Leserartikel-Blog

Die Kurt Haskell Story

Die Situation.

Kurt and Lori Haskell, Anwälte und Eigetümer der Anwaltskanzlei Haskell Law Firm[1] in Taylor, Michigan, sitzen am 25. Dez 2009 gegen 0800 Uhr vormittags am Gate E07 auf dem Amsterdamer Flughafen Schipol auf dem Boden nahe des Schalters und warten auf boarding [2], als Kurt H. eine Szene beobachtet, die ihn wohl für den Rest seines Lebens verfolgen wird. Allerdings kann er das jetzt noch nicht ahnen.

Er schildert, wie ein junger Mann, der spätere Tatverdächtige, in Begleitung eines Mannes in teurem Anzug am Schalter vorspricht. H. gibt an mitgehört zu haben, dass der Mann im Anzug den jungen Mann das boarding erlauben will, obwohl dieser keinen Pass hat. H. will hören, wie der Mann im Anzug sagt: 'He's from Sudan and we do this all the time'. (Er ist aus dem Sudan und wir machen das ständig so). Daraufhin begleitet die Dame vom Schalter beide Männer durch die Halle und verschwinden. H. schildert, dass er den jungen Mann aus dem Sudan später wieder sieht: als dieser Abgeführt wird, weil er versucht haben soll, das Flugzeug zum Absturz zu bringen.

Eine Lüge?

Als H. diese Szene beobachtet, weiss er noch nicht, wie wichtig dies alles sein wird. Wie gut ist also sein Erinnerungsvermögen? Es geht mir nicht darum, H. als unglaubwürdig darzustellen. Ich möchte aber den Blick auf die Ereignisse, Schilderungen und Schlußfolgen schärfen und vervollständigen. Er selbst geht an die Öffentlichkeit und bezichtigt die Behörden der Lüge unf Vertuschung.

Kondition.

H. kommt mit seiner Frau aus Uganda, wo beide ihren Urlaub verbracht haben. Da es in Amsterdam 8 Uhr morgens ist und es keine Berichte gibt, wonach das Ehepaar sich bereits seit längerem in Holland aufhält, gehe ich davon aus, dass beide bereits seit 5 oder 6 Stunden, vielleicht sogar noch länger, auf den Beinen sind. Sie haben in Uganda Ihr Hotel verlassen, welches vielleicht auch nicht nahe des Flughafens liegt, mussten Stunden vor dem Check In am Port sein und sind die ganze Nacht durchgeflogen. Nun steigen Sie in Amsterdam um. Am Gate ist kein Sitz mehr frei, sie müssen auf dem Boden sitzen. H. hat zum Beweis seiner Glaubwürdigkeit sein Boarding Pass photographiert und der Redaktion von mlive.com gemailt [2]. Er sitzt auf 27H, also nicht first class. Wie wird also sein Schlaf ausgefallen sein? Wie ausgeruht ist er? Ich bin 37 Jahre. 5 Stunden nach Tel Aviv, 7 Stunden nach New York oder fast 11 Stunden nach Texas....ich bin immer ziemlich gerädert. Wie H. habe auch ich einen Büro Job. Wie man joggt weiss ich auch. Ich laufe jeden zweiten Tag etwa eine Stunde, je nach Willenstärke 7 bis 9 Kilometer. In dieser Kondition beobachtet er nun die vorgenannte Situation.

Der junge Mann vom Schalter?

