Go Home, G8

Drei Gründe, weshalb das Gipfeltreffen in seiner aktuellen Form abgeschafft werden muss.

http://www.zeit.de/online/2007/23/g8-abschaffen
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Leser-Kommentare
  1. 1. Go Home, G8

    Ich halte die Meinung des Autors hinsichtlich Frau Merkels Reaktion für falsch.
    Bundeskanzlerin Merkel hat Präsident Bush´s Initiative positiv aufgenommen. Sie weigert sich allerdings aus guten Gründen sich auf den Sonderweg von Bush einzulassen, da sie keine Einzelabsprachen und Abkommen anstrebt, sondern international verbindliche Zusagen im Rahmen der Vereinten Nationen. Ihr Verhandlungsziel in Sachen Klimaschutz basiert auf wissenschaftlichen Daten und nicht wie bei Bush auf nationalen Interessen. Es hat also nichts mit verletzter Eitelkeit zu tun, wenn Frau Merkel auf ihren Vorstellungen beharrt, sondern auf ihrem Sinn für die historische Verantwortung, der sie gerecht zu werden hat.
    Den anderen Gründen, das Gipfeltreffen in der bestehenden Form abzuschaffen kann ich vollkommen zustimmen. Eine ernsthafte Internetkonferenz ohne Öffentlichkeit dient den Verhandlungsthemen mehr.

  2. 2. Weil Bilderberg eh schon alles regelt

    [entfernt, Beiträge dieser Art sind für eine Diskussion weder förderlich noch erwünscht/ Redaktion]

  3. 3. Blödsinn

    Wo ist denn da der U-Turn?. Bush hat sechs Jahre alles blockiert und jetzt unmissverständlich klar gemacht, dass bis zum Ende seiner Amtszeit daran nichts ändert.

  4. 4. Bitte kein Kanzlerinnenbashing, Herr Jo

    Es ist einfach nur noch zum Heulen, wie schnell in diesem Artikel völlig falsche Schlüsse gezogen werden, nur weil die Medien nicht zwischen schwarzen Blöcken und berechtigtem Protest unterscheiden wollen.

    Wieder einmal scheint auch das Kanzlerinnenbashing eine allzu verführerische Option zu sein, denn die Kanzlerin darf natürlich nicht so einfach auf ihren Vorschlägen beharren, wenn doch ein US-Präsident erstmals ein bisschen Klimaschutz anstrebt, dies allerdings erst kurz vor seinem Amtsende im November 2008.

    Gipfeltreffen von Staatsleuten, die durch good Government die Gier der Grosskonzerne nach einer Monopolstellung in die Schranken verweisen könnten, sind immer noch notwendig. Nur wendige US-Präsidenten, die die Welt mit ihren inszenierten Agenden in Grund und Boden regieren, die brauchen wir wirklich nicht.

  5. 5. Integration!

    Joffe: "Statt auszuloten, ob Bush es ernst meint, übernahm das gekränkte Selbstgefühl das Regiment."

    Ich möchte mal an diesen Satz anknüpfen. Er zeigt, wie schief journalistische Arbeit heute ist: Kränkung ist ein Begriff der Psychologie. Meine Partnerin oder Partner mag hier und da gekränkt sein.

    Aber, Herr Joffe, die Politiker mögen zwar auch privat mal Kränkungen erfahren und emotional reagieren, was hinterher nicht rational sein mag, aber in erster Linie sind die Weltpolitiker doch Profis. Ob Bush wasauchimmer ernst meint oder nicht, ist irrelevant! Es gilt, seine Vorschläge als ernste Vorschläge anzunehmen und sie in den Gesamtrahmen des G8 einzubetten. Dann wird man erst sehen, wohin die Reise gehen wird.

    Merkel macht einen ganz genialen taktischen Schritt. Den zu verstehen aber ist schwierig. Denn es geht darum, die verschiedenen Positionen zusammenzubringen. Und das nennt man integrieren. Integration des Menschen in die Natur, könnte man auch sagen. Denn wahr ist, dass der Mensch desintegriert von der Natur ist.

    Merkel versucht nun, die Bush-Position einzubinden in die der europäischen Position. Sie macht keinen neuen Gegensatz auf. Und genau das ist interessant und im Grunde auch neu im politischen Geschehen. Nicht mit Gegensätzen und Antipositionen zu re(a)gieren, sondern integrativ zu denken und - hoffentlich - auch zu agieren, das ist typisch für Merkels Arbeit - so scheint mir das jedenfalls zu sein.

    Es macht wenig Sinn, zu fragen, ob diese oder jene Position die richtige sei. Es macht viel mehr Sinn, die verschiedenen Positionen miteinander in Einklang zu bringen und eine globale Integration des Menschen in die Natur zu erreichen. D.h., alle G8-Vorschläge zu einem Paket zu schnüren. Zu fragen wer hat was und besser vorgeschlagen, bringt gar nichts!

    Ziel musss sein, die Armut und die Umweltzerstörung zu bekämpfen! - weit entfernt ist die aktuelle Welt-Politik hiervon noch. Doch mir scheint, als habe Merkel hier doch irgendeinen Instinkt, diese Integrations-Strategie anzuwenden.

