Leserartikel-Blog

Anregungen für eine erweiterte Krebstherapie

EIN BRIEF AN CRISTOPH SCHLINGENSIEF

Es gibt bei Krebs – so kann ich das aus wiederholter eigener Erfahrung sagen – noch weitere Therapiemöglichkeiten, die sehr erfolgreich sind, sofern man sie nicht halbherzig, sondern konsequent durchführt.

Es ist zum einen die Ernährung. Durch das Vermeiden bestimmter Nahrungsmittel entzieht man dem Krebs „Aufbaustoffe“:
Keine Tomaten, Paprika, Auberginen, Frühkartoffeln, Broccoli und Blumenkohl.
Kein Mastgeflügel, kein Schweinefleisch.
So wenig Zucker und Weißmehlprodukte wie möglich.
Wenn man wieder richtig gesund ist, kann man alles wieder essen, wobei Schweinefleisch grundsätzlich das schlechteste Fleisch ist, es macht den Körper „weich“. (Ich habe mit Hilfe dieser Diät vor ungefähr 25 Jahren einen Blasenkrebs besiegt.)

Zum anderen gibt es die mit viel Aufwand unterdrückten Kräuterrezepturen der Österreicherin Maria Treben. Sie war eine überaus gebildete Frau und hat erst nach langen Studien und unzähligen Erfolgsmeldungen ihrer „Patienten“ ihre Arbeitsergebnisse veröffentlicht.
Es schreckt vielleicht viele ab, dass ihre Rezepturen unter dem Titel „Heilkräuter aus dem Garten Gottes“ erschienen sind. Aber sie war eine gläubige Katholikin – wohl so eine Art weißes Schaf…
In diesem Buch stehen viele Mittel gegen Krebs. Es wurde ihr später untersagt, ihre Krebsmittel zu veröffentlichen. Aber das Buch ist wieder erhältlich. In ihrem letzten Buch „Aus meiner Hausapotheke“ sind keine Mittel gegen Krebs enthalten. Es ist jedoch aus anderen Gründen lesenswert.

Zu Lungenkrebs schreibt sie Folgendes:

KALMUS
Tagsüber kaut man kleingeschnittene Kalmuswurzeln, schluckt den etwas bitter schmeckenden Wurzelsaft mit Schafgarben-Tee hinunter und spuckt die Wurzelrückstände aus.

SCHAFGARBE
Ein gehäufter Teelöffel Schafgarbe pro Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und über den Tag verteilt zwei bis drei Tassen Tee trinken.

ZINNKRAUT-UMSCHLAG
Zwei gehäufte Handvoll Zinnkraut werden in einem Sieb über einen Topf mit kochendem Wasser gehängt. Die Kräuter dürfen nicht im Wasser liegen. Durch den aufsteigenden Wasserdampf wird das Zinnkraut heiß. Man kippt den Siebinhalt in ein sauberes Leinentuch und legt es auf die entsprechende Körperpartie. Mit einem warmen Tuch wird der Umschlag fixiert.
Der Zinnkraut-Dunstumschlag sollte während der ganzen Nacht getragen werden.
(Ich füge hinzu: Das Erhitzen des Zinnkrauts dauert 20 – 30 Minuten, Deckel drauf ist sinnvoll. Eine zusätzliche Wärmflasche auf dem Umschlag wird oft als angenehm empfunden.)

Zu Krebs allgemein schreibt Maria Treben:
Wie an anderer Stelle schon erwähnt, erschöpft sich die Heilkraft unserer Heilpflanzen nicht alleine auf das Besiegen von Krankheiten, sondern sie fördert und stärkt die Abwehrkräfte unseres Körpers und schützt uns damit vor Krankheiten. So gibt es einige Heilkräuter, die krebshemmend und krebsverhütend wirken können.

