologie á la documentas; hierüber habe ich 4 Bücher geschrieben; vgl. art-and-science-HP – documenta-Reform/Demokratisierung.

„ART“ meint, dass C.S.s performativen Großereignisse zwei Säulenheilige haben: Neben Richard WAGENER ist das Joseph BEUYS (documenta-KUNST-Entgrenzer). Diese widersprüchlichen, „nur in ihrem Absolutheitsanspruch verwandten Positionen“, machten offensichtlich, wie Christoph Schlingensief immer wieder extreme Spannungsverhältnisse suche, „um sich, seine Botschaften und seine Arbeit voranzutreiben“. „art“s Fazit: „Dem deutschen Pavillon in Venedig kann das nur gut tun“. Das bezweifle ich! Siehe auch http://www.schlingensief....

Schlingensief wurde Professor in Braunschweig

2009 wurde C. Schlingensief Professor an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig: Das niedersächsische Kulturministerium – unter Regie von Noch-MP-WULFF (geplanter Bundespräsident – CDU/CSU/FDP) hat dem Regisseur/Autor und Aktionskünstler eine Professur für "Kunst in Aktion" verliehen. Dies teilte ein HBK-Sprecher mit: „Schlingensief werde Studenten an seinen Inszenierungen mitwirken lassen. Außerdem plane er, gemeinsam mit dem Staatstheater Braunschweig jährliche öffentliche Projekte zu erarbeiten. Die Professur ist auf fünf Jahre befristet“, meldete dpa.

Nach NEWS von art/dpa will Christoph Schlingensief bei der Kunstbiennale in Venedig 2011 die deutsche Vergangenheit nicht auf erwartbare Weise thematisieren:

"In Bayreuth dachten auch alle: Jetzt kommen die BDM-Mädchen, und ich mache ein Hakenkreuz aus Scheiße auf die Bühne. Dann wären alle begeistert gewesen", sagte Schlingensief, der 2004 in Bayreuth den "Parsifal" inszenierte. Zum deutschen Pavillon auf der 54. Biennale in Venedig, den C.S. gestalten will, sagte der Theater-&-Performance-Macher:

Über das 1938 von den Nationalsozialisten gestaltete Gebäude mache er sich bereits seine Gedanken: "Ein Traum wäre, man könnte auf Knopfdruck das Haus wegklicken. Man macht "pling", und es ist weg, und "pling" ist es wieder da. Wir hätten ja auch den Palast der Republik abgerissen, und in 30 Jahren bauten wir ihn vielleicht wieder auf – „das würde ich gerne beschleunigen", sagte Schlingensief. "Aber die Technik ist noch nicht so weit. Das Gebäude ist ganz klar nicht wegzulügen, die Vergangenheit ist auch nicht wegzulügen." Zu Gerhard Richter Kritik an der Berufung – „Das ist ein Skandal. Die nehmen einen Performer, dabei haben wir Tausende Künstler", sagte C.S. nichts. Frage: Wertet möglicherweise auch C.S. seine Berufung zur Kunst-Entgrenzung „als Zeichen für den Niedergang der Malerei“???

a&s-ANTI-Thesen:

Eine „Inverse Kunst-Begriffs-Erweiterung des Kunstbegriffs“ (IKBE) meint PEP: In „Poesia Evolutoria Painting“ erfolgt eine UMKEHRUNG des Prozesses der Kunsterweiterung: In umgekehrten, invertierten kulturellen Mutations-Schritten evoluiert KUNST nach der großen Auflösung und Zerstörung des Kunst-Begriffs in Moderne und Postmoderne. Von „Inverser Anti-Kunst“ (gegensätzlicher IAK; Anti-Anti-Kunst) bzw. „Inverser-Nicht-Kunst-als-Kunst-Bewegung“ (INKAKB) kann man nun sprechen. Da es um eine Rückwärts-Wandelbarkeit der zerstörten Kunst zu innovativ-origineller neuer KUNST geht, kann auch von enantiomerer, enantiomorpher oder enantiotroper KUNSTERNEUERUNG (einem Symmetriebruch – siehe Beaucamp) gesprochen werden.

