Was erlaubt sich dieser Herr Obama?

Ein US-Präsidentschaftskandidat kommt nach Berlin – und alle stehen stramm. Von demokratischem Selbstbewusstsein zeugt das nicht gerade. Ein ZwischenrufVon Christoph Seils

http://www.zeit.de/online/2008/31/obama-zwischenruf
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Zu den neuesten Kommentaren
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Leser-Kommentare

24.07.2008 um 10.54 Uhr
1. Unterschiede zu Berlusconi sind..

1) dass ich angesichts der Alternative McCain wünsche, dass Obama gewinnt2) ich weiß, was im amerikanischen Wahlkampf aus einem ungünstigen Photo - einem Plakat mit Obama Go Home - gemacht werden würde.3) die meisten Leute mögen Obama und finden Berlusconi zum Kotzen

24.07.2008 um 10.54 Uhr
brux
2. Churchill

Die Deutschen hat man eben entweder im Genick oder am Gesäss.
 
Ich weiss, dass Churchill bei diesem Bonmot von Hals und Füssen sprach, aber die obige Variante ist nicht nur wegen der Alliteration schöner.

24.07.2008 um 10.58 Uhr
3. Zwielichtiger Charakter

Ein Kandidat, der sich aufführt als ob er schon gewählt wäre, gepaart mit überbordendem Messianismus: Kündigt sich da eine neue Pest an, die die Welt genesen machen will? Irgendwie mag man den Parolen vom großen Wandel nicht ganz glauben, eher finde ich die Gesamtinszenierung ziemlich erschreckend von Herrn Obama.

24.07.2008 um 11.04 Uhr
4. Ha, ha

Danke.Sagen Sie lieber nichts, in Berlin werden mitunter Hollywooddarsteller von einem Oberbürgermeister mit der Hand begrüßt. Möge Berlins Stern noch lange glimmen.

24.07.2008 um 11.20 Uhr
MeIkor
5. Was erlaubt sich dieser Herr Obama?

Genau das, was man ihm erlaubt. Warum erlaubt man es ihm? Weil man sich einen US Präsidenten wünscht, der nach Vernunftskriterien Entscheidungen trifft und nicht nach seinen göttlich inspirierten Prinzipien. Und warum darf sich das kein Berlusconi erlauben? Weil sich die wenigsten einen zwielichtigen Medienmogul als Staatsoberhaupt wünschen. Alles zusammen genommen, scheint das Berlin Spektakel auf soliden demokratischenBeinen zu stehen.<br>Bitte was soll denn so schlimm daran sein, wenn sich Massen einmal von einem Politiker begeistern lassen anstatt Mrs Hilton oder Tokio Hotel auf zu lauern?Vergessen wir bitte nicht das der Grundstein Obamas Popularität darin besteht, entgegen dem damaligen US Zeitgeist gegen den Irakkrieg zu protestieren: ebenso wie die europäischen Massen, die es ihm zum Teil heute noch danken.

24.07.2008 um 11.21 Uhr
6. na und.

ist doch schön, ein wenig brot und spiele. herr mccain hält derweil den ball flach und wartet mit der zündung einer diffamierungsbombe bis kurz vor den wahlen. wenn nicht vorher noch irgendein dummer fehler im iran begangen wird oder herr obama über den haufen geschossen oder weggesprengt wird. sollte das in berlin passieren hätte die stadt auch einen weiteren historischen moment, autoren tolle themen und der oberbürgermeister über kurz oder lang weitere schauspielerhände zu schütteln.

24.07.2008 um 12.02 Uhr
Barto
7. Auffällig..

..ist doch, dass so viele Menschen bereit sind, dieses Medienevent zu unterstützen. Ob das an Obamas charismatischer Person liegt oder daran, dass er sich als strahlenden Gegenpol zur (außerhalb und auch innerhalb Amerikas) unpopulären, unsinnigen und teilweise ungerechten Politik Bush´s darstellt, sei mal dahin gestellt. Aber das Signal, das an die Wähler in Amerika geht ist doch, dass (zumindest Teile) der Deutschen sich einen anderen Politikstil Amerikas wünschen. Und darum bin ich froh, dass Obama sich der Unterstützung durch den Medientag in Berlin bedient. Und dass das Ganze bis ins kleinste Detail durchgeplant ist, finde ich, verfolgt man die Berichterstattung amerikanischer Medien und der generellen Wahlkampfstrategie, den Gegner mit Schmutz zu bewerfen, richtig. Denn wie im ersten Kommentar beschrieben, werden Signale in den Medien schneller umgedichtet, als man gucken kann und das ist dann irreparabel.

24.07.2008 um 12.08 Uhr
8. Woran sollen in Amerika die

Woran sollen in Amerika die Berliner Obama-Bilder anknüpfen, und in welchem Kontext steht das zu den aktuellen NahOst-Aktivitäten der USA?Berlin symbolisiert nichts geringeres als den Sieg am Ende eines WeltKrieges, der zwar auch ein Sieg der Russen, Franzosen und Engländer war ... .Wenn sich Obama also darauf bezieht, fragt sich nun: Was soll das noch werden ?Wenn man nebenbei bedenkt, dass auch er der Liebling derselben Medien ist wie W.Bush, und künstlich über Gebühr hochgejubelt wird, sogar obwohl er erst einmal nur Kandidat ist, dann ist das Ganze ==> eine sehr ungesunde Sache.Man könnte vielleicht auch fragen: Wovon soll Obama ablenken? Lange nichts mehr von Bush's UnWohlTaten gehört ...Ist diese Obama-Fixiertheit denn auch Sicht der Amerikaner ? Oder würden es nicht viele dort lieber mit Ron Paul halten, oder einem anderen ? Wieviel % VorSprung hat Osama denn überhaupt ? Weniger als 5 % ? Vermutlich. Vielleicht hat er aber auch gar keinen Vorsprung, sondern dies wird nur von den gekauften Instituten so "ermittelt", und man versucht, seinen Erfolg herbeizureden ...

