Zwei Behauptungen, warum eine globale Klimaerwärmung eher nicht vom Mensch verursacht wird
1.) Meine Behauptung über den falschen physikalischen Ansatz!
Der Kern der Erklärung der menschgemachten Klimaerwärmung ist, dass das zunehmende CO2 in der Atmosphäre den Wärmeabtransport über die Behinderung der Wärmestrahlung beeinflusst und damit zur Beeinträchtigung meteorologischer Prozesse führt. Dazu wird unterstellt, dass der Wärmetransport innerhalb der Lufthülle primär vorwiegend über die IR-Strahlung erfolgt. Und genau das ist falsch. Fakt ist:
Es gibt thermodynamisch drei Arten des Wärmetransportes, den Wärmeübergang, die Wärmekonvektion und die Wärmestrahlung. Wobei gilt, dass die Wärmestrahlung nur dann eine Bedeutung hat, wenn entweder die Temperaturunterschiede in einem System sehr groß sind oder kein anderer Wärmetransportweg zur Verfügung steht.
Stark vereinfacht kann man sich das an den Vorgängen in zentral beheizten Räumen verdeutlichen. Der Heizkörper erwärmt mittels Wärmeübergang kalte Luft. Durch diese Erwärmung verringert sich deren Dichte, die erwärmte Luft strömt nach oben (Wärmekonvektion), wird an der Zimmerdecke nach der inneren Wand abgelenkt, kühlt dort wieder ab, sinkt nach unten und wird wieder Richtung Außenwand abgelenkt und am Heizkörper erneut erwärmt. So entsteht eine Luftzirkulation und das Zimmer wird insgesamt erwärmt.
Und wo ist hier nun die Wärmestrahlung? Zentralheizungen haben typischerweise eine Vorlauftemperatur von ca. 70 °C plus/minus. Das heißt, dass die Temperaturunterschiede zur Umgebung keine 100 Grad erreichen. Ein irgendwie bedeutender Wärmetransport mittels Wärmestrahlung findet nicht statt, was man auch relativ einfach überprüfen kann, indem man seine Hand seitlich an den warmen Heizkörper hält. Spürt man unmittelbar NEBEN dem Heizkörper gerade noch die Strahlungswärme, so ist diese ab einer Entfernung von wenigen Zentimetern nicht mehr wahrnehmbar. Anders ÜBER dem Heizkörper, hier spürt man auch in größerer Entfernung noch die Konvektionswärme der aufsteigenden Luft.
Verdeutlicht man sich nun noch die Vorgänge bei dem Einsatz eines Heizstrahlers, bekommt man ein relativ vollständiges Bild von diesen Wärmetransportvorgängen. Typisch bei einem - zum Beispiel Badheizstrahler - ist die sehr viele höhere Temperatur des (teilweise rotglühenden, also mehrere hundert Grad heißen) Heizwendels und die gerichtete Abstrahlung der Wärme. Die dadurch entstehenden Temperaturunterschiede zur Umgebung sind ungleich höher, und die sich in der Strahlungsrichtung befindlichen Gegenstände werden erwärmt.
Zu den hier dargestellten, relativ einfachen Wärmetransportvorgängen in einem Raum gibt es in der Lufthülle der Erde zwei wesentliche Unterschiede:
1.) In der Lufthülle gibt es weder ein Dach noch gibt es Wände, die den Luftfluss lenken könnten. Dazu erhält die Erde auch relativ gesehen sehr viel mehr „Heizenergie“ als ein Raum. Beides zusammen führt zur Windentstehung. Vom lauen Lüftchen bis zu jeder Art von Starkwind. Und diese Winde transportieren Wärme. Sowohl vom Äquator zu den Polen als auch von der Erdoberfläche zu dem oberen Bereich der Lufthülle.
