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"Das interessiert doch wirklich niemanden" ... wirklich nicht?

Berlin 2008:   Mahnmale geschändet ... wer macht so etwas ... und vor allem wen kümmert es.

ARD-Tagesschau 23.08.2008  - 20:15 Uhr
"Das Mahnmal für die während der Nazizeit verfolgten und ermordeten Juden wurde geschändet".
taz  (Die Tageszeitung)  18.08.2008
„Unbekannte Täter haben das Mahnmal für die in der der NS-Zeit verfolgten und ermordeten Homosexuellen geschändet"

Süddeutsche Zeitung  28.05.2008
„In Berlin wurde das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eingeweiht“. Das Mahnmal erinnert an Menschen, wie ihn:
„Der Elsässer Pierre Seel war 17 als ihn die Gestapo wegen seiner Homosexualität verhaftete. Im Konzentrationslager musste er der Hinrichtung seines Freundes zuschauen. Die Häftlinge waren angetreten, es lief Musik. Man entkleidete den jungen Mann, stülpte ihm einen Eimer über den Kopf. Dann hetzte die.SS Schäferhunde auf ihn, die ihn zu Tode bissen und zerrissen“.
(Der "Fall" ist verbürgt und u.a. im Archiv des LSVD - Lesben- und Schwulenverband Deutschland dokumentiert) 

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"Natürlich" werde ich mit diesem Beitrag wieder eine "Schlußstrich-Debatte" auslösen ("das ist schon so lange her, lassen Sie uns endlich damit in Frieden; einmal muß Schluß sein ..."). Wer sich jedoch gelegentlich klar macht, dass es sich um Menschen handelte, deren Leben/Existenz von sog. "Herrenmenschen" vernichtet wurde, kommt vielleicht zu einer anderen Einstellung. Da über die Verbrechen an den deutschen und europäischen Juden ausreichend Informationsmaterial zugänglich ist, schildere ich nachstehend das Verbre- chen an einem jungen schwulen Mann, der sein Leben noch vor sich hatte. Menschen "verstehen" einfach besser, wenn das "Grauen" personalisiert wird. Dann begreifen oft auch hartgesottene Zyniker, dass es sich bei den Opfern ja durchaus um "den eigenen Bruder, den Neffen oder Sohn" gehandelt haben könnte, wäre man/frau nur einige Jahre früher geboren worden. Zahlen sind für viele Zeitgenossen zu abstrakt, dabei spielt es kaum eine Rolle, ob es sich um 6 Mio. ermordete Juden oder um "nur" 50.000 ermordete Schwule handelt. Niemand !!! hatte das Recht diesen Menschen ihr Leben zu nehmen!
 

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Leser-Kommentare
  1. 1. Fragt sich nur, wer war es...?

    Mich würde gerne mal interessieren, wer die Anschläge verübt hat. Ich finde es immer beachtenswert wie präzise schnell das linkspolitische Spektrum mit Erklärungen Gewehr bei Fuß stehen...

    • 26.08.2008 um 11.21 Uhr
    • Anonym
    2. ... ey krass Alter,

    hier meldet sich das "linkspolitische Spektrum" und steht "Gewehr bei Fuß":Wo, um ******-willen ist in meinem Beitrag eine Mutmaßung über die Identität der Täter zu finden? Oder, was war noch 'mal Ihre Frage?Wie wär's denn damit:  "Wenn man keine Ahnung hat, einfach 'mal die Kl**** halten ..." (nein, der Spruch ist nicht von mir - nur geborgt)Knüppel(Anmerkung: Bitte versuchen Sie, auf persönliche Angriffe zu verzichten. Die Redaktion/jk)

    • 26.08.2008 um 11.37 Uhr
    • Rahab
    3. daraus spricht,

    sich lieber nicht dafür interessieren zu wollen. verständlich. wer weiß schon, was alles noch in ihm steckt?!

  2. 4. Meinungsfreiheit

    Tatsache ist, dass die Täter bislang nicht zweifelsfrei ermittelt wurden. Ergo ist jede Aussage, die eine bestimmte Personengruppe sogleich unter Verdacht stellt, eine politische Aussage und damit ungerecht. Es hat immer - ohne Ansehen der Person (also auch der politischen Ansichten) - immer das Unschuldsprinzip zu gelten. Ich erinnere: Verschwand früher ein Kind wurden dafür oft gerne "die Schwulen" verantwortlich gemacht. Also sollte es gerade diese Gruppe sein, die sich in verfrühten Schuldzuweisungen gegen Personengruppen, auch die der sog. "Rechten", zurückzuhalten hat.
    Es ist nämlich auch kein seltener Tatsbestand, dass linke Gruppen selbst Anschläge verüben um die aus ihrer Sicht bösen Rechten in Verruf zu bringen. Auch das ist verabscheuungswürdig.
    Ich habe alles Recht der Welt darauf hinzuweisen und ich glaube ich zeige mich hier als Diskutant mit einem klareren Demokratie- und Rechtsstaatlichkeitsverständnis als Knüppel und Rahab.

    • 26.08.2008 um 12.31 Uhr
    • Rahab
    5. wieso liegt

    im hinweis auf eine mehrheitlich verdrängte geschichte eine schuldzuweisung? helfen Sie da doch bitte meinem rechtsstaats-verständnis auf die sprünge. denn vermutungen (?) über mögliche tätlich gewordene menschen las ich bisher nur bei Ihnen.

  3. 6. keine vermutungen.

    mehrheitlich verdrängte geschichten sollten bei der ermittlung von tatverdächtigen einfach keine rolle spielen. ein verdacht liegt selbstverständlich nahe dennoch habe ich auf vermutungen - wie sie es glauben machen wollen - bewusst verzichtet.

