"Manager gefährden Wirtschaft"

Finanzminister Steinbrück hat die deutschen Manager angesichts des zurückgetretenen Post-Chefs Zumwinkel scharf kritisiert. Solche Eliten brächten das System zum Einsturz

http://www.zeit.de/online/2008/08/steinbrueck-zumwinkel
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Leser-Kommentare
  1. 1. Schampus-Prekariat

    Es ist zu hoffen, daß diesen geldgeilen Taugenichtsen als eigentlichem
    gesellschaftlichen Prekariat in ihrem Sozialschmarotzertum mit mindestens gleicher
    Akribie auf den Zahn gefühlt wird, wie denen nachgestellt wird, die als Alg II –
    Empfänger und als aktenkundige Singels eine zweite Zahnbürste im Bad stehen
    haben und die deswegen mit Repressionen in Form von Leistungskürzungen des
    ohnehin unauskömmlichen Existenzminimums und mit Sanktionen von Amts wegen zu
    rechnen haben!

  2. 2. Das hätte ich ihm gar nicht zugetraut!

    Bravo Steinbrück! Für einmal keine "protektionistische, strukturkonservative und staatsfixierte" Forderungen aufzustellen hätte ich ihnen nicht zugetraut.
    Und Steinbrück hat auch ganz recht, wenn er die Bildung eines neuen Bewusstseins fordert. Das aber nur auf die vielgescholtene Managerkaste zu beziehen greift wohl zu kurz. Ein neues Bewusstsein braucht auch unsere Bürokratie. Indem sie aufhört sich weiter aufzublähen, indem sie aufhört den mündigen Bürger wie ein Kleinkind zu behandel, indem sie aufhört immer neue Steuern für immer neue tolle Sachen zu erfinden.
    Ich komme nicht umhin, Zumwinkel in gewisser Weise zu bewundern. Ich geb das ganz offen zu der Schwierigkeit, dass er womöglich gegen geltendes Steuerrecht verstossen hat, bin ich mir absolut bewusst. Diese ambivalente Haltung zum Staat haben offenbar recht viele Leute. Ein Staat, der seine Bürger nur noch als "Steuersubjekt" begreift, kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass man nicht versucht ihn hier und da über den Tisch zu ziehen.

  3. 3. Das ist doch nur die Spitze des beruehmt

    Das ist Kapitalismus pur
    Wie heisst es doch so schoen im Grundgesetz: Eigentum verpflichtet - offensichtlich zu nichts - ist man geneigt hinzuzufuegen. Naja, wollen wir mal sehen, was noch so alles ans Tageslicht kommt...

  4. 4. Ändern wird sich nichts!

    Das hatten wirs alles schon einmal, z.B. Flick oder die jüdischen Erbschaften. Wenn immer ein Skandal offenkundig wird, kommen die großen Sprüche insbesondere von Politikern, die sonst immer die Sache der "Eliten" vertraten. Von der FDP, CDU/CSU ist man nichts anderes gewohnt, der SPD glaubt man nicht mehr und die Grünen sind mittlerweile zu angepasst. Wo soll das hin führen? Zur Linken?

  5. 5. Und was macht Steinbrück?

    "Es sind die Eliten, die das System zum Einsturz bringen", sagte Steinbrück.
    Da redet einer von der Güte dieses Mannes und von Elite - was haben die SPDler eigentlich im Kopf? Das nur nebenbei.
    Hoffentlich bringt Steinbrück das System nicht zum Einsturz. Er und Tiefensee arbeiten fieberhaft an einem Holdingmodell zur Privatisierung der Bahn. Meines Wissens wurde diese Bahn wesentlich mit Steuergeldern mehrerer Generationen aufgebaut. Jetzt soll unsere Bahn in die Hände von Privatinvestoren überführt werden.
     

  6. 7. Öffentliche Banken als Blaupause für Wir

    Wenn Peer Steinbrück meint, dass die Eliten das System zum Einsturz bringen, so kann man als Blaupause das erfolgreiche Wirken seiner (früheren) Politikerkollegen im öffentlichen Bankenbereich (IKB, Landesbanken etc.) nehmen und die sollten dann in der Wirtschaft gänzlich das Sagen übernehmen. In Wirklichkeit schwebt das ja eigentlich allen Sozialisten manchmal mehr, manchmal weniger insgeheim vor, zudem gibt es dort so schöne hochdotierte Posten. Durch mutigen risikofreudigen Einsatz haben die öffentlichen Banker der schwächelnden US-Wirtschaft so über den Daumen 40- 50 Milliarden Risiken aus dem Sub-Prime-Sektor abgenommen.  Also auch in der Wirtschaft (ehemalige) Politiker in die Verantwortung! Recht so Herr Finanzminister.
     
