Leserartikel-Blog

„Übrigens in Deutschland kriegt kein Jude Chemo“ Zitat Hamer (GNM-Sektengründer)

„Übrigens in Deutschland kriegt kein Jude Chemo“ Zitat Hamer (GNM-Sektengründer)

Werte Leser,
es gibt Mörder, die haben eine Tatwaffe, um den Mord auszuüben. Es gibt auch Menschen, die man als Mörder bezeichnen kann, die aufgrund von Widerstand und das Ablehnen von erforderlichen, lebensrettenden Behandlungen in der Krebstherapie ohne "Handanlegen" zu solchen Tätern werden.
Ryke Geerd Hamer, Arzt ohne Approbation, Sektengründer der Germanischen Neuen Medizin und bekennender Antisemit hat seit 24.12. 2009 wieder einen Menschen auf dem Gewissen und in einem Interview zeigt er keine Spur von Emotion. Er weist alle Schuld von sich in einem Interview (Report, ARD) und erzählt von einem Chip. Chip?
Das Gespräch wurde von dem Reporter nach über einer Stunde abgebrochen. Zumal Hamer z. B. auch behauptete, dass Aids nur eine Allergie sei und es keinen HI-Virus gebe. Während des Interviews kommt er immer wieder auf sein Lieblingsthema. Die antisemitische Haltung des Sektenführers war für das Report-Team unzumutbar. Die Juden wollten mit der Chemotherapie die Nichtjuden vernichten und ist auch hinsichtlich folgenden Zitates nachvollziehbar:

Ryke Geerd Hamer: "Übrigens in Deutschland kriegt kein Jude Chemo. Kein Jude kriegt Chemo. Das wollen wir auch festhalten. Und die allermeisten Onkologen gehören dieser Glaubensgemeinschaft an. Sie behandeln ihre jüdischen Patienten ohne Chemo und die nicht-jüdischen mit Chemo.“

Da Sektenführer Hamer den Fall samt allen medizinischen Gutachten im Internet veröffentlichte, nahm auch die Universitätsklinik Ulm vor dem Report-Team Stellung:
Prof. Dr. Daniel Steinbach, Universitätsklinik Ulm: "Die meisten Kinder, die wir mit so einem Tumor in so einem Stadium behandeln, die werden gesund und bleiben gesund und das wäre wahrscheinlich auch für diese Patientin möglich gewesen."

Das 12-jährige Mädchen aus dem Allgäu könnte heute noch leben, wäre es in Tübingen bzw. Ulm in den Unikliniken behandelt worden. Ärzte sprachen von ca. 60-70 Prozent Heilungschance für die 12- Jährige. Die Eltern von Susanne sind Anhänger der Germanischen Neuen Medizin und folgten dem Rat des Sektenführers. Susanne war laut Hamer nicht krank.
4 Gutachten erstellte Hamer in seinem Exil in Norwegen und veröffentlichte diese im Internet. Im Oktober war Susanne zu einer Untersuchung in der Uniklinik Ulm. Die damalige Diagnose lautete, dass der Tumor sehr schnell wächst und das junge Mädchen Metastasen hatte. Der damals behandelnde Arzt bezifferte die Heilungschancen damals mit einer Chemotherapie nur noch auf etwa 20-30 Prozent.
Im Allgäu wurden übrigens das Jugendamt, Landratsamt und auch das Familiengericht tätig, allerdings kam die Hilfe viel zu spät.

Wer an Krebs erkrankt oder wenn in der Familie ein Krebserkrankung vorliegt, dann sollte man sich in seiner Not nicht an die Anhänger oder an Sektenführer Hamer der Germanischen Neuen Medizin wenden. Diese Organisation wird als Psychosekte eingestuft. Die Mitglieder der Germanischen Neuen Medizin behaupten, Ursachen für alle Krankheiten findet man in psychischen Konflikten. Anhänger leugnen die Existenz von Krankheitserregern und raten von jeglicher schulmedizinischen Therapie ab. Hamer ist bekennender Antisemit und Beziehungen zur rechtsextremen Szene sind daher nennenswert. Laut einem Internetbericht geben manche Sektenmitglieder Heimatland mit „Deutsches Reich“ an. Wegen Volksverhetzung ermittelt die Staatsanwaltschaft Göttingen gegen ihn.
100 000 Anhänger soll es laut eigenen Angaben des Sektengründers geben. Laut einem Medienbericht strömen scharenweise Krebskranke zu seinen Veranstaltungen, um einen Vortrag der Germanischen Neuen Medizin zu hören.

Ich kann nur vor dieser Sekte warnen. Wer als Krebskranke oder Krebskranker auf die Worte Hamers vertraut- kann nur sterben!

Ich vertraue auch weiterhin den Ärzten in der Onkologie.
Wir leben nur einmal auf diesem Planeten und sollten uns nicht von einem Sektenführer einreden lassen, dass einem krebskranken Mädchen ein Chip in eine Kanüle eingesetzt wurde und dann jemand via Satellit dieses Mädchen töte.

„Diese Chips, die werden in die Kanüle vorne eingesetzt. Die Kanüle hat einen Durchmesser von 0,3 Millimeter und da können sie so einen Chip einsetzen, beliebig lang einen Millimeter oder zwei je nach dem. Und der hat dann also Giftkammern und da ist ja ein Patent angemeldet sogar und die können sie dann beliebig, per Satellit auslösen. Und denn ist er tot."“ Zitat aus dem Interview (Report, ARD)

Quellen
http://www.br-online.de/d...
http://forum.netdoktor.de...