War doch nicht so gemeint

Von Paul Wolfowitz bis Richard Perle: Wie die amerikanischen Architekten des Irakkriegs ihr Scheitern erklären.Von Josef Joffe

http://www.zeit.de/2008/44/Neo-Cons
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Leser-Kommentare
  1. 1. [Entfernt]

    [Entfernt. Bitte bleiben Sie im Rahmen des guten Geschmacks. Vielen Dank. Die Redaktion as]

  2. 2. 4500 Tote?

    Wie kommt denn Herr Joffe auf eine solche Zahl? Es gibt offenbar Tote, die einfach nicht zählen.

  3. 3. Die Herren

    [Bitte unterlassen Sie Nazi-Vergleiche. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

  4. 4. Wie bitte?

    Dass keine nennenswerten Massenvernichtungswaffen gefunden werden würden, dass ein entsetzlicher, chaotischer, opferreicher Binnenkrieg ausbrechen würde, dass Saddam und Osama nicht gerade dicke Kumpels waren, und somit erst nach dessen Beseitigung der Irakkrieg zur Spielwiese aller sich zum Jihad berrufen fühlenden Nahostpsychopathen werden würde- all das konnte man VOR dem Irakkrieg hören, lesen und sehen, wenn man es denn hören und sehen wollte. Warum also der Krieg: Man hatte einfach das Bedürfnis irgendjemanden zu bombardieren! Und der Irak war nur das leichteste Opfer für die hysterischen Überkompensationen der Bush-Kamarilla! Das was ihre Buddies da betrieben ist Weltpolitik auf Kneipenschläger-Niveau, Herr Joffe.

    Dieu me pardonnera, c'est son metier.(Heine)

  5. 5. Unfähigkeit

    Genau wie beim Weg in die Finanzkrise läßt sich bei den Entscheidern in Washington vor allem eine gewaltige Unfähigkeit feststellen. Die Ursachenanalysen sind so falsch wie die Handlungsempfehlungen. Die amerikanische "Elite" ist eine Elite des Networkings, nicht der intellektuellen Qualität.
    Oder aber es geht sowie so in beiden Fällen nur um den schnellen Dollar für einige Spezis. Auch hierfür spricht einiges. Und dann wäre Joffe wahlweise wiedermal entweder drauf reingefallen, oder Komplize.
    Kurz gesagt: Ein Freund, dessen Entscheider entweder strunzendumm sind oder ständig versuchen einen über den Tisch zu ziehen, ist kein guter Freund.

  6. 6. Trauriger Abgesang

    auf eine der erbärmlichsten Perioden der amerikanischen Geschichte.

    Von wegen Weltverschwörung! Nun wird offensichtlich, was der intelligentere Teil der Zeitgenossen schon lange vermutet: dass eine Mischung aus Selbstüberschätzung, Inkompetenz, Paranoia und - wahrscheinlich am schlimmsten - zynischem Pragmatismus von Anfang an die Regie bei dieser fürchterlichen Farce geführt haben. Was jetzt noch fehlt (neben der Anklage gegen die Verantwortlichen selbstverständlich) ist eine tiefergehende Analyse, wie es überhaupt dazu kommen konnte. Hier könnten Sie, Herr Joffe, Ihren Beitrag leisten, indem Sie einmal selbstkritisch Ihre eigenen Motive hinterfragen würden, die Sie zu der Jubelprosa der vergangenen Jahre veranlasst haben!

  7. 7. Überraschungen beim Lunch im Bombay Club

    "Ein alter Bush-Intimus, der keinesfalls genannt werden möchte, antwortet mit der größten Überraschung von allen: »Das war in Wahrheit ein Akt imperialer Selbstbestätigung. "
    Nach all den "Überraschungen" vorher, die hier in den Kommentarspalten schon seit ewig und 3 Tagen lang und breit erörtert wurden! Der schnellste Merker der ZEIT ist auch schon drauf gekommen. Glückwunsch zu diesem Mitherausgeber! Ob er die Begründungen für den demnächst stattfindenden Krieg gegen den Iran, den er für so wünschenswert hält, auch so schnell (nach ca. 5 Jahren) zum Besten geben wird? Vielleicht mal etwas früher in den Bombay Club, zum Treffen mit diesen WICHTIGTUERISCHEN PERLEn der freien Welt?
    Gott schütze Amerika! ( Vor diesen Gestalten und ihren Speichelleckern)

  8. 8. Herr Joffe

    war ja wohl einer der Hauptbefürworter dieses Massenmordes im Irak, und hat die Lügen der Bush Adminastration noch als Wahrheit bezeichnet als der Rest der internationalen Journalistenschar schon deutlich von Lügen sprach.
    Gegner des Irakkriegs hat Herr Joffe ja schon mit dem faschistischen Begriff "Gutmenschen" bezeichnet.
    Hat Herr Joffe etwas aus der Geschichte gelernt ?
    Mir scheint eher nicht.

    Das die Thinktanks der Bushadministration vieles voraussahen wundert mich nicht wirklich, es verdeutlicht nur wieder die Perfidität dieser Lügner.

    Amerika steht wirtschaftlich, militärisch und auch moralisch vor einem Scherbenhaufen, weil die Familie Bush noch eine Rechnung mit Saddam Hussein offenzuhaben glaubte.

    Dass Menschenrechte unter Bush mit Füßen getreten werden, schert wohl auch im Nachhinein keinen der Entscheider.
    (Anmerkung: Bitte bleiben Sie mit Ihrer Kritik im Rahmen der Fairness. Die Redaktion/jk)

  9. 9. Die Bankrotterklärung des [...] Josef Jo

    (Teil der Überschrift entfernt. Bitte unterlassen Sie Beleidigungen. Die Redaktion /ft)
    überschreibt "Mein Parteibuch Blog" seine Abrechnung mit dem ZEITgenossen:
    http://www.mein-parteibuc...

    Man schlage nur nach in der ZEIT 39/2002:
    http://www.zeit.de/2002/3...

    Da schreibt Joffe, die "Massenvenichtungswaffen des Diktators" seien ein "sehr reales Problem"!

    Ob Banker, Politiker oder ZEIT-Kolumnist: Keine Verantwortlichkeit für sein Handeln -- nicht mal eine Entschuldigung.
    _______________________________________________________
    Peter Scholl-Latour: "Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen."

  10. 10. Ich finde das...

    das Herr Joffe es vermeiden sollte sich zum Irak-Krieg zu äußern. Denn schließlich gehörte er zu den Unterstützern, die massiv dafür getrommelt haben. Er hat die Botschaft von Pearl, Rumsfeld und Wolfowitz in die Zeit transpotiert. Überhaupt sollte Joffe es unterlassen in irgendeiner Form über die NeoCons zu schreiben. Er steht diesen Personen ideologisch einfach zu Nah. Verfolgt man Joffes Publikationen zeitgleich mit den Aktionen der US-Regierung, fällt einem auf, das eine erstaunliche Übereinstimmung stattfand. Egal ob es nun um Folter, Islamismus, Überwachung, Einschränkung der Bürgerrechte, Irakkrieg, die Rolle von Syrien und Iran ging, immer lag Joffe genau auf der Linie und hat sie direkt vertreten.

    Das Scheitern dieser imperialen Bösewichte ist bekannt und sollte auch von namhaften Autoren und Journalisten dokumentiert werden. Es wäre aber lächerlich dies Joffe zu überlassen.

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