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Üben, üben, üben!
Die Katastrophe trifft uns im Zustand der Vollnarkose. Der Philosoph Peter Sloterdijk rät: "Du mußt dein Leben ändern".Von Adam Soboczynski
http://www.zeit.de/2009/15/S-SloterdijkDie Katastrophe trifft uns im Zustand der Vollnarkose. Der Philosoph Peter Sloterdijk rät: "Du mußt dein Leben ändern".Von Adam Soboczynski
http://www.zeit.de/2009/15/S-Sloterdijk
...- und ich denke, vom Erhabenen zum Lächerlichen ist es nur ein Schritt.
Er sieht ganz witzig aus. Er hat bemerkenswerte historische Kenntnisse und z.T. interessante Thesen. Für einen netten Plausch ist er sicher zu gebrauchen.
Aber aus meiner Sicht ist das, was er veranstaltet keine Philosophie, sondern Geschwafel und "Show". Wissenschaft muss grundsätzlich möglichst systematisch vorgehen, um nachvollziehbare Ergebnisse vorzuweisen. Dies gilt umso mehr für die Philosophie, weil es dort um nicht weniger als die Grundlagen von Wissenschaft schlechthin geht.
Mir jedenfalls geht es jedesmal so, dass ich mir die Haare raufe, wenn ich diesen Geisterseher in irgendwelchen Medien erlebe und mir vorstelle, dass irgendwelche Fernsehzuschauer das für Philosophie halten.
Der Artikel ist ganz ähnlich gestrickt. Viele Fremdwörter und Wissen bunt gemischt aber keine Stringenz. Wer so vorgeht handelt unwissenschaftlich, denn er verhindert Erkenntnis, anstatt sie zu ermöglichen. Und auch für mich hat das so keinen Nutzen.
Aber es mag für einige einen gewissen Unterhaltungswert haben. Anders kann ich mir seinen offenkundigen Erfolg nicht erklären.
mensch leute! wollt ihr uns verscheissern?
das ist mir hier alles viel zuviel geschwurbel bei viel zu wenig inhalt. mag sein, dass wortakrobatik und nebensatzgeschachtel bei manchen lesern gut ankommen, bei mir machen sich leute mit fehlgeleiteten analogien eher lächerlich.
also, um es dem ach-so-erhabenen duktus des artikels anzupassen: zuviel semantische vertikalspannung bei gleichzeitiger inhaltlicher erschlaffung.
...für alle zeitungsartikel rund um's thema philosophie wärmstens zu empfehlen: bitte diesen kurzfilm vor dem schreiben angucken.
In der nachfolgenden Weltwirtschaftsordnung-des-KREATIVEN werden wir anders und besser leben, doch um dahin zu kommen bedarf es heute nicht des 'täglichen Übens' vieler Menschen. Das wäre äußerst ineffizient und un-genial, d.h. die Genialität-im-Evolutionsprozess hat für unseren Exodus aus der Crashperspektive bessere, eine Tipping-Point-Optionen vorbereitet. Allein der Start der Diskussion der erkannten Geniepunktänderung 'EPIKUR-Lohn statt Flächentariflohnerhöhungen' reich aus für den Exodus aus dem Tyrannei des Wachstumszwang-Regimes, aus dem Terror von Ökonomie und Konsum und Verschwendung. Die Geniepunktänderung im weltindustriellen Steuerungssystem etabliert dominmächtig jene gewünschte, machtsytemfreie Gesellschaftsordnung der nächsten Kulturepoche, ganz einfach deshalb, weil der oberste Konflikt, der ökonomisch grundlegende Verteilungskonflikt, zugunsten der Leistenden aufgelöst wird, u.a. via Trend in die Zinspromille. Mehr darüber, wenn Sie unter 'EPIKUR-Projekt' googeln. Damit wird die »Ausweitung der Übungszone« für die Menschen erreicht - mittels Selbstleistungs- statt Fremdleistungs-Orientierung und -Prämierung, - und all das, was Sloterdijk noch anführt: die "Ausbildung eines globalen, auf Solidarität verpflichteten »Ko-Immunismus«, für Schutzmechanismen notorisch Schutzbedürftigerf".
"Du mußt erst den Nippel durch die Lasche ziehen"....