LABKRAUTSAFT
Krebsgeschwüre jeder Art behandelt man äußerlich mit Frischsaft des Labkrauts; mit Butter vermengt wird er auf die erkrankte Stelle aufgetragen. Das frisch gepflückte Labkraut wird gewaschen und feucht in einem Haushaltsentsafter ausgepresst.
(Notfalls mit dem Kartoffelstampfer)

MISTEL
Diesen Ruf besitzt auch die Mistel. Ich rate jedermann zu einer alljährlichen sechswöchigen Mistel-Teekur. Drei Wochen trinkt man täglich drei Tassen, zwei Wochen lang zwei Tassen und in der letzten Woche reduziert man den Konsum auf eine Tasse Mistel-Tee pro Tag.
12 Stunden weicht man dazu einen gehäuften Teelöffel Mistel pro Tasse in kaltem Wasser ein. Anschließend wird der Kaltansatz angewärmt und abgeseiht. Praktischerweise füllt man die Tagesration Mistel-Tee in eine angewärmte Thermoskanne.

RINGELBLUME
Bei einer Krebserkrankung sollte man über einen längeren Zeitraum Ringelblumen-Tee trinken.
Dabei kommt ein gehäufter Teelöffel Ringelblume auf eine Tasse, mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise über den Tag verteilt drei bis vier Tassen trinken.
Mit dem Frischsaft der Ringelblume, frisch gepflückte Kräuter werden in einem Haushaltsentsafter ausgepresst, behandelt man äußerlich die von Hautkrebs befallenen Körperstellen.

ZINNKRAUT
Krebshemmende Wirkung besitzt auch das Zinnkraut. Pro Tag sollte man eine Tasse Tee trinken.
Dazu brüht man einen gehäuften Teelöffel Zinnkraut pro Tasse mit heißem Wasser, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.
Doch selbst wenn es nicht gelungen ist, den Körper vor Krebs zu schützen, so wachsen im Garten Gottes heilkräftige Pflanzen, mit denen man den Krebs erfolgreich bekämpfen kann.

MISCH-TEE
Krebshemmende Wirkungen besitzt auch der nachfolgende Misch-Tee aus 100g Brennessel, 100g Schafgarbe und 300g Ringelblume.
Man brüht sechs Teelöffel dieser Kräutermischung mit 1,5 Liter heißem Wasser ab, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und in eine angewärmte Thermoskanne füllen. Alle 20 Minuten nimmt man tagsüber einen Schluck von diesem Misch-Tee.
(Anmerkung: Dieser Tee ist dafür bekannt, dass er gleichzeitig mit einer Chemotherapie angewendet verhindert, dass die Haare ausfallen. Auch bleibt bei Frauen die Regel als Folge der Chemotherapie nicht aus.)

KLEINER SCHWEDENBITTER
Mit einem der eingangs genannten Tees nimmt man täglich drei Esslöffel Kleinen Schwedenbitter ein. Dabei kommt ein Esslöffel auf eine halbe Tasse Kräutertee, die man jeweils zur Hälfte vor und nach jeder Mahlzeit trinkt.

Bei Leukämie empfiehlt Maria Treben folgende Teemischung:
Von der nachfolgenden Kräuterteemischung brüht man pro Tag mindestens 2 Liter Tee:
30g Brennessel, 20g Ehrenpreis, 30g Holunderschossen, 15g Johanniskraut, 25g Labkraut, 15g Löwenzahnwurzel, 30g Ringelblumen, 25g Schafgarbe, 30g Schöllkraut, 20g Wermut, 25g Wiesengeißbart.
Dabei kommt ein gehäufter Teelöffel der Kräutermischung auf eine Tasse (Anmerkung: also circa 10 gehäufte Teelöffel auf 2 Liter), mit heißem Wasser abbrühen, eine halbe Minute ziehen lassen, abseihen und schluckweise trinken.
(Anmerkung: Es gibt noch eine Reihe weiterer Empfehlungen, z.B. Zinnkraut-Umschlag morgens, nachmittags und über Nacht auf Leber- und Milzgegend, vierstündiger Umschlag mit Schwedenbitter auf Leber- und Milzgegend, die man zuvor mit Ringelblumensalbe eingestrichen hat, abzudecken mit etwas Plastikfolie, Schwedenbitter wie oben angegeben vor und nach den Mahlzeiten, ebenso je einen Schluck Kalmus-Tee, der wie Mistel-Tee zubereitet wird, vor und nach den Mahlzeiten, also eine Tasse pro Tag.
Der Leukämie-Tee ist ziemlich teuer, weil man auch größere Mengen als in der Rezeptur angegeben, abnehmen muss, kostet circa 40 Euro.)

