Die Krise der kleinen Männer

Jungen sind die neuen Sorgenkinder des Bildungssystems. Sie kommen mit den veränderten Anforderungen der Schule schlechter zurecht als Mädchen. Getrennter Unterricht könnte beiden Geschlechtern helfen.

Sollen Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet werden? Ja, sagt der Hauptschullehrer Marc Böhmann. Nein, sagt Marianne Horstkemper, Pädagogikprofessorin der Universität Potsdam. Diskutieren Sie mit!

http://www.zeit.de/2007/24/B-Jungen
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Leser-Kommentare
  1. 1. Es fehlen Männer als Lehrer und Väter

    es ist klar das jungens Enwicklungsstörungen bekommen, ohne männliche Vorbildern in der Schule und in Haushalten als Geiseln für Unterhaltserpressung durch alleinerziehende hysterische selbstverwirklichende Frauen ohne Orientierung.

    Jungends haben keine Lobby, für die Politiker sind sie teilweise nur interessant durch die absenkung des Schutzalters für homophile Übergriffe. Da gibt es politisch mehr Iniative als für den Schutz von Knaben vor Schikanen und Erniedrigung an den Schulen.

  2. 2. Komplette Trennung nach der Grundschule!

    Der entscheidende Grund für eine Geschlechtertrennung wird in den Artikeln nur angerissen: unabhängig vom Fach wirkt die Gegenwart des jeweils anderen Geschlechtes ab Beginn der Pubertät stark ablenkend. Ich halte das für angeboren und daher nicht aberziehbar.

    Bitte beobachten Sie mal eine beliebige Männerrunde, wenn auch nur EINE attraktive Frau dazukommt. Die ganze Gruppendynamik verändert sich. Umgekehrt ist es dasselbe.

    Jungen sind in Gegenwart von Mädchen permanent versucht, sich zu produzieren: Unterschwellig laufen ständige Rangkämpfe, wer der Coolste ist (nicht etwa der Klügste). In Gegenwart von Mädchen verwenden Jungs einen erheblich größeren Anteil ihrer Energie auf die Selbstdarstellung. Und das klassisch männliche Balzverhalten ist halt NICHT von der bösen Zivilistation aufgepropft, sondern tief in der Biologie verwurzelt: Dominanz zeigen, Unabhängigkeit zeigen, Führerschaft zeigen. Frauen, nicht nur in der Pubertät, goutieren diese Dinge - der gefühlvolle Softie ist nicht erst seit gestern "mega-out", er war es in Wahrheit schon immer.

    Und wie demonstriert man in der Schule Unabhängigkeit? Vor allem Reibung am Lehrer, der natürlichen Autorität in der Klasse. Die Botschaft lautet: Du kannst mich mal. Und niemals darf man dumm aussehen (eine Gefahr, die bei jeder Äußerung im Unterricht mitschwingt).

    Das klassische weibliche Balzverhalten hat dagegen kein Problem damit, schwach oder undominant dazustehen. JUNGS STÖRT DAS NICHT, und deshalb arbeiten Mädchen im Unterricht besser mit. Hingegen ziehen sie sich gern in die Passivität zurück, jedenfalls in Fächern, die ihnen nicht liegen - und dazu zählt für viele Mädchen nun einmal vor allem die Mathematik. Nach jahrzehntelanger Emanzipation und Koedukation könnte man sich von der Selbsttäuschung, dies sei nur die Schuld einer falschen Erziehung, mal so langsam verabschieden.

    Für beide Seiten hat die Geschlechtertrennung außerdem ähnliche Vorzüge wie die Schulkleidung. Statusssymbole verlieren für die Jungs an Bedeutung, weil der Status selbst weniger im Vordergrund steht. Das gilt fürs schicke Handy genauso wie für die klassische Kippe. Speziell die Mädchen haben nicht mehr das Bedürfnis, sich - klassisch weibliches Balzverhalten - über ihr Äußeres zu profilieren, das Schühchen passend zum Schleifchen oder - noch schlimmer - das bauchfreie Top für Elfjährige.

  3. 3. Früher haben die Kinder in der ...

    ... Schule einfach nur gelernt. Heute müssen sie pädagogisch betreut werden. Ein krankes System. Warum viele Leute keine Kinder mehr kriegen? Gegenfrage: Würdet ihr in ein Schrottauto einen neuen Motor einbauen?

  4. 4. schon pervers

    die buben schickt man zum "bubentag" zum kochen und putzen

    sollen sie in zukunft zu hause bleiben und den haushalt erledigen???

    das wird schlecht funktionieren, weil frauen kaum nach unten heiraten oder mit männern kinder zeugen, die weniger verdienen und schlechter ausgebildet sind

    dass buben schlechtere noten bekommen für die gleiche oder bessere leistung, das war schon immer so, weil sonst weinen die mädchen und das will kein lehrer oder keine lehrerin

    die politik macht immer nur halbe sachen jetzt werden eben männer und buben in allen lagen diskriminiert, im zuge der gleichberechtigung

    das ist im bereich der bildung, der erziehung, der ärztlichen versorgung (vorsorgeuntersuchungen), bei der erforschung von krankheiten, im arbeitsleben, bei der pension, der landesverteidigung, beim gewaltschutz (männer und buben sind wesentlich häufiger opfer von gewalt als frauen) männer werden sogar noch dazu vom staat gezwungenermaßen zur gewaltausübung ausgebildet (wehrdienst), im bereich der justiz (männer erhalten für die gleichen straftaten höhere strafen)

