Wunschträume und Phantasien im NT
Als Ergänzung zum AT das NTNeben den vier Evangelien der Vulgata gab es an die 200 andere Evangelien, die Schriften der Apologeten erwähnen davon kein einziges. Selbst nach kirchlicher Lehre enstehen die vier Evangelien 80 – 120 n.C. Clemens von Alexandria (150 - 215 n.C.) schreibt im 1958 gefundenem Brief an einen Theophil „Ist es ein Wunder, dass es im Christentum so viele unechte Evangelien gibt, wenn die Wahrheit vorsätzlich und nachweislich unter dem Verbrechen des Meineids bestritten werden soll“. Clement berichtet Markus habe in Alexandria ein erweitertes Evangelium verfasst, das in der Bibliothek von Alexandria aufbewahrt wird. Er weist darauf hin, dass die Worte „nackter Mann mit nacktem Mann“ und die anderen Dinge, von denen Theodorus schrieb, darin nicht vorhanden seien. Die Kürzung des Markus-Evangeliums wird mit Zensur erklärt. So verurteilt etwa Paulus die gleichgeschlechtliche Begierde zwischen Männern (Röm 1,27). Marcion (85 – 160 n.C.) sichtet und reduziert die Texte auf einen Bestand, der als Vorläufer des biblischen Kanons mit den Paulusbriefen ein gereinigtes Evangelium enthält. Tertullian, Ireneaus von Lyon, Chrysostomos schreiben Bücher gegen diese Auswahl. Mit weniger bekannten Texten, Mythen und viel Aberglauben ohne Kenntnisse in Naturwissenschaft wird munter drauf los phantasiert. Hasen sind Wiederkäuer, Fledermäuse sind Vögel, Vögel und Insekten haben 4 Füße, Schlangen fressen Erde, Kamele haben keine gespaltenen Hufe, wenn bei der Zeugung farbig gestreifte Stäbe in der Tränke liegen, werden gemischt farbige Tiere geboren, die Zahl Pi=3,0, die Wasser im Himmel über der Feste (1.Moses 1:7) erklären den Regen in steinzeitlicher Logik, usw. Die älteste erhaltene Liste der kanonischen Bücher ist der so genannte Muratorische Kanon von etwa 170 - 200 n.C. Die Kanonisierung endet mit dem 39. Osterfestbrief des Athanasius von Alexandrien (298 - 373 n.C.) mit den Büchern des Neuen Testaments.Biblische Zahlen und Fakten bis hin zum Tod des Judas differieren. Origenes Adamantius stellt ab 230 n.C. sechs Fassungen des AT nebeneinander, um sie gegen die Septuaginta zu prüfen. In Kommentaren bespricht er auch 10 Briefe, die nicht zum Kanon des NT gehören. Niemand setzt sich damit auseinander, Origenes Schriften werden vernichtet. Eusebius von Caesarea (260 – 340 n.C.) stellt in seiner Kirchengeschichte alle Pros und Contras der einzelnen Bücher zusammen. Im Urtext aus 150 v.C wird Enosch (Enoch) 365 Jahre alt, über den altgriechischen Text wird er in der Lutherbibel bereits 905 Jahre alt - Fehler aus Unwissen von Gott durch den Heiligen Geist inspiriert. In der Steinzeit und Bronzezeit gab es in Ägypten und Palästina nur extrem harte Weizensorten, die damals erst durch Zugabe von Sand zu mahlen waren. Die Gebisse der Mumien zeigten schon in jungen Jahren total abgeschmirgelten Zahnschmelz, die Menschen hatten extreme Schmerzen, Kieferabszesse und Blutvergiftungen. Unter diesen Verhältnissen konnte niemand wirklich alt werden. Erst die Ptolemäer haben nach 320 v.C weichere Getreidesorten mitgebracht, wodurch sich die frühzeitlichen Gebissleiden langsam auf den heutigen Stand besserten. Das Mahlen zwischen Steinen ergab zwar immer noch feinen Sand, war aber ein deutlicher Fortschritt. Der Ort Nazareth wird erst unter Kaiser Konstantin nach 306 n.C. erwähnt, weder Nazareth noch Kapernaum und andere existeren bei Flavius Josephus (37 – 100 n.C.). Josephus Ben Matthias wird als Sohn eines Hohepriester in Jerusalem geboren, reist 68 n.C. mit Titus Flavius Vespasian nach Rom, lebt in dessen