Ich habe wie gesagt beste Erfahrungen mit Frau Trebens Ratschlägen gemacht:
Ein Zinnkraut-Dunstumschlag kann über Nacht eine Blasenentzündung beseitigen, besonders wenn man gleichzeitig auch noch Zinnkraut-Tee trinkt.
Schwedenbitter-Umschläge haben mir bei einer Polyneuropathie wieder das „Laufen beigebracht“. Man kann dann manchmal vor Schmerzen nicht mehr laufen, nicht mal mit MBT-Sandalen. Ich habe mir Socken mit Schwedenbitter getränkt und darüber dünne Plastiktüten gezogen und mit etwas Tesakrepp sozusagen in Wadenhöhe zugeklebt. Diese Anwendung über Nacht hat jeweils Wunder gewirkt. Der nächste Tag war gerettet!
Schwedenbitter hilft auch wunderbar gegen Magendarm-Störungen.
Ein Teelöffel Schwedenbitter und ein Teelöffel Echinacea-Essenz stündlich im Wechsel eingenommen vertreibt nahezu jede aufkommende Grippe.
Frauenmantel-Tee hilft bei Menstruationsbeschwerden und Unregelmäßigkeit der Regel sowie bei Schwangerschaftsbeschwerden.
Brennessel-Tee reguliert den Kreislauf.
Huflattich-Tee ist besser gegen Husten und Bronchitis als alle Hustensäfte dieser Welt.

Nun kommen noch ein paar bewährte Tipps für eine gute und aufbauende Ernährung bei Krebs. Wenn man es verträgt, ist ein morgendlicher Frischkornbrei das Beste, was man zu sich nehmen kann:
Man mischt Weizen, Roggen und Hafer zu gleichen Teilen. Davon werden für eine Portion Frischkornbrei abends zwei gestrichene Esslöffel der Getreidemischung mittelfein geschrotet (man kann sich auch alles auf einmal im Naturkostladen schroten lassen) und mit wenig Wasser über Nacht zugedeckt eingeweicht. Am nächsten Morgen fügt man einen geriebenen Apfel, eine halbe zerdrückte Banane, Korinthen oder Rosinen, einige Esslöffel süße Sahne und weitere Früchte nach Geschmack zu der eingeweichten Masse.
Man kann statt der Getreidemischung auch Haferflocken nehmen. Die müssen nicht eingeweicht werden und das Ganze ist leichter zu verdauen.

Sehr wichtig ist bei Krebs die Zufuhr von Sauermilchprodukten:
200g Joghurt, 100g Buttermilch, 100g Sahnequark (alles circa) werden mit einem Päckchen Vanillezucker und nach Geschmack einigen Teelöffeln Zucker glatt gerührt. Dazu kommen der Saft einer ausgepressten Apfelsine, eine halbe kleingeschnittene Banane, Kiwi gewürfelt, reife Birne, Weintrauben, also, was man gern mag an frischen Früchten. Lecker ist es aber auch, ein paar Pfirsichstücke oder Mandarinorangen aus der Dose dazuzutun.

Bei Darmproblemen Richtung Durchfall empfiehlt es sich, 500g Joghurt natur mit 200-300g Heidelbeeren aus dem Glas zu kombinieren und ohne jede weitere Zutat zu essen.

Oder öfter mal Zaziki essen:
500g Joghurt werden mit 100g Sahnequark, 2 ganz fein gehackten Knoblauchzehen, einer halben bis ganzen mit der Schale grob geraffelten Salatgurke, Salz, Pfeffer und falls vorhanden 3 Esslöffeln Olivenöl vermischt.

Wichtig ist es, Frischkost zu sich nehmen. Wenn gar nichts geht, dann geht immer noch fein geriebener Apfel (ohne Schale), den man vor dem Verzehr ein halbes Stündchen stehen lässt.

