Leserartikel-Blog

Das Kohlen“stoff“dioxid - Luftschadstoff oder Klimakiller

>Kohlendioxid (CO²) ist ein farbloses Gas, das bei allen Verbrennungs- und Atmungsvorgängen in der Umwelt entsteht. Es ist 1,5 mal schwerer als Luft und von schwach säuerlich-stechendem Geruch und Geschmack. Es löst sich leicht in kaltem Wasser und kommt in der Umwelt in natürlichem Mineralwasser vor. Ebenso wird es durch die Zersetzung von Biomasse durch Bodenbakterien und andere Destruenten bei der Verrottung gebildet. Weiterhin finden wir CO² bei der Ausgasung der tropischen Meere und in den Exhalationen der Vulkane und vulkanischer Quellen. Durch menschliche Tätigkeit entsteht es bei der technischen Verbrennung zur Energieumwandlung, durch den Verkehr und der Brandrodung. Luft mit über 15 % CO² erzeugt bei Lebewesen Schwindel, Bewusstlosigkeit und schließlich den Tod. <

Die Bodenausgasungen der Pedosphäre (Bodendecke mit den Mikroorganismen) mit 109 Gt sind biologischen Ursprungs – in jedem Hektar Boden produzieren die Mikroorganismen pro Stunde 3...5 kg CO2. Kurz vor Sonnenaufgang kann der CO²-Gehalt der Bodenluft 5...8 % betragen. Die Ausgasungen der Weltmeere mit 90 Gt und die Bodenausgasungen mit insgesamt ca.199 Gt (97 %) sind weit größer als alle menschlichen Emissionen durch Industrie, Technik und Brandrodung mit ca. 6 Gt (3 %). Die Exhalationen des Vulkanismus aus der Lithosphäre (obere Gesteinsschale) mit ca. 1.300 tätigen Vulkanen und unzähligen weiteren irdischen und submarinen CO²-Quellen ist nicht bekannt und wird geschätzt. Dabei liegen diese Werte zwischen 1,5 … 15 Gt Kohlenstoff und werden primär durch die Aktivität des Vulkanismus bestimmt.

>Die Behauptung dass die unmittelbare Auswirkung des CO² durch verstärkte Infrarotabsorption verminderte Wärmeabfuhr, auch die unmittelbare Konsequenz für die Erwärmung der Erde ist, unterschlägt alle regelnden Faktoren wie Meeresströme, Wind, Wolken usw. Das ist aber nicht so, sondern diese empfindlichen Größen werden deutliche Reaktionen zeigen, die wahrscheinlich die Erwärmung verstärken oder abmindern.<
Angesichts des komplexen, rückgekoppelten Klimasystems ist der Schluss falsch, dass der Anstieg de Kohlendioxids in der Atmosphäre den „Treibhauseffekt“ auslöst!

Die Aussage des IPCC, die gestiegene CO²-Konzentration sei die Ursache für die globale Erwärmung entspricht zwar dem Mainstream der etablierten Klimawissenschaft, ist aber tatsächlich sehr spekulativ und stellt die grundlegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in Frage.
Die Datenlage ist, wie man nachlesen kann folgende:
- alle paläoklimatischen Daten zeigen im Mittel, (z. B. Petit et al. Nature, Vol 399,1999, Vostoc ice Core 450 000 Jahre): zuerst kam die Wärme, dann die CO²-Erhöhung.
- seit ca. 300 Jahren (seit der kleinen Eiszeit) steigt die globale Temperatur um ca. 1-1,5°C an.
- seit 300 Jahren (seit der kleinen Eiszeit) steigen auch die Sonnenaktivitäten an. [10]
Der Anstieg der CO²-Konzentration der letzten 300 Jahre folgt u. a. zwanglos dem Anstieg der Sonnenaktivitäten.
>Das Emissionsspektrum der Erde im ultraroten Bereich reicht etwa von 4 bis 100 mikro [1mikro = 1 mm-3]. In diesem Bereich liegt von CO² nur eine absorptionsstarke Bande bei 14,9  und eine schwache Bande bei 9,9 . Von H²O liegen in diesem Bereich aber Banden bei 5,6 - 6,3 - 7,1 - 8,3 - 10 - 12,5 und 16,7 . Die Breiten der Banden erreichen bis +/- 2  . Damit wird vom Emissionsspektrum der Erde kaum 2 % überdeckt, d. h. 98 % des gesamten infraroten Spektrums der Erde gehen wirkungslos am CO² vorbei! Es könnten also vom CO² maximal nur 3 % der Strahlungsleistung der Erde absorbiert und davon wiederum nur die Hälfte an die umgebenden Luftmoleküle abgegeben werden, d. h. es kann nur ein sehr verschwindend geringer Anteil der Erdemission. wirksam werden.< [6]
Die Bilanzen der natürlichen CO2-Zirkulation (98 %) in der Atmosphäre der Erde sind gigantisch, gegenüber der Nebenrolle, die der Mensch (2 %) in diesem Szenarium spielt. Die dominierende Rolle in der Dynamik der Atmosphäre spielt nicht das CO2, sondern das Wasser, das mit einem Anteil von bis zu 4 % nahezu alle Prozesse maßgeblich beeinflusst. Es gibt auch keine wärmereflektierende CO2-Schicht oder wie Svante Arrhenius sogar behauptete, eine gefrorene „Kohlendioxidschicht“, die in 6 km Höhe wie ein Glasdach wirken würde – dieses „Glasdach“, das auf der Erde einen „Wärmestau“ hervorrufen soll, existiert nicht!