    Wer nun also wieder Gegensätze und Psychologismen aufzumachen versucht, missversteht im Grunde alles!

  6. 6. Drei Gründe?

    Das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der G8 in seiner aktuellen Form abzuschaffen, aufgrund der Tatsache, dass derartige "Mega-Events" eine magische Anziehungskraft ausübten, ist mir ehrlich gesagt keine ausreichende Begründung.

    Wieso das? Es ist keine besonders gute Begründung zur Abschaffung der G8, da sie, den Gedanken einmal weitergedacht, die Grundlage jeder internationalen Institution entzieht. Welche "Veranstaltung", wenn nicht die Hauptversammlung der Vereinten Nationen (VN), sollte denn ein "Mega-Event" sein? Welche Existenzgrundlage hätte die Europäische Union (EU), wenn man sie, zumindest einiger, ihrer tragenden Säulen berauben müsste? Schliesslich kommen im Europäischen Rat (ER) 27 Staats- und Regierungschefs zusammen; bei dem Treffen der G8 sind es lediglich acht.

    Der Politik, und damit ihren Darstellern, noch dazu die Bühne der Selbstdarstellung nehmen zu wollen, grenzt an realitätsferne. Die Politik im allgemeinen und ihre Poltiker im besonderen leben davon, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die eigene Person und Thesen zu lenken. Davon profitieren nicht zuletzt auch die Medien. Doch da stellt sich mir die Frage: Wer trägt dafür die Verantwortung - oder: wer war zuerst da? Die Politik, die Medienwelt, die Öffentlichlichkeit...

    Aber gehen wir einmal davon aus, die G8 gäbe es irgendwann einmal nicht mehr. Wären dann alle Probleme gelöst? Von wem eigentlich? Sollte man überhaupt verbieten, dass sich Staaten untereinander multilateral oder gar bilateral austauschen (VN, EU, ER, ...)? Was wäre mit dem so genannten "Schwarzen Block"? Müsste sich die militante und gewaltbereite links-autonome Szene nicht einen anderen Feind suchen? Welcher wäre das?
    ...

    Ich bin wirklich kein Freund des G8, jedoch vermisse ich nachvollziehbare und stichhaltige Argumente in diesem Artikel.

    PS: Auf den Punkt "Teleconferencing" werde ich vor allem aus dem Grund nicht weiter eingehen, da ich nicht glauben kann, dass dies ernst gemein war.

    M.T.

  7. 7. Drei (?) Gründe?

    Herr Joffe differenziert dreierlei:
    1. "(P)roduziert wird die falsche Aufmerksamkeit"
    2. "Theater (verdrängt) die Thematik"
    3. Die "Versuchung zum Posieren"

    Ich sehe darin nicht drei Gründe, sondern nur einen einzigen Grund. Allenfalls äussert sich dieser in unterschiedlichen Aspekten. Wie man es auch nennen will: Unterhaltung, Show, Spektakel, Theater oder Zirkus - es handelt sich dabei schlicht um die typischen Konzepte massenmedialer Erfolgskommunikation im medialen und globalen Kampf um Aufmerksamkeit.

  8. 8. Beitrag entfernt...

    [entfernt, Beiträge dieser Art sind für eine Diskussion weder förderlich noch erwünscht/ Redaktion]

    Es scheint mir eher, dass in unserer "Demokratie" nicht erwünscht ist, dass das Volk erfährt was läuft.
    Diese Zensur durch Herrn Joffe, sollte jedem Leser zu denken geben, was der Meinungsmacher von offener Diskussion, Information und Freiheit hält.

    [Wenn Beiträge deutliche Züge von Beleidigungen tragen, haben sie in einer sinnvollen, sachlichen Diskussion keinen Raum. Das hat mit "Zensur" nichts zu tun/ Redaktion]

  9. 10. @ kcdd30a,

    würde auch Ihr verehrter Herr Präsident eine gute Politik machen, würde er auch mein Lob erhalten. Ich beurteile Politiker nicht nach dem, was sie sagen oder welcher Partei sie angehören, sondern nach dem, wie sie handeln. Und Herr Joffe wäre wohl der letzte, der meine Meinung beeinflussen würde! Und falls er mal etwas sagen sollte, dem ich zustimmen kann, dann werde ich dem auch zustimmen. Das ist Freiheit der Meinung. Wer an seinem Weltbild oder an seinen Denkshemata klebt, der wird nie frei werden.

  10. 11. Liebe Lebeding,

    Man kann nur davon traeumen, wie sich George Bush freuen wuerde, wenn Sie ihn eines Tages loben koennten. Er wie die grosse Mehrheit der Amerikaner warten wohl darauf jeden Tag, jede Stunde, jede Minute.

    Da sich Ihre Meinung wohl nicht schnell oder immer aendern wird, muss man vermuten, dass Sie, wir, Deutschland ihm und Amerika voellig egal bleiben. Nein? Ist das nicht was Sie wollen?

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