2.) In der Lufthülle gibt es einen weiteren Wärme transportierenden Vorgang, den Transport von Wärme über den Wasserkreislauf der Erde. Wieder vereinfacht wird durch die Strahlung der Sonne auf der Erdoberfläche befindliches Wasser verdunstet, d.h. das Wasser nimmt Wärme auf und wird Wasserdampf. Dieser steigt nach oben und kondensiert am Ort des jeweiligen Taupunktes wieder aus, so entstehen die Wolken (und die nachfolgenden Niederschläge). Bei diesem Wolkenbildungsprozess wird aber auch die an der Erdoberfläche aufgenommene Wärme oben an die umgebenden Luftteilchen wieder abgegeben. Auch bei diesem Vorgang hat Wärmestrahlung bezüglich des Wärmeabtransportes von der Erdoberfläche hin zu den oberen Luftschichten keinerlei Bedeutung.
Zusammen gefasst: Die beiden beschriebenen Wärmetransportvorgänge Wärmeübergang/Wärmekonvektion und die Wärmetransportvorgänge im Wasserkreislauf sind IN der Lufthülle der Erde die einzig relevanten Vorgänge des Wärmetransports. Auf Grund der Mächtigkeit dieser Transportvorgänge können auf der Erdoberfläche keine übergroßen Temperaturunterschiede und somit auch keine natürlichen Wärmestrahler entstehen. Somit ist die Ausnahme „hoher Temperaturunterschiede als Ursache für Wärmetransportprozesse mittels Wärmestrahlung“ auch nicht gegeben.
Allerdings; natürlich hat die Wärmestrahlung im Gesamtsystem der Wärmetransporte die Erde betreffend eine wichtige Funktion. Aber ERST OBERHALB der Lufthülle (> ca. 10.000 bis 15.000 Meter über der Erdoberfläche). Ab dort nämlich erfolgt der Wärmetransport AUSSSCHLIESSLICH über die Wärmestrahlung. Grund dafür ist das dortige zunehmende Fehlen der Luft und damit das Fehlen der anderen Transportwege. Die Wetterbildungsprozesse aber, die ja angeblich durch das CO2 beeinflusst werden sollen, finden ausschließlich UNTERHALB dieser ca. 10.000 Meter Grenze statt! Und genau dort hat aber die Wärmestrahlung als Wärmetransportweg keinerlei Bedeutung!
2.) Meine Behauptung über die falsche Interpretation der Ergebnisse der Arbeit des IPCC
Bei komplexen Vorgängen gilt, dass Wahrscheinlichkeiten der Einzelvorgänge unter 95% zu keinem als wahrscheinlich zu bewertenden Gesamtergebnis aller Vorgänge führen können. Grund ist, dass die Addition von Wahrscheinlichkeiten über deren Multiplikation erfolgt.
Beispiel: Zwei zusammenhängende Vorgänge mit einer jeweiligen Wahrscheinlichkeit von 70% ergeben addierte eine Wahrscheinlichkeit von 49%, der behauptete Zusammenhang ist dann also falsch, da die Gesamtwahrscheinlichkeit unter 50% liegt.
Die bei der Frage des menschgemachten Klimabeeinflussung zu untersuchenden Vorgänge sind zweifelsfrei hoch komplex. Ich behaupte deshalb, das zu einer vernünftigen Bewertung dieser Frage die Einzelwahrscheinlichkeiten der untersuchten Vorgänge überwiegend 99% sein müssen, alle übrigen Wahrscheinlichkeiten müssen >95% sein, damit am Ende der Untersuchung statistisch überhaupt ein verwertbares Resultat im Sinne der Behauptung entstehen kann.
