KURVENDISKUSSION
Wenn ich auch die „Welt“ nicht erklären kann, so möchte ich doch meiner Geschichte einen höheren Sinn verleihen. Also stöbere ich immer wieder in meinen Akten und Briefen herum, bevor ich sie im Schredder vernichte. Um den Alltag in seiner Banalität nicht abzulehnen, versuche ich die Welt, die mich umgibt, schreibend zu verstehen. Und gleichzeitig suche ich den unscheinbaren Augenblick, der mir seine Freiheit garantiert. Auch ich weiß, es gibt ein Leben jenseits der Worte. Aber warum sollen wir darüber schweigen, was uns wichtig ist? Und gleichzeitig wehre ich mich mit meinen Worten gegen die ewige Wiederholung, indem ich mich wiederhole. So, als steckte ich immer wieder meinen Fuß entschlossen in eine zaghaft geöffnete Tür.
Denn ich möchte mich an meine Vergangenheit erinnern, um meine Biografie wie ein Mathematiker zu verschlüsseln.
Dabei fixiere ich mit Farbstiften unzählige Punkte in einem Koordinatensystem, das mein Leben statistisch erfasst. Und so wird gleichzeitig jeder Punkt in diesem System zu einem wichtigen Ereignis in meinem Leben.
So etwa muss es gewesen sein, denke ich dann.
Und während ich diese Punkte verbinde, als müsste ich eine geometrische Aufgabe lösen, hoffe ich hinter diesen Punkt- Strukturen ein System von Erscheinungsformen zu entdecken, die eine Art von „Wahrheit“ beschreiben. Vielleicht kann ich unter diesem Gesichtpunkt die Zukunft anders sehen, denke ich dann, während inzwischen die einzelnen Punkte die farbigen Schlangenlinien markieren. Gelegentlich bäumen sich diese schlangenartigen Gebilde kurvenartig auf, um dann wieder dramatisch abzustürzen, während eine andere Linie noch immer ihren eigenen Weg sucht.
Bei der Kurvendiskussion bin ich mir allerdings nicht sicher, ob mein Leben bisher in einer dynamischen Kurve verlief oder ob ich aus der Kurve flog.
Ich hatte mir heute Nachmittag echte Sorgen um Sie gemacht!
Das Wegwerfen der Fernbedienung und das Steckerziehen der Klimaanlage hatten Sie zuvor schon einmal ganz genau so beschrieben. Diesen Punkt in der Kurvendiskussion haben Sie nun mehrfach und immer wiederkehrend diskutiert.
Die Furcht am Ende der vorgestellten Kurve ist gewöhnlich das Zugeständnis, das vom Gewissen an die Schuld gezollt wird.
Manche Schuld aber ist wirklich nur eine Herz-Frequenz-Kurve, die man nach einem enormen Peak wieder stabilisieren kann. In der Tat anstatt in einer Diskussion.
Die Kurvendiskussion kann für tugendhafte Bewusstmachung stehen. Hilfreich erscheint eine ebenso aggressive Buße.
Was immer richtig gewesen wäre, richtig bleibt dies:
Die größte Verfehlung ist in jedem Fall, sich keiner Schuld bewusst zu sein.
Nom de Net
oder:
das Leben ist eine "Wiederholungsspirale" und der monomane Umgang mit Worten unterliegt vermutlich der Einsicht, dass die eigene Begrenzheit nur so ihren tröstlichen Zuspruch findet, wenn man sich immer wieder der eigenen Existenz versichert.
Gruß M.K.
meine indiskrete Frage, aber die Zeiten
ändern sich, und somit auch die Wahrnehmungs-
raster der ZEITgenossen.
Ich erlaube mir nun, Sie zu ersuchen,
die 'EinreichungsUniversität' Ihrer
Dissertation, über was auch immer,
den interessierten Lesern darzulegen.
Schließlich möchte man sich doch ein Bild
machen über die Authenzität der Foristen-
Schreiber. Gerne lasse ich mir meinen Anfangs-
verdacht von Ihnen zerstreuen.
