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Landtagswahlgedicht zur Bundestagswahl

Seht doch, wie sie nach den Wahlen
sich in den Resultaten aalen,
wie sie mit bunten Farben werfen
und ihre Gegner gründlich nerven.

Na, wie soll's nun weiter geh'n?
Soll man zu seinem Worte steh'n
oder brechen die Versprechen?
(Wenn sich die Wähler bloß nicht rächen!)

Ach was, die werden's schon vergessen,
nach der Wahl kommt's große Fressen!
Mit dickem Bauch, das ist bekannt,
sich stets 'ne schöne Lösung fand.

Ob mit Gelb, Grün oder Schwarz,
ob mit Rot - auch ohne Hartz,
ob Steuern rauf, ob Steuern runter,
es scheint, das Ganze wird recht munter.

Zum Kern der Sache wird man kommen,
vor Postengeilheit ganz benommen,
wenn es um die Pfründen geht,
sobald die Traum-Regierung steht.

Es ist ein Feilschen, ist ein Ringen,
vom Dache es die Spatzen singen:
Es wird noch dauern eine Weil,
die Posten machen gar zu geil!

'ne zeitlang will man's noch so treiben,
damit im Sack die Katzen bleiben,
so bis Oktober, nach der Wahl im Bund,
da wär's am besten, da wär's dann rund.

So sprachen's Schwarz, Rot, Gelb und Grün
und warfen wieder Farben kühn,
verhandelten tagein, tagaus,
man wär dort gern gewesen Maus.

Doch plötzlich, Mitte des Monats dann
sprach im TV der Matschie-Mann,
gegessen wäre nun die Sache:
Schwarz-Rot sei künftig Erfurts Sprache.

Zwei Stunden später an der Saar,
Herr Maas, von Lafontaine der Star,
Seit' an Seit' mit dem Herrn Müller:
Ab jetzt Schwarz-Rot - der neue Knüller!

Ende September in Berlin
freute sich die Merkelin,
es reicht ihr grad' so zum Weitermachen
mit den Roten, auch wenn Sie lachen!

Mit knapp über 30 Prozent bundesweit
und 19 Prozent bei den andern - die war'n gleich bereit!
Nun hat sie für die nächsten Jahr' Ruh,
denn siebzehn Überhangmandate kamen hinzu.

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Leser-Kommentare
  1. 1. hmmm

    www.partei-demokraten.org

    na ja, das Volk ändert ja nichts, ich sehe keine echte Aktivität, diese Zustände zu beseitigen

  2. 2. Bum bäh, bum bäh, bum bäh.....!!!

    erst ein' Tag ist August vorbei-
    da kommt die Fassenacht herbei.
    Man tauscht beschwingt die bunten Hütchen
    und stärkt mit Wein die schwachen Mütchen.

    Ob Thüringen, ob an der Saar-
    es bleibt doch Alles wie es war.
    Drum, Demokrat, laß' doch das Wählen,
    oder willst du noch weiter quälen?

    So, wie es ist, so ist es gut!
    Gleich welche Farbe hat der Hut.
    Wo's lang geht, sagt der Lobbyist,
    für den doch täglich Wahltag ist!

  3. 3. ...

    auf dieses Gedicht einen echten Määnzer Narrhallamarsch...

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