Leserartikel-Blog

Mal weg in Gran Canaria mit Ryanair: Meloneras-Maspalomas-Entdeckungen

Die Ryanair-Fluggäste im Flaghafen Frankfurt-Hahn mussten nicht jammern wegen des Chaos’ mit Flugausfällen, Verspätungen und Umbuchungen vor Heiligabend. Keine Wut zerrte an meinen Nerven beim Erholungs-Flug auf die Kanaren und später zurück nach Hahn-Airport. Start- und Landebahnen waren nicht gesperrt wegen ärgerlichen massiven Schneefalls. Und Schnee bekamen wir nur auf dem majestätischen Pico de Teide (Teneriffa) zu sehen, den wir schon beim Lande-Anflug auf Gran Canaria über den Wolken bestaunten.

Weil ich ein paar erholsame Tage zum Jahreswechsel in Gran Canaria, einem der beliebtesten und schönsten Orte – Meloneras/Maspalomas – verbringen wollte, war ich mal weg. Glück hatte ich, dass mich das nasskalte Wetter in Deutschland mit schmutziger, grau-brauner und glitschiger Schnee-Matsch-Wüste nicht angriff. Das große Wehklagen der Autofahrer über die Schneeglätte ließ mich kalt. Meine Reise in schön-wüste Landschaften wurde auch nicht gestört durch glatte Straßen bei der Hin- und Rückfahrt zum Flughafen Hahn. Schon gar nicht wurde ich frustriert durch streikende Piloten und/oder das stundenlange Warten in Schlangen oder Wartehallen-Campieren auf Feldbetten; siehe Tohuwabohu am Frankfurter Flughafen. Ganz zu schweigen vom Wirrwarr und einer unfreiwilligen Hotelnacht in Frankfurt wegen Flugausfall, die die Urlaubszeit verkürzten.

Der TV-Entertainer und Comedian „Hannilein“/“Schlämmer“ - alias Hape Kerkeling – war auch „dann mal weg“: er erlebte die „reinigende Kraft der Pilgerreise“ zu Fuß durch Spanien (Jakobsweg). Auf der „Suche nach Gott und sich selbst“. Nicht „kaputt und leer“ (wie H.K.) machte mich indessen die Reise nach Gran Canaria zu den Dünen von Maspalomas zum Jahreswechsel: Auch voller Unternehmungslust, zu der ich hiermit begleitend eine Bildergalerie vorlege. Vieles gab es zu entdecken - ohne großen Fußmarsch und schweren Rucksack - mit überraschender Nähe zur Evolution der Natur.

Anders als die Kunstfigur „Horst Schlämmer“ (http://www.hapekerkeling.... : „Er ist Comedian, Moderator, Entertainer, Schauspieler, Sänger, Parodist und Kabarettist in einer Person“ (1)), dachte ich mir: „Ich bin doch nicht blöd“! Aber: „Billig-Flieger“ vergleichen und Billigflug buchen - billiger fliegen mit Megaflieger Ryanair (IRL) ab Flughafen Hahn im Hunsrück – kann das gut gehen? Als Passagier muss ich für meine Hinfahrt zum Flughafen Frankfurt-Hahn doch eine längere Anfahrtszeit einkalkulieren; doppelt so weit entfernt liegt Hahn verglichen mit dem Weg nach Frankfurt. Das Parken kostet in Hahn nur 2,50 Euro pro Tag; mit Benutzung eines kostenlosen Shuttle-Busses. Hingegen ist in Frankfurt das Parken am Flughafen bekanntlich sehr sehr teuer! Parken dort kann auch billiger sein –und Urlauber können bis zu 53% sparen -, wenn 1 Monat vorher gebucht wird.

Indessen: Sollte ich aber vorher nicht doch weitere wichtige und interessante Billigflieger sowie die Linienflug-Gesellschaften konsultieren (airberlin, LTU, TUIFly, Condor), die ja auch billige Flüge, oft in Konkurrenz zu den sog. „Billigfliegern“, anbieten – ab Airport Frankfurt?

