Seele in Not
Ein Knacks in der Psyche - und für die Patienten beginnt ein langer Leidensweg durch das Dickicht der Therapiekonzepte. Ein Hamburger Projekt zeigt, wie es besser geht.Von Harro Albrecht
http://www.zeit.de/2008/47/PS-PsychiatrieMeistgelesene Leserartikel
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Ich war im Jahr 2005 drei Wochen in der geschlossenen und zwei Wochen in der offenen Psychiatrie. Damals bin ich 32 Jahre alt gewesen und hatte vorher nie psychische Probleme. Doch mit einem anstrengenden Beruf und zu viel ehrenamtlichen Tätigkeiten, sogar bundesweit, raffte mich eine Psychose vollkommen dahin.
Und dann begann wirklich ein harter Kampf. Am Anfang in der Psychiatrie wurde man wie eine Marionette behandelt. Mit Höchstdosen an Medikamenten wurde ich zeitweise bis zur Besinnungs-, und Bewusstlosigkeit ruhig gestellt. Ich fühlte mich wie ein Roboter. Ich konnte meine Arme und Beine durch die Medikamente teilweise nicht mehr selbst steuern. Ich habe täglich über meine Probleme berichtet. Doch zur Antwort bekam man von den Ärzten nur, die Medizin hilft und geändert wurde nichts.
Nach fünf Wochen in der Psychiatrie konnte ich nicht mehr. Ich hielt es nicht mehr aus. Ich wurde dort kränker als ich ohnehin schon war. Ich bat meinen zuständigen Oberarzt um eine vorzeitige Entlassung. Ich suchte mir einen Psychiater in meiner Heimatnähe und nachdem ich dort einen Termin vereinbart hatte für die Weiterbehandlung, entließ mich der Chefarzt. Ich musste allerdings ein Schreiben unterzeichnen, dass ich aus freien Stücken entgegen dem Willen der Psychiatrieärzte entlassen werde.
Und jetzt wurde mir erst richtig geholfen. Mein Psychiater analysierte gemeinsam mit mir die Krankheit und Nebenwirkungen des Medikamentes Risperdal, welches ich in der Psychiatrie verabreicht bekam. Er verschrieb mir dann Akineton und das war für mich eine Wohltat. Nach etwa zwei Wochen hatte ich die Nebenwirkungen von Risperdal einigermaßen im Griff. Ich konnte Arme und Beine wieder selbstständig bewegen. Trotzdem fühlte ich mich immer noch wie ein Roboter. Mein Psychiater verschrieb mir noch zusätzlich das Medikament Seroquel.
Und dieses Medikament war meine endgültige Erlösung. Mein Psychiater sagte mir, dass er das Risperdal nach und nach abbauen möchte, solange bis ich es nicht mehr brauche, er könne das allerdings nicht zu schnell absetzen, weil sonst als Nebenwirkung Entzugserscheinungen auftreten könnten.
Heute nach 3 1/2 Jahren nehme ich noch abends Seroquel Prolong und Seroquel ein und am Morgen Sertralin. Risperdal und Akineton haben wir erfolgreich abgesetzt. Ich fühle mich wieder so wie vor meiner psychischen Erkrankung. Gott sei Dank, kann ich alle Körperteile wieder so bewegen und beeinflussen wie ich das gerne möchte.
Aber ich kenne leider auch andere Fälle, die mir nicht verborgen geblieben sind. Es gibt psychisch Kranke, die täglich zwischen 10 und 20 verschiedene Medikamente einnehmen "müssen-verordnet von Ärzten-". Ich frage mich da wirklich: Wie kann man da noch feststellen, welches Medikament anschlägt bzw. hilft und welches nicht?
Abschließend muss ich folgendes sagen. In der stationären Psychiatrie wird einem auf Dauer nicht geholfen. Die Pfleger sind meistens nur daran interessiert, dass die Patienten ruhig gestellt sind und die Ärzte unterstützen leider diese Haltung. Und wer die Medikamente nicht einnimmt, weil er sich dagegen wehrt, wird auf dem Bett festgeschnallt und erhält die Dosis per Spritze. Der beste Weg ist der, raus aus der Psychiatrie hin zu einem Psychiater mit dem man seine Probleme besprechen kann und die entsprechenden Entscheidungen trifft.
