Leserartikel-Blog

Automesse China / Automobilmesse China: Die unterschätzte Gefahr?

Zitat eines Artikels, gefunden unter overblog.de, ein bestimmter Begriff wurde zensiert. Winfried Sobottka ist Diplomkaufmann und hat bei den renommierten Marketing-Professoren Dieter Ahlert und Heribert Meffert in Münster gelernt:

Interviewer: "Winfried Sobottka, Sie haben China als das Problem der XXXXXXXXXXXX (gemeint ist vermutlich die deutsche Wirtschaft) im Weltwirtschaftskrieg, im Globalisierungs-Monopoly, ausgemacht:

http://kritikuss.over-blo...

Können Sie das mit weiteren Fakten belegen?"

Winfried Sobottka: "China ist zum welteit größten Stahlproduzenten aufgestiegen, China ist im Elektro- und Elketronikmarkt auf dem Weg zur Nummer 1, und China ist im Automarkt auf dem Weg zur unangefochtenen Nummer 1."

Interviewer: "Wer unter CHINA AUTOMARKT googelt, stößt auf Erfolgsmeldungen deutscher Automobilproduzenten und auf optimistischste Erwartungen von VW & Co. ...."

Winfried Sobottka: "Realistischer scheint mir ein Artikel aus dem SPIEGEL:

http://www.spiegel.de/aut...

Die deutschen Automobilbauer machen derzeit gute Oberklasse-Geschäfte in China - mit Autos, die sie in China bauen. Das verwundert nicht, wenn man näher überlegt: Die Entwicklung von Top-Oberklasse-Autos bis zur Serienproduktion ist sehr teuer, und wie Hitler seine NSDAP-Goldfasanen und wie Ulbricht/Honecker ihre korrumpierte Nomenklatura brauchten, um das Volk diktatorisch beherrschen zu können, so braucht die chinesische Führung eine korrumpierte Oberschicht. Dafür braucht sie u.a. Oberklasse-Autos.

Andererseits hat China die Entwicklung und Produktion von Klein- und Mittelklassewagen vorangetrieben, setzt zudem auf das zukunftsgerichtete Elektrokonzept. Das tun die nicht, ohne sich etwas dabei zu denken."

Interviewer: "Auch im Spiegel steht, dass die chinesischen Autos im Westen noch belächelt würden..."

Winfried Sobottka: "In den siebziger Jahren wurden die japanischen Autos belächelt. Sie sahen aus wie zu klein geratene US-Straßenkreuzer und konnten nur in bescheidenem Maße billigst verkauft werden. Zehn Jahre später überschwemmten japanische Autos die Welt, europäische und vor allem US-amerikanische Hersteller gerieten ins Trudeln, weil japanische Autos plötzlich intelligenter gebaut waren. Ich gehe davon aus, dass chinesische Wirtschaftsexperten diese Entwicklung genauestens analysiert haben dürften."

Interviewer: "Die Chinesen verweigern laut SPIEGEL Angaben über die Technik ihrer Elektromodelle, die sie auf der Automobilmesse in großer Zahl vorstellen, verweigern auch den Blick unter die Motorhauben."

Winfried Sobottka: "Das wird wohl nicht daran liegen, dass die Chinesen keine Elektromotoren und keine Lithium-Zellen bauen könnten. Für mich ist das ein Hinweis darauf, dass es in absehbarer Zeit zu einer Überraschung kommen dürfte, von der die Chinesen sich einen enormen Wettbewerbsvorteil versprechen."

Interviewer: "Wie könnte die Überraschung aussehen?"

Winfried Sobottka: "Das folgende Bild aus dem Spiegelbericht hat mich auf eine Idee gebracht:

http://www.spiegel.de/fot...

Ein Problem der Elektroautos ist die begrenzte Reichweite und die anschließend lange Zeit, die für eine Aufladung der Akkus benötigt wird. Eine sinnvolle Lösung des Problems wäre es, standardisierte Akkus so in alle Autos einzubauen, dass es mit einer bestimmten Vorrichtung möglich wäre, die Akkus in kurzer Zeit auswechseln, innerhalb einer Zeit, wie sie dem Volltanken eines PKW entspricht.

Sollte China das planen und umsetzen, sollte es also ein System entwickeln und (zunächst in China) realisieren, nach dem alle Autos an den selben Akku-Wechselstationen in kürzester Zeit einen Akku-Wechsel vornehmen lassen könnten, dann würde das die mittelalterlichen Automobilproduzenten und die Tankstellen der Restwelt wie ein Hammerschlag treffen: Die Chinesen würden die Autos verkaufen, die Wechsel-Stationen betreiben oder lizensiert betreiben lassen, und man darf wohl annehmen, dass die Chinesen auch in der Voltaik-Technik usw. die nötigen Anstrengungen unternehmen, um ein Rundum-System zu schnüren. Begünstigt würde das alles durch sensationell niedrige Preise für die Autos und (zunächst) durch niedrige Kosten des Akkuwechsels. Wie Camper ihre Gasflaschen austauschen, wenn sie neues Gas brauchen, so würden Autofahrer ihre Akkus austauschen, wenn sie leer gefahren sind - ganz bequem und schnell an einer Austauschstelle."

Interviewer: "Das werden die Chinesen doch niemals organisiert bekommen!"

Winfried Sobottka: "Ein reines Elektroauto ist in der Serien-Produktion viel billiger als ein Auto mit Verbrennungsmotor, und das Konzept einer Austauschstation ist, wenn ein einheitlicher Standard bei den Autos gesichert ist, absolut kein Problem. Eine solche Austauschstation wäre preiswerter als eine Tankstelle, den Strom könnte man aus allem möglichen gewinnen.

Dass die Chinesen sich mit diesem Konzept befassen, wird belegt durch das Foto, das über den letzten LINK oben erreichbar ist. Allerdings würden die dort sichtbaren Zellen nicht in die kleineren Automobile passen; ich nehme an, dass man dafür eine spezielle Lösung entwickelt haben dürfte."

Interviewer: "Was halten Sie für realistisch?"

Winfried Sobottka: "Dass China innerhalb von zwei Jahren auf breiter Front mit solchen Autos und Aufladestationen beginnen wird, im eigenen Land und in Indien, das ebenfalls starkes wirtschaftliches Wachstum an den Tag legt, in dem die Bevölkerung ebenfalls nach Automobilen hungert, dabei keine westlichen Sicherheitsstandards kennt. Außerdem gibt es in Indien über das ganze Jahr viel Sonne, so dass Fotovoltaik lohnenswert eingesetzt werden kann.

Ich gehe dabei nicht von einem Standard an Austauschzellen aus, sondern von mindesten drei, die je nach Wagengröße zum Zuge kommen werden und an den selben Austauschstationen ausgetauscht werden können.

Binnen von vier Jahren dürfte der Generalangriff auf andere Märkte stattfinden, wobei man sich zunächst Sonnengegenden mit umweltbewusster Politik, wie Kalifornien, aussuchen dürfte, aber auch unter Smog leidende Großstädte in Europa, Japan und Afrika."

Interviewer: "Sind Sie ein Spinner?"

Winfried Sobottka: "Das wird man binnen von vier Jahren sehen, was diese Sache angeht."

Impressum: Winfried Sobottka, United Anarchists

http://www.freegermany.de...