(Quelle: http://www.myheimat.de/gl... ) Vgl. auch den Leserartikel auf ZEIT ONLINE von Werner Hahn mit dem Titel „Kultureller SYMMETRIE-Bruch in KUNST gefordert: Eduard BEAUCAMP (FAZ)“: Über KUNST-Erneuerung -
http://community.zeit.de/...

SKANDAL gefragt, um moderner Künstler zu sein?!

Die SZ hatte sich über Gerhard RICHTER & Schlingensief Gedanken gemacht: Nichts adele so sehr wie ein SKANDAL – das hätten Popstars und große Prominente von der Bildenden Kunst gelernt. Seit den Avantgarden des 20. Jahrhunderts sei der moderne Künstler erst einer, wenn er es wenigstens zu einem Skandälchen bringe (…), so Kia VAHLAND. Der Theatermann & Allrounder C.S. müsste sich insofern „geschmeichelt fühlen“ als „Skandal“—„Künstler“. RICHTER, der in „verbalem Frontalangriff“ geschimpft habe, sei erhaben über den „Verdacht, Reviergrenzen markieren zu müssen“. Stimmt diese SZ-These: „Nicht in Sicht ist ein neuer Joseph BEUYS (Filzhutmann …)“? Vielleicht könne ein „allseits bekannter Performer wie Schlingensief, der mit Leib und Seele einschreitet“, den deutschen Pavillon der Biennella zu seiner Bühne machen und so dem Vergangenem Gegenwart entgegensetzen“, mutmaßt die SZ.

Indessen sieht die FR C.S. momentan so: Feierliche Andacht und Demut waren bei den Sterbemessen und -prozessionen geboten, die Schlingensief nach seiner Krebsdiagnose vor zwei Jahren feierte. Dafür werde man von ihm inzwischen aber auch „schon wieder verarscht. Wohl zu recht.(…)“ -
http://www.fr-online.de/i...

KUNSTGESCHICHTE gekauft von Privatsammlern mit ihren Lieblings-Künstlern

Auch Gerhard RICHTER (s.w.o.zu C.S.) gehört zu den Lieblings-Künstlern der Privatsammler: Über die „Privatisierung der Ausstellungspolitik - Die gekaufte Kunstgeschichte“ schreibt die FAZ sehr treffend: „Im Kunstsystem verschieben sich die Gewichte: Was in Museen gezeigt wird, bestimmten früher unabhängige Experten - an ihre Stelle treten Privatsammler und ihre Lieblingskünstler, deren Karrieren völlig steuerbar werden.“ Ein Thema wird hier behandelt, zu dem ich mich mehrfach kritisch in WEB-Beiträgen geäußert habe:

Im New Museum in New York wurde das Museum dem griechisch-zyprischen Industriellen und Sammler Dakis Joannou zur Verfügung gestellt: Er darf hier im öffentlich geförderten Museum einen Teil seiner 1500 Werke umfassenden Sammlung zeigen, die auch schon im Pariser Palais de Tokyo und im Auktionshaus Christie's zu sehen war. Die Ausstellung in New York trägt den Titel „Skin Fruit“, der Kurator – man glaubt es nicht - ist Jeff KOONS, der neben anderen Künstlern besonders prominent in Joannous Sammlung vertreten ist. Gezeigt werden sollten auch Werke, die das Thema „Evolution“ thematisieren – zusammen mit einem Werk des Kurators selbst, Koons' „One Ball Total Equilibrium Tank“. Siehe meine bebilderte KRITIK hierzu in (2)!

In der FAZ formulierte ich zu Niklas MAAKs Artikel – nicht lobend, nach wissenschaftlichen bzw. künstlerischen Maßstäben tadelnd – am 4. & 6. März 2010:

Museale Selbstentmachtung durch Superreiche, Privatsammler und deren „Zuhälter“

Prominente Kunstmarkt-Stars thematisieren in NY in einem staatlichen Museum unter anderem „Evolution“. Kurator ist der Pop-Macher Jeff KOONS, der selbst seinen „schwimmenden Basketball“ in einem gemeinnützigen Museum - öffentlich gefördert -ausstellt. Skandalös ist, dass der Kitsch-„Künstler“ aus der JOANNOU-Privat-Sammlung, in der er selbst mit etlichen Werken vertreten ist, Werke ausgesucht hat. Damit profitieren Kurator, Sammler & Händler von der Schau. Die Domäne Kunstgeschichte wird nun total privat „gekauft“ (FAZ). Schwerreiche, Sammler &„Zuhälter“ lenken zeitgenössische „Kunst“ ohne öffentliche Kontrolle. Allein die unabhängigen (?) Medien können noch Deals wie zwischen Joannou/Koons und dem New Museum geißeln. N.M.s Artikel klärt auf, wer die Macht im Kunstbetrieb hat: Museen und staatliche Kunsthallen überlässt man Privatsammlern mit Kunsthändlern und ihren kommerziellen Interessen. Dass eine korrupte Kunstwelt weiter negativ evoluiert, in der Karrieren vollkommen steuerbar werden und weiterhin stets dieselben „Stars“ auftauchen, ist bekannt: vgl. „Christianfriedrichflickcollection“. Ein NY-Witz: Das Thema „Evolution“ wird mit frühmenschlich behaarten Doppel-Nackedeis visualisiert: sog. „"Masters of the Universe" (…)

Macht zeigen: "Skin Fruit: Selections (…)" schreibt neue Kunstgeschichte

Manch ein Museum gibt heute offenkundig seine Unabhängigkeit auf: So präsentiert der Großsammler Dakis Joannou in New York zusammen mit seinem Freund Jeff Koons - staatlich öffentlich gefördert - Werke aus seiner 1500-Werke-Sammlung. Eine der rund 40 Arbeiten von Kurator Koons aus der D.J.-Sammlung stellt Schau-Macher-Neuling Koons aus. Und der reiche Grieche sitzt im Aufsichtsrat des Museums. Das Thema „Evolution“ wird mit Doppel-Neandertaloiden als sog. „Masters of the Universe" dargestellt: Die Fiberglasfiguren tragen die Gesichtszüge ihrer Erschaffer, des Duos Webster/Noble. Koons-Joannou sollten sich mit „ars evolutoria“ befassen. Das angereiste internationale „Kunst“-Jetset wandte sich offenbar nicht angewidert von der NY-Schau ab. Selbst Udo Kittelmann kam vorbei - Vertreter wichtiger Berliner öffentlicher Institutionen! Die New-Museum-Direktorin Lisa Phillips kündigte an, dass man von nun an regelmäßig führende Privatsammlungen zeitgenössischer Kunst präsentieren will. Und am 13. März veranstaltet das Museum ein eintägiges Symposium zur "Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Kooperationen zwischen Privatsammlern und öffentlichen Institutionen". Vielleicht berichten FAZ-Kunstkritiker demnächst darüber.

„Galerie der Gegenwart“ für ein halbes Jahr geschlossen
Im Mai berichtete MAAK in einem weiteren kritischen Artikel – Titel „Ist das Museum noch zu retten?“ (FAZ 20.5.) - über die in große Finanznot geratene Hamburger Kunsthalle: Sie muss ihre 1997 eröffnete „Galerie der Gegenwart“ für ein halbes Jahr schließen. „Was bedeutet das für die Zukunft der Museen in Krisenzeiten?“, erörterte der Kunstkritiker. Seit 2006 amtiert als Direktor der Kunsthalle Herr Hubertus GAßNER. Herrn Gaßner schrieb ich schon ins Stammbuch meine KRITIK an der Ausstellungs-Politik; im bebilderten Doppelartikel in der GZ:
Teil 1: http://www.giessener-zeit...
Teil 2: http://www.giessener-zeit...