Untersucht man daraufhin die „Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger“ des aktuellen IPCC-Berichtes, fällt erst einmal auf, dass darin eine unübliche Zusammenfassung von Wahrscheinlichkeiten gewählt wurde. Es wird zwar die 99% Wahrscheinlichkeiten ausgewiesen, die nächste Klasse umfasst aber bereits >90% bis <99%. Die statistisch wichtige Klasse >95% bis <99% fehlt (Warum, bleibt das Geheimnis der Verfasser) und kann damit auch nicht bewertet werden. Die nächst niedrigere Klasse spreizt dann von >66% bis <90%. Zählt man nun mal die Klassen grob aus, kommt man auf das erstaunliche Ergebnis, dass es nur 4 mal eine 99%ige Wahrscheinlichkeit gibt, alle anderen Bewertungen liegen unter 99%, wobei der Schwerpunkt sogar noch deutlich in der Klasse >66% bis <90% liegt!
Anders ausgedrückt; das Ergebnis daraus heißt statistisch bestenfalls noch: „Wir wissen, dass wir nichts wissen!“ Eine Erkenntnis also, die für die Menschheit nicht wirklich neu ist und mit Sicherheit nicht eines solchen immensen Aufwandes bedurfte. Oder rational betrachtet; aus dieser statistischen Datenlage ist kein signifikantes Ergebnis pro menschgemachtem Klimawandel ableitbar, sehr wohl aber ein kontra.
Zusammenfassung:
Aus der Zusammenfassung des aktuellen IPCC-Berichtes für politische Entscheidungsträger kann statistisch keine Aussage pro menschgemachter Ursachen einer möglichen Klimaerwärmung abgeleitet werden. Was allerdings auch folgerichtig ist, da die Theorie der menschgemachten Klimaerwärmung auf offensichtlich falschen physikalischen Grundlagen beruht. Und in Folge dessen durch das IPCC Sachverhalte untersucht und bewertet werden, die nichts mit möglichen Mechanismen bzw. Ursachen einer solchen Klimaerwärmung zu tun haben können.
Mehr noch, genau betrachtet sind die Vorgänge um die Wind- und die Wolkenentstehung mit den jeweiligen Folgen zusammen mit den Vorgängen in und auf der Sonne und der daraus folgenden Sonneneinstrahlung auf die Erde DAS WETTER. Laut IPCC werden diese drei Themenbereiche aber bewusst aus jeder Bewertung ausgeschlossen, da sie zu komplex sind. Das heißt, es wird das Wetter nach allen möglichen Parametern untersucht und auf die Folgen für die Zukunft bewertet. Nur DAS WETTER selbst wird explizit NICHT untersucht und somit auch nicht bewertet!
Es möge sich jeder selbst eine Meinung über die beschriebenen Sachverhalte bilden. Für mich gibt es bei aller Unsicherheit aber auf alle Fälle keinerlei Veranlassung, die Untersuchung zu dem Sachverhalt menschgemachte Klimaerwärmung als abgeschlossen zu titulieren. Außer, man lässt diese Theorie vernünftigerweise komplett fallen!
Und es ergibt sich für mich daraus logischerweise gleich gar keine Legitimation, im Sinn der titulierten Ergebnisse weiterhin Milliardenbeträge zur CO2-Reduktion einzusetzen. Und das ausdrücklich auch nicht aus Gründen der Daseinsführsorge! Dazu ist einfach die Gefahr viel zu offensichtlich, dass es hier zu gewaltigen Fehlleitungen von Kapital gekommen ist und auch weiter kommen wird.
Und an solchen Vorgängen sind in der Vergangenheit schon etliche Gesellschafts- bzw. Wirtschaftssysteme gescheitert! Und genau da liegt die Gefahr für uns alle!
da ich mich zu wenig in der Materie auskenne.
"Gewaltige Fehlleitung von Kapital" Was genau meinen Sie damit, und wie wäre Kapial sinvoller einzusetzen?
Die physikalischen Zusammenhänge übersteigen leider mein Wissen. Nur ist auffällig, dass auf auf Skepsis meist mit geschönten Informationen reagiert wird und man fragt sich weshalb.
Beispielhaft hier ein Dokument aus dem Jahre 2004 (PDF), "Klimaänderung, wie stichhaltig sind die Argumente der Skeptiker"
http://www.umweltdaten.de...
welches auf den Seiten des Umweltbundesamtes verlinkt wird.
http://www.umweltbundesam...
