Auch Amerikas neuer Erster schwarzer Mann sieht keine Alternative zum Geld
Da ist er nun aufs Parkett seines neuen Präsidentenamtes gestiegen, um von dort aus für die nächsten Jahre die Amtsgeschäfte seines mit einigen großen Stars, vielen durchschnittlichen Sternchen, aber mit einer Vielzahl weniger schönen Leuchten gesprenkelten amerikanischen Landes anzuführen, dieser vorgeblich so beherzte Mann des Wandels von Rasse und Klasse aus dem Milieu der dunkelhäutigen oberen Schicht der Nachfahren der Negersklaven (entfernt. Bitte verzichten Sie auf durch die NS-Zeit geprägtes Vokabular. Danke. Die Redaktion/jk)
Heute schreiben wir das Jahr 2009. Die Neger der Sklavenzeit von vormals in Amerika, das eigentlich ja Alberika heißen sollte, sollte in dessen Namen dem Entdecker des Neuen Kontinents, dem Seefahrer Vespucci, tatsächlich die Ehre erwiesen werden, sind immer noch da im Land und vermehren sich, und werden mittlerweile brav Afroamerikaner genannt. Viele von ihnen sind nicht mehr ganz so schwarz wie noch zu Zeiten ihrer Großeltern und davor, doch in der einen oder anderen Form versklavt sind die meisten - abgesehen von den genannten oberen Schichten - weiterhin, wenn auch offiziell das Sklaventum längst abgeschafft ist, nur mit dem Unterschied, daß heute die Hautfarbe der Menschen nicht mehr ein Kriterium dafür ist, wer der Sklave ist und wer darüber steht. Daß dies bis in die heutige Zeit trotz der gesellschaftspolitisch real umgesetzten Freiheitsideale der Fall sein kann, hängt natürlich damit zusammen, daß die Sklavenhalter von heute nicht mehr so leicht dingfest gemacht werden können wie ehedem, da sie heute keine Personen mehr darstellen, sondern deren Rolle von von der Gemeinschaft aufoktroyierten massenhysterischen Zuständen und von Haltungen übernommen ist. Doch versklavt bleibt sich versklavt, egal durch wen oder durch was.
Die Straßen will er ausbauen, und Brücken will er bauen lassen, der neue kurzgeschorene Chef von der angeblich allmächtigen, und deshalb überall auf der Welt dreinfuchtelnden Macht jenseits des großen Teichs, damit noch mehr Laster, ganze Lastwagenvoll, unter der Dunstglocke von Luftblasengeldern, beladen mit schwerem Material, um es dort verrotten zu lassen, in die Wüste rasen können, - auf daß all die endlos vielen gutgläubigen, geprellten kleinen Leute, etliche mit ob chronischen Hungers aufgedunsenen Mägen, querherum auf allen Seiten des 'großen Teichs mit dem Herzschlag eines Bermuda-Dreiecks' dafür blechen und blechen und blechen dürfen, was die Wirtschaft nur so hergeben kann, was wiederum die Wirtschaft antreiben soll.
Was für eine Art von Wirtschaften ist denn das?!
Laut Originalton der vorgestern ins Amt eingeführten Neuauflage des kapitalistischen Wahnsinns: "Wir stehen auch nicht vor der Frage, ob der Markt eine gute Macht ist oder eine böse. Es gibt zu seiner Kraft, Wohlstand zu generieren und der Freiheit Raum zu verschaffen, keine Alternative."
Wie bitte? "Keine Alternative"?
✪ Bin ich nicht auf der Homepage des guten Manns auf seiner Change.Org-kremple-Amerika-um-Eigenvorschlag-Abstimm-Seite mit meinem mutigen Vorschlag, doch endlich einfach sich ein gänzlich neues Wirtschaften einfallen zu lassen, bei dem absolut kein Geld mehr vorkommt, da es rein auf dem freiwilligen Engagement aller Mitmenschen basiert, welches funktioniert, da die panvoluntaristische Prämisse erwartungsgemäß zu einem tragbaren Prozentsatz sich erfüllen wird, fast auf Rang zwei aller Vorschläge aus dem Volk zum Thema 'Bekämpfung der Armut auf der Welt' gelandet?!