MAAK diagnostiziert: Die Zwangsschließung der „Galerie der Gegenwart“ (siehe a&s-Malerei-Bild) sei die letzte Stufe eines Dramas, für das es mehrere Gründe gebe: „In den achtziger Jahren war das 1869 eröffnete Hamburger Museum, das wie das Frankfurter Städel von engagierten Bürgern gegründet und gefördert worden war, auf Expansionskurs: Man leistete sich den kostspieligen Anbau fürs Neue und Neueste - aber anders als in Frankfurt ging danach alles schief“ (…)

Die „Pop Life“-Ausstellung sei „eine geschrumpfte Weiterverwertung der Londoner Schau“ gewesen. Das anfangs freundlich belächelte „Bucerius Kunst Forum“ mache inzwischen „oft die besseren Ausstellungen, während man der durchs Tal der Defizite schlingernden Kunsthalle, nur widerwillig Geld nachschoss und auf Einhaltung eines rigiden Sparplans bestand“.

Ein FAZ-User – Kai Schraube – kommentierte N.M.s Bericht gut so:
Treffliche Analyse - aber man müsse die besondere Spezies der Museumsdirektoren und Kustoden berücksichtigen. „Unter dem Vorwand des Sammelns - Bewahrens - Forschens wurden und werden durch meist unstrukturierte Anhäufungen von Gegenständen lediglich Fakten für immere neue Forderungen nach mehr Gebäude, mehr Geld, mehr Personal geschaffen“. Mit dem Ziel: „mehr Prestige für die gut dotierten Museumsleiter, manchmal noch etwas Glanz für die Lokalpolitik, die sich bei der Eröffnung feiert - dann aber ebenso, wie die Besucher, die Orte der ästhetisierten Tristesse meiden“. Zum öffentlichen Museum als „Ort demokratischer Kulturvermittlung“: Dieser „Anspruch wurde längst über Bord geworfen, das Besucherpublikum ist Störfaktor und daher längst erfolgreich vergrault“ - das öffentliche Museum habe kein Ziel mehr – „außer sich selbst. Es geht nur noch um die architektonische Hülle. Sie kann folgerichtig nicht groß, teuer und defizitär genug sein“.

FAZIT

Die „KUNST“-Welt ist aus den Fugen: Eine museumspolitische Hiobs-Botschaft jagt die nächste. Und die Hintergründe der diversen DESASTER, die jetzt ans Licht kommen, scheinen einem absurden kulturpolitischen Happening zu entstammen! Über die Kunst-Krise siehe meine Meinung in Internet-Beiträgen.
Googelt man „Kunst-Krise“ & „Werner Hahn“ ergeben sich mehrere Beiträge: Es geht hier in der Debatte zur heutigen „Kunst-Krise“ um eine „KUNSTMARKT-Krise und Krise von Kunst-KRITIK ..., Kultur- und Kunst-Politik in der Krise: Kunst als Herrschaftsstrategie, Die Krise als Normalfall: Mit einem Dr. phil. in art – einem Doktor der Philosophie, um die KRISE der Kunst-FREIHEIT – eine Absage an das Kunstbetriebs-System mit Strippenziehern, Lobbyisten und Höflingen, über Kunst-FREIHEIT in der KRISE. Grundsatz- und Wertedebatte zur Misere – Hoffen auf Demokratisierung (…). Um nur einige Schlagworte zu zitieren (…). (3)

Schlussbemerkungen – Sollten KUNSTVEREINE in der Krise gefördert werden?

(Zu Swantje KARICHS FAZ-Artikel, in dem unter „Die Augenschule der Nation“ behauptet wurde, Kunstvereine seien „der Nährboden der deutschen Kunstlandschaft. Die Kommunen aber streichen Gelder. Ein fataler Fehler, denn ihr Prinzip der Netzwerke kann aktueller nicht sein“.)

Meine Meinung im FAZ-Kommentar v. 3.4.10:

KEINE „Vielfalt und Fülle“ (…): NICHT einzigartige Kunstvereinslandschaft

Apropos „Augenschule der Nation“: Nicht nur einige Kommunen, auch deren an KUNST interessierten BürgerInnen sind davon überzeugt, dass die „Kunst“-Vereine NICHT mehr wichtig für die Gesellschaft sind. Als „Skeptiker“ sehe ich im „Wust“ des Kunstbetriebs diese Institution für überholt: In Gießen (8,5 Quadrat-m) und Marburg (Riesenhallen) rumort und kriselt es anscheinend noch nicht: Von angeblichen „Kultur“-Initiativen - wie jetzt behauptet wird –, und einer „Vielfalt und Fülle einer einzigartigen Kunstvereinslandschaft“ sehe ich wenig: Besucherarme, teure Hallen, in denen sich der subjektiv-private Kunstgeschmack einer Kunstbeirats-„Elite“ freien Lauf lassen kann. Nichts Neues – Innovatives – Originelles. Die föderale Unterstützung der Kunstvereine mit meinen Steuergeldern lohnt nicht, wo doch der Kunstbegriff super-erweitert ist. Belanglosigkeiten, Banalität allenthalben: tiefste Provinz“! Einen Blick für zeitgenössische Diskussionen vermag „noch“ das FAZ KUNST-Feuilleton zu öffnen. Leider steht dort nicht online, was E. Beaucamp über eine zu fordernde „KUNST-ERNEUERUNG“ (Symmetrie-„BRUCH“) schrieb („Kunststücke“ 8/1/10). @ Wim Delvoye ist gut für documenta-„Kunst“-Scheiße (Fliesen, d9-HOETiade)! KVs-„Pakete von Galeristen“???

NACHWORT

Apropos zeitgenössische „Kunst“-Scheiße (bitte Begriff googeln)

Frage: Können Menschen-Scheiße und Essen können „Kunst“ sein?

JA: „Merda d’artista“ – braungelbe Scheiße - wurde „Kunst“: 90 Konservendosen mit Scheiße füllte Piero MANZONI geruchsfest ab, so dass sein Meisterstück für Kunstgläubige später zur Reliquie werden konnte. Denn die Werke der EKEL-Ästhetik gelangten in Museen. 6stellige Summen erzielten die wertvollen Artefakte bei Auktionen, nachdem der „Künstler“ seine Scheiße ins Museum gebrachte hatte; man denkt an „Ready Mades“ des Marcel DUCHAMP – bitte googeln. Da das sich in den Dosen verbergende Eklige des P.M. in einer Museumsvitrine zu duften begann (odiöse Gerüche traten auf nach Lecken einer Dose), kam es zu einem Gerichtsverfahren: Die NZZ (16/3/10, S. 17 – Aldo Keel) berichtete, dass der Direktor des Kunstmuseums Randers das Opus verteidigt hat, als der mutige Kulturminister Dänemarks P.S. MÖLLER (Obama des dänischen Kulturlebens) erklärte, „Nein, ich finde nicht, dass das Kunst ist“ – das Publikum werde zum NARREN gehalten.

Populismus und Banausentum warf ihm darauf der Museumsdirektor als Hüter der Dosenscheiße vor. Scheisse sei Scheisse und werde nicht zu Kunst, nur weil sie verpackt sei, hatte zuvor die Chefin der Dänischen Volkspartei in einem kunstpolitischen Rundumschlag geäußert. Vgl. auch: http://de.wikipedia.org/w...... . Ebenda auch der Hinweis zu einer Maschine des „Künstlers“ der documenta Wim DELVOYE, die menschlichen Kot erzeugt. Link zur a&s-Performance - (mit Scheiße-Dose): http://www.myheimat.de/gl...... / Ebenda auch Kunst-Scheiße zur HOETiade: Angriff auf die Symmetrie (...) - Nicht-Kunst-Werk des Wim DELVOYE zur documenta IX des Tausendsassa von Kassel: Jan HOET, dem ich den Prozess gemacht habe.

Auch „Eat-Art“ wurde kreiert

Das beweist der Künstler Daniel SPOERRI mit seien „Fallenbildern“, die zwecks Nieder-Reißen der Grenzen zwischen Kunst und Leben geschaffen wurden. Als Collagen gelebten Lebens (Assemblagen) wurden sie berühmt, die mit Kleber fixierten banalen Essensreste samt Geschirr, Bierflasche und Aschenbecher auf Holz. Als Wegbereiter „eines neuen, paradoxen Haute-Cuisne Mainstreams“ charakterisierte Holegr LIEBS in der SZ (v. 27/28.3.2010) diese „Kunst“ des D.S.; sie erinnere an „Fluxus, Surrealismus oder Schwitters gleichermaßen“. Heute könne auch „jeder Hobbykoch molekular à la ‚El Bulli’ zaubern (…)“. In meiner a&s-Aktionskunst sollte man „el bulli“ & „W.H.“ googeln: Der User liest z.B. beim Googeln von „wolfgang herles & W.H.“ auf die Performance-Sätze in DIE ZEIT:

Ferran Adrià wurde 2007 als documenta-„Künstler“ gefeiert: Nicht-Kunst konnte die documenta-Institution als „Kunst“ verkaufen. Der Katalane hat ein d12-„elBulli" auf der Buergeliade-documenta nicht eröffnen wollen. Kompromiss: Stattdessen lud das Trio Buergel-Noack-Adrià zur (gescheiterten) d12 täglich zwei Besucher der d12 ins elBulli ein. Zu früh freute sich damals der ZDF-aspekte-Chef Wolfgang Herles, der den CICERO-Lesern weißzumachen versuchte, dass Kochen KUNST sei: In seinem Artikel „Warum Kochen Kunst ist“, behauptete der ZDF-Redaktionsleiter, Kochen sei wie „Kunst“ stets „elitär“ und „politisch“ wie „jede Kunst“. Und Kochen stehe „an der Schwelle zur abstrakten Malerei“! ZDF-Kultur & -Ethos wurde Opfer von R.M.B.s Gehirnwäsche. Kein Wunder, wenn E. Beaucamp in FAZ-KUNSTSTÜCKE heute einen „neuen Weltgeist“ fordert. Angesichts von „Kommerz & Rummel“ vermisst E.B. Kunst-Kennerschaft. Die Herlessche These trug zur Selbstauslöschung der Kunst bei. Der "Papst der Molekularküche" hat nun 2 Jahre Zeit nachzudenken, was er auf der documenta 13 - BAKARGIEViade-Schau - als "Künstler" ausstellt! Er lese E.B.s Artikel, der eine Kunstszene-Ethos-Erneuerung fordert. (…)
(W.H.-Performance v. 29/01/2010: http://community.zeit.de/......)

LITERATUR & Anmerkungen

(1) Zu meiner Kritik an RICHTER & BASELITZ, die selbst zum Untergehen der Malerei beigetragen haben, siehe kritische Artikel wie:

Zu BASELITZ: http://community.zeit.de/... / Bebildert - 24 Bilder – Artikel in: http://www.myheimat.de/gl... . Literatur zu RICHTER & ABSTRAKTION: HAHN, Werner (2008): Kandinsky – Malewitsch – Richter: Abstraktion & Evolution 2008/2009. In: ZEIT Online v. 13.11.2008. HAHN, Werner (2008): Nicht-STIL-Wollen: Gerhard Richters Ideologie, KEINE „Gesetze und Richtlinien“ zu haben. In: ZEIT Online v. 21.11..2008. Vgl. auch: http://www.myheimat.de/gl... .

Frage: Ob RICHTERs Affront gegen Schlingensiefs als Performer eine späte Rache an C.S. darstellt: Die SZ berichtete in der Auseinandersetzung mit Kardinal MEISNER: Der Kölner Kardinal Joachim Meisner wünschte sich mehr Avantgarde-Kunst über Christus. Er hatte Gerhard Richters Fenster im Kölner Dom kritisiert, weil es besser in eine Moschee passe. Mehr zu „SCHLINGENSIEF für Jesus“ in der SZ: http://www.sueddeutsche.d... .

Der Kölner Kardinal J.M. wünscht sich mehr avantgardistische Künstler, die sich in ihren Werken mit Christus auseinandersetzen. Arbeiten wie die "Kreuzigung" von Joseph BEUYS aus den 1960er Jahren seien "in der Lage, menschliche Grunderkenntnisse wiederzugeben", sagte er. Die Plastik zeigt mittels Hölzern, Nadeln und Blutkonserven-Flaschen eine Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes. Künstler sollten tiefe Erkenntnisse suchen, nicht rasche Erlebnisse, betonte der Kardinal.