Die Entscheidung für Ryanair & Hahn-Airport war allerdings richtig: Nach dem Kurztrip von 200 km zum Hahn-Flughafen gab es dort – 2 Stunden vorher angekommen - keine Wartezeiten an Check-In, Gepäckaufgabe und Sicherheitskontrolle. In Airport-Shops finden die Passagiere dort alles, was das Warten verkürzt: nationale und internationale Presse und Bücher, Reisebedarfs-Artikel sowie frische Snacks, Getränke und anderes mehr. Natürlich muss man beim Flug mit Ryanair einiges wissen, was stets in Englisch vermittelt wird. Und bezahlen muss man den Flug mit Visa Card oder Master Card auch über das Internet, über das WEB erhält man auch die Boarding-Karten (nach Ausdrucken).

Lesen muss man: „IN ORDER TO TRAVEL YOU ARE REQUIRED TO CHECK-IN ONLINE AND PRESENT AT THE AIRPORT YOUR ONLINE BOARDING PASS AND VALID ACCEPTED TRAVEL DOCUMENT, PASSENGERS WHO DO NOT PRESENT A BOARDING PASS AT THE AIRPORT WILL BE CHARGED A RE-ISSUE PENALTY OF EUR40/GBP40 (each boarding pass must be printed and presented on an individual A4 page).You can check-in online from 15 days up to 4 hours prior to your scheduled flight departure.” BAGGAGE/Gepäck: “Each passenger is permitted to check- in up to a maximum of 2 bags (each bag is permitted a maximum weight of 15 kilos) subject to the payment of the applicable checked baggage fees.”

Und HANDGEPÄCK? Wer mehr als 10 kg Handgepäck mit sich führt - nur in einem Stück (es wird gewogen; siehe Bild dazu), muss zusätzlich 35 EUR bezahlen: „Strictly one item of cabin baggage per passenger (excluding infants) weighing up to 10kg with maximum dimensions of 55cm x 40cm x 20cm is permitted. (handbag, briefcase, laptops, shop purchases, camera etc). MUST be carried within your permitted 1 piece of cabin baggage). IMPORTANT - Extra/oversized cabin baggage will be refused at the boarding gate, or where available, placed in the hold of the aircraft for a fee of £35/€35. If you are unsure, check at the Bag Drop desk before going through security.”

10 kg Handgepäck sind recht viel; die 35 Euro Zusatzgebühr sollte man also sparen. Beim Flug mit einer Ryanair BOING 737-800, deren Passagiere interessanterweise meist eher jünger aussahen, gab es eigentlich keine Probleme: „Safety Information“ (Bild) gab es im Flugzeug vor dem Start nur in Englisch. Setzen konnte man sich (was erstaunlich ist), wie man es wollte; es gab also keine vorher festgelegten Sitzplätze. Zeitungen und Zeitschriften waren nicht ausgelegt und auf fehlende Kopfhörer-Anschlüsse und das Fernsehen konnte ich beim pünktlichen 4-Stunden-Flug verzichten. Ein 150 ml „Tomato Juice Cocktail“ kostete nur 1.80 EUR. 12 km hoch, bei 900 std-km und bei minus 62 Grad Außentemperatur wurden wir über die Route Luxemburg – Paris – Straße von Gibraltar – Westküste Afrikas zu den Kanaren-Inseln geflogen. Je näher der Sonne, desto kälter waren die Außentemperaturen.

Interessant: Die Reise zu den DÜNEN von MASPALOMAS (Kanaren) und SYLT zum gleichen Preis: ca. 250 EURO!

Ein Transport-VERGLEICH (An-und Abreise) Ryanair-Gran Canaria & SYLT-Dünen-Urlaub ist hier dokumentiert:
Der Flug nach den Kanaren kostete für 2 Personen HIN UND ZURÜCK total nur 167.36 EURO: 67.36 EUR Taxes, Fees & Charges / 20.00 EUR Passenger Fee: Web Check in / 60.00 EUR Passenger Fee: Checked Bag(s)/ 20.00 EUR Passenger Fee: Handling Fee /*******167.36 EUR Total Paid. Hinzu kommen das Parken 15 Tage lang in Hahn (15 Tg. X 2.50 EUR=37.50 E. – Parkplatz P7/P8) sowie der Hotel-Transfer: 41,64 EUR. Summe: 246.53 EURO.