Haus, wird Bürger Roms und schreibt die Werke „History Of The Destruction Of Jerusalem“ und „Antiquities of the Jews“in Aramäísch. In Nazareth gibt es keine Funde um ein Alter von 2000 Jahren zu belegen. Er nennt im nach 90 n.C. in Rom verfasstem und später überarbeiteten Antiquitates Judaicae den Bruder eines Jesus, der mit Mitstreitern vom Hohepriester Annas der Sanhedrin der Richter zur Steinigung übergeben wird. Im gleichen Absatz wird Jesus als Sohn des Damneus bezeichnet, so daß offen bleibt, wer hier gemeint ist. Origenes kannte den ursprünglichen Text, das Testimonium-Flavianum gilt als Fälschung. Eusibus, der Bischof von Antioch 190 - 203 n.C., beklagt sich in einem 1886 gefundenen Text über das Petrusevangelium und andere, nichts wäre davon den christlichen Schreibern bekannt gewesen, Schriftstil und Wortwahl würden sich derart von anderen Evangelien unterscheiden, dass es sich nur um Fälschungen handeln kann. Harnack (1851-1930 n.C.) listet hierzu 29 Abweichungen in der Geschichte von Jesus auf. (http://www.ccel.org/j/josephus/works/autobiog.htm).In den 30 bekannten der 50 Schriften des Philon Judaeus (ca. 15 v.C. - 40 n.C.) von Alexandria ist kein Hinweis auf Christus zu finden, auch nicht bei den anderen Historikern, Mystikern, Dichtern und Satirikern dieser Zeit wie etwa Apollonius von Tyana (40 – 120 n.C.), Seneca (1 – 65 n.C.), Plinius der Ältere (23 – 79 n.C.), Titus Petronius (14 - 66 n.C.), Phaedrus (20 – 50 n.C.), Marcus Velleius Paterculus (19 – 31 n.C.), Juvenal (60 – 137 n.C.), Martial (40 – 104 n.C.), Aulus Flaccus Persius (34 – 62 n.C.), Plutarch (45 – 125 n.C.), Publius Cornelius Tacitus (55 – 116 n.C.) , Justus of Tiberius (1 – 73 n.C.), Marcus Fabius Quintilian (35 – 96 n.C.), Marcus Annaeus Lucanus (35 – 65 n.C.), Titus Catius Asconius Silius Italicus (25 – 100 n.C.), Publius Papinius Statius (40 – 96 n.C.), Phaedrus (20 – 50 n.C.), Valerius Maximus (?), Dion Chrysostom (40 – 120 n.C.), Gaius Valerius Flaccus (? – 90 n.C.), Pomponius Mela (20 - ? n.C.), Ailios Theon und Justus von Tiberias. Letzter erstellte eine Chronik von Moses bis Agrippa II ohne Jesus auch nur zu erwähnen. Autoren wie Flavius Josephus (37 – 100 n.C.), Tacitus, Plinius der Jüngere (62 – 115 n.C.), Appianos von Alexandria, Lucius Flavius Arrianus (95 – 175 n.C.), Lukian von Samosata (120 – 180 n.C.), Pausanias (115 – 175 n.C.), Florus, Quintius Curtius Rufus,Aulus-Gellius (130 – 180 .C.), Phlegon von Tralleis und Cajus Suetonius Tranquillus (75 - 130 n.C) sind nachfolgende Generationen, würden über Jesus nur nach Hörensagen schreiben ohne seine Existenz zu bestätigen. Die Sonnerfinsternis zur Kreuzigung Jesu, erwähnt bei Phlegon im Jahr 4 der 202 Olympiade, wurde zeitlich etwa 3 Jahre nach hinten verschoben oder passend gemacht. Die Christen Passage in den Annals (116 n.C.) des Tacitus ist ein gefälschter Nachtrag, Tacitus war bei Neros Tod 12 Jahre alt und die Vorgänge liegen über 50 Jahre zurück. In den Schriften des längst toten Apostel Paulus ab 67 n.C. existiert weder die Doktrin der jungfräuliche Geburt Jesu noch der Name seines Vaters, aber die seiner vielen Geschwister. Diese Texte sind Plagiate und Fälschungen unbekannter Autoren. Den ersten Petrusbriefs auf 95 n.C. auf 30 Jahre nach seinem Tod zu datieren ist nur das Bestreben authentisch zu wirken. In der ältesten Bischofsliste des Irenäus von Lyon (135 – 202 n.C), ein Schüler des Polykarp von Smyrna, ist weder Petrus aufgeführt noch andere wie etwa Philemon, Judas oder Johannes, späte Schreiber haben sie erfunden um ihre Texte zu legitimieren. (http://www.specialtyinter...)Als erste Schriften der apostolischen Väter gelten die „1.te Epistel des Clement von Corinth ca. 96 n.C.