Leserartikel-Blog

Die Dummheit der Menschen - eine Kritik an der Gesellschaft

Wie kannst du, ausgerechnet du, den Menschen für seine Intelligenz verspotten, der sein Wissen später mal für die Technik nutzen wird, um das Handy zu verbessern, ohne das du schon jetzt nicht leben kannst?
Und du, warum leidest du, der du viel erfahrener, schlauer und erhabener bist, unter der Herrschaft einer leeren Fassade, die verwelken wird ohne Großes zu vollbringen?
Was läuft falsch in dieser oberflächlichen Welt? Warum geht es immer mehr ums Haben als ums Sein?
Warum verlieren gute Eigenschaften wie Fleiß, Ehrgeiz, Zielverfolgung, Ehrlichkeit und Gutmütigkeit an Bedeutung? Warum sind es Werte wie Faulheit, Machtausübung, Arroganz, Egoismus, Ausnutzen, Lügen und Rücksichtslosigkeit, die einen heute weiter bringen?
Warum war das schon immer so, seit es die Menschheit gibt?
Wir haben das größte wissen, die höchste Technologie, die klügsten Menschen, die beste Erfahrung und die hervorragendsten Kenntnisse, die wir je hatten. Wenn wir sie nur anwenden würden ...
Was spricht in der Theorie dagegen, eine Welt aufzubauen, wo nicht jeder in erster Linie an sich denkt, sondern eine Welt, wo Menschen miteinander und nicht gegeneinander leben. So leben, dass es keinem schadet. Eine ehrliche Welt, in der man nicht gezwungen ist, ob durch gute Manieren, Höflichkeit und Anstand, oder Etikette, jemandem etwas vorzugaukeln.
Warum sterben Menschen überall auf der Welt an Hunger, wenn man mit dem Gold aus dem Vatikan die ganze Welt ernähren könnte.
Warum lassen wir uns von Menschen leiten, ohne Wissen und Gewissen, die sich um ihre Finanzen keine Sorgen zu machen brauchen, und merken nicht, dass keiner etwas bessert, keiner etwas verbessern will, sondern rücksichtslos in ihren eigenen Geldbeutel schauen und ihre Macht ausnutzen. Wer hat da noch Vertrauen in sie? Ich nicht.
Wer unterstützt diese Menschen, wer steht notfalls mit seinem Leben hinter ihnen, anstatt die Wahrheit zu sehen und selbst diesen Posten zu erstreben mit der Vision, etwas zu verbessern. Wie viele machen das schon?
Warum haben wir nicht aus unserem allerersten Krieg, dem allerersten Mord oder Verbrechen aus Gier oder Neid eingesehen, dass das zu nichts führt? Warum wiederholt es sich seit Millionen von Jahren, und nichts verbessert sich, außer der Kampfmethode und den Waffen.
Stattdessen regiert der Hass in unserer Welt, Missgunst, Besitzergreifung - es beginnt mit dem Streit im Kindergarten und endet mit dem Krieg.
Und niemand hat etwas gelernt.
Warum ist uns unser eigenes Wohlbefinden, der Luxus, den wir haben, wichtiger, als das Leid und der Tod unserer Schwestern und Brüder?
Warum spielen Kinder schon in frühen Jahren mit Spielzeugpistolen, um die sie sich beneiden, die sie sich wegnehmen, um die sie konkurrieren, sich minderbemittelt fühlen und später zu Ganganführern und Klassenchefs, zu Kapitalisten und Diktatoren.
Warum diskutieren wir noch über ein Verbot für Killerspiele, wenn es eine Welt geben könnte, in der so etwas nicht notwendig wäre, weil es niemandem gefallen würde, Menschen auch nur in einer virtuellen Welt zu erschießen.
Und niemand merkt etwas.
Warum lassen wir uns leiten von Menschen, die unsere Unkenntnis ausnutzen, warum informieren sich nur wenige zusätzlich? Und warum werden diese schief angesehen?
Warum werden alle schief angesehen, die im Endeffekt keine schlechten Absichten verfolgen - Streber, Hippies, Ökos, Gläubige, Homosexuelle, Andersfarbige, auffällig gekleidete werden stets verspottet. Wir leben in einem freien Staat und in einer aufgeklärten Gesellschaft; aber dennoch in einem Alltag, in dem keiner den anderen je in Ruhe lässt.
Warum unterdrücken wir alle Schwächeren - und wenn es sie nicht gäbe, wären die Starken dann noch stark? Warum unterdrücken wir die Tiere, die mit uns leben, woher nehmen wir die Macht über sie, die Pflanzen, die unseren Sauerstoff liefern, fällen wir für unsere Bedürfnisse.
Warum vergewaltigen wir die Erde, auf der wir leben, die Natur, dank der wir atmen, den Planeten, auf dem unsere Nachkommen leben werden? Heutzutage kann keiner mehr sagen, er weiß von nichts, wir sind aufgeklärt genug; die Hauptverursacher der Erderwärmung wissen am besten Bescheid, und durch zahlreiche Statistiken, Fakten, Dokumentationen oder Schulprojekte weiß es selbst die einfache Bevölkerung. Doch die mit den besten Methoden, dagegen anzukämpfen, unternehmen nichts, sie stoppen nichts. Und wir sind es allein dank unseres Daseins unserer Werde und unseren Kindern und Enkeln schuldig, diesen Planeten nicht zu zerstören, sondern ihn verbessert zurücklassen.
Doch niemand unternimmt was. Und jeder hat die Chance, etwas zu verändern.
Und später kann niemand sagen, er habe nichts gewusst oder einem anderen die Schuld überlassen.
Worte wie diese werden gelesen, überdacht, setzen sich fest und nach gewisser Zeit kehrt man in seinen Alltag zurück, unberührt - nur wenige ändern ihr Leben von Grund auf.
Was also unterscheidet uns von den Tieren, die wir so unterdrücken? 99% der Gene von Mensch und Affe sind identisch. Doch letzten Ende ist unsere Intelligenz nicht allzu verschieden. Denn trotz der Gewissheit, das was schief läuft, Trotz der Unzufriedenheit und dem Leid in der Welt, trotz der Erfahrung, ist alles beim Alten, keiner ändert etwas.
 
Denn die Menschheit ist dumm; sie wird dumm geboren und lernt nichts dazu; und wir sterben dumm, ohne etwas Vollbracht zu haben, lehnen den Verlauf unseres Lebens an den derer an, die wir als Vorbilder betrachten, ohne selbst spuren zu hinterlassen. Leben nach uns aufgezwungenen Geboten, von Eltern, Kirche, Gesetz und Staat, ohne eine eigene Meinung auszubilden - oder zu vertreten.
Von allen Spezies ist der Mensch die Klügste - und doch die Unglücklichste.
Die Menschen sind dumm; ich bin bloß solch ein Mensch.
Bloß einer unter vielen; aber nicht nur einer, der so denkt.
Ohne dass sich etwas ändert.