24.07.2008 um 12.16 Uhr
9. Ja moi,

soll er doch! Als Politiker ist er mir und wahrscheinlich auch dem Großteil der Berliner lieber als Bush oder McCain. Er lässt keine Gulli-Deckel zuschweißen, verbietet nicht die Fenster zu öffnen, sondern freut sich auf viele Schaulustige. Dass dabei keine diffamierenden Plakate zu sehen sein sollen, ja logisch, angesichts der bereits erwähnten US-Wahlkampfmaschinerie!Auf welcher deutschen Wahlveranstaltung wären politische Gegner mit Plakaten oder Sprechchören denn willkommen? Im übigren vergessen wir bitte nicht dass auch Angela Merkel im Wahlkampf 2005 den US-Präsidenten besuchte und dies ausschließlich zu Werbezwecken nutzte!

24.07.2008 um 12.23 Uhr
10. Niveau und Weitblick

Eines vorab: Nachdem W. Bush Präsident wurde, änderte sich die Welt.Die Amerikaner führen Kriege, geben 600 Milliarden Dollar dafür jährlich (!) aus, um das zu finanzieren, wurde der US Mittelstand steuerlich massiv bestraft. Ergebnis: Die Amerikaner haben kein Geld mehr, kaufen keine deutschen Autos mehr, weshalb BMW in diesem Jahr und erstmalig 8.000 Stellen abbaut und VW im Juni den Vertrieb des "Golf" vollständig eingestellt hat.Die aufsehenerregende Miswirtschaft von Bush führte zu extremem Kapitalbedarf, öffentliche Anleihen mussten her ... aber bitte billig ... will heißen mit wenig Zins. Deshalb viele viele Leitzinsabsenkungen der FED.Folge: Dollar unattraktiv, Euro wird stark.Weitere Folge: Wie die Financial Times vorrechnet, sind der Euro-Stärke mitlerweile rund 5 Millionen Arbeitslose in Eurpa gewidmet.Amerikanische Isolationspolitik, das gezielte Zündeln, mit Lügen Kriege inittieren, wo es doch nur um Geld und Erdoel geht ...Folge: Terroristische Anschläge unbekannter Dimension in den letzten Jahren.----Inflation, Arbeitslosigkeit, Krieg, Terror, schwindende Märkte, Belastungen der Wirtschaft .... IN EUROPA ...  all dies hat eine Menge zu tun mit dem amerikanischen Präsidenten.Falls dies der ein oder andere Journalist endlich verstanden haben sollte, bleibt nur noch eins: ALLES tun, damit Obama Präsident wird.Sicher, Obama ist für Europäische Fundamentaljournalisten genauso schwer zu fassen, wie für viele europäische Politiker.Kein Wunder das die ehemalige "FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda [bis 1989]", nach 20jähriger Mitgliedschaft in der FDJ und zahlreichen DDR Aussreisevisa in den 80ern, Frau Angela Merkel, mit einem Mann für Obama Probleme hat.Barack Obama ist sicher der wichtigste Mann des Jahres 2008. Setzt er seine Ziele um, hat dies weit größere Bedeutung für den einzelnen Deutschen, als alle Maßnahmen der derzeitigen Verwaltungs-Regierung in Berlin zusammen.Hinzu kommt: Obama kommt von unten, hat vor ein paar Jahren auf irgendwelchen Marktplätzen angefangen, Menschen von sich zu überzeugen. Wurde Senator, als die Wetten 7:1 gegen ihn standen. War noch vor 9 Monaten als chancenlos abgetan.Ist Schwarzer, hat Drogen genommen, dennoch Harvard absolviert, danach nicht 300.000 dollar pro Jahr verdient, sondern 2 Jahre lang als Sozialarbeiter in Chicago fast 1000 aufgegebene Menschen wieder in Lohn und Brot gebracht.Dieser Mann ist anders, hat keine Lobbyisten hinter sich, (entfernt. Bitte formulieren Sie derartige Äußerungen so, dass sie nicht antisemtisch verstanden werden können. Die Redaktion/jk), akzeptiert keine Großspenden ...Er hat ein einfaches und klares Programm, dass jeder versteht. Selbst bei den Vorwahlen kamen 17 Millionen Menschen, um ihn zu hören.Die Masse auf der Strasse kann sich mit ihm identifizieren, wie mit keinem anderen Politiker der letzten 40 Jahre.----Solche eine Entwicklung eines Politikers wäre in Deutschland nicht möglich.Zunächst einmal muss man 20 Jahre "Kofferträger" eines anderen sein, ehe man entsprechend weit oben auf den (demokratischen??) Landeslisten der Parteien steht. Unsere "Berufspolitiker" - 46% von denen Beamte oder Mitarbeiter aus dem öffentlichen Dienst - können so einen wie Obama gar nicht verstehen.Einen, der ohne deutliches Übergewicht und Bierbauch, ohne weiße Haare oder Vollbart, die Sprache des Volkes spricht und dabei über eine bessere Ausbildung verfügt, als eine Elektrikerlehre.Einen, der nicht stottert, drahtig und sportlich ist, jung und engagiert, emotional und klar.Unterstützen wir ihn wo wir nur können!Die Welt setzt Hoffnungen in ihn .... und die politische Kaste hat jetzt schon Angst, dass dieser Barack eine Qualität in die Politik bringt, die die meisten unserer ideenlosen Verwaltungspolitiker nicht einbringen können.Horrido!   

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