“, die „2.te Epistel des Clement von Corinth ca. 150 n.C.“, die „Epistel des Barnabas ca. 130 n.C.“, die „Didache ca. 150 n.C.“, „Der Hirte von Hermas ca. 150 n.C.“, „Epistel des Polycarp an die Philipper ca. 130 n.C.“, „Martyrium des Polycarp ca. 180 n.C.“, die Schriften des “Ignatius an die Epheser, Magnesier, Trallaner, Römer, Philadelphier, Smyrnianer, Polycarp nach 150 n.C.“. In diesen Texten gibt es keinerlei geschichtliche Fakten, sondern nur sehr phantasievolle Ausschmückungen des Glaubens. http://www.iclnet.org/pub... Im Jahr 350 n.C übersetzt Wulfila die Bibel ins Gotische (Codex Argenteus), im 4 Jahrhundert entsteht der Codex Vetus-Syria, der Codex Peschitta. der Codex Sinaiticus, der Codex Alexandrinus und der Codex Vaticanus. Zitate aus dem Markus-Evangelium von Justin dem Märtyrer (100 – 165 n.C.) könnten auch aus einer Zitatensammlung von Markus, Lukas und Matthäus stammen. Irenäus erwähnt um 180 n.C. die 4 Evangelien unbekannter Autoren, Autorennamen kamen erst im 3. Jahrhundert mit der Kanonisierung der vielen Evangelien auf. Kanonisiert werden durften nur Evangelien, die von den Aposteln oder einem Apostelschüler geschrieben worden waren. Also erfand man endlos Namen von Apostelschülern und schrieb ihnen die eigenen Texte zu. Dies geht auf Eusebius von Caesarea (260 – 340 n.C.) zurück, der behauptet ein Mensch namens Sextus Julius Africanus (160 – 240 n.C.) habe dies beglaubigt. Konservative Forscher sind da skeptisch, denn von Africanus ist nichts überliefert außer den Behauptungen von Eusebius und der galt als König der Fälscher. (http://www.tertullian.org...) Der Mythos um Jesus mit Geburt, Taten und Auferstehung ist eine Kopie der viel älteren Herakles-Religion. Auch Horus wird am 25 Dezember von der Jungfrau Isisa-Meri geboren, war Fischer, wandelte auf dem Wasser, erweckte El-Azar von den Toten, hatte 12 Jünger, wurde gekreuzigt, stand nach 3 Tagen von den Toten auf und galt als der gesalbte Sohn des Gottes Ptah. Aus dem persischen Mitraskult werden Ereignisse und Zitate fast wörtlich übernommen, wie etwa die jungfräuliche Geburt, der Geburtstag am 25. Dezember, die 12 Apostel, das Abendmahl, das Bewirken von Wundern, die Auferstehung nach 3 Tagen usw.. Frühe Kircheväter behaupten gerne die Perser hätten bei den Christen abgeschrieben, dabei wurden die Jesusmythen viele Jahrhunderte nach dem Mitraskult geschaffen. Die Mythen um Apollonius, Eleusius, Menachem, Asklepios, Dionysos und Orphism, Isis und Osisris, Cybela und Attis, Adonis usw. enthalten ähnliche Elemente, hier hat jeder von jedem kopiert und nach Bedarf frei dazu erfunden. Die Auferstehung Jesu als Dogma der Kirche wird dazu gedichtet, im Urtext wird ein leerer Sarg erwähnt. Die ewige Verdammnis ist eine Drohung des Mittelalters. Die Dreifaltigkeit Gottes übernimmt 390 n.C. Bischof Athanasius von heidnischen Triaden wie Hagion Pneuma nachdem 168 n.C. Theophilus das Wort im Brief an Autolycus benutzt und Hippolyt von Rom 217 n.C. im Taditio Apostolica vom Heiligen Geist spricht. Davor existiert der Vers 1.Joh 5:7 nicht. Im nahen Osten gab es keine Äpfelbäume, Eva´s Frucht der Erkenntnis war allenfalls eine Feige. Das hebräische Wort eretz wird je nach Text Mal als Erde, Mal als Land übersetzt. Die Teilung des roten Meeres ist ein Fehler, im Urtext ist von einem Schilfmeer „Jam suph“ die Rede. Das Kamel will in Mark.10:25 bekanntlich nicht durch das Nadelöhr. In Griechisch unterscheidet sich das Wort Kamel nur durch einen Vokal vom Wort