Fragen an Günter Wallraff: Situation des Mittelstandes und behinderter Menschen
19. Juli 2009
Fragen an den Journalisten Günter Wallraff
Situation des Mittelstandes und behinderter Menschen
Sehr geehrter Herr Kollege Günter Wallraff !
An aller erster Stelle möchte ich Ihnen für Ihr Engagement, oft auch für benachteiligte Menschen, ungeachtet dessen ob diese Menschen aus der Türkei, Deutschland oder einem anderen Land kommen herzlichst DANKEN.
In diesen Tagen der Trübsal und geprägt von globaler Weltwirtschafts-Krise kommt es leider viel zu selten vor, dass Menschen eine Bitte hören oder einfach auch nur "DANKE" sagen oder zumindest doch schreiben.
Ich glaube, dass ihr Engagement besonders wichtig und auch kostbar ist. Wie die von mir sehr geschätzte amerikanische Kollegin Amy Goodman von Democracy NOW! (Bücher: „Standing Up To The Madness“, „Static – Government Liars, Media Chear Leader And The People Who Fight Back“) bin ich der festen Überzeugung, dass eine freie Presse und Journalisten als „Check and Balance“ wirken sollten und nicht als die verlängerten Arme von Regierungen oder sich gar zu „Regierungs-Sprechern“ machen lassen sollten.
Wir beide wissen, dass es auch bei diesem hohen Anspruchs-Denken nicht ausbleibt, von Regierungen „genutzt“ oder auch manipuliert zu werden.
Bei Ihrem sehr guten Engagement, Wirken und Arbeiten, würde ich mich daher besonders freuen, wenn auch Sie über die Situation von mittelständischen Unternehmern und Unternehmerinnen in Deutschland und zur Situation über Menschen mit Behinderungen berichten könnten.
Obgleich die mittelständischen Unternehmer und Unternehmerinnen vor allem auch in Zeiten der globalen Weltwirtschaftskrise so wichtig in der FRAGE um den Erhalt von Millionen von Arbeitsplätzen sind, gibt es fast kaum ein Medium in Deutschland, das über die Situation dieser engagierten Männer und Frauen berichtet. Zur Situation von Menschen mit Behinderungen wird kaum berichtet. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass es in Deutschland KEINE Lobby für Menschen mit Behinderungen gibt. Wen verwundert es angesichts dieser Dinge, dass es in Deutschland nicht einen einzigen Interessens-Verband etwa auch für Journalisten und Journalistinnen mit Behinderungen gibt?
Die FRAGE sind 650 Millionen Menschen weltweit, die mit Behinderungen leben, etwa tatsächlich nicht „für das System relevant“...wie es einige Vertreter und Vertreterinnen der Main Stream Medien formulieren. Daran habe ich Zweifel, das meint, ich glaube nicht daran, dass 650 Millionen „gänzlich ohne Bedeutung für das System...“ sein sollen.
Als Gründer und Redaktionsleitung des internationalen Medien-Projektes für die Menschenrechte Liberty and Peace NOW! Human Rights Reporters möchte ich Sie gerne herzlich einladen, zu den oben genannten Themen zu recherchieren und auch zu berichten. Daher bitte ich freundlichst um Kontakt-Aufnahme mit dem Büro unserer Redaktions-Gemeinschaft (email: andreasklamm@hotmail.com ).
Vielen Dank für Ihre Arbeit und Ihr Wirken. Vor allem Deutschland braucht die Stimmen auch Gesellschafts- und Sozial-Kritischer Stimmen von engagierten Journalisten, Journalistinnen und Menschen. Weitere Informationen finden Sie in meinen 6 Büchern zu den Themen: Menschenrechte, Politik, Gesellschaft und Soziales.
Mit freundlichem Gruß
Andreas Klamm, Französicher-deutscher Journalist, Rundfunk-Journalist, Autor
Redaktionsleitung Liberty and Peace NOW! Human Rights Reporters, internationales Medien-Projekt für die Menschenrechte und MJB Mission News, ISSN 1999-8414, internationales Nachrichten- und Mission-Magazin
Werter Herr Klamm,
vielen Dank für diesen offenen Brief an Herrn Wallraff.
Ich kenne mich in dem Metier Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen etwas aus.
Asthma, eine Erkrankung, die auf dem Vormarsch ist, kann einem jungen Menschen zum Außenseiter nicht nur im Freundeskreis, sondern auch in der Berufswelt machen. Je nach Schwere der Erkrankung kann nicht jeder Beruf ausgeübt werden und nicht jeder Arbeitgeber ist gewillt - eine an Asthma erkrankte Person auszubilden bzw. einzustellen.
Ich bin keine Journalistin, doch versuche ich auf Missstände in der Welt aufmerksam zu machen und ich lasse mich nicht einschüchtern, stehe zu jedem Wort, dass ich verfasse.
Ich wünschte mir, dass es noch mehr Menschen wie Sie gibt, die sich für Menschenrechte einsetzen.
Vielen Dank für Ihr Engagement.
Mit freundlichen Grüßen
Corina
Das Leben ist nur dann lebenswert, wenn die Umwelt, die das Leben eines Menschen bestimmt auch die Möglichkeit eines lebenswerten Lebens bietet, unabhängig von der Schwere der Behinderung. Alle Menschen haben Anspruch auf ein humanes Leben und nicht nur auf die Duldung bei Lebzeiten. C.W.
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