Leserartikel-Blog

Wie das Labskaus zu seinem Namen kam

Den Namen hat das Nationalgericht eigentlich von meinem
Koch der damals bei mir an Bord war und plötzlich nicht wusste was er zum Essen
machen sollte. Kennt man ja: Vor Madagskar liegen und die Pest an Bord! Son Schiet! Nun hatten wir aber einen ziemlich plietschen Smutje an Bord -jaha! Du
glaubst es nicht was der aus einer Melone, einer Kokosnuss und ein paar
Palmwedeln so in seiner Kombüse basteln konnte!
Naja - wir lagen also so in der Sonne vor Madagaskar, an
Bord konnten wir nicht, denn da war ja die Pest. Logisch - wer geht da freiwillig
an Bord?

Als wir also da  in der Sonne dösten, roch ich
plötzlich verbranntes Fleisch. Als ich mich so umdrehte sah ich doch, wie der
Koch auf einem Lagerfeuer etwas köcheln ließ. Nun muss man wissen, dass jedes
Schiff damals Tiere an Bord hatte. Lebendige, jawoll! Hühner, Schweine, Gänse und
noch mehr. Unter anderem hatten wir auch einen altersschwachen Ochsen an Bord.
Ungelogen! Aber auch Gemüse. Kartoffeln, Kohl, Wurzeln und so auch.

Nur mit Mühe haben wir den Ochsen von Bord gebracht, damit die
Pest den nicht auch noch erwischt. Aber die Überfahrt zum Strand muss ihn wohl
so erschöpft haben, dass er am Strand mausetot umfiel. Tja wat nu? Fleisch in
den Tropen gammelt so schnell wie du Ahoi sagen kannst.
So haben wir also das Tier am Strand zerlegt und
eingepökelt. Fässer und so hatten wir ja vom Bord.
Also wo war ich? Ja - also der Smutje war also irgendwie
am kochen und machen und tun. Und zwischendurch lief unser Deckshund - also
jetzt Strandhund. Lapps hieß der. Weil - der stammte von Lappländischen
Rentierhütehunden ab. Und so bekam er den Namen "Lapps". Leicht zu
merken und schnell gesagt. "LAPPS! Du Schwein!" hallte es immer unter
Deck wenn wir mal nicht rechtzeitig zum Gassigehen an Land konnten ...

Äh - ja - also hatte der Koch wieder was am köcheln und
wir waren sehr gespannt und hungrig! Aber das roch so komisch, dass alle lachen
mussten und an Essen nicht gedacht werden konnte. Völlig entnervt rief also der
Koch den Hund. damit wenigstens EINER seine Kochkunst bewundern sollte.

Der Hund kam, schnupperte einmal am hingehaltenen
Kochlöffel und verzog sofort die Schnute. "He!" sagte der Koch zum
Hund "da sind nur gute Dinge drinnen! Kartoffeln und Rindfleisch! Nun mach
mal!" Er wurde langsam ungeduldig. Er schnappte sich den knurrenden Hund,
bog das Maul auf und stopfte eine volle Ladung von dem Zeug hinein. Mit beiden
Händen hielt er die Schnauze des armen Köters zu, damit der das nicht
ausspucken konnte. EIn Bild für die Götter! Eine am Boden liegende und vor
Lachen nach Luft japsende Mannschaft und dann der Koch der dem Hund das Maul
zuhielt!
Plötzlich hatte der Koch die Faxen dicke. "Lapps!
Kau's!", schrie er den Hund an. Und der fing an zu kauen! Schluckte es
herunter und wedelte freudig mit dem Schwanz und bettelte nach mehr.
So hatte der Hund uns das Leben gerettet. Zu seinem
Andenken nannte man das neue Gericht "Lappskaus". Im Laufe der Zeit
wurde daraus "Labskaus".

So - das war die Geschichte vom Labskaus.
Aber eigentlich wollte ich was ganz anneres. Hab ich
vergessen ....© beim Autor, und das bin ich -  2008Fortsetzung folgt ... Erleben Sie in der nächsten Episode die Abenteuer des Käptn meierdings. Wie er die Mannschaft und sich und alle anderen von der Insel rettet - heil nach Hause bringt und das Rezept "Labskaus" der Welt asl frohe Botschaft überreicht.Hier - und nur hier - bei Zeit-Online ...!Nach einer kurzen Werbepause sind wir zurück!Bleiben Sie online!(es folgt eine langweilige Werbung für aromatisiertes Yogurtpuddingpulver mit Labskausgeschmack)