Eine Fahrt nach SYLT per Pkw kostet insgesamt ca. 240.00 EURO: Benzinkosten 600 km Anfahrt/Rückfahrt = ca. 2x78 EUR plus Autozug SYLT-Shuttle (über den Hindenburgdamm) - DB Autoverladung für die Fahrt zwischen Niebüll und Westerland/Sylt): Hin- und Rückfahrt 83.00 EUR. Keine Parkgebühren.

(Anmerkung: Ein Flug nach Teneriffa von Frankfurt aus mit LTUR kostete 564.00 EURO am 10.03.09 gut das Doppelte!)

GRAN CANARIA – Insel mit Küstengebieten des ewigen Frühlings und Sonnenscheins

Herzstück der „Costa Canaria“ ist auf Gran Canaria der Ort MASPALOMAS mit seinen Dünenfeldern: Eine Urlaubsregion im sonnensicheren Süden der Insel. Gran Canaria vereint eine Vielfalt von Landschaften, so dass der Übergang von den sanften Dünenformen im Süden zu den schroffen Fels-Gipfeln, vom tiefen Blau des oft wilden Meeres zum strahlenden Grün der Kiefern-Wälder, von der hellen Sonne zu den dicht bewölkten manchmal sogar verschneiten Bergen, kaum wahrgenommen wird.

Neueste Informationen zu Deutschland hält man auf der Insel natürlich über Kabel-Fernsehen in Hotels - und im Radio über SWR 4 oder/und „Radio Paloma“. Auch über das Internet und Telephon.

Gran Canaria ist ein kegelförmiger, fast runder Miniaturkontinent mit der schönen Felsnadel des Roque Nublo (1813 m). Höchster Punkt ist der Pico de las Nièves (1949 m) in einem großen eingebrochenen Vulkankessel gelegen. Gran Canaria, das Produkt einer jahrmillionenlangen Entwicklung voller bezaubernder und origineller Ecken und Winkel, hat angenehme Temperaturen rund ums Jahr. Die Durchschnittstemperatur beträgt 24 Grad Celsius. Hier, auf der „Isla“ vulkanischen Ursprungs mit den 250 ha Dünen direkt am Strand an der Südspitze (am Meer) der Insel, scheint die Sonne mehr als 300 Tage im Jahr. Die stabilen Wassertemperaturen des Atlantiks ermöglichen es auch im Winter im Meer – z.B. zum Jahreswechsel 2009 – hier zu schwimmen; Jahresdurchschnitt zwischen 20-25 Grad Celsius Wassertemperatur. Allgemein gilt das Klima als eines der gesündesten der Welt. Es regnet an der Küste durchschnittlich 10 bis 15 Tage im Jahr. Die Nächte sind lau und warm, winterliche Temperaturen wie in Deutschland sind hier äußerst selten. Das Angebot an Sport- und Freizeitmöglichkeiten lässt kaum einen Wunsch offen. Auch nicht in benachbarten Orten wie z. B. Puerto Rico oder La Playa de Mogán, über die im Artikel ebenfalls berichtet wird.

DÜNEN-Wunder MASPALOMAS

Ein besonderer Anziehungspunkt sind die DÜNEN von MASPALOMAS. Der 5 km lange Dünen-Gürtel an der Südspitze der Insel ist seit 1987 geschützt und ist ein Paradies für Naturfreunde. Die Sandberge, welche an die Sahara in benachbartem Afrika erinnern (auch Sylt), sind nicht wie man vielleicht annehmen könnte, von dort herübergeweht worden. Sie sind maritimen Ursprungs. Der Dünen-Sand besteht zum Gutteil aus zerriebenen Muschelschalen. Die Dünenlandschaft besteht aus drei Natur-Elementen: a) dem Bereich der Wanderdünen (die es auch auf Sylt gibt) und festen Dünen, b) den Überresten eines alten Palmenwaldes und c) einer Meerwasser-Lagune; ein idealer Lebensraum für Vögel. Bis zu 40 verschieden Vogelarten sind hier gezählt worden. Der Vegetationsgürtel um die Lagune dient als Zufluchtsort und Nistplatz für die Vögel. Das Lagunen-Ökosystem dient auch als Rastplatz für Zugvögel, die auf ihrem Weg zum afrikanischen Kontinent sind.

