Noske ante portas! Bundeswehr darf bald auch im Inland töten.
Die Bundeswehr soll nach dem Willen der Koalitonäre bald auch im Inland töten dürfen. Der Koaltionsauschuss hat noch in dieser Wahlperiode vor, das Grundgesetz zu ändern. Fehlen bei einem „Antiterroreinsatz“ die polizeilichen Mittel, soll nach dem Willen der Koaltion in Zukunft das Militär zum Einsatz kommen.
Wie die Nachrichtenagentur dpa nach der abendlichen Sitzung des Koalitionsausschusses meldete: „Die Spitzen von Union und SPD einigten sich auch darauf, die Bundeswehr auch innerhalb Deutschlands bei Notfällen einzusetzen. 'Es wird eine Grundgesetzänderung geben', kündigte (CDU/CSU-Fraktionschef) Volker Kauder an." Wann soll die Bundeswehr nun eingesetzt werden? Wer entscheidet darüber?
„Reichen zur Abwehr eines besonders schweren Unglücksfalles polizeiliche Mittel nicht aus, so kann die Bundesregierung den Einsatz der Streitkräfte mit militärischen Mitteln anordnen." Dieser Satz soll offensichtlich in Artikel 35 Grundgesetz eingefügt werden.
Zudem soll eine „Eilkompetenz" für die „zuständigen Minister" im Grundgesetz verankert werden. Eine Sprecherin des Innenministeriums erklärt das so: „Wenn ein Flugzeug sich der Frankfurter Skyline nähert, kann es sein, dass das Kabinett nicht mehr rechtzeitig zusammentreten kann. Dann darf auch der zuständige Bundesminister selbst entscheiden, bevor das Kabinett dann berät." (Ob für diesen Fall aber überhaupt eine Grundgesetzänderung nötig wäre - und wenn, dann mit besagter „Eilkompetenz" - darüber streiten sich die Experten.)
Die Bundeswehr wird im Einsatz allerdings nicht den Befehlen der Polizeiführung unterstellt. Zu welchen Mitteln das Militär greifen darf, hänge vom Einzelfall ab. Soweit sich Maßnahmen ausschließlich gegen Täter richten, sei auch „deren Tötung" zulässig.
Das Ganz erinnert doch sehr an Gustav Noske. Noske war ein SPD-Politiker und der erste sozialdemokratische Minister mit der Zuständigkeit für das Militär in der deutschen Geschichte. Gustav Noske ist zudem bekannt durch seine zentrale Rolle in der Novemberrevolution und den nachfolgenden sozialen und politischen Auseinandersetzungen in den Jahren 1918 bis 1920.
Als Volksbeauftragter für Heer und Marine und als Reichswehrminister war Noske verantwortlich für die blutige Niederschlagung des Spartakusaufstands 1919, bei der auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermordet wurden. Nach dem Tod des Kommandeurs, der diese Ermordung veranlasst hat, Waldemar Pabst, wurde in dessen Memoiren folgender Eintrag gefunden: „Daß ich die Aktion ohne Zustimmung Noskes gar nicht durchführen konnte – mit Ebert im Hintergrund – und auch meine Offiziere schützen musste, ist klar. Aber nur ganz wenige Menschen haben begriffen, warum ich nie vernommen oder unter Anklage gestellt worden bin. Ich habe als Kavalier das Verhalten der damaligen SPD damit quittiert, dass ich 50 Jahre lang das Maul gehalten habe über unsere Zusammenarbeit.“
Auch trug Noske die Verantwortung für die Niederschlagung der Aufständischen der Berliner Märzkämpfe, bei denen etliche Kämpfer der Spartakisten getötet wurden. Weiterhin war er für die Niederschlagung von lokalen Aufständen, bei denen Räterepubliken nach sowjetischem Vorbild errichtet werden sollten, u.a. in München und in Bremen, verantwortlich.
Folgender Ausspruch ist von ihm überliefert: „Meinetwegen! Einer muss der Bluthund werden, ich scheue die Verantwortung nicht!“
Es ist schon sehr erstaunlich, dass eine solche weitreichende Grundgesetzänderung in dem Augenblick auf den Weg gebracht werden soll, wenn eine neue Weltwirtschaftskrise heraufzuziehen beginnt.
Wer ist wirklich im Visier der Koalitionäre?
"Es ist schon sehr erstaunlich, dass eine solche weitreichende Gesetzesänderung in dem Augenblick auf den Weg geracht werden soll, wenn eine neue Weltwirtschaftskrise heraufzuziehen beginnt.
Im Schatten der Krise repressive Gesetze beschließen, während die Verantwortlichen den Gottschalk geben - das lässt Rückschlüsse zu, nicht zuletzt die Qualität des Führungswechsels in der SPD erscheint in neuem Lichte - wer macht demnächst den Noske?
Verschwörungstheorien?
Verschwörungstheorien scheinen mehr und mehr die Realität zu bezeichnen;
Deutschland, quo vadis?
Wie können wir das Grauen aufhalten?
dass sie keine Demokratie mehr ist!
http://kommentare.zeit.de...
und Faschisten hier und in den US - sie werden ihn weiterträumen, wenn wir nicht bald auf die Straße gehen und auch den politikverdrossenen Bürgern die Option des baldigen Kriegsrechts hier verdeutlichen - so scheint es.
Auch die Rolle des Militärs - wie viele werden sich einem etwaigen Schießbefehl widersetzen - wie viele werden aus Angst vor Repressionen - Befehlsverweigerung und Desertation sind ja letztlich im Kriegsrecht dann auch bald zivilrechtliche Straftaten - wie viele werden also eben auch Befehle ausführen ?
Was sagte Helmut Schmidt noch vor kurzem bei der Rekrutenvereidigung vor`m
Reichstag: " Dieser Staat wird Euch nicht betrügen."
Dass dieser Betrug schon derzeit in Afghanistan geschieht - diese Einschätzung habe ich ja auch nach meinem Besuch dort beschrieben - vor gut zwei Monaten.
Nun verschärft sich also die Dimension des Betruges - wessen Freiheit soll nun auch bei uns verteidigt werden - nicht nur am Hindukusch ?
Terror ist waaaahhhhnnnnnsinnig gefährlich
Deshalb setzen wir hier das Militär ein,
während im Irak und im Libanon
das meines Wissens die Polizei hinbekommt.
Und die haben ja nun wirklich mit Gefahren zu tun.
Bei uns wird davon vor allem virtuell berichtet.
Artikel 20 Absatz 4 regelt das Recht auf Widerstand.
@Albert_Witti... Was leiten Sie daraus ab ?
Letztendlich geht es darum einen moeglichen Staatsstreich von oben zu verhindern.
dass sich inner- und ausserparlamentarischer Widerstand formieren wird.
Wie soll dieser Widerstand aussehen ?
Warum formt sich dieser nicht mit vorhandenen demokratischen Mitteln ?
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