Leserartikel-Blog

Über Steuerskandale und Skandal der Steuern

Daß Steuern sein müssen, steht außer Frage.Einziger Sinn von Steuern ist, Einrichtungen des Gemeinwohls
zu finanzieren. Steuern sind notwendig u.a. zur Errichtung und Aufrechterhaltung
öffentlicher Einrichtungen, von Infrastruktur, innerer und äußerer Sicherheit
und der Verwaltung all dessen.Doch wie sind Steuern zu generieren bzw. wie werden sie generiert? Da fängt der Skandal an. Alle Erzeugnisse, ohne Ausnahme, alle produzierten Güter und
sämtlich alle zur Verfügung gestellten Dienstleistungen, erhalten ihren Wert
dadurch, daß sie gebraucht werden.Nur Nachfrage und Gebrauch, sprich: Konsum, geben einem
Erzeugnis einen wirtschaftlichen Sinn und Wert. Das bedeutet, daß jede Wertschöpfung durch den Konsum definiert
ist und an dieser Schnittstelle, dem Marktgeschehen des Wirtschaftskreislaufs stattfindet. Alleine über die Konsumierung finden die Erlöse für
vorangegangene Investitionen zur Erzeugung und Bereitstellung statt. Eingeschlossen
sind davon auch alle Lohnkosten, eben alle Kosten bis zur Marktpräsenz hin.Was Produktionsmittel und Rohstoffe angeht, ist das leicht
nachvollziehbar. Alleine bei Löhnen fängt die Crux der ideologischen
Auseinandersetzungen an. Genau besehen ist eine Entlohnung aber weder eine
Entschädigung für Zeit noch für Kraft noch für ein bestimmtes Talent, sondern
lediglich der vereinbarte Wert für die Ware, die ein Arbeitgeber dem
Arbeitnehmer innerhalb der gemeinsamen Produktion abkauft.[Weder Zeit, noch eine individuelle physische Beschaffenheit
(blaue Augen, Form der Finger, Anteil von Muskelmasse, Art und Güte der Ausprägung
eines Sinns, Länge der Nase oder Haut- und Haarfarbe), noch ein persönliches Talent
haben irgendeinen Warenwert!]
Jeder Lohn ist aber eine erlöste Ware aus gemeinsam
erzeugten Produkten und eine Anweisung auf andere Waren, genauso wie der
Verkauferlös an der gemeinsam erzeugten Ware für den Arbeitgeber eine Anweisung
auf andere Waren ist – von denen er einige den Arbeitnehmern abkauft und die er
aufgrund seiner Stellung in den Handel bringt.Wenn nun einmal die Wertschöpfung nur durch den Erlös,
sprich: durch Konsumtion entsteht, so ist mit Denknotwendigkeit auch erst eine
Steuerfälligkeit am Ende dieses Wirtschaftskreislaufs anzusetzen und möglich, wenn sie nicht rein willkürlich vorher schon freies Wirtschaften korrumpieren will.Das bedeutet, alle Steuern können konsequenterweise nur Konsumsteuern
sein, weil nur an dem Verwirklichungspunkt des Wirtschaftskreislaufs, an dem einzig
und allein Wertschöpfung entsteht, eine Besteuerung konkludent stattfinden kann.Jede andere Steuer außer der Steuer auf Konsum ist eine
willkürliche Steuer, die ungesund von außen in den Wirtschaftskreislauf
einwirkt. Alle solche Steuern sind willkürliche ideologische Eingriffe und
politische Steuerungen des ansonsten homogenen und in sich gesunden
Wirtschaftskreislaufs.Je nach Lust und Laune, je nach politisch-ideologischer
Strömung werden ja die kuriosesten Steuern erfunden, die aber mit einem Erlös als
Steuern für das Gemeinwohl, aus der tatsächlichen Wertschöpfung des gemeinsamen
Wirtschaftslebens, aus der wirklichen wirtschaftlichen Werteschaffung heraus,
keinerlei natürlichen Zusammenhang haben.  Nur in dem Moment der Konsumption kann auch für das
Gemeinwohl, für das Staatswesen, ein Anteil der Wertschöpfung als Anweisung auf
Waren für das Gemeinwohl, in Form von Steuern erhoben werden. Alle anderen Steuern sind nicht nur willkürliche, sondern
auch mißbräuchliche Eingriffe. Die Liste solcher Willkürsteuern und deren ordnungspolitisch-ideologische
Stoßrichtungen als Beherrschungs- und Steuerungselemente gesellschaftlich-
kulturellen Lebens, ist lang und die Beklagnisse darüber sind ebenso vielfältig
wie riesengroß, weil allerorten, je nach ideologischer Zugehörigkeit,
Übervorteilungen und Benachteiligungen gesehen werden, die sich eben aus diesen
Willkürsteuern zwangsläufig ergeben. Ob Steuerflucht oder Schummeleien bei der
Steuererklärung, ob Subventionsmißbräuche usw. sie sind allesamt auf besondere
Weise angeregt durch den Willkürcharakter des gegebenen Steuersystems.Würden hingegen alle Steuern, bis auf die Besteuerung von
Konsum, abgeschafft - wobei die Besteuerung des Konsums nicht linear sein kann,
da ein Salatkopf und ein Elektronenmikroskop anderen Vorbedingungen in der
Herstellung unterliegen -, würde eine gesellschaftsorganische Gerechtigkeit des
Steuerzahlens sich entwickeln.Derjenige der viel konsumiert bezahlt viel, immerhin nimmt
er damit ja auch die gesamte Infrastruktur mehr in Anspruch, als ein Asket.[Es sei
noch darauf hingedeutet – allerdings ist das heute hier nicht der Gegenstand dieses
Artikels, daß ein bedingungsloses Grundeinkommen als Basiseinkommen ebenso über
die Besteuerung des Konsums finanzierbar ist und am Ende des
Wirtschaftskreislaufes dadurch, nämlich durch die wegfallenden Vor-, Zwischen-
und Willkürsteuern usw. (auch der Lohnsteuern!), und der entsprechend
wegfallenden Verwaltungskosten, die eigentliche Wertschöpfung zu immenser
Effizienz führen würde.]Außerdem würde jede Steuererklärung entfallen und damit jede
Möglichkeit des Betrugs. Wer dann jedoch immer noch keine Steuern zu zahlen gewillt
wäre, müßte sich halt einfach jeden Konsum verweigern, zum absoluten Selbstversorger
mit eigenem Bergwerk usw. werden – oder eben versuchen von Luft und Liebe zu
leben!Es möge nützen!Herzlichst IhrGEBE