H. selbst schildert, wie er währnend des Feuers zwar Flammen sieht, er sitz jedoch 8 Reihen hinter dem Tatverdächtigen (19A)- zudem sind noch Sitzreihen zwischen dem Blickfeld auf die Szene. H. gibt hier nicht an, den Tatverdächtigen sehen und wieder zu erkennen. Seine Worte sind sinngemäß, er sieht den jungen Mann erst wieder, als dieser abgeführt wird. Unter welchen Umständen genau schreibt mlive nicht. Der Verdächtige wurde in die erste Klasse, also weiter nach vorn im Flugzeug verbracht. Dieser Bereich ist abgeschottet, durch einen Vorhang zum Beispiel. Der Tatverdächtige würde also, unter welchen Umständen auch immer, an allen anderen Passagieren vorbeigeführt? Oder verliessen die restlichen Gäste de Flieger zu erst und dann erst der Tatverdächtige? Viele so lautende Aussagen habe ich bisher nicht gelesen. Wieder die Frage nach seiner Kondition. Wie ausgeschlafen ist H? Wie gut hat er sich das Gesicht des Mannes vom Schalter eingeprägt. Eingeprägt? Nun ja, er wusste nicht, wie wichtig sein Erinnerungsvermögen noch sein würde.

Das Gespräch

H. sagt dies nicht gezielt, aber ich muss davon ausgehen, dass das Gespräch am Schalter in Englisch geführt wurde. Warum allerdings? Der Sicherheitsbeamte dürfte Holländer sein. Die Dame am Schalter wohl auch? American Airlines hat in Düsseldorf natürlich auch americanische Staatsbürger beschäftigt, die Mehrzahl der Beschäftigen waren jedoch Deutsche. In London wurde ich von von Briten an Bord gelassen, mit AAL Uniformen. In Köln waren es junge Deutsche, als ich mit ElAl nach Tel Aviv geflogen bin. Jedes mal. H. geht in seinen Schilderungen nicht weiter darauf ein. Die "Journalisten" von mlive fragen nicht nach, es wird dem Leser nicht weitergegeben.

Der "Pass"

Ich hoffe für ihn, dass das Gespräch in Englisch geführt worden ist. Sollten hier also zwei Holländer Englisch gesprochen haben, ist da aus einem Pass ein Pass geworden? Zwei Flughafenangestellte haben sich dienstlich unterhalten. Wenn ich von "Paxe" rede- wer weiß auf anhieb, dass ich "Passagiere" meine? Worüber reden die beiden also? Von Boarding Pass? Ein Gast aus dem Transfer, der keinen neuen Boarding Pass bekommen hat? Eine Umbuchung? Jemand von einer Warteliste? Ein unbegleiteter Minderjähriger, der einer Person übergeben werden muss? Eine Person mit Behinderung oder Krankheit, die unter Beobachtung oder Begleitung bleiben soll? Das machen wir hier ständig so. Genua! "Das machen wir hier ständig so". Solche Dinge passieren jeden Tag. Kann jemand überhaupt an Bord eines Flugzeuges ohne Ausweis? Wie man am boarding pass von Mister Heskell selbst sehen kann [2] ist seine Passnummer Bestandteil des Boaring Passes. Ist dies ein "Zwangfeld"? Kann ein Boarding Pass ausgedruckt werden, solang noch keine Passnummer eingegeben ist?

Der Sitzplatz

Nach diversen Schilderungen in der US Presse hat der Tatverdächtige um den Platz 19A gebeten. War dies eine Änderung? War er zunächst auf einem anderen Platz gebucht? Hatte er vielleicht aus diesem Grund ein Problem mit seinem (Boarding) Pass, weil Sitz 19A demnach doppelt vergeben war? Dann war der junge Mann vom Schalter allerdings identisch mit dem Tatverdächtigen- allerdings mit einer anderen Nationalität.

