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Vergebliche Hoffnung

Herbstblatt freut sich
ist schön bunt
und was bunt ist; ist gesund

Herbstblatt löst sich
frech vom Zweige
wiegt im Winde bis zur Neige

Herbstblatt legt sich
bleibt nun kleben
wird zu Dreck- wie alles Leben.

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Leser-Kommentare
  1. 22. Schade, Godot war schon

    da! Verzeihung! Aber er hat sich nicht entscheiden können, was nun?

    • 19.10.2010 um 21.03 Uhr
    • Vadis
    23. >15-17 / Geht doch nicht,

    "löst" ist schon erste Zeile, zweite Strophe.

  2. 24. Statt "löst"

    zweite Strophe "fällt" dann geht "löst" am Ende.

    Übrigens was bunt ist, ist nicht unbedingt gesund, wie das Blatt, es ist ja altersmüde, der Saft ist weg und das Chloroxxx schrumpelt und hört zu produzieren auf.

  3. 25. Leser!!!

    Sie schummeln und verwirren zugleich! Sie zitieren nonchalant aus dem Gedicht , das aber einen ganz anderen Hintergrund und Gehalt hat.

    Und sein Vermächtnis,
    das Prooemion (Bedeutung des inneren Zentrums und Universums),
    Dauer im Wechsel (Bedeutung des Augenblicks als Ewigkeit),
    Eins und Alles (Bedeutung des Umschaffens, des Werdens),
    aber auch Gedanken aus Goethes Briefen und naturwissenschaftlichen Studien darstellt. Kontext zum Wilhelm Meister!
    Und dann noch Gott, Gemüt und Welt von 1827. Sie hätten einen guten Hökerer abgegeben.;)
    Tztztz...;)

    • 19.10.2010 um 21.18 Uhr
    • Vadis
    26. >21 / Jetzt wird'd spannend

    "Kein Wesen kann zu Dreck zerfallen
    das Ew´ge regt sich fort in allen"

    Hier scheint sich der Dichter gegen eine These zu wehren, ob nun von außen herangetragen oder selbst gedanklich erwogen (und zu leicht oder schwer befunden). Es konnte also die (verächtliche) Realität im Raume stehen, dass alles Wesen zu dem würde, was sich zu früheren Zeiten im mitteleuropäischen Klima auf Wegen, in Straßen und Gassen, auf dem Land, in Hinterhöfen, an Kriegsschauplätzen usw. abgespielt haben wird: Dreck, Schlamm, Fäkalien, Blut… Tabu, den erhabenen Menschen und sein (Ver)Wesen damit in Zusammenhang zu bringen.

  4. 28. K 23 @ Vadis

    Stimmt, das habe ich übersehen. Nun bin aber zu der Meinung gekommen, der Verfasser hat sich ganz bewußt für die letzte Zeile entschieden, die im Zusammenhang aussagt: "Hoffnung ist vergeblich, weil Leben zu Dreck wird."

    Die Botschaft lautet nun nach meinem Verständnis: Das Leben ist wie ein Herbstblatt.

    MfG_PS.

  5. 29. Nachtrag grrr zu #25

    Gedicht Nähe des Geliebten, das aber einen...

  6. 30. Was halten sie davon?

    Wird vom Winde weggetragen,
    in die schöne, weite Welt,
    bis es dann mit Wohlbehagen,
    auf die weiche Erde fällt.

  7. 32. @Vadis

    Goethe und --- Fäkalien??? Der Unantastbare? Der Olympier? War ihm doch alles Kranke und Zerfallende zutiefst verhasst!
    Aber 'ne launige Deutung.
    ;)

  8. 33. Leser!!!

    Sie hökern ja schon wieder! Fi donc1

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