Schifftau, noch ein Übersetzungsfehler. Das Wort junge Frau (alma) im Syriacus Sinaiticus wird falsch als Jungfrau (bethulah) übersetzt und begründet 431 n.C. auf dem Konzil zu Ephesus den Marienkult, der vom heidnischen Kulten um Ischtar, Ascherah und Artemis kopiert wird. Auch andere Religionen überhöhen Personen durch eine jungfräuliche Geburt wie etwa Mithra, Yoraster, Horus, Krishna, Bacchus, Prometheus, Indra.Die Konzile von Laodicea (363 n.C) und Carthage (381 n.C) schließen Bücher wie Offenbarung, Weisheit, Tobit, Judith, Makkabäer und weitere Texte über einen Messias in Koptisch, Hebräisch, Altgriechisch und Latein wie Evangelien der Nazaräer, Ebionäer, Hebräer oder Jesus Logien aus. Der erste Clemensbrief und Hirt des Herma werden ebenfalls ausgeschlossen. Auf den Konzilen ging es neben der Häresie der Eunomianer, Arianer, Semiarianer, Sabellianer, Marcellianer, Photinianer, Pneumatomachen, Apollinaristen um Macht und Geld. Mord und Bestechung waren unter Bischöfen wie St.Cyril, Pope von Alexandria, üblich und werden so berichtet. Bischof Dioscoros ermordet Bischof Flavian von Alexandria mit Fußtritten, Eusebius von Nikomedia schwärzt Athanasius beim Kaiser als Fanatiker an. Der christologische Streit wurde vom oströmischen Kaisertum gewonnen und endete erst mit der Eroberung dieser Gebiete durch den Islam. http://www.fvtheol.unizh.... 383 n.C. von Papst Damasus I beauftragte Vulgata Verfasser Sophronius Eusebius Hieronymus (347 – 419 n.C) warnte in den differierenden Quellen wäre kaum die Wahrheit anzutreffen und nennt geheime Urtexte. Hieronymus war der einzige Kirchenobere, der neben Latein und Altgriechisch auch Hebräisch sprach und konnte somit unkontrolliert handeln. Erst nach 500 Jahren löst seine Vulgata die Vetus Latina ab. Nach Erhebung zur Staatsreligion 380 n.C. verbrennt die Kirche alle Texte sofern sie Dogmen zuwider laufen wie etwa die Schriften des Origenes Adamantius (185 – 254 n.C.) oder gar die Bibliothek in Alexandria 389 n.C. Priester wie Markus von Arethusa oder Kyrill von Heliopolis wurden als "Tempelzerstörer" gerühmt. Die Kirche fordert vom Kaiser Constantin (306 – 337 n.C.) die Verfolgung aller Religionen Andersdenkender. Auf Ausübung heidnischer Gottesdienste steht ab 356 n.C. die Todesstrafe, im sechsten Jahrhundert erklärte man Heiden für rechtlos, ein juristische Freibrief für den Sklavenhandel. Das Decretum-Gelasianum des römischen Konzils von 496 n.C. ist der älteste Index verbotener Bücher. Als Folge der verlorenen Kreuzzüge (1095 – 1291 n.C.) und Unruhen in Südeuropa wird 1232 n.C. die Heilige Inquisition gegründet um als Kontrollorgan über die wahre Auslegung der Bibel wachen. Bis zur Reformationszeit kannte man nur den Codex Bezae, dessen 406 Seiten die Universität Cambridge besitzt, derzeit sind etwa 5400 alte Handschriften bekannt.Nach den Unterlagen gehörten beim Konzil von Konstanz 1414 n.C. zum Troß der Kirchenführer 700 Huren, wie heute auch galten die moralischen Ansprüche nur fürs gemeine Volk, nicht aber für die herrschende Klasse. 1476 n.C. wird von Papst Sixtus IV das Fest der Unbefleckten Empfängnis gestiftet. Dieser Papst betreibt ebenso wie Alexander VI oder Leo X im Vatikan ein Bordell, besteuert seine Nutten durch den „Capitaneus Prostibuli de Ponte Sixto" mit 2 Carlini/Monat, zeugt Kinder mit der eigenen Schwester, während die Kurtisanen Abwechslung für Priester, Bischöfe und Kardinäle bieten. Kardinal Cornaro hat ein stadtbekanntes Verhältnis zur Kurtisane Doralice, die Kurtisane Saltarella rühmt sich es gleich mit fünf Kardinälen getrieben zu haben. Rom hatte bei etwa 30.000 Einwohnern rund 6.800 Huren. 