Pflicht zur Einmischung

Tibet, Simbabwe, Darfur: Menschenrechtsverletzungen sind keine „innere Angelegenheit“. Doch wo liegen die Grenzen der „humanitären Intervention“?Von Matthias Nass

http://www.zeit.de/online/2008/17/menschenrechte-kolumne-nass
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Leser-Kommentare
  1. 1. Pflicht zur Einmischung? Das wird nicht

    Ein Papst kann sich auch irren lassen, z. B. durch eine falsche Informationsquelle. Er soll gut wissen, dass in Asia anderes Glauben, andere Philosophie und auch anderer Gott existieren.  Er ist nur ein Papst in Europa und für Europa, aber kein Papst für Asia.

  2. 2. Toll, der Papst ist auch gegen

    Toll, der Papst ist auch gegen Empfängnisverhütung, Abtreibung und Zöllibat. In welch einer wunderbaren Welt wir leben würden, wenn wir uns alles nach dem Papst richten würden!

  3. 3. Unrühmliche Geschichte

    Die Europäer und später USA haben sich in der Geschichte oft versuchen, irgendwo einzumischen. Die Kreuzzüge wurden auch durch eine Rede des Papstes initiiert. Die Europäer haben darauf hin gege Osten gekämpft, wohl aber in den eigenen Machtinteressen. Tote und Elend waren die Folge.
    Im kalten Krieg hat vor allem USA überall eingemischt und viele Diktatoren unterstützt, bis das USA zu teuer geworden ist. Es geschah im Namen der Freiheit und bracht Elend für viele Länder.
    Wen wollen sie jetzt schon wieder unterstützen?

  4. 4. Der papst

    ist fuer die Christen aller Welt (auch Asien) das Oberhaupt der Kirche. Gut ist dass er deutliche Worte in Sachen Menschenrechte findet und diese gelten fuer alle Menschen auch fuer solche die meinen keinen Glauben zu besitzen. @SharepointWelchen anderen Gott meinen sie?

  5. 5. 'wunderbar'

    heisst das. dazu gibt's ein lächeln in kreuzigungspose. so richtig zum wohlfühlen. wellness für die geplagte seele. in der wirklichen welt heisst das kitsch.

  6. 6. Bewaffnet, und als Friedensheld

    Die moralische Autorität des Papstes? Der von Josef Ratzinger, oder die der katholischen Kirche? Der Päpste, die sich alle paar Jahre mal irgendwo für irgendwas entschuldigen - für Wissenschaftsfeindlichkeit, Frauenfeindlichkeit, Inquisition, Pädophilie ... ? Woher sollte die kommen? Warum nicht die moralische Autorität von Brad Pitt? Und denen, der katholischen Kirche, geben wir jetzt die Machtmittel, sagen wir, der US-Armee an die Hand. Na prima.Stellen Sie sich vor, 3,5 Milliarden Menschen in China, Indien und Indonesien beschließen, daß die deutsche Autoindustrie ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist - sie vergiftet die Zukunft der Kinder. Und sie marschieren hier mit US-Truppen mit UNO-Mandat ein, da wir die nicht freiwillig schließen.Theo Rem

  7. 7. @Taiwanese

    Du hast dich nicht umsonst als Taiwanese bezeichnet, jedenfalls hoffe ich so sehr. Mein persönlicher Eindruck sagt mir aber, dass Du die Asia überhaupt nicht kennt. Der Gott in Asia ist Buddha, und der Papst soll es auch wissen.

  8. 8. @sharpoint

    Nun da sind wir ja schon weiter. Gehen wir noch einen Schritt und fragen was ist Buddha. Nach dem Buddhismus ist jeder Buddha, nur dass er das in diesem Leben vielleicht noch nicht erkannt hat. Daher der Abbau des Karma und nicht der Aufbau fuehrt so Schritt fuer Schritt zum Pfad der Erleuchtung. Deswegen  liesse sich nach dem Buddhismus und auch Daoismus die Goettlichkeit in einem selbst nicht durch Verbrechen an Menschen in Einklang bringen.Das hoechste Verbrechen im Buddhismus welches man begehen kann ist die Zerstoerung des Buddhas und seiner Tempel. Also siehe Tibet (der Buddha ist ein und derselbe) fuer die Zerstoerung von 6000 Kloester ist damit ein Beispiel fuer die hoechste Strafe nach dem Buddhismus die zur ewigen Verdammnis fuehrt.Uebrigens um Buddhismus zu verstehen braucht man nicht nach Asien weil dieser im Westen blueht und gedeiht.Philosophisch betrachtet ist der Gott, Buddha, Jahwe ein und dasselbe. Eine Trennung von Goettlichkeit gibt es nicht.Mfg

  9. 9. Einmischung Ja, aber keine Doppelmoral

    Einmischung Ja, aber keine Doppelmoral, weil Menschenrechte universal ist.

  10. 10. @Jay2008

    Stimme ich vollkommen mit Ihnen ueberein. Die Doppelmoral ist gerade bei den Christen oder auch Katholiken ein berechtigter Kritikpunkt.

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