In diesem Dokument wird beispielsweise in der Tabelle auf Seite 5 die Konzentration der Klimagase in der Athmosphäre vorgestellt. Jedem Betrachter erschliesst sich sofort der dramatische Anstieg. Auf den zweiten Blick bemerkt man, dass die Skala nur einen kleinen Bereich darstellt, und zumindest grafisch somit eine Manipulation stattfindet. Das Dokument richtet sich nicht an Wissenschaftler, denen die Zusammenhänge sofort klar wären, sondern an Durchschnittsbürger.
Ebenso werden auf Seite 13 die "bodennahen Lufttemperaturen von 1000-2001" dargestellt. Wie erwartet gibt es im letzten Abschnitt wieder einen dramatischen Anstieg. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass die Skala nicht bis 2001, sondern bis 2100 reicht. Der dramatische Anstieg beruht auf Projektionen für die nächsten hundert Jahre!
Vielen Dank übrigens für den hervorragenden Artikel.
Danke für die interessante Sichtweise, Herr Bernhard, und für die klare und nachvollziehbare Darstellung.
Zum Thema selbst kann ich mangels Kenntnissen nichts weiter sagen.
Meines Wissens besteht über zwei Punkte in der Wissenschaft weitgehend einigkeit:
1. Wir erleben seit rund 120 Jahren einen Anstieg der mittleren Oberflächentemperatur auf der Erde.
2. Es gibt eine positive Korrelation der steigenden Treibhausgas-Konzentration mit der Temperatur.
Damit ist noch nichts über Ursache und Wirkung gesagt. Und es ist weiter auch noch nichts darüber gesagt, welche Rolle dabei die anthropogenen Gase spielen.
Näheres hier:
http://de.wikipedia.org/w...
Da offenbar bereits die Bedeutung der menschlich verursachten Gaskonzentrationen, speziell CO2, für den Temperaturanstieg bei den Fachleuten auch innerhalb der IPCC strittig ist, ähneln logischerweise die Diskussionen um Auswirkungen und auch um Maßnahmen mehr einem Stochern im Nebel.
Sinnvoller wäre es dann wohl, daß man Kapital dafür einsetzt, den Wirkungen der Temperaturerhöhung zu begegnen.
Wenn Klimaerwärmung nicht vom Menschen verursacht, dann kann er ja weiter ins Kino gehen.
Wenn weitgehend Einigkeit über den Anstieg der Oberflächentemperatur herrscht, dann ist das eine gegebene Grösse. Auch las ich von Metangas, welches dann freigesetzt wird, wenn der Permafrost Sibieriens schmilzt?
Was passiert dann und wann?
Wir wissen es noch nicht!
Warum sollte der Mensch nicht ins Kino gehen? Aufgrund von Glaubensaussagen sollte er es sich bestimmt nicht verbieten lassen, dafür muss es schon hieb- und stichfeste Gründe geben.
Sie sollten sich mal überlegen, ob Ihre Hand ein geeigneter Sensor für Ihre "physikalischen Beweisführung" mit den Heizungsvergleich ist. Meine Hand verfügt zwar über Sinneszellen für Wärme, aber über keine Strahlungdetektoren für Wärmestrahlung. Was Sie mit Ihrer Hand spüren ist immer die transportierte Wärme.
Wie man als Meteorologe mal lernt, wird in Bodennähe etwa die Hälfte der Energie über Wärmestrahlung, die andere über Wärmeströmung nach oben transportiert. An der Tropopause geht die Wärmeströmung gegen Null und die Wärmestrahlung übernimmt den gesamten Transport.
Was Ihr "Beweis" nun mit dem menschengemachten Klimawandel zu tun hat, weiß ich nicht. Jedenfalls ist Sicher, wenn er korrekt wäre, würde die Atmosphäre mit oder ohne Mensch nicht so funktionieren, wie sie es tut.
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