1486 n.C. verbietet Erzbischof Berthold in Bistum Mainz Druck und Verkauf nicht genehmigter Bibeltexte bei Exkommunikation. 1487 n.C. richtet Pabst Innozenz VIII. eine Bulle an die Universität zu Köln, sie gilt als erster Zensurerlass wegen Missbrauch der Druckerpresse für häretische Schriften. Innozenz verweist in dieser Bulle auf die Pflicht der Kirche ihre Gläubigen vor derartiger Literatur und deren Fehlleitung zu schützen. Die Vorzensur für alle Druckwerke haben die Ortsbischöfe. Bei Strafe der Exkommunikation und einer Geldbuße wird das Drucken, Binden und Lesen von Büchern ohne bischöfliche Approbation verboten. Die Bulle Inter-Multiplices von Schmiergeld-Papst Alexander VI aus 1501 n.C. an die Erzbischöfe von Magdeburg, Mainz, Köln und Trier ruft zur Zensur auf: Sie verbietet bei Exkommunikation jedes Drucken, Besitzen und Studieren solcher Bücher. Während in Spanien die Ketzer auf dem Scheiterhaufen brennen, landen sie in Nordeuropa vielfach nur in der Hölle der Ungläubigen oder im Kerker. 1199 n.C verbietet Papst Innozenz Bibellektüre in privaten Zusammenkünften. Warum der Besitz einer Bibel ab der Synode von Tarragona 1234 n.C mit dem Tode bestraft wird, das ist mit göttlicher Offenbarung unvereinbar. Bibellesungen in der Landessprache waren bis 1400 n.C. kein Problem, mit dem Edikt De-editione-et-usu-librorum-sacrorum von 1546 n.C. wurde die Vulgata die einzige nicht herätische Heilige Schrift. Sie wird 1590 n.C. von Papst Sixtus V. als Editio-Sixtina revidiert und für fehlerlos erklärt. Sie war voller Fehler und wird 1592 n.C. durch die Editio-Clementina ersetzt. Sie wird wegen vieler Fehler 1598 n.C. ersetzt. Die Rede von einer gefälschten Bibel ist zutreffender als die Behauptung des Gegenteils. Papst Pius IX erklärt 1870 n.C. die Bibel ist ohne jeden Irrtum, Gott ist ihr Urheber und der heilige Geist hat sie diktiert. Schon unter Papst Pius X wird die ewig wahre Vulgata durch die noch viel wahrere Nuovo-Vulgata abgelöst, Gott hat sich leider geirrt, nicht aber der Papst.Außer den 39 Büchern des AT existierten noch weitere Bücher wie Baruch, Tobias, Judith, 1.u.2. Makkabäer, Weisheit, Jesus, Siracht, Philipp, Hermes, Judas, Petrus, Thomas, als der Kanon des AT bereits gebildet war. Hieronymus bezeichnete sie als Apokryphen. Sie wurden weder in den hebräischen Kanon oder noch in hebräische Bibeln aufgenommen. Diese Bücher wurden in Altgriechisch verfasst und unterscheiden sich in grotesker Weise von den kanonischen Büchern durch Lehre, Art und Inhalt. Außer von Augustin, der sie dem AT zuordnete, sie aber nicht als autoritativ ansah, wurden sie von den Kirchenvätern verworfen. Hieronymus hat sie nicht für die Vulgata übernommen. Martin Luther hielt sich bei seiner Übersetzung strikt an den hebräischen Kanon, setzte aber die Apokryphen zwischen AT und NT. Erst im Konzil zu Trient (1546 n.C.) wurden die bis dahn unterdrückten Apokryphen zur Schadensbegrenzung als kanonisch erklärt.Die Evangelische Kirche legte in den letzten 100 Jahre drei Lutherbibel-Revisionen vor. In der Fassung von 1975 n.C. wurde jedes dritte Wort geändert - von etwa 181.170 Wörtern des Neuen Testaments 63.420 Wörter. Dazu kommen andere Ausgaben wie die John-Wyclif-Bibel von 1382 n.C., die William-Tyndal-Bibel von 1522, die King-James-Bible von 1611 n.C.auf Basisdes masoretischen Textes und des Textes-Receptus, die New-American-Standard-Bible, die English-Standard-Bible basierend auf dem ägyptischen Minority Text, die Neue-Welt-Bibel der Zeugen Jehovas, die Joseph Smith Übersetzung der Mormonen, die World-English-Bible und weitere 45 Bibelversionen. Mit der Ausrede, die Geschichten der Bibel seien nur mythische, symbolisch zu deutende Bilder, lässt sich jeder Unsinn rechtfertigen.Der Gott aller Menschen müsste eine Sprache sprechen, die auch Ungebildete verstehen. Es kann nicht sein Wille sein, wenn Apostel Paulus in einem Brief an seine Glaubensbrüder (1. Kor 1,20) schreibt: Ich will zunichte machen die Weisheit der Weisen, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen." Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die Weisen dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht. Auch Jesus sagte angeblich (Mt 11,25): Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart. War den Religionsvertretern bereits damals klar – je dümmer um so frommer sind die Gläubigen. In der Lutherbibel von 1912 n.C. lesen wir die fromme Version wie König David nach seinen Eroberungen die Kriegsgefangenen der Amoniter behandelt: (2. Sam 12,31): Aber das Volk darin führte er (David) heraus und stellte sie als Fronarbeiter an die Sägen, die eisernen Pickel und an die eisernen Äxte und ließ sie an den Ziegelöfen arbeiten. Luther übersetzt 1545 n.C. in seiner Bibelversion noch korrekt: und verbrand sie in Ziegelöfen. Im masoretischen Tanach werden die Gefangenen im Konzentrationslager noch durch die Ziegelöfen geschickt. Das Sägen kam erst 1500 Jahre nach David auf, die Wikinger spalteten um 900 n.C. noch Baumstämme für die Bohlen zum Schiffsbau. Eine andere Verharmlosung liest sich wie folgt (1. Sam 6,19): Aber die Söhne Jechonjas freuten sich nicht mit den Leuten von Bet-Schemesch (Andersgläubige), dass sie die Lade des Herrn sahen. Und der Herr schlug unter ihnen siebzig Mann. Gott erschlug siebzig Männer weil sie seine Bundeslade angeschaut hatten. In der aktuellen Jerusalemer Einheitsübersetzung und der frühen Bibelausgabe ist von "fünfzigtausend Mann" die Rede. Es werden immer weniger Gottesopfer. Geradezu harmlos heißt es bei 3. Mose 20,27 noch: Wenn ein Mann oder eine Frau Geister beschwören oder Zeichen deuten kann, so sollen sie des Todes sterben; man soll sie steinigen. Diese Stelle liest sich ursprünglich: Männer oder Frauen, in denen ein Totengeist ist, sollen gesteinigt und getötet werden. Dies bezieht sich klar auf Geisteskranke, eine kleine Textkorrektur macht im Sinne der modernen Kirche daraus einem bösartigen Geisterbeschwörer und begründet für den Vatikan den Bedarf nach Exorzisten.Einen Vers des Evangelisten Lukas übersetzte Martin Luther mit (Lk 2,14): Friede auf Erden, an den Menschen ein Wohlgefallen. Schöne Worte mit denen die himmlischen Heerscharen nach der Geburt Jesu jubilierten und allen Menschen Frieden und Wohlgefallen wünschten. Richtig übersetzt heißt die Zeile aber: Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. Dieser feine Unterschied besagt, dass nur Menschen, die Gott gefallen, Frieden finden sollen. Das ist das klassische Gottesbild - entweder du glaubst oder es soll ewiges Heulen und Zähneklappern sein. Warum Gott anordnet, kein Mann soll in die Gemeinde aufgenommen werden (5. Mose/Dtn. 23,2), dessen Hoden zerquetscht sind oder dessen Glied verstümmelt ist, bleibt wohl jedem Gläubigen ein ewiges Rätsel. Unerbittlich bekämpften die Bibelschreiber den Kult um die oft erwähnte Göttin Aschera - einst die Frau Jahwes (Mi 5,12-13): Ich will deine (...) Ascherabilder ausreißen. Die biblische Eifersucht wäre wohl kaum so groß, wäre die einst ugaritische Gottin Aschera nur eine kleine Randerscheinung im Heiligen Land gewesen. Der Kult um sie war Jahrhunderte weit verbreitet und wurde auch im Jerusalemer Tempel