Für Magenstarke ein Vorschlag für einen Salatteller:
Circa 20g Feldsalat, etwas Rukola auf einem Teller verteilen, dann ein bis zwei Tomaten in Stücken, etwas in feine Scheiben geschnittene Salatgurke, 1 Viertel rote Paprika in Würfelchen geschnitten sowie eine in dünne Ringe geschnittene Frühlingszwiebel darüber geben, es folgen nach Geschmack 1-2 hartgekochte geviertelte Eier, einige Oliven, etwas Schafskäse oder ein Döschen Thunfisch.
Für das Dressing verquirlt man zwei Esslöffel Olivenöl mit 1-3 Teelöffel Zitronensaft, 1 Esslöffel Wasser, Kräutersalz, Pfeffer, 1 Teelöffel mittelscharfem Senf, 1 Teelöffel Zucker und etwaig vorhandenen Salatkräutern.
Nun schneidet man noch 1-2 Scheiben Weiß- oder Toast- oder Vollkorntoastbrot in kleine Würfel, röstet diese in Olivenöl, bis sie knusprig sind und fügt ganz zum Schluss noch eine feingehackte Knoblauchzehe hinzu. Zwei Minuten unter stetigem Wenden weiterrösten und nach dem Dressing über den Salat geben.

Zum Schluss noch ein Rezept für eine Getreidesuppe, die überaus bekömmlich ist und auch bei sehr großen Magenbeschwerden noch vertragen wird.
Zutaten: 100g mittelfein gemahlenes Getreide (Weizen, Roggen, Gerste, Grünkern, Hafer – am besten als Mischung zu gleichen Teilen), 1-2 Zwiebeln, 3 Esslöffel Öl, 1½
Liter Gemüsebrühe, 400 g fein geraspeltes Gemüse (z.B. Möhren, Sellerie, Petersilienwurzel, Zuccini, Pastinake, Fenchel), 100g feingehackte frische Kräuter (Liebstöckl, Majoran, Basilikum, Kerbel, Petersilie, Beinwell, Brennessel), 50g Butter, Hefeflocken
Zubereitung:
Zwiebelscheiben in Öl glasig dünsten. Das geschrotete Korn trocken in der Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis es anfängt zu duften, über die Zwiebeln geben und mit der warmen Gemüsebrühe auffüllen. Liebstöckel und Majoran zugeben und 10 Minuten leicht kochen lassen. Gemüse hinzufügen und noch circa 5 Minuten weiter kochen lassen. Butter und restliche Kräuter hinzufügen. Eventuell etwas Flüssigkeit ergänzen und noch Salz hinzufügen. Nach Geschmack mit Hefeflocken bestreut servieren.
Dies ist das Grundrezept, das ich in dem Kochbuch „Vollwertkost zuhause“ von Ruth Topp und Anneliese Riffert gefunden habe. Es geht um diese Jahreszeit auch ohne Kräuter beziehungsweise muss man sich mit getrockneten behelfen. Es müssen auch im Sommer nicht alle Kräuter sein, es schmeckt aber sehr gut, wenn man alle hineintut, sofern man vorsichtig ist mit dem Beinwell, weil er sich geschmacklich sehr durchsetzt.

Zum Schuss noch ein Wort zu dem Stress, der entstehen kann, wenn man eine schulmedizinisch nicht anerkannte Krebsbehandlung beginnen möchte:
Die von mir vorgeschlagenen Maßnahmen können allesamt gleichzeitig zu bereits begonnenen Therapien angewendet werden. Auf den Rat der Ärzte sollte man unbedingt hören, wenn sich der Krebs in einem späten Stadium befindet, denn dann ist eine Operation zunächst oft die Rettung. Auch andere schulmedizinische Maßnahmen wie Bestrahlung oder Chemotherapie sollten nicht einfach abgebrochen werden, sie sind vielfach notwendig und sie behindern den Erfolg der Kräuter- und Diätbehandlung nicht. Sondern im Gegenteil: Es werden diese Behandlungen viel besser vertragen, wenn man meine Vorschläge anwendet.
Selbst im Krankenhaus kann man damit beginnen, indem man sich Tees oder Speisen mitbringen lässt. Man sollte auch Verständnis dafür haben, dass im Zeitplan der Schwestern kein Platz für krankenhauseigene Durchführungen dieser Art ist. Sobald man zuhause ist, kann man ja richtig loslegen. Wo ein Wille ist, ist bekanntlich auch ein Weg!