Leserartikel-Blog

Ernst Prost - Der Hypnotiseur

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Sehr geehrte Redaktion,

ich nutze hier die Gelegenheit mich bei meinem Chef, Herrn Ernst Prost und bei meinen rund 500 Kollegen, zu entschuldigen, dass ich erst jetzt auf Ihren Bericht reagiere. Das hätte höchste Priorität haben sollen, denn viele Beobachtungen bzw. Informationen die Frau Finkenzeller anführt sind schlichtweg falsch bzw. müssen kommentiert werden.

Viele meiner Kollegen haben ja bereits ihren Unmut über die doch eher abfällige Schreibweise von Frau Finkenzeller Kund getan. Auch ich sehe nichts verfängliches daran, dass ein hart arbeitender Mensch, der es zu etwas gebracht, nicht das Recht haben sollte so zu leben, reden, wohnen etc. wie es Herr Prost tut. Warum muss man dies negativ kommentieren wenn dieser Mensch Einblick in sein Privatleben gewährt? Er hätte Frau Finkenzeller genauso gut, sehr förmlich und unpersönlich, in der Firma oder irgendeiner Hotellobby treffen können. Hätte Frau Finkenzeller sich dann mit mehr Fakten als mit Belanglosigkeiten beschäftigt?

Die zwei "Unterstellungen", dass Herr Prost 20% unter Tarif bezahlt und dass er in die Rohstoffe 3 mal reinspuckt und umrührt sind haltlos. Ich arbeite seit knapp 10 Jahren bei Liqui Moly und würde dies längst nicht mehr tun wenn ich mit meiner Entlohung nicht zufrieden wäre. Ich kenne auch sonst keinen in der Firma der dies tun würde. Hätte Frau Finkenzeller sich wirklich für die Herstellung unserer Produkte interessiert, hätte sie recherchiert, dass sich, speziell im Motorenölbereich zur Erfüllung von Normen der Fahrzeughersteller, die Rezeptur fast von selbst ergibt. Da gibt es kaum Spielraum, weder für uns noch für unsere Mitbewerber.

Zu guter letzt lobe und hebe ich die soziale Komponente von Herrn Prost gegenüber seinen Mitunternehmern heraus. Das habe ich nirgendwo anders bisher erlebt und ich war vorher schon bei 4 anderen Unternehmen tätig. Zuletzt bei der viel gescholtenen Drogeriemarktkette Schlecker. Sie zitieren Herrn Prost mit den Worten: "Als Kfz-Mechaniker hätte mir keiner zugehört... Aber als Unternehmer." Recht hat er und ich finde es gut dass endlich mal Einer seine persönlichen Werte äußert und was noch viel wichtiger ist, auch lebt! Warum soll er dies also nicht laut herausposaunen um somit andere Unternehmer, Manager und Vorstände zum Umdenken anregen.

Mit freundlichen Grüßen
Salvatore Coniglio, 42, verh., 2 Kinder
stellv. Exportleiter