gepflegt (2. Kön 21,7): Er (Manasse) stellte auch das Bild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus. Dem Frauenfeind Luther war die Verehrung einer Frau an Gottes Seite ein Gräuel. Er tilgte den Namen Aschera aus allen Versen seiner Bibelfassung und phantasierte stattdessen zum Beispiel (2. Kön. 13,6): Auch blieb stehen der Hain zu Samaria. In der modernen Bibel lässt man die Göttin Ashera textgetreu wieder auferstehen und wir lesen: Auch blieb das Bild der Aschera zu Samaria stehenDie Kirchengelehrten lehren Mose hat seine Bücher 1200 v.C. auf dem Berg Nebo im Sinai geschrieben. Es gibt für diesen Plateauberg Har Karkom für Jahrhunderte vorher oder nachher keine Funde, die auf eine Besiedlung hinweisen. In den Texten wird das nie behauptet, Hebräisch als phönizische Kopie beginnt erst 250 Jahre danach, die hebräísch-aramäische Quadratschrift der ältesten biblischen Papyri entsteht knapp 1000 Jahre danach. Mose beschreibt seinen Tod (5 Mose 34,5): So starb Mose, der Knecht des Herrn. Woher weiß Mose, dass es viele Jahrhunderte später ein Land Israel und Edom geben wird (1. Mose 36,31): Die Könige aber, die im Lande Edom regiert haben, bevor Israel Könige hatte, sind diese .. Die Mythen der Bibel dienten nur der Legitimierung des Anspruchs auf weite Gebiete Palästinas und um die divergierenden Stämme mit heroischen Geschichten auf eine gemeinsame Identität oder Nation einzuschwören. Jede der vielen Bibelausgaben mit Tausenden Textänderungen ist das wahre Wort Gottes, der von Bischof Athanasius erfundene Heilige Geist war beim Diktieren von Gottes Wort total vertrottelt. Pikant ist die Abkehr der Kreationisten von der King-James-Bible, weil der König homosexuell veranlagt war. Dabei bleibt 1.Tim-3 erhalten, der alle als Heuchler und Lügenredner bezeichnet, die die Ehe und bestimmte Speisen verbieten. Das haben Papst Benedikt VIII und Kaiser Heinrich II nicht gelesen, als sie 1022 n.C die Heirat für Priester untersagen. Die Stadt Pompeji hatte 70 n.C. etwa 10.000 Einwohner, Jerusalem als Hauptstadt von Judäa nur wenige Hundert Einwohner. Auf 10 Orte kam jeweils eine Person die lesen, auf 100 Orte ein Gelehrter der schreiben konnte und auf dem Markt einen Stand als angesehener Schreiber hatte. Die fiktiven Jünger Jesu waren als Fischer und Handwerker aramäische Analphabeten die weder Latein, Griechisch, Demotisch, Koptisch, Akkadisch oder Hebräisch sprachen. Wer hat die Evangelien geschrieben, keines ist in Palästina entstanden, sie beruhen auf Mythen und der Phantasie religiöser Eiferer mit der Nennung von Nazareth und Kapernaum lange vor deren Existenz..
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Leser-Kommentare
Fantastisch!
die bibel ( das NT) ist eine neuauflage eines uralten astrologischen schoepfungsmythos - stimme in sofern dem autor zu in bezug auf "Die Mythen um Apollonius, Eleusius, Menachem, Asklepios, Dionysos und Orphism, Isis und Osisris, Cybela und Attis, Adonis" etc., welche hier wieder, wie es ueblich war ,um eine helden mythos zu kreieren, aufgegrifen werden. der eigentliche held aber ist die sonnne - in vielen historischen jesusbildern hinter seinem kopf sichtbar - eine "wahrheitsgehalt" hat das NT in sofern nur bezogen auf die allegorisch benutzeten astronomischen bzw astrologischen tatsachen -- diese wurden ohne zweifel als gaengige erzaehl vorlagen genutzt , um dem zweck der bibel mehr druck zu verleihen. inhaltlich ist dem neuen testament wohl nicht mehr bedeutung beizumessen als den gebruendern grimm.
Wirklich fanatisch!
Höllische Grüße!
Und so stelle ich mir Beitraege im Zeitforum vor!
