Wir haben abgetrieben – diskutieren Sie mit dem Autor des Stücks

Welche Rolle spielen Männer bei einem Schwangerschaftsabbruch? Diskutieren Sie mit!Von Jörg Burger

http://www.zeit.de/2009/08/Abgetrieben-Paar-08
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Leser-Kommentare
  1. 1. der abgetriebene mann

    Wie schwer war es wohl, so viele Männer zu finden, die die Schuld alleine der Frau geben?
    Eine Schwangerschaft -gewollt oder ungewollt- ist eben eine Situation, in der der Mann nicht einfach nur durch Kommando die Kontrolle übernehmen kann, sondern sich durch Einfühlungsvermögen, Bereitschaft zur Lebensveränderung und Übernahme einer aktiven Vaterrolle eine mitentscheidende Rolle erlangen kann. Dass die meisten Männer ihre Mitverantwortung am Abbruch so standhaft übersehen, ist seit jeher der bequemste Weg und nicht wirklich eine Betroffenheitsreportage wert.

  2. 2. Na da haben wir es ja wieder, wir sind s

    Heute holen sich die Frauen die Pille.
    Morgen wird abgetrieben, weil das Leben ja noch viele Überraschungen parat hat.
    Übermorgen klappt es nicht mit der Kinderzeugung, dann muß das Reagenzglas herhalten.
    Danach kommen die Sechslinge, die armen Frauen aber auch.
    Die schlechten Männer stehen im Hintergrund und reiben sich die Hände.
    Entschuldigung bitte für meine Übertreibung, aber ich kann die dauernden Schuldfragen nicht wirklich dikutieren.

    Herzlichst
    Auf ein Wort

  3. 3. Die Rolle der Männer

    bei einem Schwangerschaftsabbruch muss eine unterstützende sein, was sonst.

    »"Stell dir vor, die Spirale hat nicht gewirkt. Scheiße, ich bin schwanger." – "Wie schön!", ruft Thomas, er hat nicht genau hingehört.«

    Tolles Team. Beide beschließen, dass (zumindest zunächst mal) keine weiteren Kinder kommen sollen, sie beginnt wieder zu arbeiten, und als kurz darauf die Verhütung versagt, ruft er spontan: "Wie schön".

    Das kann doch nur bedeuten, dass er im Grunde gegen die Verhütung war. Klar, dass sich daraus Konflikte ergeben.

  4. 4. Wer denn?

    Schwangerschaftsabbrüche (Abtreibung ist diffamierend) kommen zumeist bei solchen Frauen vor, die bereits mehrere Kinder haben und die Pille nicht vertragen.
    In einer kinderfeindlichen Gesellschaft sollte man die Ursachen beseitigen und jeder Frau ein entsprechendes Gehalt zahlen, weil sie mit Geburt und Aufzucht von Kindern eine Leistung erbringt, auf die der Staat dringend angewiesen ist. So ist die Mutter nicht auf die finanzielle Unterstützung durch den Mann angewiesen und kann diesem als gleichberechtigte, unabhängige Partnerin entgegen treten. Zudem hat Frau dann die echte Wahl, ob sie abhängig arbeiten geht oder einen Haushalt mit Kindern selbstständig führt.

  5. 5. Diffamierung?

    "Abtreibung ist diffamierend"

    Weshalb ist der Begriff denn diffamierend? "Schwangerschaftsabbruch" klingt eher nach Euphemismus - denn immerhin reden wir hier nicht davon, ein Kleidungsstück zu wechseln, sondern wir sprechen über einen Vorgang, dessen Ziel die Beseitigung von werdendem Leben ist.

  6. 6. Und auch hier hatte ich unwillkürlich

    eine andere Assoziation -so als Mann- und zugestanden nicht unbedingt zum Artikel passend (da war es eher gegenteilig)

    "Das Kind als Waffe"

    Mir ist klar, dass ich mit dieser Assoziation anecken kann. Aber es ist so eine Erfahrung aus dem Leben gegriffen.