✪ Das kann doch unmöglich an den Leuten des neuen Drahtziehers oder ihm selbst vorbeigegangen sein.
✪ Und von selbst könnten sie ja schließlich auch ebenso daraufkommen, daß es eine Alternative zum Marktkapitalismus gibt, und die heißt: Abschaffung des Geldes bei gleichzeitiger Einführung einer panvoluntaristischen Geschäfte-Abwicklung auf allen Ebenen.
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Leser-Kommentare
Ihre kritische Stimme!
Es möge nützen!
Herzlichst Ihr
GEBE
das lassen die abperlen wie die sklaventreiber den tot eines sklaven - man kauft sich halt neue.
solange geld die welt regiert werden diese regenten wohl dasselbe nicht abschaffen wollen.
ihr vorschlag vom panvolontarismus allerdings deckt sich mit meiner sichtweise zur alternative weitgehend.
"unsere" chancen steigen aber im moment immer noch wie nie zuvor.
"Mann des Wandels von Rasse und Klasse aus dem Milieu der dunkelhäutigen oberen Schicht der Nachfahren der Negersklaven". Nett formuliert, aber bekanntlich unzutreffend.
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Lyriost – Madentiraden
Nichts dagegen, dass Sie das amerikanische System kritisieren. Nichts dagegen, dass Ihnen wahrscheinlich andere Lenkungsstrukturen als solche des Kapitalismus vorschweben.
Sie instrumentalisieren allerdings weltwirtschaftliche und weltpolitische Problemlagen, sich in mehr als herablassender Weise über den 44. Präsidenten der USA zu äußern, bzw. ihn so zu bezeichnen, indem Sie ihn unzeichnen: Ich bin mir sicher, dass es Ihnen nicht nicht aufgefallen sein könnnte, dies vielmehr Ihr vordergründiges Anliegen gewesen ist:
"Amerikas neuer Erster schwarzer Mann..."
Es ist nicht mehr wirklich notwendig, auf die Hautfarbe abzuheben.
"Dieser vorgeblich so beherzte Mann..."
Warten Sie, wie es üblich ist, die ersten 100 Tage seiner Regierung ab, bevor Sie sich eines abschätzigen Vorab-Urteils dieser Art bedienen.
Der Begriff "N...." ist de facto im deutschsprachigen Raum obsolet.
"..schwarz übermischtes Volk..."
Auch wenn Sie sich in der Passage auf Zeiten Abraham Lincolns beziehen, ein extrem rassistischer Wortlaut.
Ebenso der zweite Satz Ihres zweiten Absatzes:
"Die N.... der Sklavenzeit... sind immer noch da im Land und vermehren sich, und werden mittlerweise brav Afroamerikaner genannt."
Weitere despektierliche Bennennungen des Präsidenten:
"... der neue kurzgeschorene Chef...", "...des guten Manns..."
Sie vermeiden es gezielt, Barack H. Obama beim Namen zu nennen, nicht etwa nur, weil Ihnen daran gelegen war, ihn zu jeder sich bietenden Gelegenheit persönlich zu desavouieren, sondern weil Ihnen bekannt sein dürfte, dass die Ignorierung eines Namens zu den Methoden gehört, eine Person zu entmenschlichen, woran ich den Tenor Ihres Artikels festmache.
die übliche Kalkrattenpoesie. ;-)
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Lyriost – Madentiraden
und panvoluntaristisch sämtliche Nackenhaare: soll ich von jemandem, der solch einen respektlosen Artikel in so übler Sprache, wie sie @vadis oben so trefflich analysiert hat, mehr bezüglich unser aller Wohlergehen erwarten als vom neunen amerikanischen Präsidenten?
Kein weiterer Kommentar.
habe und hier soeben im "realen Leben" eine hitzige Diskussion (Gaza-Israel) mit arabischen und jüdischen Kollegen "lebend" überstanden habe ...
