Leserartikel-Blog

Bildung zur Not per Anwalt

Rückblick:
Spätestens seit Sarrazin hätte der Staat eingreifen – d.h. Stellung beziehen - müssen. Ich denke, dieser Mann hat aus voller Überzeugung gehandelt. Christian Wulff hat mit Anstand oder Zurückhaltung versucht, den Schaden zu begrenzen
(vgl. http://www.news4press.com... ).

Sarrazins Bücher waren schnell vergriffen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob Frau Merkel es wirklich gelesen hat. In dieser Hinsicht bin auf schon mal auf der Seite unserer Bundeskanzlerin, habe zwei durchweg postitiv bewertete Artikel über das Sarrazin Debakel verfasst, ohne das Buch überhaupt einmal gesehen oder in den Händen gehalten zu haben. Die ganze Nation hat sich nebenbei von den TV-Medien `satt talken´ lassen.
(vgl. http://www.news4press.com...
http://www.news4press.com... )

Eine merkwürdige Geschichte aus meiner Sicht.

PISA hatte zuvor die Bildungspolitik auf den Plan gerufen. Man kann über PISA denken wie man will, aber die Ergebnisse der Studie sind in der Tat symptomatisch für die Schieflage unserer Bildung im ganzen Land, in dem Herr Sarrazin mit sehr bedenklichen nachweislich falschen Thesen im Nu vergriffen ist.

Unsere Bildungspolitik hat nun inzwischen auf das relativ schlechte Abschneiden bei PISA reagiert.
Es wurde - wie auch immer - offensichtlich angeordnet, den Druck zu erhöhen. Das blieb und bleibt in diesem `Föderalismus-Chaos´ (sorry) nicht ohne Folgen. Der bürokratische Aufwand, den letztlich die Schulleiter jetzt auszubaden haben, hat sich vervielfacht. Vielen ist bereits die Lust an ihrem Job vollkommen vergangen (nachweislich nicht Einzelfall).
Ein Beispiel aus der Praxis
`Inspektion´ statt Fördern ist angesagt (z.B. Nds). Wie sich das in der Praxis ganz offensichtlich auswirkt, darüber wird sich öffentlich ausgeschwiegen:

Lehrerkollegien wird eine `Schulinspektion´ angekündigt. Schön und gut, sollte man meinen, warum nicht, aber was dann folgt, ist der reinste `Nervenkrieg´. Formalien und Papierarbeit ohne Ende, Schulleiter und Kollegen opfern durch zusätzliche Schreibarbeit nach DIN wertvolle Freizeit, bis die `Nerven liegen blank liegen´ (n. n. E.). Der eigentliche Besuch der `Inspektoren´ erschöpft sich dann letztlich in Hunderten Seiten von nebenbei (!) hart erarbeiteten Seiten Formalien, die abzugeben sind, einer `Beurteilung´ und die Lehrerkollegien atmen erst wieder durch, wenn der `ganze Spuk´ vorbei ist. Und das `besondere´ an der Sache ist, dass keine Schule so genau weiß, wann sie dran ist.

Stellt sich letztlich die Frage, wem damit gedient werden soll. Werden unsere Kinder davon profitieren. Das muss zumindest stark in Zweifel gezogen werden.

Zurück zu Tagespolitik
Aufgrund der aktuellen Tagesberichterstattung wird dieser Artikel vorzeitig beendet. Das Leid der Menschen in Japan zu benutzen, wäre zynisch. Um den Blick dennoch nach vorne zu richten, hier ein link zu den Antiatomkraftbewegung in Deutschland:

http://www.stern.de/polit...

Vielen Dank!
Pete J. Probe