Wo sind denn hier die wichtigsten menschlichen Eigenschaften, wie Lebenslust und -freue, die Leichtigkeit des Seins, die Lust zu experimentieren und der Mut zum Irrtum geblieben? Dieser Artikel ist seelenlos und gefühlsarm. Ich bezweifele, dass sich hier irgendein normaler Mensch angesprochen fühlt.
entsprechend mein Kommentar weiter unten. Wer nichts zu sagen hat, verschanzt sich hinter akademisch anmutender Wortakrobatik, die in die Zeit zwischen 1850 und 1910 gehört. Schade um die Zeit, sich damit auseinander zu setzen...
Die Erkenntnis, von der sie sprechen, die man durch striktes wissenschaftliches Vorgehen erhalten kann, woraus besteht sie? Ich habe mich auch mit analytischer Philosophie auseinandergesetzt und hatte gehofft, diese Erkenntnis dort zu finden oder zumindest Ansätze, wie man sie fassen könnte; diese Erwartungshaltung wurde aber bitter enttäuscht (paradigmatisch sei hierbei auf den Wandel Wittgensteins vom Frühwerk zum Spätwerk verwiesen). "Erkenntnis" in der Philosophie ist und bleibt ein Verstehen, das dem prophetischen "Schauen" oft (erschreckend?) ähnlich ist. Und IMHO kann die Philosophie auch nur auf diese Art und Weise wirklich Impulse für eine Gesellschaft geben (und das sollte sie meiner Meinung nach, jetzt mehr als je), denn die szientistischen Klaubereien, die in den philosophischen Fachzeitschriften zu lesen sind, ergehen sich eben NUR NOCH in diesen Fragen der Wissenschaftlichkeit und Gültigkeitsfragen und drehen sich dadurch sowas von im Kreis dass jeder Hermeneut seine helle Freude hat.
Ich denke es ist absolut NOTWENDIG aus diesem Kreis auszubrechen und den Mut zu haben sich diesem derzeit leider (wie man hier ja auch sieht) nach wie vor dominanten Diskurs ENTGEGENZUSTELLEN, um die Impulse zu geben, die die Gesellschaft dringend braucht.
Die Wahrheit liegt nun mal nicht in der internen Stringenz, sondern in der Gültigkeit der Prämissen, was immer heißt: Wirklichkeitsbezug. Man kann ihn nicht fassen. Man kann nur aus dem Fenster schauen und sagen: stimmt.
schon oft habe ich überlegt, wie man das gesabbel von herr sloterdijk einordnen könnte. vordergründig sind seine wilden assoziationen faszinierend. wenn man aber den inhalt genauer anschaut, trifft ihr kommentar gut zu: "Wer nichts zu sagen hat..."
Darf ich Ihren Namen KAIROSOPHIA und Ihren Betrag 'Erkenntnis?' (= Aufforderung zur Relevanz und Wirklichkeitsbezug des Wahrheitsstrebens) mit 'sich der Geniepunkt-/Tipping-Point-Praxis hingeben' übersetzen? Oder auch, 'das als richtig Erkannte im Maximum tun' verstehen? Wenn Ja, dann liegen wir beim Wahrheitsbegriff richtig, den Goethe formulierte : 'der höchste Grad wechselweitiger Entwicklung ist wahr'.
Auf der Grundlage von Chaosphysik und Evolutionsprozessphysik habe ich mich für diese Haltung entschieden. Erst auf der evolutionsprozess- und chaosphysikalischen Theoriegrundlage, die ich für meine Projektziel: 'Exodus in die folgende Weltordnung des KREATIVEN', entwickelt habe, wird der Begriff des Wahren operational und für Politik, Wirtschaft, Management und das eigene Leben umsetzbar. Für die Kunst war der 'subjektive Maximalismus', den ich hier formuliere, ja schon immer das existenzielle Muß. Und Sloterdijk war und ist für mich jener Philosoph/Literat, der den 'subjektiven Maximalismus' auch praktizierte. Ich schätze ihn sehr. Er kam, nach meiner Einschätzung, mit seiner 'Kritik der politischen Kinetik' in seinem Buch 'Eurotaoismus' sehr nahe an die Zusammenhänge heran, die ich als 'Steuerungssystemtheorie des Evolutionsprozesses' für meine politische Praxis entwickelt habe.
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