Die kanarische Distel ist eine der charakteristischsten Vertreterinnen der Flora auf dem Archipel und das Pflanzensymbol der Insel Gran Canaria. Sie ähnelt einem Kaktus. Die Insel-Landschaft prägen von der Küste aus Wälder der kanarischen Palme (Phoenix Canariensis) – im Palmeral de Maspalomas auch Dattelpalmen (Phoenix Dactilifera“) sowie zahlreiche Hybride. Botanisches Schmuckstück ist der auf der Welt einzigartige Drachenbaum von Gran Canaria (draco „Dracaena tamaranae“); siehe Bilderserie mit Bildlegenden.

Die an der Südspitze der Insel gelegenen Dünen von Maspalomas – das wohl interessanteste Naturschutzgebiet des Archipels - gehören zweifelsohne zu den bekanntesten Wahrzeichen von Gran Canaria. Sie ziehen jedes Jahr abertausende Besucher an. Durch unkontrollierte touristische Entwicklung der 60er und 70er Jahre ist diese schöne Landschaft beinahe zerstört worden. In das bis dahin nahezu unberührte Terrain von Maspalomas und seine Dünen, die eine geradezu magische Schönheit ausstrahlen, wurde damals stark eingegriffen. Durch die Bebauung wurde die Wanderbewegung der Dünen gestört und die steigende Anzahl an Besuchern führte leider zum Abwandern zahlreicher Vogelarten. Vogelarten der Kanaren-Fauna mit Türkentaube und die Gran Canaria Eidechse siehe in http://portal.grancanaria....
Zurückgelassener Müll und eingeleitete Abwässer verschärften damals die Probleme. Was viele Besucher nicht bedenken - ist, dass es sich bei den Dünen nicht nur um ein Gebiet von großem Erholungswert und touristischem Interesse handelt, sondern auch um ein auf den kanarischen Inseln einzigartigen Naturraum. 1987 wurden gerade noch rechtzeitig die Dünen zum Naturschutzgebiet nationaler Bedeutung erklärt. 1994 wurden dann weitere Maßnahmen zum Schutz der Dünen ergriffen (Reserva Natural Especial) und ein 404 Hektar großes Areal in den Stand eines "bedeutenden Naturschutzgebietes" erhoben. Dünen wandern auf Grund der Wind-Einwirkung ständig auf der ausgedehnten Sedimentebene von Maspalomas umher.
Die geschützte Dünen-Landschaft (hier darf nicht gebaut werden) ist ein Paradies für Touristen, die hier in so genannten „borjanas“ – kleine, vom Wind geformte halbmondförmigen Spalten – auch FKK betreiben. Was am Gay-FKK-Abschnitt so los ist, kann man auf einschlägigen Internetseiten lesen: über Maspalomas-FKKler, die Wandertouristen-„Ameisenstraße“, störende hässliche Strand-Exhibitionisten, sog. „Cruising“-Gebiete, schwul-lesbische Termine u.v.a.m.

Eine kleine Lagune im Westen des Dünengebiets (in Nähe des „Faro“ – des Leuchtturms seit 1889) liegt an der Mündung des Barranco de Fataga. Es ist mit Schilfrohr, Stechbinsen und dem stacheligen Dornlattichstrauch bewachsen. In dem Salzwasserteich der Lagune hört man Seefrösche quaken, im Gebüsch rascheln berühmte Riesen-Eidechsen. Der Dattelpalmenhain, welcher sich am Rande der Oase befindet, gilt als die Oase von Maspalomas.

Puerto Rico & La Playa de Mogán

Abseits des Betonklotz- und Bettenburgen-Tourismus von Playa de Ingles

Puerto Rico ist die größte der sechs künstlich erschaffenen Ferienwelten der Gemeinde MOGAN, deren Aufbau sich in den Grundzügen alle ähneln: Am Fuße der in den Hang gebauten Hotels und Ferienanlagen befindet sich ein künstlich angelegter Sandstrand mit einer Promenade und Cafes, sowie ein Yachthafen (vgl. Fotos). Puerto Rico – mit dem Linienbus von Meloneras/Maspalomas für wenige Euros leicht zu erreichen - wird überwiegend von Engländern und Skandinaviern frequentiert. Die einen Urlauber loben die perfekte touristische Infra-Stuktur der kurzen Wege, welche kaum einen Wunsch offen lässt, die anderen empfinden den Ort als wenig einladend und als zu überlaufen. Und die in den Berg hineinbetonierten Hotels werden als Beleidigung für das Auge betrachtet! Wie um Maspalomas – am Strand von Playa de las Meloneras im Westen, Playa de Maspalomas bis Playa (Bahia) del Inglés im Osten – mit recht schönem Strand, stehen hier auch an der Promenade lästige und betrügerische Time-Share Verkäufer:

TIMESHARING-Zwischenbemerkung: VORSICHT bei Gewinn-Prämien oder Gewinn-Angeboten!

Stets misstrauisch sollte man sein, wenn auch ein Angebot noch so verlockend scheint. Niemand hat etwas zu verschenken an den Kanaren-Promenaden: Hinter den weit verbreiteten Rubbel-Losen (siehe Beispiel in der Foto-Galerie), die uns aufdringliche Damen und/oder Herren an Strand-Promenaden anbieten, verbirgt sich oftmals das sog. Timesharing. Das heißt der anteilige Erwerb von Hotel- oder Appartment-Anlagen. „Bitte unterschreiben Sie nichts, was Sie später bereuen!“, rät z. B. „Alltours“ in Urlauber-Informationen; mittlerweile warnen auch die Hotels auf den Kanaren vor den Betrügern. Die Rubbellose werden gezielt an Ehepaare verteilt: „Free Promotion“ steht z.B. darauf – ein EUR-Zeichen = „PROMOTION T-SHIRT“, zwei EUR-Zeichen = „200 Zigaretten & Flasche Spirituosen“ und 3. Gewinn bei drei EUR-Zeichen = A: 600 EUR in bar, B: Urlaub, C: Video Kamera. Hierbei wird trickreich der 3. Gewinn mit B: Urlaub“ vermittelt. Zwang: Die sog. “Hauptgewinne“ (es gibt nur 3 B) müssen sofort abgeholt werden: „SONST UNGÜLTIG“, heißt es. Die angeblichen „Gewinner“ werden in Meloneras zu einem Gebäude gebracht, wo sie in über 1 Stunde scheinbare Reisebüro-Angebote aufgeschwätzt bekommen; dahinter steckt TIMESHARING. In Playa del Ingels wird der Gewinner an der Standpromenade mit einem Taxi zu einem analogen Gebäude gefahren. (Foto) Siehe hierzu auch eine Focus-Bericht: http://www.focus.de/finan... ! „„Milchmädchenrechnungen und Gehirnwäsche“ schimpften Verbraucherschützer. Wichtig für betrogene Urlaubsparadies-„Gewinner“: Der Käufer kann innerhalb von mindestens zehn Tagen (in Deutschland 14) schriftlich und grundlos von einem Time-Sharing-Vertrag zurücktreten.

Zurück zu Puerto Rico:

Der Ort ist das Wassersport-Zentrum der Insel; siehe Bildergalerie. Kaum eine Wassersportaktivität welche hier nicht angeboten wird. Bootsausflüge, Hochseeangeln, Segeltörns, Delfintouren, Tauchbootfahrten, Parasailing, Bootsverleih und vieles mehr.

Die UNESCO hat jüngst das Mikroklima des Municipios Mogán als eines der gesündesten weltweit ausgezeichnet. Gründe hierfür sind u.a. die saubere Umwelt, die windgeschützte Lage, die ganzjährig angenehmen Temperaturen eine große Anzahl an Sonnenstunden, sowie die geringen Niederschlagsmengen.

Den Namen der zweitgrößten Gemeinde der Insel assoziieren die meisten Urlauber wohl in erster Linie mit dem malerischen Ort PUERTO de MOGAN, einem „Klein Venedig“: Der Ort ist ein beliebtes Ausflugsziel; obwohl er auch stark touristisch geprägt ist, ist der Kontrast zum Betonklotz- und Bettenburgen-Tourismus von Playa de Ingles unübersehbar. Das so genannte „Venedig von Gran Canaria“ beheimatet hübsche kleine Häuser, die liebevoll restauriert sind. Kaum eines welches keinen gepflegten Dachgarten hat. Über den schönen Gassen verbinden mit Hibiskus und Bougainvilleas überwucherte Steinbögen die gegenüberliegenden Häuser. Romantische kleine Brücken über den Kanälen sowie die kleinen Cafes und Restaurants direkt am Yachthafen gelegen runden das nicht ungewollt romantische Bild ab. Im Hafen selber liegen Yachten aus ganz Europa. Ungestört „echt“ erlebt man den Ort, wenn dort kein Markttreiben herrscht.