Also, ich habe mich bereits abreagiert und deshalb meine Emotionen jetzt weitgehend wieder im Griff. Andernfalls wüßte ich nicht wie mein Kommentar zum Beitrag des "Schwanen-Paars" ausgefallen wäre.
So aber lehne ich mich jetzt entspannt zurück und schließe mich (aus vollem Herzen) Kommentar #4 Vadis an.
Knüppel ... ich hasse Rassismus, Antisemitismus und Homophobie!
Die Alternativen zum jetzigen Wirtschaftssystem, das die meisten derzeit mangels Phantasie noch für alternativlos halten, werden ja nun immer mehr und mehr diskutiert. Ihre Häufung ist seit ein, zwei Jahren bemerkenswert. Dennoch sind es nur Anfänge. DIese Diskussion wird wachsen und sich wandeln. Was jetzt noch unmöglich scheint, ist die noch lebende Hoffnung vieler Menschen, dass unser Wohlstand mit dem alten System zu retten ist.
Ich denke, dass viele Menschen aber ein neues System durchaus mitmachen und begrüßen würden, wenn sie es verstehen würden. Wenn man ihnen erklärt, dass es humaner, schonender, vielleicht auch zwar für viele etwas bescheidener sein mag, aber dass keiner Hungern muss und irre viele Zustände von Unmenschlichkeit minimiert - vielleicht einmal auch beseitigt werden können.
Das Problem ist natürlich der Zeitfaktor. Ein solcher Umbau, der oft auch hier diskutiert wird und sehr viele Vorteile birgt, braucht nicht nur viel Zeit, sondern eben auch Mut. Er braucht auch das Wollen, das erst dann entstehen kann, wenn man es verstanden hat. Dann braucht es Politiker und Wirtschaftsführer, die anders denken und vor allem auch handeln als die derzeit Herrschenden .
DIe Zeit ist noch nicht reif für all das.
ABer um reif zu werden, muss es mehr und mehr diskutiert werden. Es muss auch konkretisiert werden. Es zwangsweise einzuführen oder einführen zu müssen, wäre der denkbar schlechteste Start.+
Aber darauf kann es durchaus hinauslaufen, wenn wir dem kranken alten System, das auf Ausheutung und Ungerechtigkeit vielfach basierte, wieder vergiftete Milch einflößen, die Gelddruckmaschinen auf Hochtouren laufen lassen... und so tun, als wäre vorher doch alles gut gewesen.
Ein Problem war schon immer besonders problematisch: nämlich dass wir die gemachten Fehler oft gar nicht sahen und bemerkten.... Was man sah, war durchaus der de facto Fleiss vieler Menschen, die Kreativität intelligenter Köpfe und eine Wohltaten verteilende Regierungsclique über viele Jahrzehnte, deren Weitblick durch -25,6 dpt in gebrochenen Augen landete...
... hätte man jedoch zugleich gesehen, wer und was dafür wie und auch welche Weise arm sein muss, ausgebeutet wird, nichts haben darf, so wäre unsere satte Selbstzufriedenheit nie so schwerwiegend an die Nadel der Droge Konsum geraten.
Also: das wird mit dem Umbau. Das ist eine Frage der Zeit. AUch eine der Intelligenz und der Menschlichkeit...
Diskussion darüber und immer wieder in möglichst vielfältiger Form kann nur vorbereitend gut sein. Die nächsten Jahre werden es entscheiden...
wenn Sie u.a. mich, als Leserin Ihres Kommentars, nicht mit "wir" und "uns" vereinnahmen würden:
-"dass wir die gemachten Fehler oft gar nicht sahen.."
- "unsere satte Selbstzufriedenheit"
Woher wollen Sie wissen, welche Sichtweisen und Einstellungen Ihre Leser haben?
Sprechen Sie doch von sich selbst - oder meinetwegen auch von für jeden klar identifizierbaren und verifizierbaren Personen oder Gruppen!
Vielleicht ist die von Ihnen unterstellte und kritisierte Vereinnahmung durch "wir" und "uns" nichts weiter als der pluralis majestatis .