RICHTER sagte zur J.M.s Kritik: Wenn er auch keiner Glaubensgemeinschaft angehöre, so fühle er sich doch als Abkömmling des Christentums: "Ohne den Glauben an eine höhere Macht oder an etwas Unbegreifliches kann man gar nicht leben." J.M. hatte sich gegen das neue abstrakte Glasfenster von Gerhard Richter im Kölner Dom (siehe a&s-Bild). Für eine christliche Kirche und speziell den Kölner Dom hätte sich der Erzbischof "etwas anderes, nicht so eine Beliebigkeit" gewünscht.

(2) HAHN, Werner am 14/310 mit 43 a&s-Bildern: http://www.myheimat.de/gl...
Siehe neben MAAK, Niklas (2010): Die gekaufte Kunstgeschichte. Privatisierung der Ausstellungspolitik. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 03.03.2010, auch zur Frage „

Wer bestimmt, was KUNST ist und welchen Weg ein KUNSTWERK geht? Der Künstler? Oder Sammler, Galeristen, Kuratoren und Kritiker?“ - Die SCHIRN Kunsthalle Frankfurt warf in einer Ausstellung einen (angeblich) „bissigen Blick“ (hr) auf den KUNSTBETRIEB: Hierzu bebildert und kunstkritisch:
a) http://www.myheimat.de/gl......
b) http://www.myheimat.de/gl...... (mit Kommentaren).

Auch: HAHN, Werner (2009): Die Macht der staatlichen Museen wird aufgeweicht. Welche Kunst museumswürdig ist und welche nicht, kann PRIVAT gelenkt werden! Der Staat hat für BRANDHORST das neue Gebäude bezahlt (47 Mill. Euro). Mehr Kritik: „Staatstragendes BRANDHORST-Museum: Monument staatlich subventionierter Kunst-Lenkung?“ In: DIE ZEIT Online v. 28.05.09. Siehe auch (oft gelesen) http://www.myheimat.de/gl...... - KRITIK ebenfalls in meinem DIE ZEIT-Artikel: http://community.zeit.de/......
(3) Siehe auch: http://www.myheimat.de/gl... -
In „Zum DARWIN-Jahr: Kulturelle EVOLUTION, Paradigmen-Wechsel, Kultur- & Kunst-Förderung und Qualitäts-Sicherung“ habe ich faz.net-Kommentare zum „Fall Gerhard Richter“ ergänzt (ZEIT-Online). Leitgedanke: „EVOLUTION der KULTUR-POLITIK“. Von moderner demokratischer Kulturpolitik wird die Transparenz ihrer Entscheidungen erwartet: Subventions-Geber & -Empfänger sind gehalten, über vergebene bzw. erhaltene Mittel, Rechenschaft abzulegen. Hierbei dient EVALUATION – die Auswertung (Recherche, Ermittlung) von negativen und/oder positiven Erfahrungen - nicht nur der Leistungs-Überprüfung, sondern auch der QUALITÄTs-Sicherung, also der Optimierung, der Strategie und Planung sowie dem Wissens-Zuwachs. Vgl. HAHN, Werner (2008): Zum DARWIN-Jahr: Kulturelle EVOLUTION, Paradigmen-Wechsel, Kultur- & Kunst-Förderung und Qualitäts-Sicherung. In: DIE ZEIT Online 29.11.2008. UND: HAHN, Werner (2007): Documenta Demokratisierung – Auf dem Weg zu einer Hessischen documenta Akademie mit d12-Kritik. Gladenbach 2007.

Anmerken möchte ich, dass ich als Ergänzung und zur Förderung kultureller EVOLUTION folgendes Modell, das zuletzt von mir publiziert worden ist in einem „Plädoyer für die Gründung einer öffentlich-rechtlichen Hessischen „documenta-Akademie“ mit Akademie-Komitee-Modell“ (Essay im Buch „Documenta Demoktatisierung“ S. 51/52). Das „MODELL für eine objektivere KUNSTBEURTEILUNG" (Kurzfassung) ist im DIE ZEIT Beitrag enthalten. Bitte googeln.

PS: Eine BILDERGALERIE zum Artikel siehe in http://www.myheimat.de/gl...