Die BOUGAINVILLEA – auch Drillingsblume genannt

Vegetation ist spärlich auf den Kanaren vorhanden. BOUGAINVILLEAs sind die am häufigsten ins Auge stechenden farbenprächtigsten Pflanzen, die Urlauber in unterschiedlichsten Farben – weiß, gelb, orange, purpur- und karminrot sowie violtett – auf den Kanaren immer wieder entzücken (siehe Bilderserie). Die üppig rankenden, mit leuchtenden Farben Betrachter bezaubernden Pflanzen werden volkstümlich auch „Papelera“ oder Papierblume genannt. Die immerblühende Bougainvillea wurde von dem französischen Weltumsegler Bougainville (1729-1811) entdeckt. Die vermeintlichen bunten „Blüten“ der rankenden Pflanze mit verholzten, langen stacheligen Trieben und einer farbigen Blütenwolke, sind eigentlich Hochblätter, wie sie auch bei dem farbigen Weihnachtsstern wachsen. Die wirklichen Blüten sind zwittrige radiärsymmetrische dünne, gelbliche Röhrchen inmitten von 3 Hochblättern. Nachts öffnen sie sich. Ursprungsland der schönen Nachtblüher ist Südamerika.

Einmaliger Botanischer Garten bei Las Palmas

Für Naturfreunde, die dann mal weg sind aus Deutschland, ist ein Ausflug per Linien-Bus oder mit gemietetem Pkw ein MUSS zum am besten bestückten Botanischen Garten der nördlichen Welthalbkugel. Der jardin botanico (= Botanische Garten) in Tafira (einem Vorort von Las Palmas) liegt in einem fruchtbaren Tal oberhalb der Hauptstadt der Kanaren. Binnen weniger Stunden kann man hier wirklich die ganze Vielfalt der Botanik der kanarischen Inseln kennen lernen; das Ganze bei freiem Eintritt! Die 24ha große Anlage des botanischen Gartens erstreckt sich bis weit in den fruchtbaren Barranco de Guiniguada hinab, wo der untere Eingang zu finden ist. Siehe auch botanische Kostbarkeiten in der Bilder-Galerie; z. Drachenbäume. Zu bestaunen gibt es u.a. „einen Hain aus Dattel- und Kanarenpalmen, einen aus Drachenbäumen und einen mit Lorbeerbäumen. Über 60 Aeoniumarten, 20 verschiedene Natternkopf-Gewächse, Lippenblütler, Mastix- und Balo-Sträucher etc.“ (http://www.laspalmas24.co... )

Durch diese Arten-Vielfalt führen zahlreiche schmale Wege und Stiegen-Aufgänge, die durch ihre gute Beschilderung ein Verirren in der Tat ausschließen (Garten-Wegweiser bitte dort besorgen – vgl. Bild zum Artikel). Auf der Entdeckungs-Tour durch den Garten sollte man die Kakteen-Anlage nicht übersehen: In der 1952 gegründeten Anlage findet der Pflanzenliebhaber verschieden geformte Kakteen-Arten aus Afrika, Süd- und Nordamerika. Sensationell, denn wo sieht man sonst schon auf so engem Raum Pflanzen aus so vielen Ländern! Nur noch auf der Kanareninsel LANZAROTE: Hier muss man als Naturfreund das letzte, für Touristen gedachte Projekt des Künstlers César Manriques, den „Jardin de Cactus" ("Kakteengarten" im Norden des Ortes Guatiza) besucht haben! (Vgl. http://www.cesar-manrique... !)

Die Gründung des Botanischen Gartens bei Las Palmas ist übrigens dem schwedischen Botaniker Eric R. Sventenius (1910 - 1973) zu verdanken. Dieser hatte ursprünglich den Einfall, einen Garten mit ausschließlich auf den Kanarischen Inseln beheimateten Pflanzen anzulegen, den einmaligen Kanaren-„Jardín Botánico“.

