Trotz Weltwirtschaftskrise: Akademiker, Fach- und Führungskräfte sowie Hochgebildete werden immer noch händeringend gesucht
Trotz
Weltwirtschaftskrise:
Akademiker,
Fach- und Führungskräfte
sowie Hochgebildete werden immer noch händeringend gesucht
Die Weltwirtschaftskrise, nun ja. Gegenwärtig ist sie in aller Munde und wahrscheinlich, will man den täglichen Nachrichten glauben, wird das Schlimmste wohl noch lange Zeit nicht überstanden sein. Maßgeblich verschuldet von raffgierigen Bankern und Managern, die selbst nach dem von Ihnen angerichteten Schaden noch nicht einmal den Anstand besitzen, auf Ihre Provisionen zu verzichten, müssen die kleinen Leute dafür nun wohl oder übel die Zeche zahlen. Es ist halt wie immer. Und wer sollte da nicht Verständnis für so einige Krawallmacher in Berlin oder in Hamburg haben, die ob dieser Verhältnisse, oder besser gesagt Zustände, regelmäßig auf die Barrikaden gehen. Wie bereits gesagt: Es ist halt wie immer.
Den meist jugendlichen Krawallmachern muß aber mit diesem Bericht nun gesagt werden, daß sie, bevor Sie weiterhin Molotowcocktails herstellen oder Fahrzeuge anzünden, doch erst einmal richtig lesen lernen und dann auch intensiv und aufmerksam lesen sowie die allgemeinen Nachrichten verfolgen sollten. Denn nicht in der Randale, nein, in eben den alltäglichen Pressemitteilungen unserer freien, unabhängigen und unbeeinflußten Presse liegt die Lösung des Problems und somit auch der Wirtschaftskrise.
Trotzdem mancherorts bereits Studiengebühren erhoben werden, ist ein Studium in Deutschland immer noch billiger als in sehr vielen anderen Teilen der Welt. Und der zweite Bildungsweg zur Erlangung der allgemeinen Hochschulreife steht schließlich auch immer noch jedem offen. Mit einem fertigen Diplom, Bachelor, Master oder gar Doktor in der Tasche sind die Bewerbungsmöglichkeiten dann unbegrenzt. Was man da alles tun kann und wie aktiv und sinnvoll das Leben nach dem Abschluß dann gestaltet werden kann, läßt sich sehr gut unter
nachlesen. Dies ist ein von mir verfaßter Bericht auf den Internetseiten der „Deutschlandweiten Initiative Akademiker und Arbeitswelt“ (DIAA), einer Initiative, die es sich zum Ziel gemacht hat, die Offensive unserer Bundesregierung betreffend einer „Bildungsrepublik Deutschland“ mittels notwendiger Aufklärungsarbeit aktiv zu unterstützen. Denn nur wenn sich die Zahl der Studienanfänger sowie der ausstudierten Akademiker erhöht, kann diversen wirtschaftlichen und politischen Mißständen sinnvoll begegnet werden. Sinnvoller jedenfalls als durch bloße Straßenschlachten. Und anstatt allenthalben soziale Unruhen zu provozieren, könnte dann der ein oder andere irgendwann selber ins Management gelangen, um von dort aus, ehrlicher, besser und effektiver agierend als seine heutigen Vorgänger, die gegenwärtige Situation in eine durchweg positive Zukunft umzuwandeln. Wie sehr man dabei sowie beim Streben nach einer sinnvollen beruflichen Zukunft bereits heute sogar von den verschiedenen Verbänden unterstützt wird, läßt sich leicht unter
nachlesen. Dies ist ebenfalls ein von mir verfaßter Bericht für die DIAA, welcher hier unter der Rubrik „Erfahrungen im Job“ veröffentlicht wurde. Und ich bin bei weitem nicht der einzige. Der erste Bericht unter dieser Rubrik stammt nicht von mir, ist aber ebenfalls sehr interessant und zeigt, daß auf dem akademischen Sektor nicht nur für Männer, sondern auch für Frauen ungeahnte Chancen bestehen.