    • 26.08.2008 um 12.59 Uhr
    • Rahab
    7. na, nu verstehe wer will

    Sie, chefmixer, fragen, wer's war und bemühen das linkspolitische spektrum (was ist das eigentlich?). aber erst mal noch nicht als täter, eher als ankläger - was aber irgendwie verdächtig gerät. inwiefern verdächtig, wird dann in Ihrem kommentar laufende numero 4 zur meinungsfreiheit klarer. was aber alles keine bewußt geäußerten vermutungen sind. auch vermutungen nicht. dann wohl unbewußt zur schreibe drängendes?

    • 26.08.2008 um 13.07 Uhr
    • Anonym
    8. ey krass, Alter zum Zweiten ...

    Woooooooooooo........... zum Teufel, habe ich in meinem Beitrag irgendeine Bevölkerungsgruppe für die Schändungen der Mahnmale verdächtigt? Und wie meinen Sie das mit "sogenannte" Rechte? Eines verbitte ich mir übrigens ausdrücklich. "Gerade diese Gruppe - wie bitte? - sollte sich mit verfrühten Schuldzuweisungen zurückhalten ...?" schreiben Sie (gerade "diese Gruppe", der ich angehöre, hat sich lange genug zurückgehalten und geschwiegen, doch diese Zeiten sind vorbei!): Und noch einmal, zum mitschreiben:I c h    h a b e    n i e m a n d e n    ö f f e n t l i c h    v e r d ä c h t i g t ! (Was ich vermute, behalte ich solange für mich, bis - falls jemals - die Täter ermittel wurden und ...  d a s   nenne ich dann u.a. ein "klares Demokratie- und Rechtsstaatlichkeitsverständnis"!). Dagegen ist das, was Sie unterschwellig anklingen lassen ("Anschläge linker Gruppen, um Rechte in Mißkredit zu bringen ..." Woran mich das erinnert, werde ich jetzt nicht detailliert beschreiben, nur soviel:  Mit solchen "Dolchstoßlegenden" wurde u.a. schon die sog. "Schutzhaft" gerechtfertigt) schon so etwas, wie eine "verfrühte Schuldzuweisung, meinen Sie nicht? Was ... ist eigentlich Ihr wirkliches Problem, Assistenzmixer?Und jetzt auch noch das:  "Ich habe alles Recht der Welt darauf hinzuweisen ..." - Natürlich haben Sie das, wer spricht Ihnen das denn ab? Sie haben doch diese Diskussion angefeuert, hat Sie etwa irgendjemand daran gehindert? Oder ... haben Sie ernsthaft nicht damit gerechnet "Gegenwind" zu bekommen? Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst!Halten Sie Schwule vielleicht fälschlich für die "geborenen" Opfer, die das Maul nicht aufmachen, wenn man sie (verbal) angreift? Wir sollten uns kennenlernen ... das könnten dann ganz überraschende und neue Erfahrungen für Sie werden.P.S.  Auch die TV-Serie "Queer As Folk" hätte für Sie in der 4. Staffel einige Überraschungen zu bieten (natürlich werden Sie die Serie niemals ansehen, das ist mir schon klar. Man könnte Sie ja beim Kauf der DVDs für einen "Schwulen" halten ...). Dort wandelt sich die Figur Justin Taylor zur "Kampfmaschine" gegen heterosexuelle Schwulen-Hasser.Info an die Redaktion:  ICH WERDE JETZT WIEDER RUNTERKOMMEN, MICH ABREGEN UND GANZ SACHLICH WERDEN - VERSPROCHEN!(Anmerkung und Bitte an alle Beteiligten: Bitte lassen Sie diese Diskussion nicht eskalieren und in eine persönliche Fehde abgleiten. Die Redaktion/jk)

  4. 9. luftleerer raum

    lieber rahab, der achverhalt ist viel einfacher als ihre verwurstete argumentationskette. in deutschland gilt grundsätzlich: "anschlag auf denkmäler von minderheiten = nazis und rechte sind die täter, die rechten zumindest als ideologische brandtstifert". immerhin bringt der autor ja auch den begriff "schlusstrich-debatte ins spiel. genau diesen begriff kriegen die konservativen von den linken fortwährend um die ohren gehauen, wohingegen jeder vernünftige konservative (ich zähle mich dazu, nun gut zumindest zu den konservativen) eben eine solche schlusstrichdebate ablehnen würde. ihre frage "was ist das eigentlich?" in bezug zum linksspektrum ist berechtigt weil ich schubladendenken ebenso ablehne. dennoch können wir "linke" als politische menschen skizzieren die sich von den "konsverativen" dadurch unterscheiden, dass letztere ein festes, vom christentum und einem gesunden nationenverständnis abgeleitetes politisches weltbild pflegen, in denen ja werte wie menschenliebe und soziales miteinander selbstverständlich sind. den "linken" ist soetwas meist fremd. jene "linken" hantieren mit begriffen wie "gleichberechtigung, religionsfreiheit und multikultur" meist im luftleeren raum.

    • 26.08.2008 um 13.26 Uhr
    • Rahab
    10. Sagen sie, besternen Sie sich eigentlich

    drängt sich mir als frage auf, da Sie ja nun Ihre verwurstelten gedankengänge mir als meine unterschieben möchten ... und dann bin ich doch auch lieber 'links' als einem festen, von christentum und gesundem (oho!) nationenverständnis abgeleiteten weltbild - brrr! - zuhause. was womöglich auch daran liegt, dass ich, jedenfalls gewissen zeichen zufolge, eine frau bin. und lieb schon mal garnicht!(entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk)

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