Psycho-Ärzte und Psychiater sind aber nur Theoretiker und auf Erfahrungen angewiesen. Richtig mitreden kann nur derjenige, der wirklich eine Psychose hatte und dadurch über praktisches Wissen verfügt. Denn nur durch das Ruhigstellen wird dem psychisch Kranken nicht geholfen!
In diesem Sinne,
Herr Marian Reusch, Gartenstr. 2, 97836 Bischbrunn
Vielen psychisch Kranken wird auch deshalb nicht wirklich geholfen, weil die Ursachen
ihrer Probleme, die meistens in ihrer Kindheit, bei den Eltern, liegen, nicht ans Tageslicht gebracht werden dürfen und sie deshalb permanent mit Psychopharmaka betäubt werden. Die bekannte Kindheitsforscherin und Therapeutin Alice Miller fand heraus, dass auch schwere Erkrankungen wie Psychosen sehr häufig durch Misshandlungen und Vernachlässigungen im Elternhaus entstehen, die Offenlegung
dieser Tatsache ist aber weitgehend tabu, da es nicht ins christliche Weltbild passt, dass Eltern Verbrechen gegen ihre Kinder begehen, die ihre Seele zerstören. Es ist deshalb zu hoffen, dass neben einer bessere Koordinierung aller helfenden Maßnahmen, auch der Aspekt der Offenlegung der wahren Ursachen des Leidens, im Sinne von Alice Miller, immer mehr Anhänger unter den Therapeuten findet. Wer sich für Alice Miller interessiert:
www.alice-miller.com
Sind nicht auch in der Psychiatrie Enquette der 70er Jahre die Personalschlüssel festgelegt worden, in der PErsonalverordnung Psychiatrie? Wissen die Leser eigentlich, dass inzwischen diese PErsonalverordnung in vielen Kliniken bei weit unterschritten wird und den Patienten viel weniger Arztminuten zur Verfügung stehen als damals? ... und dies obwohl der Dokumentationsaufwand aufgrund des KRankenkassendrucks immer größer geworden ist!
Gibt es nicht schon viele Kliniken, in denen über längere Zeit kein Arzt auf den Stationen ist? Statt diesen Mißständen ins Auge zu sehen, eröffnen ideologisch motivierte Politiker immer mehr Berufgruppen wie PSychologen etc. der Zugang zum Abrechnen und verknappen dadurch die Mittel weiter. Die Journalisten sollten ruhig einmal Stichproben in Kliniken machen. Einfach mal anrufen und sich den Arzt geben lassen, wenn einer da ist.
sollte doch auch noch erwähnt werden, dass vieles, was der einen und dem anderen in der kindheit widerfuhr, sich später wiederholt. nicht eins zu eins, aber in der struktur ähnlich. und manchmal noch stärker mit dem verdikt "du sollst nicht merken" behaftet als so manches kindheitserlebnis.
Kriminalität + seelische Not
Ihre Artikel über die Landschaft der „kranken Seelen“ zeigt gut auf ,
wie sich Einiges positiv verändert hat, aber auch wie hilflos die Fachleute heute immer noch sind.
Viel zu kurz in Ihren Artikeln kommen die Ursachen.
Wir haben Scheußliches mit einem 70 jährigen Führer, der 50 Jahre verheiratet ist, einer religiösen Sondergruppe ( messinanische Juden ), erlebt, und ein Familienmitglied ist durch Dinge, die eine Frau in ihrem Leben nie vergessen kann und Monate langem Psychoterror erkrankt. Aber die Generalstaatsanwaltschaft sieht keinen Kausalzusammenhang zwischen den scheußlichen abartigen Taten und dass das für die ganze Familie belastende psychische Folgen mit mehrfachem langem Krankenhausaufenhalt entstanden sind. Für mich unglaublich.
Da das Opfer durch den Führer der religiösen Sondergruppe, der bekannt dafür ist, dass er Terror macht
mehrfach Anzeigen gemacht hat und wieder zurückgenommen hat, ist alles eingestellt worden.
Wer mehr darüber lesen möchte kann den Links folgen.
1. Wie wird man damit fertig ?
http://www.sekten.ch/foru...
2. Zeitungsartikel, das aufgrund der Taten 7 Vorstände zurückgetreten sind !
http://irrglaube.parlaris...