Die Nationalität

H. gibt an, der Mann im Anzug sagte, der junge Herr sei aus dem Sudan. Wenn es sich aber um den Tatverdächtigen gehandelt hat, müsste die Ansage "Nigeria" gewesen sein. Anders geschrieben: Ein Mann im Anzug will die Dame am Schalter davon überzeugen, dass es in Ordnung ist, einen jungen, alleinreisenden Mann ohne Ausweispapiere an Bord zu lassen. Auf einen Flug in die USA. Und dabei lügt er, was die Nationalität angeht? Kann es nicht viel eher so sein, dass der junge Mann in Begleitung des Anzugträgers ein völlig anderer junger Mann- aus dem Sudan war?
H. mutmaßt selbst, dass er glaubt, der Mann im Anzug würde Mitleid für den Reisenden erwecken wollen und hätte deswegen aus dem Nigerianer einen Sudanesen gemacht.(Sarkasmus an) Jetzt ist in Sachen Terror, Sicherheit und Gefahr der Sudan eine wesentlich bessere Adresse als Nigeria. Und die Frau am Schalter würde auch einen illegalen Flüchtling an Bord eines Flugzeugs ihres Arbeitgebers lassen, so ganz ohne gültigen Ausweis.(Sarkasmus aus).

Der Zeuge

H ist Anwalt. Er wird Zeuge eines versuchten Anschlags, bei dem er und seine Frau ihr Leben verloren hätten. Im Zusammenhang mit einer weiteren Person, die nach der Landung abgeführt und vorläufig festgenommen wird, schildert H sehr ausführlich die Ereignisse nach der Landung.[3] Mit keinem Wort wird geschildert, dass er oder seine Frau nach der Landung vom FBI verhört werden. An dieser Stelle hätte er doch seine Aussage anbringen können. Ich persönlich hätte nach dieser Situaion an Bord nicht gewartet, bis mich ein Polizist fragt, ob mir vielleicht etwas aufgefallen wäre. Ich hätte das Gespräch mit einem Offiziellen gesucht. Ist das passiert? Zumindest schreibt H nicht darüber. Statt dessen ergießt er sich (erneut) in Schilderungen, die sich in einem Raum ereignen, in dem er sich befindet. Er hat zwar ein Bild aber keinen Ton.
Er schildert schließlich seine Beobachtungen. Er schildert sie der Presse.(Sarkasmus an) Klar. Würde ich auch machen. Ich sehe, wie jemand überfallen wird und schildere meine Beobachtungen der Presse. Die Polizei erfährt erst durch das Internet von meinen Kenntnissen. Klar. Vor allem als Anwalt würde ich genau das machen! (Sarkasmus aus)

Die Kanzlei

Steht Sie finanziell gut dar oder brauch sie etwas Werbung? Keine Ahnung, wieviele Interviews Mister H bereits gegeben hat und wie oft seine Anwaltskanzlei namentlich genannt wurde. Keine Ahnung, wie oft die Homepage seiner Arbeitsstädte in den letzten Tagen geklickt wurde. Aber das ist nur eine böse Unterstellung von mir.

Der Anwalt!

Mister H. verlangt zur Untermauerung seiner Zeugenaussage, die er der Presse macht und nicht der Polizei, dieVeröffentlichung der Überwachungsvideos. Erst verhält er sich selbst äusserst fragwürdig, dann erwartet er, dass Beweismaterial vor dem Prozess veröffentlich wird. Er erwartet, dass Täterwissen an die Öffentlichkeit gerät. Damit die nächsten Terroristen aus den gemachten Fehlern lernen können? Was passiert, wenn Ermittler vor einem Prozess Beweismaterial der Öffentlichkeit zugänglich machen? John Douglas [4] hatte einmal der Presse gesagt, er sei sich sicher, den richtigen Verdächtigen gefunden zu haben. Für diese Aussage ist er an die sprichwörtliche Wand gestellt worden, weil hierduch der Prozess gegen den Verdächtigen fast geplatzt wäre. Die Öffentlichkeit, und so auch die Geschworenen, wären durch diese Aussage nicht mehr neutral sondern voreingenommen. Soviel zum Thema geplatzte Prozesse und der Mob, der sich daran "erfreut". Ganz ehrlich? Ich würde mich von diesem Mann nicht vertreten lassen.

Es gab einen weiteren Verdächtigen an Bord von NWA 253

Kurt Heskell benimmt sich wie ein Mitwisser und Mittäter. Er richtet sich an die Öffentlichkeit und setzt die Behörden unter Druck. Er redet erst mit der Presse und erst dann mit den Behörden. Er will Beweismaterial veröffentlichen und so zum einen zukünftigen Tätern helfen, zum anderen den anstehenden Prozess gegen den Täter von Detroit gefährden. Er meldet sich als Zeuge und gibt offenbar falsche Hinweise. Er widerspricht sich selbst.

Die Wahrschenlichkeit

Wie wahrscheinlich ist die Sache mit dem Mittäter in Schipol? Schauen wir uns die Schilderungen einmal an. Ein Täter hat teuren Sprengstoff in der Unterhose, er ist breit, sein Leben zu opfern, hat aber keinen Ausweis dabei? Oder einen ungültigen? Der Mittäter muss Andere in seine Entscheidung, den Täter dennoch an Bord zu lassen, mit einbeziehen. Ich würde ja eher einen zumindest gut gefälschten Pass erwarten- aber garkeinen? Das alles entscheidene Gespräch wird in unmittelbarer Nähe von Zeugen geführt. Vor Paxe, die sich auf diesem Flieger befinden werden. Vor Amerikanern, die (Sarkasmus an) bekanntlicher Weise erst schiessen und dann fragen (Sarkasmus aus). Man führt das Gespräch in englisch, damit es auch ja jeder versteht. Hey, die wollen hier einen jungen alleinreisenden an Bord lassen, der keinen Pass hat. Der Mittäter macht aus einem harmolsen Nigerianer einen Sudanesen. Der Sudan ist neben Irak und Afganistan eine gute Adresse für Ärger. Der Täter bekommt den Hinweis, wo er sich hinsetzen lassen soll, damit der nah an den Tanks ist, bekommt aber keinen Pass? Ohne Pass findet man ihn auf keiner Liste, nicht wahr?Good one!

Theorie

Diese Story ist ein Musterbeispiel von Verschwörungstheorie. Es werden viele Frage gestellt. Es wird kein Hintergrundwissen erfragt. Man stellt Forderungen an Behörden, sie man selbst nicht eingeschaltet hat. Wenn diese kein Täterwissen veröffentlichen, "kann da was nicht stimmen". Ähnlich dem Flug AAL77, der nie stattgefunden haben soll. Wochenlang wird der Flugweg berechnet und die einfachsten Grundsätzlichkeiten ausgeblendet. Ein Bürgermeister :"Wir wurden zu einen Flugzeugabsturzt gerufen. Wir rechneten mit Verletzten und Toten, einem Wrack.,einem Feuer. Aber da war nichts. Kein Flugzeug. Nur ein Loch. Es hatte sich komplett in den Boden gebohrt." Zitiert wird er mit "Da war kein Flugzeug!" Und eine Frau auf der Strasse sagt "Ich glaube nicht, dass Flug UAL 92 je stasttfand!" Es ist also eine Frage des Glaubens und nicht eine Frage von Wissen, Physik oder Technik. Hier haben wir also einen Mann zuviel. Schön. Und jetzt?

Erschreckend.

Irgendwie hat es der Tatverdächtige an Bord geschafft. 8 Jahre nach dem 911 sind wir unachtsam geworden. Es wurde vorgegangen wie bisher nicht. Als nächstes? Vielleicht eine Frau, der man nicht so gern zwischen die Beine greifen will. Eine Verschleierte, der man nicht zu nahe treten möchte. Eine vermeindlich Schwangere, die schon gestresst genug ist. Ein Kinderwagen. Eine alte Frau mit grosser Handtasche. Ein Hund im Frachtraum.

[1] http://www.haskelllawfirm...
[2] http://www.mlive.com/news...
[3] http://www.mlive.com/news...
[4] http://www.johndouglasmin...