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Im Zweifel für das Handy
Mobiltelefone verursachen keine Hirntumoren, heißt es aus dem Bundesamt für Strahlenschutz. Stimmt das wirklich? Die notwendigen Studien fanden bisher jedenfalls nicht statt. Ein KommentarVon Kathrin Zinkant
http://www.zeit.de/online/2008/25/handys-strahlung-krebs-kommentar
es ist schon unglaublich, wie schnell wir wesentliche neuigkeiten verdrängen: im herbst letzten jahres hat die europäischen umweltagentur den ersten strahlenschutzbericht veröffentlicht, der handybenutzer mit mehr als zehn jahren praxis berücksichtigt hat ( http://www.swr.de/report/... ) das fazit war klar und deutlich: die zwanzigtausend microwatt sendeleistung (normale leistung bei sprechbetrieb) erhöht das krebsrisiko signifikant bei erwachsenen. DECT-telefone funken permanent mit dieser belastung also auch nachts, wenn sie nicht gebraucht werden. die leiterin der umweltagentur forderte einen sofortige herabsetzung der höchstwerte, da sonst in ein paar jahren mit einer rasanten zunahme an krebserkrankungen zu rechnen sei. mehrstündiges funktelefonieren von kindern- und jugendlichen wies massive gesundeitliche störungen aus. es wurde dringlich davor gewarnt, bei der funkbelastung ähnlich unveranwortlcih wie beim nikotin oder asbest zu handeln und die gesundheitsschädlichkeit erst einzugestehen, wenn sie aufgrund von massenerkrankungen nicht mehr zu leugnen sei.
...in die Gesundheitsschädlichkeit technischer EMF wird sich irgendwann durchsetzen. Je eher sie das tut, umso eher kann man mit intelligenten Lösungen drauf reagieren. Es würde zB schon wahnsinnig viel bringen, die Technik so zu gestalten, dass jeder Mensch frei entscheiden kann, ob er sich dem Stressfaktor "Strahlung" aussetzen will oder nicht. Die Gesundheitsschädlichkeit leugnen kann man nur als Idiot oder Ignorant. Die epidemiologischen Studien liegen seit Jahrzehnten zwar nicht auf dem Tisch aber sind im Netz verfügbar, WENN man es wissen will ("Hecht-Studie"). Tierversuche sind auch dabei, mit genauer Beschreibung der Reaktion einzelner Organe (zB Hypotalamus). Jeder kann sich dann an drei Fingern abzählen, daß er über die Jahre gesundheitliche Probleme bekommen wird. Aber natürlich nicht von am Tag 1 SMS schreiben und 2 Minuten telefonieren. Schlimm sind vor allen permanente (regelmäßige stundenlange) Exposition auch bei schwachen Leistungsflussdichten: Also Vieltelefoniere, viel mehr aber Wohnung in Funkmastennähe, Schnurlostelefon und Wlan (va leistungsstarke öffentliche). Und sowieso Leute umsomehr die nicht die Sonne sehen und nicht sport treiben. Die gegenwärtigen Studien sind natürlich der Witz: Von 1 Zigarette, von 10, von 100 bekomme ich keine Probleme. Genauso wenig nach 45min Bestrahlung im Bundesamt für Strahlenschutz. Wenn ich Helmut Schmidt heiße anscheinend auch nicht. Normale Menschen zeigen aber nach drei bis zehn Jahren im Schnitt die selben vegetativen und andere Symptome. Dabei geht es noch gar nicht um Krebs.Insofern ist es ein Segen elektrosensibel zu sein: Dann schützt man sich nämlich von alleine. Wenn um mich herum Leute ihren Laptop anschmeissen und ich will noch länger als 30 min arbeiten, suche ich mir ein besseres Plätzchen. Konzentrierter als diese Leute bin ich dann sowieso.
dass elektiker und zugführer 2-3fach höhere chancen haben alzheimer zu kriegen als normale leute. da sind ja sehr starke niederfrequente felder im spiel sowie immobilisierung (man bewegt sich nicht während mehrstündiger exposition). das risiko war immer dann erhöht, wenn die letzte tätigkeit des probanden eine der genannten war. da kommt noch was auf uns zu, wenn die leute alle elektroauto fahren wollen. stell mri schon vor wie sich irgendwann zunehmend leute verirren.
Es ist ja gut, vorsichtig zu sein. Aber bitte schmeißen sie nicht alles in einen Topf. Für die biologische Wirkung entscheidend ist die Frequenz bzw. die Wellenlänge der Strahlung, sowie natürlich die Intensität. Elektriker und Zugführer haben es wohl überwiegend mit den 50 Hertz des Stromnetzes zu tun. Die Handy-Emissionen liegen dagegen im Gigahertz-Bereich. Der Unterschied sind 8 Zehnerpotenzen, also etwa der Unterschied zwischen einem Stecknadelkopf und der Entfernung Erde-Mond.
Auch die Strahlungsintensität einer typischen 50 Hz-Haushaltsleitung ist eine andere, als die eines Handies.
