Verweigerte Kindheit

Killerspiele? Verhaltensauffälligkeiten? Zwei sehr unterschiedliche Antworten auf die Frage, wie Erziehung gelingen kann.Von Dorion Weickmann

http://www.zeit.de/2008/08/SM-Kindergewalt
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Leser-Kommentare
  1. 1. Unfair zitiert

    Als Autor des hier heftig kritisierten Buches "Schluss mit dem Gewalt-Tabu" bin ich verständlicherweise nicht mit allen Ausführungen der Rezensentin einverstanden. Ich habe meine Argumente zu den Einschätzungen von Frau Weickmann auf meiner eigenen Homepage ausführlich zusammen gestellt, hier nachzulesen:http://www.thomas-hartmann-live.de/page1/page8/page8.htmlEines aber vorweg. Die Rezension wird spätestens dann äußerst unfair - und vor allem erkennbar unpräzise, wenn es heißt: "'Einen Gegner abzuschießen bedeutet Erleichterung, nicht Grausamkeit', lautet die Bilanz seiner computergestützten Selbstversuche" und: "Spätestens an dieser Stelle fragt man sich, welches Menschenbild durch den Kopf des Pfarrers geistert." Tatsächlich ist das die Aussage eines jugendlichen Spielers, die ich auf Seite 167 in Anführungszeichen wiedergebe, aber solche Feinheiten zählen offenbar nicht, wenn man sich gegen ein Buch nun schon einmal "eingeschossen" hat - man kann sich gegen aus dem Zusammenhang heraus gerissene Zitate leider kaum wehren.

  2. 2. "[...]warum Killerspiele

    "[...]warum Killerspiele keine Amokläufer machen«. Hat das irgendjemand
    behauptet? Hat irgendwer erklärt, dass allein der Konsum von
    Ego-Shootern und Splatter-Movies aus Kindern, die seelisch einigermaßen
    im Lot und gesellschaftlich eingebettet sind, verbrecherische
    Scharfschützen macht?" (Anmerkung: ja, genau das tun ständig irgendwelche Talkshowgänger, die sich zum Großteil als Bestandteil der (geistigen) Elite dieses Landes sehen) "Das Zerstörungswerk der hochgerüsteten Animationen, die
    Einfühlungsvermögen durch Allmachtsfantasien ersetzen, degradiert
    Hartmann dabei zur Nebensache." Aha, also doch. Aus dem friedfertigen Musterschüler wird der kranke Psychopath mit Allmachtsfantasien. Genau SO funktionieren Computerspiele und nicht anders.In dieser Debatte würde es 99% der Schreiberlinge gut tun, wenn sie sich ein wenig mehr an gewisse Grundsätze halten würden: wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fr**** halten... Entschuldigung, aber ich bin es leid einen unqualifizierten Artikel nach dem anderen zu lesen, der von irgendwelchen Berufslaberern verfasst wurde, die meinen zu jedem Thema eine Meinung haben zu müssen."»Einen Gegner abzuschießen bedeutet Erleichterung, nicht Grausamkeit«,
    lautet die Bilanz seiner computergestützten Selbstversuche. Spätestens
    an dieser Stelle fragt man sich, welches Menschenbild durch den Kopf
    des Pfarrers geistert."Oh my....der/die/das Autor hat wieder einmal nie ernsthaft ein Computerspiel gespielt, sonst würde er/sie/es diesen Ausspruch eines Computerspielers im entsprechenden Zusammenhang verstehen. Fazit: exzessiver und ausschließlicher Konsum ist schädlich. Wie schon immer überall. Aber schön, dass wir darüber reden konnten.Und jetzt lasst uns ganz schnell noch ein paar Sachen verbieten, damit sich Eltern endlich wieder gut fühlen können. Nein, nicht ihr Eltern seid verantwortlich, im Zweifelsfall ist es ind Deutschland wie immer die Gesellschaft und vor allem der Staat, der endlich etwas unternehmen muss, damit man keinerlei Eigenverantwortung mehr für seinen Nachwuchs tragen muss.

  3. 3. Sehr geehrte Frau Weickmann!

    Ich wäre Ihnen so dankbar, wenn Sie uns ersparen würden, unsere wertvolle Lebenszeit zu verschwenden, indem Sie unqualifizierte Rezensionen schreiben. Beschäftigen Sie sich doch bitte weiterhin mit der Kulturgeschichte des Balletts. Aber ich vergaß, steht irgendwo "Sozial-" im Studiengang, kann man sich zu allem äußern, was man selbst im Entferntesten damit verbindet...Noch ein kleiner Tipp: Sie könnten ja mal Ihre Unterlagen aus dem ersten Semester rauskramen und nachlesen, wie man richtig zitiert. Erschiene professioneller, meinen Sie nicht auch??