    Karsten Cascais

  7. 8. Diebstahl

    So kommt unsere ganze Solidarität unter die Räder. Wir leben
    in einer Gemeinschaft, wo wir in den Parlamenten beschlossen haben, wie viel jeder
    abzugeben hat. Damit soll auch, das braucht man 
    nicht zu verschweigen, der Verfassungsauftrag erfüllt werden, überall
    gleiche Lebensverhältnisse herzustellen. Jeder, der sein Geld ins Ausland an
    der Steuer vorbeibringt, nimmt damit den anderen das, worauf wir Anspruch haben,
    einfach weg. Also wird jeder betrogen. Deswegen finde ich das richtig, wenn manche
    von einem Diebstahl am Volksvermögen sprechen. Denn in demokratischen Wahlen
    wurden mit unserer Mehrheit die Abgeordneten gewählt, die für die soziale
    Gerechtigkeit gestimmt haben, wenn auch ganz viele ihre dahingehenden
    Wahlversprechen nicht erfüllt haben. Denn der Weg zum sozialen Ausgleich könnte
    man mit mehr Steuergerechtigkeit (höhere Steuern) sehr viel schneller beschreiten.
    Auf jeden Fall können wir auf steuerunehrliche Manager, Verrätern an der sozialen
    Gerechtigkeit, verzichten. Da ist mir schon lieber, wenn ein ehrlicher Mann wie
    Steinbrück die Fabrik leitet, wo ich Arbeitet finde.

  8. 9. @FOXEL - Vollkommen richtig !

    Vollkommen Recht, es handelt sich offenbar um eine neue Spezies, die man zu entdecken beginnt, dies schon längst vermutet hat: Schlichtweg assoziales Gesockse ! Nach Strafverbüsung, hohen Geldstrafen und Teil-Einzug von Vermögenswerten Ausweisung androhen oder anordnen. Dies wäre mal ein anderes Feld praktizierter Ausweisung. Mehr Nutzen kann man diesem Land gar nicht bieten ! Vakante Positionen könnte man mit fähigen und verantwortungsbewußten Personen (Persönlichkeiten) versuchen neu zu besetzen. Aber leider fängt dieses Theater mit dem Hinweis auf die menschliche Natur immer wieder von vorne an... Es ist eigentlich zum Verzweifeln.

  9. 10. Gier vs. staatsbürgerliche Gesinnung

    Herr Zummwinkel ist der Versuchung zu betrügen erlegen, das passiert Menschen aller sozialen Schichten täglich. Als Beispiel sei neben dem Steuer- der Sozialhilfebetrug genannt, in beiden Fällen wird der anonyme Staat bestohlen. Fakt aber ist, dass der anonyme Staat von uns allen gebildet wird. Die Hand eines Herrn Zumwinkel oder eines Sozialhilfebetrügers geht in unser aller Taschen. Unsere soziale Gemeinschaften wird zum einen durch das Gesetz und zum anderen durch unsere staatsbürgerliche Gesinnung geschützt.
     
    Ein integerer Staatsbürger würde seine Gesinnung inetwa so formulieren:
     
    Der Staat, das sind wir alle. Wir zahlen Steuern um Sachen zu bezahlen, die wir alle brauchen und benutzen, Sachen die sich keiner alleine leisten könnte; Polizei, Schulen, Gerichte etc. Je mehr jemand hat, desto mehr soll er geben, das nennen wir Solidarität. Je mehr jemand bekommt, desto bescheidener soll er werden, das nennen wir Dankbarkeit.
     
    Ein verrotteter Staatsbürger denkt inetwa so:
     
    Der Staat, das sind die anderen. Die zahlen Steuern um Sachen zu bezahlen, die ich brauche und benutze, Sachen die ich mir nicht leisten könnte; Polizei, Schulen, Gerichte, etc. Je mehr jemand hat, desto mehr kann er mir geben, das nenne ich Gerechtigkeit. Je mehr ich mir nehme, desto mehr will ich haben, das nenne ich Vernunft.  
     
    Steinbrück beklagt völlig zu recht, dass das staatsbürgerliche Bewußtsein der Deutschen ein wenig mehr Integrität vertragen könnte. Menschen wie Zumwinkel verdienen Mißachtung. Trotz seiner beachtlichen Lebensleistung kann da kein Funke Respekt verbleiben. Es ist völlig egal, ob Steuerhinterziehung legal oder trickreich ist, sie ist zutiefst unsolidarisch. Einem darf aber nicht weniger schlecht werden, wenn man die Linke und deren abstoßende Wählerschaft erblickt, der es zur Gänze an Dankbarkeit fehlt. Ethisch sitzt der Anhang der Linken mit Zumwinkel und Konsorten in einem Boot; auf der einen Seite die Starken, die nichts geben wollen, und auf der anderen Seite die Schwachen, die den Starken nichts lassen wollen; keine Solidarität hier, keine Dankbarkeit dort, Gier auf beiden Seiten.     
     
       

  10. 11. Politiker gefährden das Land

    Hi @ll
    Drollig ein Finanzminister beklagt sich über "Steuerflucht".
    Es sind die gleichen Witzfiguren die abhängig Beschäftigte per Gesetz
    gnadenlos ausplündern aber restlos unfähig sind bei Millionären 
    einen  vernünftigen Steuersatz festzulegen  und diesen
    auch  zu kassieren.
    Hey ihr Trottel.
    Macht eine vernünftige Steuerreform, die diesen Namen auch verdient, und setzt diesen Steuersatz dann bitte schön auch durch.
    Ihr braucht euch nicht zu wundern das die die die Möglichkeiten haben euch zu bescheissen es auch tun.
    Da es für euch aber einfacher ist bei den abhängig Beschäftigten weiter
    zu kassieren, werdet ihr weiter öffentlich flennen und an den
    Misständen im Sterrecht  wird sich rein gar nichts ändern.
    Gruss
    Rene

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