Dabei ist noch zu erwähnen, dass die Erde geophysikalisch zum Weltraum kein abgeschlossenes System ist. Sie erfüllt somit in keinem Fall die Kriterien eines Treibhauses (überall gleicher Luftdruck, gleiche Luftfeuchte, gleiche Temperatur und besonders: mangelnde Luftbewegung) - eines nach außen abgeschotteten Systems ohne Konvektion - sondern sie ist „stofflich und energetisch offen“ – ihre Strahlungsbilanz ist ausgeglichen: Einstrahlung = Ausstrahlung! Dabei erfolgt ein großer Teil der Ausstrahlung über die ariden Zonen der Erde, in denen kaum Wasser in der Atmosphäre nachzuweisen ist. In der Sahara kann die Temperatur nachts bis auf den Gefrierpunkt zurückgehen, weil keine Reemission der IR-Strahlung erfolgt.

Das Kohlendioxid ist weder ein Luftschadstoff, geschweige ein Klimakiller – CO2 ist das Lebensgas für die Vegetation - ohne CO2 könnten die Pflanzen auf der Erde nicht existieren! Wasser und CO2 bilden im Prozess der Photosynthese die Grundlage für die Bildung der Biomasse über die Glukose und Stärke. Die Biosphäre ist nach den Weltmeeren, die größte CO2-Senke und der größte Sauerstoffproduzent.

Die CO²-Senken
Hierzu führt Baier aus: >Auf unserem Planeten wurde (und wird) der überwiegende Teil des atmosphärischen Kohlendioxids von sogenannten "CO²-Senken" wie Wäldern und v.a. dem Meerwasseraufgenommen. Auch das vom submarinen Vulkanismus freigesetzte CO² wird in den Ozeanen in bedeutenden Anteilen in der Wassersäule gelöst, wobei die Kohlendioxidlösung mit zunehmender Wassertiefe stark zunimmt. So ist aufgrund des hohen CO²-Gehaltes in Meerestiefen unter 4.000 m keine Carbonatsedimentation mehr möglich, weil hier die hohen, im Wasser enthaltenen Kohlendioxidmengen jedes evtl. ausgefallene Carbonatkristall sofort wieder auflösen würden. In den oberflächennahen Wasserschichten wird ein Großteil des CO² z. B. vom Nanoplankton verbraucht und dringt somit erst gar nicht in die Atmosphäre vor. Umgekehrt löst sich das in der Atmosphäre enthaltene CO² zum gleichen Anteil im (Meeres-, Fluss-, See-, Bach-, etc.-)Wasser. Auch am Festland wurden und werden in auch nur mäßig tiefen geologischen Schichten relativ große juvenile Kohlendioxidmengen beobachtet, die v.a. in Tiefenwässern gelöst sind (z. B. in Mineralwässern) oder aufsteigen (z. B. Maare der Eifel).

Bedingt durch die sog. "CO²-Senken" stieg und steigt die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre nicht im gleichen Maße an, wie der Ausstoß von Kohlendioxid erfolgte. Die Weltmeere enthalten heute in gelöster Form das 60-fache des in der Atmosphäre vorhandenen Kohlendioxids. Wie oben beschrieben, wird v.a. im Meer das CO² von Plankton und Schalentieren verbraucht und nach deren Tod schließlich in Form von Karbonatgesteinen (wie Kalken und Dolomiten) gebunden. In diesen Gesteinen ist etwa 100.000-mal mehr Kohlendioxid gebunden als in der Atmosphäre (Karbonate enthalten ebensoviel CO² wie die Venusatmosphäre). Würde diese gesamte Menge in gasförmiges CO²verwandelt und in die Atmosphäre abgegeben werden, ergäbe dies das Hunderttausendfache der CO²-Menge, welche die Erdatmosphäre gegenwärtig enthält.

Ohne die Vorgänge der Kontinentaldrift wäre auf der Erde das in den Karbonatgesteinen enthaltene Kohlendioxid für alle Zeiten der Atmosphäre entzogen. Die (Karbonat-)Meeressedimente tauchen jedoch bei der Kontinentalverschiebung an den Subduktionszonen tief in die Asthenosphäre ab. Dort werden die Karbonate aufgeschmolzen und somit Kohlendioxidgase freigesetzt. Diese finden schließlich durch Vulkanschlote u.ä. ihren Weg zurück in die Atmosphäre (vulkanische Exhalationen enthalten meist zwischen 10 % und 45 % CO²). Hier verbleibt das Kohlendioxid, bis es durch Photosynthese zerstört wird oder erneut in Karbonatgesteinen gebunden wird.

Im Laufe der Erdgeschichte war die chemische Zusammensetzung der Erdatmosphäre niemals stabil. Stets bestimmten die Einflüsse mikrobiellen, pflanzlichen und tierischen Lebens die Zusammensetzung der Luftschicht; umgekehrt wurden auch die Lebensformen durch die Zusammensetzung der Atmosphäre beeinflusst. Unsere heutige Atmosphäre ist das Ergebnis eines ausbalancierten Gleichgewichtes, welches sich das Leben im Laufe seiner Evolution selbst geschaffen hat.

In der geologischen Vergangenheit der Erde schwankte der atmosphärische CO²-Gehalt und war -- neben der CO²-Lösung im Meerwasser -- stark abhängig vom Pflanzenwuchs auf der Erde. In manchen Erdzeitaltern absorbierten riesige Wälder einen Großteil des Kohlendioxids (und setzten Sauerstoff frei), was beispielsweise in den urtümlichen, fremdartigen Wäldern der Karbonzeit der Fall war. Die Rekonstruktionen der Paläoklimate und der Abschätzungen der zugehörigen Kohlendioxid-Konzentrationen in den fossilen Atmosphären ergaben, dass die Lufttemperaturentwicklungen und die Kohlendioxidgehalte nicht immer in Korrelation zueinander standen. Vielfach vergingen mehrere Zehnmillionen Jahre, bis die Lufttemperaturen den Kohlendioxidgehalten folgten oder das Kohlendioxid die Temperaturentwicklung einholte.<

Der Nachweis des CO²-Gehaltes in der Atmosphäre
Wie nachlässig mit Messwerten in der renommierten Klima-Wissenschaft umgegangen wurde, ist bei Beck nachzulesen: >Eine aktuelle Studie, die in England veröffentlicht wurde, hat nun durch umfangreiche Literaturrecherchen der Naturwissenschaftsgeschichte seit 1812, den Wahrheitsgehalt der durch die Klimaforschung behaupteten Ursachen der globalen Erwärmung durch den Menschen untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die beiden hauptverantwortlichen Wissenschaftler, G. Callendar und C. Keeling und alle nachfolgenden Organisationen die Wissenschaftsgeschichte falsch dargestellt sowie schlampige und selektive Forschung betrieben haben, um ihre Theorie vom menschengemachten Klimawandel zu begründen. Sie behaupteten vor 1880 war die CO² -Konzentration gleichmäßig auf einem Stand von 0,0294 %. Nun konnte nachgewiesen werden, dass das falsch ist und es schon früher höhere CO² -Werte gegeben hat, die zum Beispiel um 1942 höher waren als heute, die u.a., die oben erwähnten Nobelpreisträger gemessen haben.
Callendar und Keeling haben behauptet, nahezu alle Messungen zum CO² -Gehalts der Luft des 19. und 20 Jahrhunderts vor 1958 seien falsch. Die Studie weist aber nach, dass von über 390 vorhanden wissenschaftlichen Arbeiten seit 1800, nur 10% für die Klimaforschung verwendet wurden. Davon wurden drei als richtig anerkannt, obwohl tatsächlich seit Humboldt hunderte richtige Messungen vorlagen, die ein völlig anderes Bild zeigen, als von der Klimaforschung angegeben. Tatsächlich lieferten die drei nun genau die Werte, die man benötigte, um die Treibhaustheorie beweisen zu können, tatsächlich sind zwei der als richtig begutachteten Arbeiten, falsch. Niemand hat das bisher überprüft, alle haben die Spekulationen und falschen Beurteilungen übernommen.