Ausflug zum Pico del Teide

Wichtiger TIP zum Abschluss: Wer das herrlich schöne Gebiet um den höchsten Berg der Kanaren - des TEIDE auf Teneriffa – kennen lernen und entdecken möchte, kann es auch mittels der Schnellfähren „Fast Ferry Bonanza“ und „Bencomo Express“ der Reederei Olsen – die mehrmals täglich in nur einer Stunde Teneriffa von Gran Canaria aus ansteuern. Ein Bus-Shuttle bringt die Passagiere gratis von der Hauptstadt Las Palmas zum Hafen Agaete. Alleine wegen des Ausflugs ins Inselzentrum mit dem Teide lohnt sich bereits ein Urlaub auf Teneriffa. Der Vulkan Teide und seine Umgebung sind ein landschaftliches Erlebnis der außergewöhnlichsten Art. Die meisten Urlauber fahren frühmorgens mit dem Bus oder Mietwagen von Ihrem Urlaubsort am Meer los. Über endlose Serpentinen erreichen sie, je nach Abfahrtsort und Verkehrsmittel, nach ein bis zwei Stunden den Nationalpark.

Bei der sehr abwechslungsreichen Fahrt in über 2000 m Höhe verlässt man in etwa 500 m Höhe die subtropische Klimazone. Die Bananenplantagen und Palmen gehen in Orangenplantagen, Weinfelder und etwas später in Wald über. Kurz vor der Einfahrt in den Nationalpark werden die Nadelwälder lichter. Zur Vulkanwüste wird die Landschaft im Park und erinnert an Bilder (surreal) vom Mond oder Mars. Man sieht junge Lava-Felder (ähnlich wie auf Lanzarote), Gegenden mit steinigem und sandigem Untergrund in allen möglichen Farben und Formen. Sowohl flache Ebenen als auch surreal-ungewöhnlich geformte Felsen und Berge erstaunen und beglücken die Besucher.

Eine Haupt-Attraktion für viele Reisende ist die Seilbahn auf den Gipfel des Teide. Die Seilbahn fährt zwar nicht ganz bis zum Gipfel, dennoch hat man bei gutem Wetter einen ausgezeichneten Blick auf die Insel Teneriffa und mit etwas Glück auch auf die Nachbarinseln Gran Canaria und La Gomera. Der Gipfel selbst ist bei einem großen Ausbruch 1492 entstanden. Columbus soll ihn auf seiner Fahrt nach Amerika beobachtet haben. Für die Öffentlichkeit ist der Gipfel ohne Genehmigung gesperrt. Auf schnelle Wetterwechsel & Kälte sollte man bei Teide-Besuchen vorbereitet sein. Die Temperatur im Teide-Park kann tagsüber zwischen -5 und 20 Grad Plus schwanken. Der Pico del Teide ist mit 3718 Metern der höchste Berg Spaniens. Auch auf dem Festland wird er nicht übertroffen.

Schlussbemerkung

Die Geomorphologie beherrscht die urige Landschaften der Kanaren. Entstanden sind Formationen von hohem Wert, die nicht nur für das Auge einmalig anzusehen sind, sondern auch von wissenschaftlichem und kulturellem Interesse sind. Wertvoll und besonders interessant sind Felsformationen in Gegenden, wo in jüngster Zeit Vulkanausbrüche stattgefunden haben (siehe auch besonders LANZAROTE und seine Feuerberge), aber auch solche, wo die Erosion auf die alte Vulkan-Landschaft eingewirkt hat.

Anmerkungen / Literatur

(1) Auf seiner Homepage schreibt Kerkeling:
„Kerkeling veröffentlichte im Mai 2006 sein Buch Ich bin dann mal weg über seine Pilgerreise auf dem Jakobsweg im Jahr 2001, das zum meistverkauften Buch des Jahres 2006 (über 2,0 Millionen verkaufte Exemplare) in Deutschland wurde. Bis zum Mai 2008 wurden mehr als drei Millionen Exemplare verkauft.

PS:
84 Bilder zum Beitrag siehe in Bildergalerie http://www.myheimat.de/gl...