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Tausende unterstützen Petition gegen Internetsperren
Widerstand gegen von der Leyen: Mit einer Online-Petition wollen Gegner von Internetsperren das Gesetz zur Eindämmung von Kinderpornografie im Internet verhindernVon Silke Katenkamp
http://www.zeit.de/online/2009/19/internetsperre-datenschutz-gesetz
verteidigt sie. Die Petition ist ein bischen Freiheitskampf light, aber so einfach war politische Teilhabe noch nie! Der Zähler zeigt gerade 21.000 an, die 50.000 werden wohl leicht erreicht werden! Wenn es bei 50.000 bleibt! Ob das Parlament sich nur beeindruckt vom klaren Votum der Bevölkerung zeigt? Oder ob sie drüber nachdenken? Oder gar entsprechend handeln?
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Geht - wie beim Grundeinkommen - wohl in die Verlängerung!
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
... so beliebt sogar, dass der DB-Server die Hufe hochwirft:
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Angesichts der 22.000 Unterzeichner binnen weniger Stunden bekommt Frau Leyen hier mal die Chance, ihren allseits beliebten "Wer nicht für mich und meine (begrenzte, Anm. d. Schreibers) Denkwelt ist, ist pädophil" -Totschläger zu überdenken.
Die Bush-Junta ist an diesem Schlachtruf zugrunde gegangen und Frau Leyen sollte langsam mal die Reßleine ziehen -- sonst macht sie noch den "politischen Möllemann". Und es wäre doch schade um eine Frau, die in diesem Alter noch so attraktiv ist..
F. Mayer
Ich hab gestern schon versucht zu unterschreiben. Aber auch da war der Server schon überlastet.
Schickt den Link an alle Internetuser weiter. Jedenfalls an die, denen ihr zutraut Aussagen kritisch zu prüfen bevor sie Ja sagen.
Bekämpfung der Kinderpornographie klingt so positiv, dass man schon erst genau drüber nachdenken muss, welche Kolleteralschäden in Kauf genommen und wie wenig Erfolg erreichbar ist.
Meiner Meinung nach ist der "Kampf gegen die Kinderpornographie" mit der Beschneidung durch Bürgerrechte aufgrund des "Kampf gegen den Terrorismus" der vorherigen Jahre zu vergleichen. Damit hatte es in Wahrheit wenig bis gar nichts zu tun, es ging vor allem darum die Befugnisse der Behörden immer weiter auszuweiten und den Freiraum des Bürgers einzuengen. Da sich dieser Vorwand inzwischen abgenutzt hat muss eben die Kinderpornographie herhalten. Sicherlich ein widerliches Verbrechen, ebenso wie Terrorismus, aber Zensur und Überwachung des Internets in dieser Art und Weise kehrt einmal mehr die Unschuldsvermutung um - und ohne Unschuldsvermutung kein Rechtsstaat. Die Behörden müssen sich schon noch selbst die Arbeit machen Straftaten aufzuklären und zu ermitteln.
Bürgerrechte werden nicht vom Staat "gewährt", sondern wir sind mit diesen unveräußerlichen Rechten (wie es die Amerikaner so schön formulieren) geboren. Es handelt sich um Naturrechte. Dementsprechend hat uns der Staat jede Einschränkung unserer Freiheit zu begründen, nicht wir umgekehrt zu begründen warum wir diese Einschränkungen nicht wollen. Es reicht zu sagen: ich will nicht.
Es geht euch nichts an mit wem ich telefoniere, welche Internetseiten ich besuche, wieviel Geld ich auf meinem Girokonto habe, wie meine Fingerabdrucke ausschauen, ...
Einmal mehr muss man zudem feststellen dass Politiker einschneidende Entscheidungen bezüglich des Internet treffen die einer Generation angehören die so und so grundsätzlich findet "dass das mit dem Internet" suspekt sei, zumal Politiker ohnehin in einer Blase leben und "dass mit dem Internet" von irgendwelchen Mitarbeitern erledigen lassen. Dazu kommt dann dass, wenn sie es sich erklären lassen, ganz seltsame Vergleiche gebracht werden von wegen "Datenautobahn" (da gibt's ja auch "Verkehrskontrollen", ...) oder gar das Internet als "Rundfunkmedium" (dementsprechend natürlich "GEZ"-pflichtig).
In ermangelung eines entsprechenden klaren und bewundernswerten Textes im Grundgesetz zitiere ich aus der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika:
„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind. Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald eine Regierungsform diesen Endzwecken verderblich wird, es das Recht des Volkes ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet, und deren Macht und Gewalt solchergestalt gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu seyn dünket.“
und übermorgen werden dann Seiten mit gewissen Leuten unangenehmen politischem, religiösem, sozialem oder sexuellem Inhalt gesperrt. Oder glaubt Ihr wirklich, dass, wenn die Sperre erst einmal da ist, sie ausschließlich zum Kampf gegen Kinderpornografie benutzt würde. Forderungen, dieses Mittel zum Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen zu benutzen gibt es ja jetzt schon (siehe http://www.zeit.de/2009/1...).
Eine Meinung zu haben ist ja gut! Sie zum Thema "Unterstützung der Petition gegen Internetsperren" zu äußern, ist sicher ein Zeichen eines gewissen Engagements. Aber sorry, frankmayer, mit der überflüssig-doofen Aussage "Und es wäre doch schade um eine Frau, die in diesem Alter noch so attraktiv ist.." haben Sie sich selbst deklassiert.
Was hat denn die vermeintliche Attraktivität einer Bundesministerin mit ihren Aussagen zu tun?
Moin,
ich habe mal nachgezählt: gestern waren es insg. 10.000 Mitzeichner, heute bis 18 Uhr 13.000. Das sollte selbst ein kleiner Rechner wegstecken können. Selbst wenn man bedenkt, dass die Last nicht gleichmäsig über den Tag verteilt ist.
Vielleicht ist das Ding falsch programmiert oder konfiguriert (mein Tipp: den Connection Pool erhöhen). Für wahrscheinlicher halte ich jedoch folgendes: die meisten Unterstützer werden zum ersten Mal mit einer E-Petition aktiv. Das bedeutet Stress für den Webserver, die Applikation und die Datenbank! Formular auswerten, User anlegen, Mail verschicken und Bestätigung in der DB vermerken. Dann der Login mit all seinen Initialen Feldbefüllungen. Und dann erst, ganz am Schluss wird der Zähler um 1 erhöht! Das ist Stress für ein System!
Deswegen an dieser Stelle meinen Dank an Frau von der Leyen. Mit ihrer Initiative für Netzsperren haben Sie viel für die Demokratie getan. Wird man eines Tages ein Ende der Politikverdrossenheit verkünden, wird man erkennen, dass der Bürger an der Politik wieder teilnimmt, wird man Ihre Initiative als Wendepunkt nennen!
An dieser Stelle mal ein Lob an die Zeit. Eben noch schrieb ich in einem Forum, das es mal Zeit wird, das die "großen" online Medien über diese Petition berichten, aber ich hegte Zweifel an dem Willen und dem Wissen.
Bei der Zeit scheint beides vorhanden zu sein, daher an dieser Stelle ein großes Lob.
Und Danke.
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