Eine schöne Woche noch.
Hallo Keine-Macht-dem-Drögen
Es ist nicht so kompliziert wie Sie meinen!
(In Wahrheit ist überhaupt gar nichts so kompliziert wie alle Leute meinen…)
Beim Reiten auf der Brandung des elektronischen Meeres genieße ich die klare Sicht, die endlose Weite und den vorsichtigen Blick in seine Tiefen.
Hin und wieder bleibt meine Aufmerksamkeit an etwas Ungewöhnlichem haften. Dann versuche ich (so gut es geht) den bunten Fisch, den gemütlichen Wal oder die epochale Unterwasserlandschaft zu umkreisen.
Allerdings sind die Wellen manchmal so stark, dass es sich zu einem gewaltigen Kraftakt mit hohem technischen Anspruch gestaltet. Aber wenn die See dann wieder ruhig und glatt ist, dann kann man gut treiben und das Plätschern genießen, sich schwelgend im Betrachteten verlieren.
Die Leserartikel von Dr.Mathias Knoll lese ich mit zunehmender Regelmäßigkeit. Für mich beeindruckend ist, wie das große Meer seiner Lebenserfahrung durch manche Buchten seiner persönlichen Sichtweise drängt und spült. Da ist ein starker Charakter, die sich wie ein Fels mit diesem Meer und seinen vielfältigen Erscheinungen auseinandersetzt. Sie nagen naturgemäß an allen Stränden und Inseln - auch an den nach allen Regeln ärztlicher Kunst geschaffenen.
Ich habe nur eine Ahnung, was Lebenserfahrung und Persönlichkeit da an den gedanklichen Strand gespült haben.
Und es hat mich so weit besorgt, dass ich eine PN schreiben wollte... Aber dann fand ich es angemessener, mit einem netzweiten Kommentar zu betonen, dass niemand wirklich alleine ist.
Grüße aus hoher See
Ihr
Nom de Net
Zur Verdeutlichung und Aufheiterung
http://www.moillusions.co...
Sonnige Grüße
Nom de Net
Hätte ich fast vergessen:
http://www.moillusions.co...
Grüße aus dem Sonnenschein
Nom de Net
Laufe im Seemannsgang über die Strandpromenade und winke Ihnen wie ein Operettenkapitän in Zivil zurück:
Mast und Schotbruch!
Gruß vom Festland
Ihr M.K
daß Herr Doktor Matthias Knoll ein Echter DOKTOR ist,
mit Echter Dissertation, mit Echtem DiktorVater,
mit Echter FußzeilenEthik.
Zu weit gespannt ist seine horizontale und vertikale
Bandbreite über die Dimension seiner so ungewöhnlichen
Beobachtungsgabe an die Wesentlichkeit der Welt, wie
auch die Milde seiner Anschauung der Empirie...;
meine damit, ohne jegliche elitäre Ignoranz auf die
Bedürfnisse der Leser vermag es Herr Dr. Matrhias Knoll,
seine intensive Wahrnehmungsgabe den geneigten Interessenten
mit einen Frühlingshauch von angenehmer Intellekt-
zerstreuung seine Winterliche Kälte aus den Gebeinen
strömen zu lassen.
Herr Doktor Matthias Knoll hat seine akademische
SouveränitätsPrüfung bestanden.
Herzlicher Glückwunsch gebührt Ihm.
seine intensive Wahrnehmungsgabe deM geneigten Interessenten
mit eineM Frühlingshauch von angenehmer Intellekt-
zerstreuung seine Winterliche Kälte aus den Gebeinen
strömen zu lassen.
Ehre, wem Ehre gebührt.
eine salzige Brise auf die Backe
geklebt, aber nun war meine chronische
Redundanz der WahrnehmungsQualität
mir wiederum eine Hilfe gegen die
destruktive soziologische Wirkung
der schlichten intellektuellen Blamage;
Teilnehmer/in @ Nom de Net:
ICH habe verstanden.
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