Leserartikel-Blog

Zuwanderung oder Einwanderung?

Als Einwanderungsland wird ein Staat bezeichnet, dessen Bevölkerung wesentlich durch Einwanderung von Menschen aus anderen Ländern stark anwächst oder in dem die Einwanderer einen maßgeblichen Teil der Bevölkerung stellen.

Als klassische Einwanderungsländer gelten vor allem die USA, Brasilien, Kanada, Argentinien, Australien, aber auch Südafrika, Neuseeland und weitere Staaten vor allem in Südamerika. Hierbei handelt es sich um Länder, bei denen ein Großteil der Bevölkerung von Einwanderern abstammt. In vielen Fällen wurde gezielt eine Einwanderung gefördert, oft ausgehend von einer niedrigen Bevölkerungsdichte verbunden mit Arbeitskräftemangel, in anderen Fällen aus militärisch-strategischen Überlegungen, um etwa durch eine Bevölkerungspräsenz einen Grund für die Besetzung eines beanspruchten Gebiets vorweisen zu können. Zu großen Migrationsbewegungen in diese Staaten kam es besonders im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert. (nach Wikipedia)

Bestimmende Faktoren für ein Einwanderungsland sind also:
- geringe Bevölkerungsdichte
- Mehrheit der Bevölkerung stammt von Einwanderern ab
- keine bestehende homogene kulturelle Identität
- jahrzehntelange gezielte Einwanderungsförderung

Seitens der klassischen Einwanderungsländer erfolgen für die Einwanderung immer mehr Restriktionen. Die ehemalige Einwanderungsländer haben für die Einwanderung ziemlich große Hürden aufgestellt:

USA
Wer in die Vereinigten Staaten einwandern  möchte,  muss  immer und unabdingbar einige Kriterien erfüllen  sowie  einige Hürden nehmen. Die Annahme, dass man dies durch die bekannte Green Card Lotterie umgehen könne, ist schlicht und ergreifend falsch. Richtig hingegen ist, dass alljährlich etwa doppelt so viele Einwanderungsvisa für berufsbedingte Antragssteller befürwortet und ausgestellt werden, als Anträge aus der Lotterie.

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Australien
Es gibt leichtere Übungen im Leben, als ausgerechnet  nach  Australien  auswandern  zu wollen.  Der Befürwortungs-Trend liegt eindeutig bei  gut  Englisch sprechenden Leuten die dem Land  "was bringen".  Dazu  zählen  rare Berufe, Ödland-Siedler, Promis und hoch qualifizierte Fachkräfte. Wer  die 45 überschritten hat, kriegt miese  Punkte, die nur durch ganz tolle Punkte  in anderen Sparten wieder  wettzumachen sind..

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Kanada
Jedes Jahr heißt Kanada Tausende neuer Einwohner willkommen. Wenn Sie daran interessiert sind, Kanada zu Ihrem neuen Zuhause zu machen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, einen Antrag auf permanent residence status/statut de résidence permanente zu stellen.

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Schon in ihrer Koalitionsvereinbarung 1982 forderten CDU/CSU und FDP : „Die Bundesrepublik Deutschland ist kein Einwanderungsland. Es sind daher alle humanitär vertretbaren Maßnahmen zu ergreifen, um den Zuzug von Ausländern zu unterbinden“. Dagegen fordern die linken Parteien, vor allem SPD und Grüne, eine Anerkennung Deutschlands als Einwanderungsland und fordern auch weitere Zuwanderung. Ob weitere Zuwanderung in Zukunft gefördert werden soll ist dennoch weiter ein ständiges politisches Streitthema.

Schon hier wird ersichtlich, dass man zwischen „Einwanderung“ und „Zuwanderung“ differenziert, selbst die linken Parteien gebrauchen die beiden unterschiedlichen Begriffe. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden aber beide Begriffe ständig verwechselt. So werden die heutigen „Zuwanderländer“ immer wieder, besonders von links-liberalen politischen Kräften, als „Einwanderungsländer“ bezeichnet, auch wenn die konkrete Verwendung dieses Begriffs in der Öffentlichkeit oft umstritten ist, aber letzlich ist klar definiert, was ein „Einwanderungsland“ ist.

Die Bundesrepublik ist demzufolge also ein „Zuwanderungsland“ und wir sollten auch vom Recht eines jeden souveränen Staates Gebrauch machen, festzulegen, wen wir ins Land lassen. Ich wünsche mir daher klare und eindeutige Zuwanderungsregeln.