Die Studie weist über 90.000 CO²Messungen bekannter Wissenschaftler nach, die beweisen, dass das CO²-Gehalt dem Klima folgt und nicht umgekehrt.<

Der Düngeeffekt des Kohlendioxids
Zum Düngeeffekt des CO² schreibt von Alvensleben [9]: >Seit Beginn der industriellen Revolution ist der CO²-Gehalt der Atmosphäre um rund 100 ppm gestiegen – von ca. 275 auf 375 ppm. Am 9. April 2003 fasste das “Center for the Study of Carbon Dioxide and Global Change” in einem Redaktionsbeitrag die Ergebnisse von Hunderten von Experimenten zusammen, die in einzelnen Artikeln des CO²-Science-Magazins zuvor über Jahre hin beschrieben worden waren:
„Was haben diese zusätzlichen 100 ppm uns in Form erhöhter landwirtschaftlicher Produktivität gebracht? Experimentelle Arbeiten, die auf Studien von Mayeux et. al. (1997) und von Idso und Idso (2000) beruhen, weisen nach, dass der Luftdüngungseffekt zu folgenden mittleren Ertragssteigerungen geführt hat:
70% für C3-Getreide,
28% für C4-Getreide,
33% für Obst und Melonen,
62% für Hülsenfrüchte,
67% für Wurzel- und Knollengewächse und
51% für Gemüse.”
Der Artikel fährt dann fort: “Dieser historische CO²-induzierte Erntezuwachs ... war völlig ungeplant vom Menschen. Er stellte sich ein allein als Folge der Anreicherung der Atmosphäre mit CO² durch die Menschheit. Darüber hinaus ist dieser unverhoffte Segen nicht nur ein Vorgang aus der Vergangenheit, denn wenn wir es zulassen, werden die Ernteerträge in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch weiter anwachsen, wenn der CO²-Gehalt der Atmosphäre fort fährt zu steigen.”
Die Mitarbeiter des IPCC haben sicher mindestens einen Teil dieser Ergebnisse gekannt. Im kompletten IPCC-Bericht wird der Luftdüngungseffekt auch dargestellt, wenn auch – angesichts der Größe seiner Wirkung! - nicht mit dem ihm gebührenden Gewicht. Nur: In der Kurzfassung für Politiker (SPM; Summary for Policy Makers) ist der Effekt völlig verschwunden, mit keinem Wort mehr erwähnt. Infolgedessen spielt er auch in der öffentlichen Diskussion keine Rolle.<

CO² wird in der Öffentlichkeit nur noch als ein Schadstoff wahrgenommen, den man vermeiden und vermindern muss – also eine völlig einseitige und falsche Darstellung!

Quellen:
Die Umwelt des Menschen – Wie funktioniert das? Meyers Lexikon Verlag 1989
Pläoklima und aktuelles Klima, Jörg F. W. Negendank, GeoForschungsZentrum Potsdam 1995
Die physikalischen Grundlagen des Treibhauseffektes, Prof. Dr. G. Gerlich, Dipl.-Phys. 1995
Treibhausklima: Es fehlen die nachvollziehbaren Begründungen, Prof. Dr. G. Gerlich, Dipl.-Phys. 1996
Ist CO2 ein Klimakiller? Prof. Dr. Helmut Schröcke , Dipl.-Chem.1998
Von Wolken, Wärmespeichern und Vulkanen, Dr. Alfons Baier, Uni-Erlangen, Dipl.-Geologe, 2000
Kohlendioxid und Klima, Alvo von Alvensleben, Dipl.-Chemiker, Vortrag 2002
[Klima im Wandel, Prof. Jörg F. W. Negendank, GeoForschungsZentrum Potsdam, 2006
Der Atmosphäreneffekt/Die Klima-„Katastrophe“, Prof. D. Hebert, Bergakademie Freiberg, 2006
180 Jahre CO2 - Gasanalyse der Luft mit chemischen Methoden, Ernst-Georg Beck, Dipl.-Biol. 2007

© Buhad 28/06/2009