3.) Weiteres über den furchbaren Verein
http://irrglaube.parlaris...
4.) Auszüge aus Terrorbriefen an das Opfer und den Eltern
http://www.geistlicher-mi...
5.) Über die Glaubensrichtung der messianischen Juden
http://irrglaube.parlaris...
6.) Präzedenzfall aus Östereich
http://www.marialaforce.com/
Es sind gerade mal 14 Jahre her, da habe ich versucht in einer psychosomatischen Klinik im Behandlungsschwerpunkt "Ergotherapie" das sinnlentleerte Schnitzen, Tücher bemalen oder Töpfern durch ein reflektierendes und psychiatriekritisches Patientenkonzept abzulösen und eine für jeden Patienten selbstbewußte und krankheitsanalytische Form der Selbstdarstellung auch einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Das Konzept sah vor, Fotos, also Porträts einzelner Patienten zu schießen, mit einem persönlichem Statement zu ihrer Diagnose und den Perspektiven in ihrem Leben zu versehen und mit der provozierenden Headline "Ich bin irre" zu gestalten. Die Porträts sollten in der betreffenden Klinik in der Lobby ausgestellt werden. Das wurde seitens der Klinikleitung untersagt, ohne einleuchtende oder vernünftige Gründe zu nennen. Die Patienten waren von Anfang an mit Begeisterung dabei und es hätte auch damals schon der Stigmatisierung "psychisch Kranker" durch die Gesellschaft im kleinen Rahmen entgegengewirkt - umso besser, dass dies nun in der ZEIT eine Plattform findet, die sehr viele Menschen in diesem Land erreicht.
Ein sehr bedrückendes Thema mit sehr vielen Tabus und Vorurteilen. Wer spricht schon gern darüber. In den Medien, höre und lese ich unentwegt über Parkinson, Diabetes, Koronare Erkrankungen, sehr viel über Multisklerose und alles sehr ausführlich. Sehr viel berichtet wird auch über Ernährungs- und Eßstörungen. Diese Themen werden fast Tag täglich irgendwo in den Medien abgehandelt.
Worauf es aber ankommt und was auch mit zu den Volkskrankheiten der heute schnell-lebigen Zeit gehört, ist dass Thema "Psychische Erkrankungen".wovon man selten liest und hört. Und wenn dann immer im negativen Sinne.
"Da ist ein Amokläufer durchgeknallt, er murkste Frau und Kind oder seine Mitschüler, in psychischer Umnachtung ab.".
Zu schnell und leichtfertig wird dann berichtet, es handele sich um psychische Probleme die zu Mord oder Gewalttat motivierten.
Eine Langzeitstudie hat aber ergeben, dass unter den sogenannten "psychisch Kranken insbesondere Schizophrenen" nicht mehr und nicht weniger Straftaten festgestellt wurden.
Daher freue ich mich aufrichtig, dass hier im ZEIT-Forum auch dieses sehr wichtige Thema aufgegriffen wird.
Ich bin mir der Wichtigkeit dieses Themas sehr bewusst und warne den Leser, dass dieser Kommentar den ich hier schreibe, ein unter Umständen sehr langer Kommentar sein kann.
Das Thema was mich bewegt, sind die sogenannten Psychosen unter deren spezielle Form die "Schizophrenien" gehören.
Wie wirken sie sich für den Patienten aus? Hier gibt es keinerlei klaren Erkenntnisse, den Psychosen allgemein, sind so unterschiedlich, so unterschiedlich wie die Menschen selber. Ein geordnetes Patientenmuster gibt es nicht. Sie sind ein durchaus rein menschliches Problem. Es kann wirklich ausnahmslos jeden treffen.
Man sagt und behauptet, der Patient erlebt seine Wahrnehmungen außerhalb der Normalität, jenseits der Realität, im Vergleich wie es sogenannte "Normale" empfinden. Der Schizophrene nimmt akustische Stimmen wahr, die nur er hört, seine Umwelt aber nicht.
Man spricht von akustischen Halluzinationen und werden fast ausschließlich dem schizophrenen Formenkreis zugerechnet.
Nun stellt sich aber die berechtigte Frage, was ist "normal".
Wenn Nachbar Eduard Meyer, vor dem Zähneputzen, laut La Paloma Olee pfeift hält er seine Gewohnheiten für normal, wenn Egon Müller-Lüdenscheid ihn dabei beobachtet, so ist dieses für ihn keineswegs "normal".
Wenn ein gläubiger und frommer Christ am Sonntag bei strömenden Regen, dreimal die Gottesmesse aufsucht, ist es für ihn normal, der überzeugte Atheist, hat nur ein mitleidiges Kopfschütteln dafür übrig, für ihn es es nicht "normal".
Man kann an Hand der beiden Beispiele ersehen, wie subjektiv die "Normalität" von jedem einzelnen Mitmenschen bewegt und beurteilt werden kann.
Oft werden verschroben wirkende Menschen, wie Eremiten, die die Einsamkeit suchen und in ihr leben als nicht normal bewertet.
Wir leben in einer Gesellschaft wo Leistung gefordert wird. Zeit ist Geld, sagt man und man handelt auch so. In der frühen Kindheit ist es schon so, dass Kindergartenkinder gewissen Leistungsdruck abverlangt wird. Schlimmer wird es in der Schulpflicht. Wir leben in einer schnelllebigen Zeitepoche, ohne Rast und Ruhe.
Der Mensch ist aber keine Maschine, kein Roboter. Geht bei ihm der Akkustand zur Neige, versagt er hier und da. Ist dieser so sehr erschöpft dass der Akku längerfristig leer ist, zählt dieser zu den Versagern. Und Versager sind halt nicht normal, völlig gleichgültig, warum sein Akku frühzeitig geleert ist.
Aber man kann es auch in das Gegenteil umkehren. Menschen die dauerhaft in ihren intellektuellen Leistungen unterfordert sind, kommen oft auf die seltsamsten Gedanken, die sich oft in Verschrobenheit wieder spiegelt.
Aber dieses allein können nicht die Ursachen psychischer Belastungen sein. Ich spreche bewusst hier von Belastung und nicht mehr von Krankheit, weil der Begriff "Krankheit" gerade in der Psychiatrie, stigmatisierend ist. Um eine genauere Defination zu bilden, spreche ich lieber von psychisch betroffenen Patienten.
Ursachen von psychisch Betroffenen, sind ungeklärt. Die einen vermuten genetische Ursachen, weitere eher Leistungsdruck, die dritte Gruppe benennt psycho-soziale Ursachen.
Ich tippe eher auf das letztere, die psycho-soziale Komponente. Für meine Begriffe, ist der Keim einer psychischen Belastung in der frühen Kindheit gesetzt. Damit meine ich länger anhaltende Belastungen, mit denen ein Kind bis ins Erwachsenenalter nicht fertig wird. Dieses kann Lieblosigkeit der Eltern oder der Verlust eines Elternteiles sein. Traumen, wie Gewalt, Misshandlungen sind für die psychiatrische Karriere geradezu prädestiniert.
Aber es gibt auch Störungen, die denen schizophrener Halluziantionen sehr ähnlich sind. Sie können durch permantenen Schlafentzug entstehen, aber auch soziale Vereinsamung, wenn sie länger andauert. Hierbei darf auch nicht vergessen werden, dass fiebrige Erkrankungen, Medikamente und Drogen und nicht zuletzt auch der Alkoholmissbrauch zu gewissen Halluzinationen führen kann.
Depressive Episoden, nach langen seelischen Belastungen durch Enttäuschungen, sei sie durch Partnerprobleme oder dem Verlust des Arbeitsplatzes, können zu Psychose-ähnlichen Symtomen führen.
Für den behandelnden Arzt oft sehr schwer, die richtige Diagnose ausfindig zu machen.
Sie kann nur rein subjektiv gestellt werden, den Psychosen lassen sich nicht messen, sich nicht anfassen und man kann sie nicht sehen. Sie schlummern oft latent ohne dass die Gesellschaft sie überhaupt wahrnehmen kann.
Ein seelisch angeknackster Mensch, braucht Hilfe. Er braucht verständnisvolle Mitmenschen. Er benötigt kein Mitleid. Psychodämpfende Mittel wie Neuroleptika halte ich nur in akuten Fällen für notwendig, nicht aber in vorbeugender Absicht. Fachärzte aber neigen fast alle hierzu diese präventiv zu verordnen.
Zu schnell werden diese Mittel verordnet. Ist die psychische Belastung enorm und der Patient wird hierdurch auffällig, muss dieser mit Zwangsmassnahmen rechnen. PsychKGs der Bundesländer die sehr unterschiedlich sind, regeln dieses.
Zu den Zwangsmaßnahmen gehören auch gesetzliche Betreuungen, die praktisch nichts weiteres darstellen, als Entmündigung und Entrechtung des Betroffenen.
Sich dagegen zur Wehr zu setzen ist äußerst schwierig in vielen Fällen unmöglich und Betreuungen dieser Art meist nicht notwendig. Es gibt effizientere Mittel, die auch human gestaltet werden könnten.
Die "psychische Krankheit" ist die einzig mir bekannte Störung, die man mit zwanghaften Freiheitsentzug belegen kann. Der Patient wird regelrecht entsorgt, sicher gestellt, aus dem Verkehr gezogen. Oft unter dem fadenscheinigen Argument, "es sei das Beste für den Patient um diesen und seine Umwelt zu schützen!"
, heißt es.
Hierin liegt eindeutig, eine Missachtung der Artikel des Grundgesetzes vor.
Die Patienten sind stigmatisiert und es ist allzu wahr, dass betroffene Angehörige, völlig ratlos sind und im kalten Regen stehen gelassen werden. Hier ist absoluter Handlungsbedarf.
Dem Patienten selber helfen auf Dauer nicht die stark dämpfende Medikamente, sondern menschliche Zuwendungen und Verständnis.
Den eine psychische Betroffenheit, hat in der Regel so gut wie nichts mit Intelligenzdefekten- oder Minderung zu tun. Man kann auch nicht von Geisteskrankheiten sprechen.
Es handelt sich hierbei nur um eine "Verletzlichkeit der Seele", diese als echte Krankheit zu bewerten, halte ich eher für abwegig, auch wenn ich nicht das Gegenteil beweisen kann und psychiatrische Fachärzte mir im Fachchinesisch etwas beweisen wollen.
Bei betroffenen Angehörigen kann mit gewissen Einrichtungen mit Rat, Tat und Begleitung weiter geholfen werden, wenn ein Mensch sich in der seelischen Krise befindet. Vielleicht eine Aufgabe für caritative Einrichtungen.
Aber leider ist die Gesellschaft bei Weitem noch nicht soweit, psychische Krisen wie jedes andere Gebrechen oder Krankheit, anzusehen und zu beurteilen, nach dem Grundsatz: "einem Vollidioten traut man nicht, geht ihm lieber aus dem Wege, denn er ist gefährlich oder er könnte dieses sein".
Das ganz Schlimme hieran ist auch noch, dass es unfehlbare Götter in weiß gibt, die sich Psychiater nennen, denen es an fachlicher Kompetenz fehlt und oft genug als Berufsgeschädigte selber die Hilfe eines Fachkollegen bedürfen. Dieses darf ich in aller Offenheit kritisch anführen.
Da ich mich mit diesem Thema befasse (kein Betroffener), würde ich mich über regen Erfahrungsaustausch von Betroffenen aber auch Mitlesen freuen.
Viele Grüße von Harry!
Ihre Definition „psychisch betroffene Patienten“ gefällt mir !
Wenn Betroffene unterschiedliche Fachleute aufsuchen, ist es anscheinend gar nicht so selten, dass die
Fachleute sich mit den Diagnosen total widersprechen.
Dass anscheinend viele Neuroleptika starke Nebenwirkungen aufweisen, die ähnliche die Psyche extrem stark verändern, die der Krankheit ähnelt, wissen die wenigsten.
http://www.onlineberatung...
http://www.onlineberatung...
http://www.onlineberatung...
http://www.onlineberatung...
Wie verzweifelt Betroffene mit den Medikamenten sind, zeigt folgendes Forum.
http://www.psychiatrieges...
Ich möchte noch einmal das Thema Ursachen ansprechen.
Was sagen die Leser zu der Behauptung der „Hamburger Initiative gegen sexuelle Gewalt an Kindern“, dass 3 von 4 Psychiatriepatientinnen und 9 von 10 Prostituierten als Kind sexuell missbraucht wurden.
Warum interessiert das die Justiz und den Gesetzgeber nicht ?
Ich glaube , es ist noch nie ein Verdächtigter verurteilt worden, weil sein Opfer ein extrem stark psychisch betroffener Patient geworden ist und sein ganzes Leben behandelt wird.
http://www.missbraucht.de...
Als Betroffener Vater kann ich bezeugen , dass unsere Tochter gesund war, bevor ein Sexualverbrechen und Monate langer Psychoterror durch einen Sektenführer, der drei mal so alt wie unsere Tochter ist.
Dieser Mann hat unsere erwachsene Tochter „ver-rückt“ gemacht. 40 Terror Briefe hat unsere Tochter erhalten.
Ich habe über Monate der Polizei, dem LKA 42, der Staatsanwaltschaft, Anwälten, dem weißen Ring, dem Opferschutz , Zeitungen und vielen anderen immer wider davon berichtet, aber überall wurde mir gesagt, ihre Tochter muß selber etwas dagegen tun.
Ein Sektenberater, der Präsident der Fecris, einer Organisation, die dem Europarat angeschlossen ist, hatte an 300 Sektenberater unseren Fall anonym verteilt, als der Terror andauerte, aber keiner hat uns geholfen !
http://www.fecris.org/
Beispiel eines anderen unglaublichen Vorfalls, der uns vielleicht noch in anderer Form bevorsteht.
http://www.sekten.ch/foru...
Lieber Marian Reusch,
Ihren Kommentar habe ich mit großer Aufmerksamkeit gelesen. Ich kann Ihnen nur zustimmen. Was mich sehr verwundert, ist, dass das Seroquel was als sogenanntes A-typisches Neuroleptika gilt, keine Auswirkungen (Nebenwirkungen) bei Ihnen hat.
Ich kenne Patienten, von denen mir das grasse Gegenteil bekannt geworden ist. Von ihnen wird stetig behauptet, dass dieses Medikament so stark dämpfend auf das Nervenzentralsystem sich auswirkt, dass diese Patiente schläfrig und hoch ermüdet sich fühlen. Mit anderen Worten, nach Eintritt der Wirkung sind diese zu nichts mehr zu gebrauchen. Oft vernehme ich, dass dieses NL auch Übelkeit veursacht. Selbst Klagen der Patienten vernahm ich, dass diese unter Verwirrtheitzuständen gelitten haben. Selbst Todesfälle sind durch dieses als harmlos deklariertes NL bekannt geworden.
Wahrscheinlich, wirkt Seroquel auf jeden Menschen anders oder es käme auch die Möglichkeit einer Fehlmedikamentierung in Betracht. Man kann ja, ich sage es grass, Kopfschmerzen nicht mit einem Fußpilzmittel behandeln.
Diagnosen von sogenannten Fachärzten der Psychiatrie, können nur aus einer subjektiven Meinung des Arztes gestellt werden. Denn Psychosen, gleich welcher Art, lassen sich nicht wie somatische Erkrankungen, messen, fühlen oder durch Röntgenaufnahmen ansehen um diese zu beurteilen zu können. Es ist schon richtig, was Sie anführen, der Arzt kann sich nur auf vage Erfahrungswerte stützen.
Daher halte ich auch gerichtliche Gutachten von Psychiater in gesetzlichen Betreuungsverfahren vor Gericht als völlig wertlos. Zu oft bewertet der Amtsrichter ein Gutachten, auf rein subjektiven Ansichten des psychiatrischen Gutachters, der wieder herum es sich ungestraft leisten kann, ein Fehl- oder Falschgutachten vor dem Amtsrichter abzulegen. Hierbei kann ein Menschenleben zerstört werden, denn eine Weiterführung der gesetzlichen Betreuung wäre faktisch eine Zwangsmassnahme. Gesetzliche Betreuung ist hiernach unter Zwang ein Verbrechen, weil Betreuung nichts weiteres ist, als ein abgemildertes Wort für Entmündigung. Wie viel Elend und Missbrauch ist aus der Situation hierbei schon entstanden.
Meine persönliche Ansicht ist, dass gerade psychische Probleme eines Menschen zum überwiegenden Teil, auf unverarbeitete Kindheitserlebnisse zurückzuführen ist. Diese können sehr vielfältig sein. Zum Beispiel durch gestörte familiäre Zusammenhänge wie Trennung, Scheidung, Alkoholismus der Elternteile, Misshandlungen körperlicher oder sexueller Art, Tod, Unfall und Trennung von einem lieb gewonnenen Menschen.
Die Wissenschaft spricht in der Ursachenforschung gern von biochemischen Zusammenhängen, wie Dopaminüberschuss oder Serontoninmangels, beides wichtige Transmitter und Bodenstoffe die im Gehirn, Stress, Ängste oder sonst irgend etwas abbauen oder regeln.
Hat man zu viel Dopamin, entstehen Psychosen, hat man zu wenig Serontonin, neigt man zu Depressionen.
Diese Biochemischen Zusammenhänge werte ich nicht als Ursache, sondern als Folgewirkung, gewisser Ereignisse, im dauerhaft negativen Erleben.
Im biologischen Bereich. Da gibt es in der Tat Unterschiede, wer hierzu neigt, zu viel oder zu wenig an Bodenstoffe zu produzieren, neigt zwangsläufig zu Psychosen oder Depressionen. Dieses könnte auch genetisch geklärt werden, aber Ursache der psychischen Störung ist es nicht, sondern steht nur im kausalen Zusammenhang der eigentlichen Ursachen. Daher spricht man auch von körperlich unbegründbaren Psychosen im Gegensatz zu begründbaren, die die eigentlichen Krankheiten sind, da sie wie es heißt körperlich zu erfassen sind, man kann also messen, fühlen, sehen, ähnlich wie man es bei anderen somatischen Erkrankungen (z.B. Magengeschwüre, Herzerkrankungen usw.) auch kann.
Unbegründbare Psychosen, sind daher besser definiert, wenn man von der "verletzten oder Verletzlichkeit der Seele" sprechen kann. Dieses als Krankheit zu bezeichnen, halte ich daher für äußerst stigmatisierend.
Noch ein abschließendes Wort zu Verbrechen die psychisch Betroffene zugeschrieben wird.
Es ist nicht zu bestreiten, dass auch psychisch Betroffene, Gewaltverbrechen begehen können. Aber eine wissenschaftliche Langzeitstudie hat feststellen können, dass die Verbrechensquote bei psychisch Betroffenen statistisch nicht höher einzustufen ist, wie bei sogenannten normalen Menschen.
"Psychische Krankheit", ist auch die einzige Krankheit, die mit Freiheitsentzug belegt werden kann, dieses unter Zwang. Man schaue sich nur die Regelungen der PsychKGs der Länder an. Oft wird weg gesperrt, einfach entsorgt oder verwahrt. Für mich eindeutig ein Bruch des Grundgesetzes in fast allen Artikeln, die etwas mit Gleichheit, Unversehrtheit und der Würde des Menschen zu tun hat.
Ich werde diese Diskussion aufmerksam verfolgen, denn ich habe es mir aus bestimmten Gründen zur Aufgabe gemacht, mich diesem Thema zu widmen.
Viele Grüße von Harry!
Hallo Harry,
vilen Dingen die Sie geschrieben können , kann sehe ich auch so .
Als Angehöriger, der hautnah so etwas erlebt und sieht, dass es
fast keine gute Hilfe gibt, kann man verzeifeln.
Seroquel in Kombination mit Tavor hat unsere Tochter auch bekommen.
Schrecklich sage ich nur. Aber ohne Medikamente scheint es auch nicht zu gehen.
Nach 8 verschiedenen Medikamenten , glaube ich nicht mehr daran, dass
solche Medikamente helfen. In Akutzuständen werden die Patienten benebelt.
Zu den Gewaltverbrechen habe ich eine Frage:
Woher hat die Intiative Hamburg die oben genannten veröffentlichten
Fakten ? Warum glauben sie, dass die falsch sind.
Schauen Sie einmal auf die Seiten des sexuellen Mißbrauchs.
Schreiben diese Orgsanistionen nicht über ihre Fakten.
Die Langzeitstudie würde mich einmal interessieren.
http://www.missbrauch-opf...
http://www.missbrauch.org/
http://www.missbraucht.de/
http://www.bundesverein.de/
http://www.sektenausstieg...