Proteste pro objektive Berichterstattung und pro China inkl. Tibet in Berlin (ca. 3000 Teilnehmer)
Für den gestrigen Samstag, den 19.04.2008, war in Berlin eine Demonstration chinesischer Studenten und Bürger in Deutschland, die ein friedliches Zusammenleben aller Nationalitäten in einem vereinten China, eine objektive und ausgewogene Berichterstattung über China und die Olympiade unterstützen, angekündigt. Ein jeder war herzlich eingeladen, sich an den Protesten zu beteiligen. Ich persönlich habe die Möglichkeit wahrgenommen und bin mit meinen nicht nur chinesischen Freunden und Kommilitonen mit zwei von einem chinesischen Geschäftsmann angemieteten Reisebussen aus Leipzig angereist, um teilzunehmen und die Proteste aus erster Hand zu erleben.Ursprünglich waren rund 800 Teilnehmer erwartet worden, im Endeffekt sind es laut Polizeiangaben über 2800 Teilnehmer gewesen. Diese versammelten sich mit Tafeln, Spruchbändern, deutschen und chinesischen Flaggen und Transparenten auf dem südlichen Vorplatz des S-Bahnhofs Friedrichstraße. Die Route des Demonstrationszuges verlief vom S-Bahnhof aus über die Friedrichstraße, die Leipziger Straße, eine Umleitung durch die Wilhem- und die Voßstraße, um dann nach einem kurzen Stück durch die Ebertstraße auf dem Potsdamer Platz zu einer Abschlußkundgebung zu enden. Der Umzug verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle, nur an zwei Stellen, an den Kreuzungen Friedrichstraße-Unter den Linden und Friedrichstraße-Behrenstraße, kam es zu Protest- bzw. Störversuchen von jeweils ein oder zwei Tibetaktivisten. Diese wurden aber schnell von Polizeibeamten abgedrängt, um Eskalationen zu vermeiden und die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Während des Umzugs wurden von Teilnehmern auch Aufkleber und Informationsblätter an Passanten und Zuschauer verteilt. Die Demonstrationsteilnehmer skandierten Rufe wie: "China Einheit", "One China", "Medienfreiheit", "Vorwärts China" (auf chinesisch 中国加油), "One World, One Dream" oder "Welcome to Beijing, welcome to China". Auf den Spruchbändern waren Parolen wie zum Beispiel "Go China, not Google China; See Tibet, not CNN Tibet", "Love China", "Tibet, wir lieben dich auch", "Pressefreiheit ist nicht Freiheit der Lügen", "Schluß mit der Dämonisierung", "Olympia dem Sport und nicht der Politik", "Stop Lying", "Menschenliebe, Toleranz und Frieden: Ja! Gewalt, Lügen, Ausschreitung: Nein!" und "Tibet war, ist und wird immer ein Teil Chinas sein" geschrieben. Außerdem wurden mehrmals patriotische Lieder bzw. die Nationalhymne Chinas gesungen. Gegen 17:15 Uhr kam der Demonstrationszug dann am Potsdamer Platz an, wo diese bereits von einer kleinen Kundgebungsbühne und einigen Musikern erwartet wurden. Diese spielten mit E-Gitarren inklusive Drum-Machine-Begleitung zur Nationalhymne auf, als die Menge sie erreichte. Spontan erhob sich aus der gesamten Menge der Gesang, um die Nationalhymne Chinas zu singen. Es folgten einige patriotische und leidenschaftliche Kundgebungen, aufgelockert von mehreren Liedern über, mit und für China. Auch ein Brief von einem Abgeordneten des Justizministeriums, äußerst vernünftig und objektiv verfaßt, wurde verlesen. Es wurde weiterhin für die Olympischen Spiele geworben und ein jeder eingeladen, nach Beijing zu kommen, um diese zu besuchen. Alle Sprecher zeigten sich äußerst dankbar und bewegt ob der gewaltigen Teilnehmerzahl und deren Ausdauer und Unterstützung. Am Ende der Kundgebungen wurde noch von mehreren Teilnehmern mit farbigem Papier die olympischen Ringe nachgebildet. Am Rand der Kundgebung wurden einige Informationstafeln aufgestellt, auf denen einige Positionen Chinas zu Tibet erläutert und Informationen zu den Opfern der gewalttätigen Ausschreitungen tibetischer Unruhestifter in Lhasa dargestellt waren. Nach der Beendigung der Kundgebungen verließen alle Teilnehmer, in der Gruppe ihres jeweiligen Studien- bzw. Aufenthaltsortes versammelt, nach und nach den Potsdamer Platz, um sich wieder nach Hause zu begeben. Einige Fußballfans nutzten die Gelegenheit deren Anwesenheit, auch am Anfangspunkt des Umzugs, für einige dumpfe Sprüche, "Tibet"- und Buh-Rufe, ein Phänomen, das mit ein wenig Bildung bestimmt beseitigt und verbessert werden kann. Auch unsere Leipziger Gruppe begab sich nach der Kundgebung zu den Reisebussen zurück, um dann gegen 18:45 Uhr wieder zurück gen Leipzig zu fahren.Nun folgen hier noch einige Verknüpfungen zu Artikeln bezüglich des Protestes:SWR-Artikel BerlinOnline-Artikel
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Leser-Kommentare
Sorry, hab den Thread hier total aus den Augen verloren.A) Asche auf mein Haupt, das war 1911, nicht 1912.B) Einfach mal das hier durchlesen und dann mal sagen, was Sie da drin NICHT finden.Kleiner Tip: fängt mit "Ti" an und hört mit "bet" auf. Sollten Sie da drin "Xizang" finden würde ich mich auf eine Antwort freuen, dann geh ich mal wieder zum Augenarzt.