Helfen Netzsperren beim Kampf gegen Kinderpornografie?
Ja, wenn User nicht mehr auf die Seiten zugreifen können, dann nimmt auch die Verbreitung ab.
5% (42 Stimmen)
Nein, nur weil der Zugriff auf die Seiten nicht mehr möglich ist, verschwinden nicht deren Inhalte.
95% (843 Stimmen)
Total votes: 885
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Leser-Kommentare
Gab es schoneinmal soeine deutliche Entscheidung?
Und wenn ja, wo?
sowas ist man ja hier gar nicht mehr gewohnt.
das ergebniss zeigt schoen , dass der brainwash noch nicht beendet sein kann , die meisten haben hier noch das falsche angekreuzt :-) ... da muss die presse und das tv noch viel mehr stimmung gegen das boese internet machen ehe die allgemeinheit aktzeptiert , dass es wieder abgeschaft werden kann .... sollte das ganz eine parabel auf die effektivitaet von politik sein - na dann gute nacht freunde!
Natürlich kann man keine Tat ungeschehen machen. Und es sollte das Vorgehen sein, diese gefilmten Straftaten zu verfolgen (also alle Involvierten zu ermitteln und min. zu vernehmen, von den aktiven bzw. filmenden Tätern über die Vertriebler bis hin zu den Endkonsumenten) und die Aufzeichnungen tatsächlich von den Servern zu löschen. Ich bin mal sehr gespannt, ob wir morgen bzw. nächste Woche nochmal was aus dem Ministerium hören. So lange aber denke ich: JA, es hilft, wenn weniger Menschen ungehinderten Zugriff auf Bildern und Filmen von Kindsvergewaltigung haben. Aber ... (siehe erster Satz)
Es ist ein Teufelskreis, der durchbrochen werden muss. Eine gesamtgesellschaftliche Arbeit, in der die Ministerin für u.a. KINDER nur versucht ihren Beitrag zu leisten.
Wie kann jemand glauben, dieser Ärztin und siebenfachen Mutter ginge es nicht um die Kinder?
ich kann mich nicht entscheiden, da ich beide Antworten für richtig halte. Beide Varianten sollten zum Einsatz kommen und sich nicht aufheben.
Ja - weil damit auch eine öffentliche Ächtung dieser schändlichen Taten verbunden ist.
Nein - weil damit eben das Grundübel nicht beseitigt wird. Dieses zu beseitigen sollte die vordringlichste Aufgabe sein. Eine Netzsperre kann somit nur eine flankierende Maßnahme sein. Bliebe es bei dieser Maßnahme, wäre so gut wie nichts gewonnen.
Die Frage, welche in Zusammenhängen menschlicher Kultur schon so oft Erhellung bringen konnte, ist vielleicht auch hier angebracht: Wem nützt's? Wer profitiert vom ungehinderten Anblick gequälter Kinder via Internet?
Ich stimme denjenigen zwar zu, die den Netzsperren skeptisch gegenüber stehen - sicher lässt sich bei entsprechendem Willen ein Hindernis schnell umgehen. Trotzdem: In unserer Gesellschaft haben die Menschenrechte hohen moralischen Wert und konsequenterweise sollte der Verbreitung von Kinderpornographie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegengetreten werden.
Dann hätten Sie nichts dagegen präventiv alle Männer ins Gefängnis zu werfen?? Ihre dämliche Meinung, daß der Zweck alle Mittel heiligt, hat in einem Rechtsstaat nichts zu suchen.
Vor die Server mit kinderpornographischen Bildern ein Tuch zu hängen ANSTATT diese zu schließen, ist unnütz und genau das ist es was Sie und alle Befürworter für richtig halten.
Wie wär's, vor dem Lospoltern erst 'mal genauer zu lesen? Mir scheint, Sie reagieren unüberlegt auf Reizsignale, deren Quelle ich in meinem Text nicht erkennen kann.
Also ich muss ehrlich zugeben, dass der Gedanke an sich NATÜRLICH NICHT schlecht gemeint ist. Diesen Gedanken würde ich sogar gerne in die Tat umsetzen. Halten wir dies fest :)
Nur, ich habe ein ungutes Gefühl im Bauch, dass es -nach dem wir diese Netzsperren für kinderpornografischen Seiten haben- zu weiteren Netzsperren kommen kann, möglicherweise von Seiten, die absolut nichts mit Kinderpornografie zutun haben, sondern lediglich eine Plattform bieten, um Staatskritisches zu äußern.
Natürlich würde in diesem Zusammenhang "Kinderpornografie" nur als Vorwand benutzt werden, um diese Netzsperren zu rechtfertigen.
Nehmen wir als Beispiel 9/11:
Nach den Attacken auf die Zwillingstürme wurden binnen weniger Wochen -unter dem Vorwand des Terrorismus- verschiedene Patriot Acts verabschiedet, die eigentlich nur darauf bedacht sind, die Freiheiten des Bürgers zu berauben. So blind wie die Menschen zu der Zeit gewesen sind, gab es natürlich keine Proteste gegen die Acts. Die Medien haben hierbei überwältigende Arbeit geleistet, in dem sie die Kriegseuphorie im Lande entscheidend unterstützt haben - natürlich mit Desinformation und die Herstellung eines fiktiven Gegners (den nenne ich jetzt ganz frech: Obama Bin Laden)
So hat man letzten Endes auch den Afghanistan-Einmarsch gerechtfertigt, dass die "Terroristen" dafür jetzt büßen müssten.
Mir ist es wichtig, dass ihr die Parallelen erkennt:
* in beiden Fällen sucht man Gründe, um Gesetze zu verabschieden (dies kann sogar soweit gehen, dass der Staat die Gründe selbst sogar erschafft [siehe 9/11 false flag attack oder den Reichstagsbrand am 28.Februar 1933])
* hier: Kampf gegen Pornografie, um möglicherweise später Netzsperren gegen Staatskritische-Websites zu legitimieren
=> dies impliziert folglich, dass das Internet nicht mehr als Platform benutzt werden kann, um seine eigene Meinung einem Publikum präsentieren zu können (folglich: Verletzung des im Grundgesetz stehenden Artikel 5, der Meinungsfreiheit)
Angesichts dieser Befürchtung, bin ich gegen Netzsperren für Kinderpornografie, weil der Staat mit Sicherheit in Versuchung kommen wird, diese Position auszunutzen um weitere Netzsperren zu verhängen und das mit Websites, die überhaupt nichts mit Kinderpornografie am Hut haben.
KLARES NEIN