  5. 5. Danke für diesen guten und

    Danke für diesen guten und wichtigen Artikel! Es kann nicht oft genug darüber gesprochen werden, wie wir unsere Gesellschaft gestalten wollen - und dazu gehört eben auch die Erziehung, und natürlich auch die Erziehung von Jungs.
    An einer offenen Ganztagsschule in Krefeld mache ich seit geraumer Zeit 'interessante' Beobachtungen: an dieser Schule gibt es überproportional viele männliche Lehrer und Erzieher; es gibt dort auch sehr viel Raum und auch spezielle Angebote für Jungs - kurz gesagt: das Bewußtsein für die 'Bedürftigkeit der Wahrnehmung von Jungs-Interessen' ist hier gegeben, insbesondere im Nachmittagsbereich.
    Und trotzdem: die Mädchen schaffen es immer wieder, den Jungs den Raum streitig zu machen oder durch vermeintlich bessere Leistungen bzw. umgänglicherem Verhalten sich in den Vordergrund zu stellen. Dieses Phänomen ist allen Mitarbeitern bewußt, und doch fällt man immer wieder darauf rein - die eigene Sozialisation läßt sich also nicht so leicht negieren! Da könnte strukturelle Maßnahmen vielleicht helfen.
    Mein Plädoyer: Jungs brauchen noch mehr Raum für sich. Warum? Ich bin der Meinung, dass gerade die kleinen Kerle in unserer Gesellschaft geprägt sind vom Widerspruch der wirtschaftlichen Männlichkeit und der versorgenden Weiblichkeit; verstärkt wird dieser Erlebniskonflikt u.a. auch durch die immer weiter wachsende Zahl von alleinerziehenden Müttern - das wird noch eine große gesellschaftliche Herausforderung werden!
    Zurück zum Plädoyer: die Jungs brauchen Zeit für ihre eigene Entwicklung; ungestört von 'femininen Reizen' müssen sie die Möglichkeit haben, ihre eigene Rolle bestimmen und ihre eigene Geschlechteridentität finden zu können. Wie kann dieser Raum geschaffen werden? Ich denke, dass der Ansatz vom monoedukativen Unterricht in Teilbereichen sehr gut ist - mitunter denke ich sogar, dass es sinnvoll sein kann, den Unterricht in den ersten 8 Klassen komplett getrennt abzuhalten. In dieser Zeit können sich 'ungestört' - auf beiden Seiten der Geschlechter - Qualitäten und Persönlichkeiten entwickeln; in dieser Zeit kann die Spannung auf etwas Neues heranreifen und sich zu neuen Begegnungsformen wandeln. Dieser Gedanke/Ansatz hat nichts mit konservativ oder ewig gestrig zu tun, ich verstehe ihn als Wertschätzung der Andersartigkeit und wünsche mir, dass die Gleichberechtigung nicht vor Jungs halt macht.

    Der Kopf ist rund, damit sich die Richtung des Denkens ändern kann.

  6. 6. Diskriminierung

    Jungen "kommen mit den veränderten Anforderungen der Schule schlechter zurecht als Mädchen" meint der Autor. Irrtum! Jungs - wie später auch Männer - werden systematisch diskriminiert und benachteiligt, deshalb erzielen sie schlechtere Leistungen.

  7. 7. Die Schule der Lehrerinnen

    Die Schule hat es über eine Änderung ihrer Ansprüche(!) geschafft, den Anteil von Mädchen, die mit dem System klar kommen zu Lasten der Jungs deutlich nach oben zu schrauben. Der deutschen Wirtschaft, die gerne auch Ingenieusen nähme, hilft das wenig, denn die (nunmehr objektiven) Ansprüche eines solchen Studiums scheint die Schule jetzt nicht mehr ausreichend erfüllen zu können - hier ist nämlich die Absolute Zahl zu niedrig und der Anteil auch nicht wesentlich gestiegen. Eine tolle Leistung!

  8. 8. eigennützige Rotznasen

    so ein kleiner Junge ist z.Z. bestimmt so um die 30 Millionen Euro wert. Und was macht man? Lässt ihn frei herumlaufen. Dann lässt man ihn auch noch früh mit Mädchen verkehren. Später ist das natürlich zu fördern, aber was hat das bitte schön in dem Alter für einen Sinn? Steigert es seinen Wert? Nein. Würde er stattdessen in Ruhe lernen können (ohne Mädchen), dann könnten wir seinen Wert von 30 vielleicht auf 40, oder sogar 50 Millionen steigern.

    In dem Alter haben Jungs noch keinen Sinn für Geld, was man vielleicht gerade noch entschuldigen kann, aber müssen wir das tolerieren?

  9. 9. Ja, das haben unsere

    Ja, das haben unsere intelligenten 68er gut hingekriegt. Endlich sind die Mädchen wieder da, wo sie hingehören: Am Herd. Warum? Weil die Männer fehlen und sie wieder alleine zuhause kochen müssen für sich und das Kind..
    Und warum fehlen die Männer? Dank 30 Jahre Koedukativität ist das wahre weibliche Potential voll entfesselt, in allem übertreffen sie uns Männer.
    Nur heiraten wird schwieriger, weil Frauen immer weniger Männer finden, die erfolgreicher sind als sie. Son Pech.
    Danke 68er, danke Emanzipation. Wird Zeit für die Jungfernzeugung, dann sind wir Männer endlich ganz überflüssig.

  10. 10. Hm, jetzt weiss ich nicht,

    Hm, jetzt weiss ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll.
    Zurück zum alten preussischen Schulsystem? Warum wird es seit mitte der 90er Jahre für Jungen schwieriger. Oder werden inzwischen Mädchen einfach übervorteilt? Es wäre wesentlich interessanter, erstmal heraus zu finden, warum das so ist, als gleich nach Aktion zu schreien. Allerdings muss man wohl bei den deutschen Systemen dann befürchten, das nie etwas geschieht.

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