  7. 7. Warum denn

    der Mutter ein Gehalt zahlen und nicht dem Vater? Erst durch einen konsequenten Rollentausch kann endlich auch sie vollkommen unabhängig ihrer Selbstverwirklichung nachgehen – mithin ihren finanziellen Beitrag zur Sicherung kindlicher als auch väterlicher Grundbedürfnisse leisten. Alles andere ist typisch patriarchalische Konvention mit dem einzigen Ziel: Frauen zu knechten und Männern eine noch höhere Lebenserwartung durch Müßiggang auf Kosten der Mütter zu ermöglichen.

  8. 8. (...)

    (entfernt. Biotte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)

    Zitat:

    "Vier Angestellte, noch kein Gewinn, aber große Pläne. Es scheint ihm, als werde er mit der vielen Arbeit niemals fertig, doch er ist kein Typ, der schnell aufgibt. Schramms Familie lebt von Erspartem, seit Kurzem geht seine Frau Linda (Name geändert) wieder arbeiten. Das Paar hat drei Kinder, das jüngste ist gerade ein Jahr und drei Monate alt. Sie leben in einer kleinen Eigentumswohnung am Stadtrand – eine noch unsichere bürgerliche Existenz, aber Thomas Schramm ist glücklich, weil er ja Familie hat.

    Er ist 37 Jahre alt, ein kleiner Mann mit den wachen, unsteten Augen eines Kindes. Über nur Vorgestelltes vermag er sich so sehr zu freuen, als könnte er es bereits mit Händen greifen."

    Man reiche mir bitte ein Rotztuch, was ist das für ein armer Mann. Hua!
    Na, wunderbar. Frau geht arbeiten mit drei Kindern und er macht den Traumtänzer vor dem Herrn. Lustig. (entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)

  9. 9. Das sehe ich ähnlich wie Sie

    Die Mutter zahlt dem Vater, dem die Kinder zugesprochen wurden. "Beschadet" mit Unterhaltsverpflichtungen könnte denn auch SIE ihrer Selbstverwirklichung nachgehen und dabei "ihren finanziellen Beitrag zur Sicherung kindlicher als auch väterlicher Grundbedürfnisse leisten. Alles andere ist typisch patriarchalische Konvention mit dem einzigen Ziel: Frauen zu knechten und Männern eine noch höhere Lebenserwartung durch Müßiggang auf Kosten der Mütter zu ermöglichen."

  10. 10. Herr Autor

    Was soll uns dieser Artikel sagen???
    Dass auch Männer unter einem Schwangerschaftsabbruch leiden können?
    Natürlich können sie das.
    Dass auch Männer Anspruch haben sollten auf Beratung, psychologische Betreuung und Beistand?
    Natürlich sollen sie das.
    Wenn diese Erkenntnisse also die Titelseite des Zeitmagazins wert sind-
    hätte man diese nicht etwas sachlicher vermitteln können?
    Oder hätte man, wenn eben ein populistischer Stil gewünscht ist, nicht wenigstens ein annähernd repräsentatives Fast-Väter-Kollektiv auswählen können???

    Klar ist es wünschenswert, dass sich ein Paar gemeinsam für oder gegen ein Kind entscheidet.
    Begrüßenswert, wenn eine Beziehung so ehrlich und respektvoll ist, dass sich eine Schwangere ohne Angst vor Manipulation mit ihren Sorgen und Ängsten an ihren Partner wenden kann (und umgekehrt).
    Doch was schlagen Sie vor, wenn dies nicht der Fall ist? Kommunikation per Gesetz vorschreiben?
    Abstimmen ob abgetrieben werden darf oder nicht?

    Was ich wirklich ekelerregend finde, ist jedoch die Darstellung der Erzeuger-Männer oder Fast-Väter als Opfer von weiblicher Selbstbestimmung.
    Damit spricht man zum einen dem männlichen Teil unserer Bevölkerung die Fähigkeit ab, erwachsen und würdig mit der Entscheidung der Partnerin gegen das gemeinsame Kind umgehen zu können und stellt gleichzeitig die Errungenschaft derer in Frage, die eine Titelseite zu diesem Thema wirklich einmal verdient haben.

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