Glücklicherweise existieren aber nun nicht nur die Bundesregierung, potentielle Arbeitgeber sowie die DIAA. Nein, es existieren hier noch viele andere Gruppen und Personen, von denen einige mittlerweile so dankbar für die Ihnen in unserem System gegebenen Bildungs- und Entfaltungsmöglichkeiten sind, daß Sie Ihr Wissen sowie Ihre Kompetenzen teilweise sogar quasi ehrenamtlich zur Verfügung stellen, und das bereits sei vielen Jahren. Teilweise wurde davon sogar auch in der Zeit oder im Spiegel berichtet. Allerdings kann ich hier in diesem Bericht nur auf einige wenige Links dieser Art aufmerksam machen. Einige davon sind:
http://www.fr-online.de/f...
http://inhalt.monster.de/...
http://www.academics.de/w...
http://www.tacheles-sozia...
http://www.spiegel.de/wir...
http://www.academics.de/w...
http://www.spiegel.de/uni...
http://www2.tu-berlin.de/...
http://www.zeit.de/2003/3...
http://wissen.spiegel.de/...
http://www.zeit.de/1999/0...
http://www.zeit.de/1998/4...
Bei der Mehrheit der hier nicht erwähnten möchte ich mich deshalb entschuldigen. Allerdings nicht, ohne gleichzeitig noch einen Aufruf zu starten. Bei der Vielzahl der zu diesem Thema verfaßten Berichte sowie der im Laufe vieler Jahre veröffentlichten Erfahrungen ist es mir eigentlich ein Rätsel, warum sich nicht sehr viel mehr Betroffene öffentlich in Organisationen wie der DIAA engagieren oder aber sich in der Presse öffentlich dazu äußern. Sicherlich läßt sich im Zuge jeder Legislaturperiode eine neue Regierung wählen. Sicher lassen sich in diesem Zusammenhang auch Wahlversprechungen abnehmen. Was deren Wert sowie deren Einhaltung betrifft, und auch was den eigentlichen Wert, oder besser gesagt den eigentlichen Stellenwert, von Bildung und sozialem Aufstieg im Rahmen derartiger, mittlerweile sogar austauschbarer, Politik betrifft, so kann sich hier nur etwas zum Positiven ändern, wenn möglichst viele Leute möglichst oft und möglichst kontinuierlich sowie möglichst öffentlichkeitswirksam die Wahrheit über die Situation eines Großteils der Akademiker verbreiten.
Denjenigen, welche nun immer noch die Randale einer ordentlichen Bildung sowie höheren akademischen Weihen vorziehen, sei abschließend nun gesagt: Keine Angst, wenn Ihr es trotz höherer Bildung nicht bis ins Management oder bis in eine adäquate Stellung schafft. Wie in diesem Bericht sowie aus den hinzugefügten Links ersichtlich, ist bis jetzt noch aus jedem Ausstudierten etwas geworden. In unserem lobenswerten sozialen System der Bildung für alle sowie der Zukunftschancen für jeden bleibt garantiert niemand auf der Stecke. Man muß seine Chancen hier nur ergreifen, dann hält das Leben auch noch so manche Überraschungen für die wirklich Engagierten bereit. Welcher Art diese letztendlich sind, dieses Urteil will ich einem jeden Leser dieses Artikels sowie der Links, auf die in Ihm verwiesen wurde, selbst überlassen. Auf eine umfassende Resonanz würde ich mich aber freuen, da mich, und wahrscheinlich nicht nur mich, diese Urteile und Meinungen ebenfalls interessieren. Einige weitere Interessenten kenne ich im Übrigen bereits. Es sind unsere allseits geachteten Politiker, Funktionäre und Manager, welche insbesondere jetzt, in Anbetracht von Wirtschaftskrise und Superwahljahr, vermehrt in die Zeitung schauen dürften.
Dr. Jens Romba
schwierig. Hätten wir sonst eine Weltwirtschaftskrise?
Hochgebildete und Höchstqualifizierte,
die NICHTS oder einen Job als PRAKTIKANT
bekleiden.
die fallen beim recruiting alle durch den Schurkentest.
Hartz 4 ist schon ein tiefer Abstieg für einen Akademiker. Übel. Da würde ich lieber Bierkisten bei Aldi ausladen, Einkaufswagen zusammenschieben, BigMacs braten und dabei Brecht rezitieren oder Camus "Der Mythos von Syssiphos" . Alles nicht sehr heroisch, aber immer noch besser als Hartz 4.