Seien Sie zumindest so fair, Kirchenkritik von Bibelkritik zu trennen.Eine Kritik an den sogenannten Gottesdienern ist nicht neu. Im nachfolgenden zitiere ich:Die Gesetzeslehrer und die Pharisäer sind die berufenen Ausleger des Gesetzes, das Mose euch gegeben hat. Ihr müsst ihnen also
gehorchen und tun, was sie sagen. Aber nach ihrem Verhalten dürft ihr
euch nicht richten; denn sie selber tun gar nicht, was sie lehren. Sie schnüren schwere, kaum
tragbare Lasten zusammen und laden sie den Menschen auf die Schultern,
aber sie selbst machen keinen Finger krumm, um sie zu tragen.....Weh euch Gesetzeslehrern und Pharisäern! Ihr Scheinheiligen! Ihr seid
wie weiß angestrichene Gräber, die äußerlich schön aussehen; aber
drinnen sind Totengebeine und alles mögliche Ungeziefer, das unrein
macht. So seid ihr: Von außen hält man euch für fromm, innerlich aber steckt ihr voller Heuchelei und Ungehorsam gegen Gott.Matthäus 23
Wie wollen Sie das trennen - Kirche und Bibel
Es ist höchst fraglich, ob Moses je existiert hat. Die Sprache und Schrift, in der er die genannten Gesetzte geschrieben haben soll, die hat noch nicht existiert und ist erst Jahrhunderte später weit weg entstanden. Wo hätte Moses in Ägzpten phönizisch lernen sollen, diese für alle fremde Buchstaben-Schrift beherrrschen lernen und mit wem seiner Stammesnenossen darin kommunizieren - das ist doch total absurd. Moses war - wenn überhaupt - Ägypter, sofern er schreiben konnte dann in hieratisch, einer Bilderschrift mit damals etwa 2000 bis 3000 Ikonen
Wer solche Vorschriften wie von Ihnen genannt definiert, handelt bewußt verlogen oder grenzenlos dumm.- also typisch gläubig
In keinem der Fälle wäre da ein Grund es zu glauben und sein verhalten danach auszurichten
wenn Christentum und Islam anhand von Schriften verteidigt werden die weder von den Religionsgruendern stammen (zudem Jesus nicht als Gruender angesehen werden kann, sofern er ueberhaupt existierte) noch Anspruch auf Authentizitaet haben. Bei Mohammed hat man wenigstens einige Jahre spaeter mit Aufzeichnungen begonnen und dennoch kennt niemand den Wahrheitsgehalt. Mohammed war offenbar in erster Linie daran interessiert, die Geschaeftsbeziehungen seiner Zeit zu regeln, denn der Koran liest sich in weiten Teilen wie handelsrechtliche Vorschriften.
@emporda, weshalb meinen Sie, Glaubensinhalte müssten auf historischen Fakten beruhen? Das ist etwa so, als würden Sie den Gebrüdern Grimm unterstellen Lügner zu sein, weil es keine sprechenden Wölfe gibt. Kinder sind von Rotkäppchen trotzdem begeistert und können daraus einige wichtige Schlussfolgerungen für ihr Leben ziehen.
Diese Art der Sprüche mit zirkulärer Logik in und zwischen Bibel-Koran gibt es in Zehntausenden von Büchern, die Kilometer von Bücherregale füllen. Der Vorrat ist endlos, alle Autoren glauben kritiklos bei abgechaltetem Verstand - Beweiskraft NULL
Moses ist also mit 600.000 Mann 40 Jahre lang durch den Sinai gezogen, eine Wüste in der nichts wächst und es keine Quellen gibt. Mit Frauen und 10 Kindern im Schnitt sind das 7 Millionen, das Mehrfache der Bevölkerung Ägyptens. Bei 50°C und 15% RH braucht ein Mensch am Tag 5 Liter Wasser und 1 – 2 Kg Nahrung, das sind 40.000 Tonnen am Tag. Ich habe 2 1/2 Jahre so gelebt.
Ein Ochsengspann transportiert auf festem Boden 1,5 Tonnen etwa 30 km /Tag. Mit Reserven wären für die 250 km Enfernung vom nächsten Agrarland etwa 300.00 Ochsenkarren erforderlich mit 600.000 Knechten, mit Raststationen und Werkstätten wären rund 1 Millon Männer notwendig um die 7 Millionen nicht verhungern oder verdursten zu lassen. Diese 1 Millionen Männer hat wiederum 10 Millionen Familienangehörige usw. usw. usw.
Es wurde viel geschrieben in Ägypten, der in dieser Zeit entstandene Harris Papyrus hat 1500 Zeilen und ist 41 Meter lang. Es gibt in keinem Papyrus Ägyptens und an keiner Ausgrabung eine Hinweis auf die Moses Geschichte. Nach dem Papyrus Harris siedelt Ramses III die gefangenen Seevölker der Peleset und Zekel nach Canaan um und versorgt sie auch dort. Sie sollen als Puffer an der Reichsgrenze gegen die Hethiter und Assyrer dienen. Das waren allenfalls 1000 bis 2000 Menschen insgesamt.
Das ist dann vom Bibeltext so weit entfernt wie Grimms Märchen vom Mircrosofthandbuch für VISIO - und sicher nicht vom heiligen Geist eingegeben.