Wenn also für Elektriker ein Krankheitsrisiko nachweisbar sein sollte, dann sagt das rein gar nichts über entsprechende Gefahren aufgrund Handy-Emissionen aus. Umgekehrt genauso.
Und nicht zu vergessen: das Licht, das wir mit unseren Augen sehen, ist auch elektromagnetische Strahlung, welche sogar etwa eine Milliarde mal energiereicher ist, als die Handy-Strahlung.
Nur mal so zur Information:Der Nachweis der Gesundheitsschädlichkeit von Handy-Strahlung erfolgt mit statistischen Tests gegeben einer Irrtumswahrscheinlichkeit. Es ist NICHT möglich, die Unbedenklichkeit mittels statistischen Tests zu beweisen, da es hierfür keine statistischen Tests gibt, lediglich eine Abweichung von der Nullhypothese (sprich Unbedenklichkeit) kann nachgewiesen werden.Das heißt, solange irgendwo etwas steht von "Gesundheitsgefahr kann nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden", heißt das mit anderen Worten einfach nur, dass es nicht möglich war, mittels statistischen Methoden Gesundheitsgefahr nachzuweisen, mehr nicht. Das weiß man allerdings nur, wenn man mal einen tieferen Einblick in statistische Datenanalyse gemacht hat...
Fassen wir zusammen: viel Dampfgeplaudere auf Stammtischniveau und keiner weiß wirklich Bescheid.Und die immensen elektromagnetischen Felder, die durch chemische Batterien aufgebaut werden, sind uns auch allen bekannt. Also bitte Finger weg von Elektroautos...oder so...
"Doch anstelle einer wirklich mal aufschlussreichen Studie bleibt jetzt
nur der Bericht, der die Indizien zusammenträgt und sich an
Wahrscheinlichkeiten hält."Meine Güte - wissenschaftliche Untersuchungen halten sich __immer__ an Wahrscheinlichkeiten. Es gibt __keine__ 100%ige Sicherheit - nie! Man muss sich nur fragen, welche Fehlerwahrscheinlichkeit noch akzeptabel ist und welche nicht. Umso größer man den Vertrauensbereich wählt, umso ungenauer wird die Aussage.
ich hab doch "niederfrequent" geschrieben bei den alzheimer-risiko-berufsgruppen. was die hochfrequenz betrifft so machen laut besagter studie 1100, 1500 oder 1800 mhz nicht den unterschied.könnte ich mir aber schon vorstellen, zumal wlan ja bei 2400 mhz läuft. wasserstoffbrücken schwingen am liebsten bei 2450mhz. iom gegensatz zu ihnen habe ich schon mal unabängige quellen gelesen. ich gehe nämlich mal davon aus, dass die udssr an einsatzfähigen soldaten interessirt war. die konnten weder geld mit handys noch mit kranken verdienen. beides trifft auf unsere gesellschaft leider zu.idioten und ignoranten, ich wiederhole mich.
" Und sowieso Leute umsomehr die nicht die Sonne sehen und nicht sport treiben."Unglaublich, wie irrational Menschen sein können: Von der Sonne ist bekannt, dass sie krebserregende Strahlung mit hohen Leistungsdichte absondert. Und dass sie die Schädeldecke bis zum Sonnenstich aufheizen kann. Vor ein paar Milliwatt HF hingegen bricht man in Panik aus. Bekloppt und völlig irrational."Insofern ist es ein Segen elektrosensibel zu sein:"Es gibt keine Elektrosensibilität. Die Leute werden nur krank, wenn sie glauben, "bestrahlt" zu werden, unabhängig davon, ob dies tatsächlich der Fall ist.
Bereits im Jahre 1989, also lange bevor irgend jemand den Begriff "Elektrosmog" kannte, fand ich im TagungsBand einer West-Berliner BiologenTagung (aus eben diesem Jahr, vielleicht kann ihn ja einer, der das hier liest, auftreiben) einige _sehr_ interessante Experimente:Es wurden befruchtete HühnerEier beim Ausbrüten elektromagnetischen Feldern ausgesetzt, mit verschiedenen FelsStärken und Frequenzen.Das Ergebnis war, dass bis zu 90 % (!) der Eier auf diese Weise abgetötet werden konnten.Die verwendeten Frequenzen lagen z.T. bei wenigen Hz.Leider kann ich den TagungsBand nicht mehr auftreiben, aber der erstbeste Biologe, der das hier liest, kann vielleicht aus der Bibliothek seines Institutes die genauen Artikel beschaffen.Nun mag man argumentieren, dass die Mobilfunk-Frequenzen im GHz- Bereich liegen; aber diese werden moduliert, was Effekte bei niedrigen Frequenzen ergeben kann.Wenn man nun hinzunimmt, dass viele tatsächlich behaupten, etwas zu merken (Kribbeln, Stechen, KonzentrationsStörung) im unmittelbaren Zusammenhang mit der Handy-Nutzung, dann ist klar: Wenn was gemerkt wird, gibt es auch eine WechselWirkung mit dem Organismus; sonst würde nichts gemerkt werden ...
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