Luftfahrt und Emanzipation
Wie man hört, wünschen sich viele Frauen Frauenplätze im Flugzeug, weil gerade in der Enge des Fliegers die Anwesenheit von Männern doch sehr belastend ist, selbst belastender als eine Sitznachbarin, die locker hundert Kilo auf die Waage bringt und den Nasen in ihrer Umgebung eine heimlich-unheimliche Vorliebe für mediterrane Knoblauchküche zur Kenntnis gibt.
Deshalb wurde jetzt vorgeschlagen, die Holzklasse in Bruch- und Edelholz zu unterteilen und das Edelholz vorn im Flugzeug zu placieren und die Männer hinten, falls genügend Plätze vorhanden sind. Ansonsten kann auf die Frachträume ausgewichen werden, wo es zwischen den Käfigen für die anderen Haustiere häufig noch freie Stauräume gibt.
Bei der Konstruktion neuer Flugzeuge sollten strengere Distinktionskriterien zugrunde gelegt werden, so daß männliche Flugpassagiere zukünftig im Gang zwischen den Sitzen und im näheren Umkreis der Toiletten untergebracht werden können.
Nehmen wir an, mich brächte man im Flugzeug auf der Toilette unter, gut, ich bin flexibel, wenn dann aber eine Frau auf die Toilette kommt, was soll ich dann machen?
Versuch einer Konjunktion mehrwertiger (philosophischer) Logik:
Einst:
Die Frau am Herd.
Unterdrückt, doch liebende Mutter.
Neulich:
Die Frau an der Spitze eines Landes.
Unterdrückt Journalismus und Pressefreiheit.
Morgen:
Die Frau als Gesellschaft.
Unterdrückt liebende Väter.
___
Gut, es ist weniger ein Axiom als ein Oximoron, aber dafür im doppelten Sinne.
dat denn sein, Oximoron, muss man dat auch wissen?
Die Toiletten, äh Waschräume, für die Frauen sollten natürlich separat sein, Herr Stenkamp. Wie auf dem Campingplatz bei Bozen.
Ein Oxymoron ist nichts Besonderes. Wer aufmerksam aus dem Fenster schaut, nicht nur im Flugzeug, sieht oxymorotisches Gewimmel. Normale Paradoxie.
Welchen Campingplatz meinen Sie jetzt genau, den eher chinesisch geprägten oder den, wo Freizügigkeit geduldet, den rechts von der Nikolauskirche bei Bozen, wo man gemeinsam duscht und ein Eisfisch lebt?
Ich habe jetzt Vorhänge aufgehängt, damit ich das ganze Oxymoron nicht mehr sehen muss, es hängt mir zum Halse raus.
http://www.youtube.com/wa... Den Camingplatz meine ich. So etwa nach drei Minuten wird er erwähnt. Best of Loriot. Sollte man jedoch ganz sehen.
Ich kenne den Campingplatz auch, werde aber nicht mehr hingehen, ansonsten gewinne ich meine Wette nicht.
Und im Jahre 2084 ist es soweit: Die Koteletten der Frauen werden wieder länger, dafür muss die eine oder andere Lady damit rechnen, eine Glatze zu bekommen.
Der Fortschritt (eFrauzipation) erreicht aber auch die Männer: Sie erhalten ab sofort drei Tage mehr Urlaub ("Wexeldays" genannt) im Monat und kommen so in der Regel auf insgesamt 41 Urlaubstage im Jahr.
lyriost, die Zukunft wird interessant!
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren