Club der Gnadenlosen

Denken Sie, man findet einen normalen Mann über eine Partnervermittlung im Internet? Vergessen Sie’s! Ein Selbstversuch.Von Susanne Holz

http://www.zeit.de/2008/19/I-Treffen-Dating
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Leser-Kommentare
  1. 1. Völlig andere Erfahrungen

    Ich war Ende 40, als meine langjährige Ehe recht spektakulär zu Ende ging. Ich wollte nicht alleine bleiben, aber wie sollte ich eine Partnerin finden? Ich entschied mich für eine der aufgeführten Singlebörsen. Innerhalb von 4 Wochen hatte ich 3 Treffen mit potentiell geeigneten Damen und Email-Kontakt zu 2 weiteren. Dann war die Sache auch schon beeendet, die dritte Dame war es nämlich schon. Das Alter stimmte, das Foto entsprach der Realität :-), der Hintergrund und der jeweils ausgeübte Beruf waren in Ordnung. Wir haben uns gleichzeitig abgemeldet und uns relativ schnell aneinander gewöhnt. Ähnlich geartet, haben wir einen Plan erstellt, um die Zusammenführung unserer Leben zu ermöglichen. Bei meiner Partnerin war ein Ortswechsel angesagt, die Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz führte sogar zu einer Höherqualifikation. Der heutige Stand: Wir haben uns ein Haus gebaut, unserer Haushalte verschmolzen und sind heilfroh, den jeweils anderen gefunden zu haben. Ich glaube, das Internet bietet die größtten Chancen, einen Partner zu finden. Im richtigen Leben läuft niemand mit einem Schild >>Ich bin zun haben<< um den Hals herum, schon gar nicht in leicht fortgeschrittenem Alter. Die Möglichkeit, sich Fotos anzuschauen, ein Wunschprofil zu erstellen bzw. einzusehen und erstmal anonym zu kommunizieren, erleichtert vieles. Nur: Ohne Ehrlichkeit geht es nicht, das Foto sollte aktuell sein, die Angaben zur Person sollten zutreffen. Absagen: Ich habe auch zwei Damen mitgeteilt, dass ich sie zwar ansprechend finde, aber halt irgend etwas nicht so ganz passt. Warum so verbiestert, Frau Holz? Weitersuchen!

  2. 2. Völlig andere Erfahrungen

    Warum gibt es hier keinen Edit-Knopf? Ich würde gerne Rächtschreipfhler entfernen. :-))

  3. 3. Andere Erfahrung...

    Ich denke das die Möglichkeit übers Internet sich kennen(lieben?) zu lernen schon gut ist. Ich habe meine "Frau für´s Leben" ebenfalls so kennengelernt. Jedoch nicht in einer Partnerbörse, sondern in einem Chat als alleinerziehender Vater. Ich empfand es als Vorteil, das man die Möglichkeit hatte zunächst den Charakter des Gegenüber zu erfahren, bevor man ein Bild dazu bekommt. Meine jetzige Partnerin und ich haben also viele Nächte lang durchgechattet, bevor es zu einem ersten Treffen kam, wo es dann auch sofort gefunkt hatte. Es war unbeabsichtigt und ohne den "Erfolgsdruck". Vielleicht liegt grade dort das Geheimnis - das man keine Erwartungen hat !?! So ist alles vielleicht lockerer und entspannter. Und seien wir doch mal ehrlich ... wenn man eine absolute "Augenpeitsche" ist.... und ein komplizierter / introvertierter Typ vielleicht noch hinzu, dann kann auch das Internet nur schwer Abhilfe schaffen..

  4. 4. Mal ne Frage ...

    Ich habe keinerlei Erfahrung mit solchen Partnerbörsen, aber wenn dort soviele Millionen registrierte Accounts sind - wie groß ist dann die Möglichkeit das man dort Bekannte wiederfindet oder alte Schulkollegen?Also DAS wäre mir schon unangenehm und ist ja irgendwie auch ein Armutszeugnis, das man es auf solch einem Weg versuchen muß. Sei es nun berufsbedingt oder optisch. Da muss sich doch am Wochenende eine Möglichkeit auftun neue nette Menschen kennenzulernen ohne das ich dafür bezahlen muss das mich jemand kennenlernen will ??? Je mehr Leute man kennt, desto mehr Party´s o.ä mit vielen Menschen, desto mehr Chancen wieder neue Leute kennenzulernen, desto mehr Chancen Prince or Princess Charming zu treffen ...

  5. 5. Mal ne Frage ...

    [entfernt wegen Doppelposting/ Redaktion; svb]

  6. 6. Die Anspruchshaltung machts.......

    wenn ich von vornherein schon ans Aussortieren denke, weil ein Mann auf einem Foto nicht meinem Typ entspricht, 10 cm zu klein ist oder schreibt, dass er im Gegensatz zu mir z.B. gerne Schach spielt, dann wird die Sache natürlich schwierig bis aussichtslos. Wie viele Leute wären heute nicht verheiratet oder in festen Händen, wenn sie eine derartige Meßlatte angelegt hätten als sie ihren Partner das erste Mal sahen? Bin selber seit 12 Jahren glücklich mit einem Mann verheiratet, der aber auch wirklich keinem meiner ursprünglichen Kriterien entsprach. Er ist kleiner, er ist jünger, er ist schwarz, er ist Moslem, er sprach kaum Deutsch als wir uns kennenlernten und war arbeitslos. Keine Partnerbörse der Welt hätte ihn mir zugeführt, keiner meiner Ansprüche an eine "glückliche Partnerschaft" war erfüllt. What shell's? - Es machte nach drei Treffen (und nicht gleich beim ersten Anblick!) "beng" und ich hätte es nicht besser treffen können. Wer sich hingegen schriftlich und mit Bild um einen Platz im Herzen bewerben muss und voller absolut zwingender Anforderungen an einen potentiellen Partner steckt, der steht sich in seiner Unflexibilität und seinen Vorurteilen selbst im Weg und gibt der Liebe gar nicht erst eine Chance.

  7. 7. Ich versteh des net,

    weil früher ohne Internet bin am Freitag Abend losgezogen, hab praktisch stets eine Braut aufgerissen; haben wir die 1. Nacht/den Frühmorgen miteinander verbracht - manchmal vergass ich den Namen - wuh wie peinlich - und danach sahen wir beim Frühstück zu, ob aus dem Tanz/Bettkontakt auch was anderes seien könne...Einem muss ich zustimmen - ich mag ebenso nicht den Brauttypus - der am Samstag shoppen geht und am Sonntag bis Mittag pennt. Definitiff.

  8. 8. Frustrationstoleranz

    Ich kann mich Skusa und enviro nur anschließen. Wie lange hat denn Ihr "Selbstversuch" gedauert, Frau Holz ? Etwas mehr Durchhaltevermögen sollten sie schon haben, wenn es Ihnen tatsächlich darauf ankommt, einen Partner zu finden. Im "wahren Leben" gefällt einem ja auch nicht jeder Mann und umgekehrt, sonst wäre man ja nicht Single, oder ? Oder bestand das Ziel gar nicht darin, einen Mann zu finden, sondern darin, einen möglichst unterhaltsamen Artikel zu schreiben, in dem die Partnersuche im Internet natürlich durch den Kakao gezogen werden muß ? Sie sind übrigens nicht die erste, die das in dieser Weise tut. Dabei ist diese Art der Partnersuche vergleichsweise erfolgreich, besonders für Leute, die nicht mehr zwanzig sind. Hätten Sie sich wirklich verliebt, hätten Sie möglicherweise gar keine Lust gehabt, die Details Ihrer Liebesgeschichte vor der Leserschaft  der ZEIT auszubreiten.

  9. 9. Frustrationstoleranz

    Hallo Synelli, besser kann man es kaum zusammenfassen.

  10. 10. Nicht ganz richtig.

    Frau Holz hat zu Recht darauf hingewiesen, dass bei unpersönlichen Kontakten (wie über's Internet) bei vielen Leuten die Hemmschwelle sinkt: Wer im persönlichen Gespräch eine Ablehnung freundlich-verbindlich formuliert, tut das beim E-mail-Schreiben nicht immer. Und das kann einem mit der Zeit den Glauben an das Gute im Menschen schon ganz schön anknabbern. (Klar, viele andere Dinge können das auch. Und Frustrationstoleranz ist schön und gut und wichtig. Aber deshalb muß niemand den Blitzableiter für völlig fremde Leute spielen - gerade in einem Bereich, wo man nicht unbedingt damit rechnet.)

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