Den Ton dieses Artikels finde ich schon recht larmoyant und schwer erträglich. Wenn alle arbeitslosen Akademiker stur auf einen Job bestehen würden, der ihrem Qualifikationsprofil 100% entspricht, dann gäbe es noch sehr viel mehr solcher Erfahrungsberichte. Ich z.B. bin für meinen derzeitigen Job definitiv überqualifiziert. Und kenne viele andere, denen es auch so geht. So what? Ich habe nette Kollegen, nette Chefs und werde gerecht entlohnt. Und die Arbeit macht meistens sogar Spaß, weil ich dabei immer noch was Neues lernen kann. Was will man mehr. Ein bisschen flexibel im Kopf muss man schon sein. Es gibt immer Alternativen zu Hartz 4.
ist eine andere. Weswegen wandern denn soviele Akademiker ab, in die USA oder andere EU Nachbarn wenn es in D so toll aussieht. Alleine aus meinem Bekanntenkreis kenne ich mehr als 50 % mit Dr. die eben nicht etwas akademisches zum Schluss ausueben sondern Taetigkeiten die diese ueber Wasser halten. Ich kann nur jedem raten mit akademischer Ausbildung Raus aus Deutschland. Was wird denn von der Industrie gesucht: Jung, unter 30, mit Dr., 3 Sprachen fliessend und 3 jahre Auslandserfahrung und 2 jahre Arbeitserfahrung. Das ist alleine schon rechnerisch nicht moeglich ausser man kauft sich den Titel. In einem Punkt gebe ich Ihnen jedoch recht. Deutschland braucht dringend Akademiker. Deutschland braucht noch dringender Stellen fuer Akademiker da wir nicht ewig auf Forschungsergebnisse von Gestern leben koennen. Dort sind uns viele Laender voraus. Den Sargnagel fuer deutsche Innovationen wurde mit Einfuehrung des Bachelors und Masters gelegt, sowie Studiengebuehren die die Qualitaet der Ausbildung nicht foerdern sondern zum Teil noch verschlechtern. Von den ausgebildeten Akademikern mit Dr. finden uebrigens nur 20 % einen Job in der Industry. der Rest bleibt auf der Strecke oder wandert aus oder schult um.
beschäftigten Drs. sollten in die Politik gehen.
Eine gute Alternative zu HartzIV ...
>>Von den ausgebildeten Akademikern mit Dr. finden uebrigens nur 20 % einen Job in der Industry. Der Rest bleibt auf der Strecke...<<
Wenn diese Aussage stimmt, sollten dasz die Studenten dringen auch zur Kenntnis nehmen bzw. zur Kenntnis gebracht bekommen, z.B. durch diese Zeitung!
Daher meine Bitte an den Schreiber des Beitrages: Woher stammen diese Zahlen und wie sind sie belegt. Bitte kurz per eMail an diaa.de !
diaa@diaa.de
Danke
In die Politik? Da kommen doch die Steinewerfer und Molotowcoctailanzünder hin. Herr Joschka Fischer hat es vorgemacht - und manch andere ebenso!
Gruselig sich vorzustellen, welche Leute also in 30 Jahren unser Land regieren!
Ich kenne einige Doktoren die zu lange in der Forschung an der Uni waren, und mit über 35 sich entschieden, wegen Familie und Kindern an einem Ort bleiben zu wollen und nicht von Forschungsauftrag zu Forschungsauftrag alle 2-4 Jahre den Wohnort zu wechseln, so dass sie sich entschieden nun in die Industrie zu gehen.
Nur einer hat es geschafft. So ist es häufig.
Viele Fächer werden einfach nicht gesucht, Zahlenquellen kenne ich nicht, aber vielleicht weiß das Arbeitsamt darüber genauer Bescheid.
Ich habe das öfter gehört: Überqualifiziert. Das ist schon bedenklich, dass man es so oft hört und manchmal nur ein Studienabschluss dafür reicht. Der Dr.Titel schreckt viele kleinere Unternehmen ab.
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