  4. 4. Hartmanns Buch habe ich nicht gelesen

    wundere mich trotzdem, dass Horx als "seinesgleichen" bezeichnet wird. Dampfplauderer Horx in seiner totalen Abgehobenheit von der Lebenswirklichkeit ("Megatrend Frau") mit einem gegen den Strom schwimmenden Hartmann gleichzusetzen, ist schon verwunderlich. Wenn man den Rest der "Rezension" durchliest beschleicht einen das vage Gefühl, die Autorin hat überhaupt keine Ahnung und versucht das mit dem exzessiven Gebrauch der politsch korrekten Plattitüden zu vertuschen.. Überhaupt ist es eine Erlösung, wenn es wenigstens einen gibt, der sich wagt seinen Kopf aus der politisch korrekten Einheitsoße zu erheben. Auf jeden Fall sind seine (durch die Medien transportierten) Thesen näher am prallen Leben als der Gendersch., der grundsätzlich alles männliche als schädlich klassifiziert. . Wen´s interessiert:http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/409151/TrkHomeMagMain

  5. 5. Intressant

    Gott sei Dank erledigen sich solcherlei Artikel bald von selbst. Solange werden wir halt noch mit diesen unqualifizierten ,selbsternannten Jungendschützern leben müssen. Spätestens in 10 Jahren wird diese Diskussion, so wie es sie alle Jahre wieder gibt, wenn sich eine ältere Generation dazu berufen fühlt die Freizeitbeschäftigungen der Jungend zu verurteilen, ad acta gelegt.Ganz mieser Jornalismus nebenbei.

  6. 6. @ RRan

    Meine vollste Zustimmung über diesen Kommentar. Es ist teilweise echt eine Frechheit,  das man sich mit solch einem (ernst zu nehmenden) Thema so inkompetent beschäftigt.Bei manchen Statements von dem ein oder anderen (selbsternannten) Pädagogen und Psychologen muss ich an einen Kumpel von mir denken, der immer, wenn ich mit dem über dieses Thema diskutieren, sagt:"Soweit ich weiß haben alle Amokläufer, Rechtsextremen und Selbstmordattentäter Brot gegessen. Warum wird dann nicht Brot verboten?" Immer wieder erheitern, wo man Zusammenhänge entdecken kann. Aber Scherz beiseite. Diese Rezession hätte man sich auch sparen und die Zeit in etwas wichtigeres stecken können.

  7. 7. Oh mein Gott

    Zuerst: Ich habe Herrn Hartmanns Buch nicht gelesen. Was ich gelesen habe, war ihr unsäglich dumme Rezension, wo Dinge auftauchen wie "Kriegsspielen à la Warcraft". Haben sie dieses "Kriegsspiel" jemals gespielt? Dann hätten sie eventuell festgestellt. dass es sich hier um ein in ein grafisch leider recht hässlich verpacktes Strategiespiel handelt, bei dem das gemeinsame Handeln im Vordergrund steht, wo man nur zusammen etwas erreichen kann. Ihr Wissen über Computerspiele hingegen, Frau Weickmann, lässt sich folgendermaßen zusammenfassen: Computerspiele=hirnlose Ballerei= verdorbene JugendUnd leider kommen dann halt so dümmliche Artikel bei raus wie ihre Rezension.

  8. 8. Aha. Soso.

    Hat der klug*********** Herr Pfarrer auch hierzu etwas zu sagen?http://www.spiegel.de/pan...http://www.spiegel.de/net...

  9. 9. Unvollständig, QUOTE

    Sie haben vergessen zu erwähnen, dass wir mehr Frauen in Führungspositionen brauchen. Wenn schon die linken Phrasen, dann bitte alle!.http://www.youtube.com/wa....Bei den Attentätern des zwanzigsten Jahrhunderts fand die Polizei immer wieder ein Buch: J. D. Salingers „Fänger im Roggen“. Marc David Chapman, der Mann, der John Lennon auf dem Gewissen hat, trug es im Moment seiner Festnahme bei sich. John Hinckley Junior, der 1981 mit seinem Mordanschlag auf Ronald Reagan scheiterte, galt als obsessiver Salinger-Fan. Und auch der als „Una-Bomber“ bekannte Theodore Kaczynski las in seiner Holzhütte die Bibel aller durchgeknallten Einzelgänger. (FAZ 23.11.06, Sprache ist die bessere Gewalt).Zurück zur QUOTE-Phrasendreschmasche.

  10. 10. Geht diese Diskuussion über

    Geht diese Diskuussion über die Beeinflussung der Psyche durch Gewaltspiele nicht ein wenig am Ziel vorbei? Jeder der sich ein wenig mit dem menschlichen Verstand beschäftigt hat, weiß dass ständig wiederholtes Verhalten zu einer gewissen Prägung der Verhaltensweisen führt. Wobei die Stärke der Prägung sicher davon abhängt wie die Gesamtsituation des Kindes ist. Wie sehr interessieren sich die Eltern für das Kind, wie autoritär bzw. im Gegenteil wie gleichgültig sind sie ihm gegenüber, wie gut ist das Kind in der Schule und unter welchem psychischen Druck steht es dadurch, usw usf.Aber! Aus welchen Ländern kommt der Großteil dieser Spiele? Was prägt die Gesellschaften aus denen diese Spiele, vor allem Ego-Shooter militärischer Machart oder besonders brutale Spiele kommen? Unter welchem persönlichen, unbewusstem Druck durch wirtschaftliche oder gesellschaftliche Belange stehen die Menschen denen die Konzepte zu besonders gewalttätigen Spielen durch den Kopf gehen? Sofern es nicht nur der X-te Abklatsch ein- und derselben Idee ist.Vielleicht wäre es wichtig erst einmal Antworten auf diese Fragen zu finden bevor man darangehen kann sich zu überlegen welche Gesellschaft man haben will und welche Veränderungen nötig sind um dieses Ziel zu erreichen.Eine Gesellschaft ist wie eine Garten, lässt man alles wild wuchern, ersticken sich die konkurrierenden Pflanzenarten gegenseitig und übrig bleibt ein hässliches Chaos, übersät von Unkraut. Greift man zu sehr ein, nimmt man den wenigen außergewöhnlichen Pflanzen die Überlebenschancen, die aus dem Garten etwas besonderes machen.

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