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ganz ruhig in die Katastrophe schliddern - noch drei Wochen

Die Bundestagswahl wird also doch noch spannend. Warum?

Beim derzeitigen durchschnittlichen Eingang von 9000 Neu- Anträgen pro Tag wären die Mittel in drei Wochen und damit knapp vor der Bundestagswahl aufgebraucht.

Aua, das kann ja noch richtig ins Auge gehen. Je nach Lage der Statistikveröffentlichungen. Was ich nicht verstehe: Warum warten die Medien das so geduldig ab (oder täusche ich mich diesbezüglich)? Warum wird nicht schon wild spekuliert, ersatzweise meinetwegen auch recherchiert, welches Arbeitsplatzdrama dann losbricht? Vorauseilender Gehorsam gegenüber den Befürwortern der Abwrackprämie?

Hat Deutschland in den 38 Tagen vor der Wahl keine Debatte darüber verdient, was von dieser Megatäuschung der Bevölkerung zu halten ist, ob man solche Leute braucht, die geschickt das Kurzarbeitergeld für die Autoindustrie auf Umwegen noch ein bisschen verlängern? Auf Umwegen, deretwegen die Franzosen und Japaner vor Lachen nicht mehr in den Schlaf kommen, wohlgemerkt.

Also, liebe ZEIT-Redaktion, wo bleiben die Artikel, die uns erklären, was in den Tagen, Wochen, Monaten nach dem Ende des Countdown passiert? Wo bleiben die Interviews mit den Branchenverantwortlichen, die doch ganz genau wissen, was sie in ein paar Tagen tun werden?

Wir haben die Kraft... - zum Vertuschen

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Leser-Kommentare
  1. 1. Das macht doch nichts...

    Die böse Arbeitslosigkeit, die schreckt uns länger nicht:
    Bald gibt es Arbeit weit und breit. Ja, unser Kanzler spricht.
    Das Problem wird jetzt klein und kleiner:
    Das macht bloß nichts, das merkt ja keiner!

    Hans Scheibner

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